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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großaitingen
Großaitingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großaitingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 14′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Großaitingen
Höhe: 539 m ü. NHN
Fläche: 39,05 km2
Einwohner: 5133 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86845
Vorwahl: 08203
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 151
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Alten Markt 3
86845 Großaitingen
Website: www.grossaitingen.de
Bürgermeister: Erwin Goßner (Wahlvorschlag SPD)
Lage der Gemeinde Großaitingen im Landkreis Augsburg
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Über dieses Bild
Großaitingen von Südwesten

Großaitingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Großaitingen liegt etwa 15 Kilometer südwestlich von Augsburg an der Singold und der Wertach, am westlichen Rand der Lech-Wertach-Ebene. Etwa fünf Kilometer südlich von Großaitingen befindet sich die Stadt Schwabmünchen, fünf Kilometer nördlich Bobingen. Zwischen Bobingen und Großaitingen liegt die Gemeinde Wehringen. Im Westen grenzt der Ortsteil Reinhartshofen, im Osten Kleinaitingen. Zu Großaitingen gehört auch die 1948 von Heimatvertriebenen aus Siebenbürgen gegründete Gnadentalsiedlung.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat 4 amtlich benannte Ortsteile:[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Es wird angenommen, dass Großaitingen eine ursprünglich alemannisch-germanische Siedlung ist, die um das Jahr 500 gegründet wurde. Erstmals schriftlich belegt ist Großaitingen um 972/973 in der Lebensbeschreibung des Fürstbischofs Ulrich von Augsburg. Das Gebiet gehörte zum verhältnismäßig geschlossensten und bedeutendsten Besitz des Domstifts Augsburg. 1803 kam der Ort im Zuge der Säkularisation zu Bayern.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurde der Großteil der aufgelösten Gemeinde Reinhartshofen eingegliedert.[3]

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im 16-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2014):

  • CSU: 5 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Freie Wählervereinigung: 3 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Reinhartshofen-Hardt: 2 Sitze
  • Freie Bürger-Union: 1 Sitz
  • Junge Liste: 1 Sitz

Seit 1. Mai 2014 ist der parteilose Erwin Goßner Bürgermeister, der über den Wahlvorschlag der SPD am 16. März 2014 mit 50,9 Prozent der Stimmen gewählt wurde.[4] Sein Vorgänger war Franz Stellinger (SPD) (2002–2014).

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich ein seit 1979 betriebenes Ölfeld. 2012 wurden im Umfeld durch Wintershall neue Bohrungen für eine Aufrechterhaltung der Förderung in den nächsten beiden Jahrzehnten abgeteuft.[5]

GewerbegebietBearbeiten

Großaitingen besitzt ein abgeteiltes Gewerbegebiet an der Bahnstrecke Augsburg–Buchloe, das aus dem ehemaligen Bahnhof Großaitingen entstand. Wintershall betreibt hier eine Erdgas-Abfackelung sowie den Versand des hier geförderten Öles.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Cyrill Kistler (* 1848 in Großaitingen, † 1907 in Bad Kissingen), Komponist
  • Josef Heigl (* 1953 in Großaitingen, † 2013 in Augsburg), Domkapitular im Bistum Augsburg

Kirchen und KapellenBearbeiten

  • katholische St. Nikolaus-Kirche
  • evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche
  • Sebastianskapelle
  • Leonhardskapelle
  • Ottilienkapelle
  • Schächerkapelle

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Großaitingen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2019
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768.
  4. Liste der ersten Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 29. Juli 2019.
  5. Erdölförderung in Aitingen