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Ferfried Prinz von Hohenzollern

deutscher Adeliger und ehemaliger Tourenwagen-Rennfahrer
Ferfried Prinz von Hohenzollern

Ferfried Maximilian Pius Meinrad Maria Hubert Michael Justinus Prinz von Hohenzollern (* 14. April 1943 in Umkirch) ist ein ehemaliger Tourenwagen-Rennfahrer. Er entstammt der schwäbischen Linie Hohenzollern-Sigmaringen des Hauses Hohenzollern.

BiografieBearbeiten

Ferfried Prinz von Hohenzollern wurde als jüngster Sohn von Friedrich von Hohenzollern und dessen Gattin Margarete auf Schloss Umkirch geboren und von Papst Pius XII. getauft.[1] Sein Vater war bis 1965 das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen; seine Mutter gehörte zur Linie der albertinischen Wettiner und war eine Tochter des letzten sächsischen Königs Friedrich August III.

 
Von Hohenzollern bei einem Rennen mit einem BMW 1600 im Mai 1969 in Brünn

Nach einem Jurastudium bestritt von Hohenzollern ab 1966 als Privatfahrer mit eigenem BMW-Fahrzeug regelmäßig Rennen in Europa, was 1969 zur Aufnahme in das BMW-Werksteam führte.

Im Jahr 1971 war er als BMW-Werksfahrer mit einem BMW 2002 der Gewinner des zweiten 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Von Hohenzollern und Gerold Pankl lieferten sich in dem Rennen einen Dreikampf mit Rüdiger Faltz/Hans-Jürgen Schulte-Oversohl und Karl-Heinz Eisenschenk/Hans-Günther Stoffel.

Nach 36 Jahren Abwesenheit vom aktiven Rennsport nahm er 2007 für das private Motorsport-Team Live-Strip.com Racing am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil.[2] Als Rennfahrzeug wurde ein BMW M3 Compact benutzt.

Von Hohenzollern lebt seit dem Jahr 2010 in München.

Ehen und KinderBearbeiten

In erster Ehe heiratete er am 21. September 1968 auf Schloss Sigmaringen Angela von Morgen (* 11. November 1942; † 11. Januar 2019), Tochter von Ernst von Morgen und dessen Ehefrau Margarethe, geborene Gräfin von Görtz. Die Ehe wurde 1973 geschieden; von Morgen heiratete 1979 in zweiter Ehe den Schauspieler Fritz Wepper. Aus der Ehe von Hohenzollerns gingen zwei Kinder hervor:

  • Valerie-Alexandra Henriette Margarethe (* 10. April 1969) ⚭ 1993 Peter Brenske (* 1955)
  • Stefanie Michaela Sigrid Birgitta (* 8. Mai 1971) ⚭ 1996 Hieronymus Graf Wolff Metternich zur Gracht (* 1955), ⚭ Martin Haag (* 1960)

In zweiter Ehe heiratete er am 7. April 1977 Eliane Etter (* 4. Mai 1947), Tochter von Hans Etter und dessen Ehefrau Irmgard, geborene Zosso. Die Ehe wurde 1987 geschieden. Aus der Ehe stammen folgende zwei Kinder:

  • Henriette Annabelle Gabriele Adrienne (* 26. März 1978)
  • Moritz Johannes Axel Peter Meinrad (* 5. Mai 1980)

In dritter Ehe heiratete er 1999 Maja Synke Meinert (* 8. Oktober 1971). Die kinderlose Ehe wurde im März 2007 geschieden.

MedienauftritteBearbeiten

Im Jahr 2004 machte der zu dieser Zeit in dritter Ehe verheiratete von Hohenzollern seine damalige Beziehung zu Tatjana Gsell über die Medien öffentlich. Ab dem 8. Mai 2006 strahlte der Privatsender RTL II die vierteilige Doku-Soap Tatjana & Foffi – Aschenputtel wird Prinzessin aus, wobei „Foffi“ Ferfried bedeuten soll.

Beim Fernsehsender tv.gusto premium moderierte er mehrfach als Co-Moderator zusammen mit Birte Karalus die Sendung Royal Dinner.

VerwandtschaftBearbeiten

Von Hohenzollern hatte drei Brüder und drei Schwestern. Sein Bruder Friedrich Wilhelm war bis 2010 Chef des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen; sein Neffe Karl Friedrich von Hohenzollern ist seither das Oberhaupt der Familie. Von Hohenzollerns Bruder Johann Georg heiratete Birgitta von Schweden. Durch von Hohenzollern fand sein kaum jüngerer Neffe Leopold von Bayern auch Interesse am professionellen Rennsport.[3]

RennresultateBearbeiten

1968Bearbeiten

  • 24. März 1968, 4 h Monza (Div.2+3), Porsche 911, zweiter Platz
  • 25. April 1968, 1000 km Monza, Porsche 911 T, DNF
  • 16. Juni 1968, Hockenheim Grand Touring, Porsche 911 T, erster Platz
  • 23. Juni 1968, Deutsche-Automobil-Rundstrecken-Meisterschaft Mainz-Finthen, Porsche 911 T, erster Platz
  • 7. Juli 1968, 6 h Nürburgring, Porsche 911, DNF
  • 21. Juli 1968, Solituderennen Hockenheim (GT+TS), Porsche 911 T, erster Platz
  • 18. August 1968, Grand Prix Brno (Tschechoslowakei), Porsche 911, dritter Platz
  • 8. September 1968, Deutsche-Automobil-Rundstrecken-Meisterschaft Ulm-Laupheim, Porsche 911 T, dritter Platz
  • 1. Dezember 1968, Hockenheim Finale, Porsche 911 T

1969Bearbeiten

  • 13. April 1969, ETCC Aspern (Div.1+2), BMW 1600
  • 20. April 1969, 1 h Belgrade (Div.2+3), BMW 1600, 7. Platz
  • 25. April 1969, 1000 km Monza, Porsche 911 T, DNF
  • 4. Mai 1969, Targa Florio, Porsche 911 T, 48. Platz
  • 4. Mai 1969, Targa Florio, Porsche 911 S, T-Car
  • 11. Mai 1969, 2 h Budapest, BMW 1600
  • 25. Mai 1969, GP Brno, BMW 1600, dritter Platz
  • 25. Mai 1969, GP Brno, BMW 1600
  • 1. Juni 1969, 1000 km Nürburgring, Porsche 911 T, DNF
  • 22. Juni 1969, 6 h Brands Hatch, BMW 1600, DNS
  • 6. Juli 1969, 6 h Nürburgring, BMW 1600, 4. Platz
  • 27. Juli 1969, 24 h Spa, BMW 1600, DNA
  • 27. Juli 1969, 24 h Spa, BMW 1600, DNF
  • 10. August 1969, 1000 km Zeltweg, Porsche 910, 14. Platz
  • 31. August 1969, ETCC Zandvoort (Div.2), BMW 1600, 4. Platz
  • 28. September 1969, 3 h Jarama, BMW 1600, 5. Platz
  • 12. Oktober 1969, 1000 km Paris, Porsche 910, 7. Platz
  • 19. Oktober 1969, Hessenpreis Hockenheim (GT+1.6), Porsche 911 T, 7. Platz
  • 1969, Tourenwagen-Europameisterschaft Division 2, BMW 1600, dritter Platz[4]

1970Bearbeiten

  • 15. März 1970, 4 h Monza (Div.2+3), BMW 1600, DNF
  • 24. Mai 1970, GP Brno, BMW 1602, DNF
  • 14. Juni 1970, DARM Hockenheim (GT+1.3), Porsche, DNA
  • 5. Juli 1970, Hockenheim (GT+1.6/T+2.0), Porsche 911 T, 12. Platz
  • 12. Juli 1970, GP Nürburgring, BMW 1602, DNF
  • 26. Juli 1970, 24 h Spa, BMW 1600, DNF
  • 27. September 1970, 4 h Jarama, BMW 1600, DNF
  • 11. Oktober 1970, 1000 km Zeltweg, Porsche 914, 12. Platz

1971Bearbeiten

  • 14. März 1971, 4 h Monza, BMW 2002, 6. Platz
  • 11. April 1971, ETCC Salzburgring (Div.2), BMW 2002, DNF
  • 16. Mai 1971, Targa Florio, Porsche 914, 13. Platz
  • 30. Mai 1971, 1000 km Nürburgring, Porsche 908/02, DNS
  • 27. Juni 1971, 24 h Nürburgring (Nordschleife), BMW 2002, erster Platz[5]
  • 25. Juli 1971, 24 h Spa, BMW 2002, DNA
  • 11. September 1971, 12 h Paul Ricard, BMW 2002, DNF

2007Bearbeiten

  • 10. Juni 2007, 24 h Nürburgring, BMW M3 Compact[6]

VeröffentlichungenBearbeiten

  • mit Moritz Prinz von Hohenzollern: Chili Royal. Das Kochbuch zweier Prinzen. Pichler, Wien 2008, ISBN 978-3-85431-462-2.
  • mit Moritz Prinz von Hohenzollern: Die Küche der Prinzen. Raffiniertes für Feinschmecker. Avantgarde Edition in Verlagsgruppe Styria, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-9901100-5-8.

Siehe auchBearbeiten

VorfahrenBearbeiten

Ahnentafel Ferfried Prinz von Hohenzollern
Urgroßeltern

Leopold von Hohenzollern
(1835–1905)
⚭ 1861
Antonia Maria von Portugal
(1845–1913)

Ludwig von Neapel-Sizilien
(1838–1886)
⚭ 1861
Mathilde in Bayern
(1843–1925)

Georg von Sachsen
(1832–1904)

⚭ 1859
Maria Anna von Portugal
(1843–1884)


Ferdinand IV. von Österreich-Toskana
(1835–1908)

⚭ 1868
Alicia von Bourbon-Parma
(1849–1935)

Großeltern

Wilhelm von Hohenzollern
(1864–1927)
⚭ 1889
Maria Theresia von Bourbon-Sizilien
(1867–1909)

Friedrich August III. von Sachsen
(1865–1932)
⚭ 1891
Luise von Österreich-Toskana
(1870–1947)

Eltern

Friedrich von Hohenzollern
(1891–1965)

Margarete von Sachsen
(1900–1962)

Ferfried Prinz von Hohenzollern (* 1943)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ferfried Prinz von Hohenzollern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Prinz Seltsam. In: welt.de. Axel Springer SE, 28. Dezember 2006, archiviert vom Original am 5. April 2017; abgerufen am 28. Februar 2019.
  2. automobilsport.com zum Rennen auf dem Nürburgring 2007 Abgerufen am 27. Februar 2019.
  3. Königliche Hoheit am Lenkrad, Braunschweiger Zeitung vom 22. Juni 2009. Abgerufen am 27. Februar 2019.
  4. Ferfried von Hohenzollern Driver Database. Abgerufen am 27. Februar 2019.
  5. BMW Erfolge am Nürburgring (Memento vom 12. November 2013 im Internet Archive) Abgerufen am 27. Februar 2019.
  6. Rennresultate von Ferfried von Hohenzollern racingsportscars.com. Abgerufen am 27. Februar 2019.