Emancipation (Album)

Album von Prince

Emancipation (englisch für Emanzipation) ist das 19. Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince. Es erschien am 19. November 1996 als CD-Dreifachalbum bei dem Musiklabel NPG Records und bei dem Major-Label EMI. Emancipation ist Prince’ erstes Album, das nicht über Warner Bros. Records vertrieben wird; aufgrund von Differenzen mit Warner hatte er seinen Künstlernamen 1993 abgelegt und trug stattdessen ein unaussprechbares Symbol als Pseudonym.

Emancipation
Studioalbum von Prince

Veröffent-
lichung(en)

19. November 1996

Aufnahme

Januar 1995 – Oktober 1996

Label(s) NPG Records / EMI

Format(e)

Dreifachalbum, Kompaktkassette, Schallplatte

Genre(s)

Funk, Pop, Rockmusik, R&B, Soul

Titel (Anzahl)

36
1. CD – 12
2. CD – 12
3. CD – 12

Länge

180:00
1. CD – 60:00
2. CD – 60:00
3. CD – 60:00

Besetzung Alle Songs wurden von Prince produziert, arrangiert, komponiert und vorgetragen. Folgende Personen ergänzten die Aufnahmen:[1]
  • Brian Lynch – Trompete und Saxophon in We Gets Up, Emale und Style
  • Chanté Moore – zusätzlicher Gesang in La, La, La Means Eye Love U
  • Eric Leeds – Tenorsaxophon in Jam of the Year, Baritonsaxophon in Get Yo Groove On, Trompete und Saxophon in We Gets Up, Sex in the Summer, Emale und Style, Saxophon in Eye Can’t Make U Love Me und Dreamin’ About U
  • Hans-Martin Buff – Taxifahrer in Joint 2 Joint
  • Janelle Garcia, „Freund“ von Janelle – spanischer Text in Damned If Eye Do
  • Janice Garcia – „Bold Girl“ in White Mansion
  • Kat Dyson – Gitarre in Sex in the Summer, Emale, Dreamin’ About U, The Love We Make, zusätzlicher Gesang in Get Yo Groove On
  • Kate Bush – zusätzlicher Gesang in My Computer
  • Kathleen Bradford und ihre Schwester Rhonda Johnson – zusätzlicher Gesang in Friend, Lover, Sister, Mother/Wife
  • Michael Bland – Schlagzeug in Betcha by Golly Wow!, Saviour, One of Us
  • Mike Scott – Gitarre in La, La, La Means Eye Love U
  • Montalbo Stewart – zusätzlicher Gesang in Get Yo Groove On
  • Morris Hayes – zusätzlicher Gesang in Get Yo Groove On, Keyboard in Betcha by Golly Wow!, Saviour, One of Us
  • Poet 99 – Vox Sample in Right Back Here in My Arms und Face Down, gesprochene Worte in Joint 2 Joint
  • Prince – arbeitsloser Kiffer in Style
  • Rhonda Smith – E-Bass in Get Yo Groove On, We Gets Up, Eye Can’t Make U Love Me, Sex in the Summer, Dreamin’ About U, zusätzlicher Gesang in Get Yo Groove On
  • Ricky Peterson – Klavier in Sex in the Summer, zusätzliches Keyboard in Saviour
  • Scrap D. – Rap in Mr. Happy und Da, Da, Da
  • Smooth G., Michael Mac, Scrap D. – Rufe in Style
  • Sonny Thompson – E-Bass in Betcha by Golly Wow!, Saviour, One of Us
  • Steve Parke – Autohupe in Face Down
  • The NPG Hornz – Courtin’ Time, Damned If Eye Do, Saviour, Sleep Around
  • Todd Burell – zusätzliches Keyboard in Eye Can’t Make U Love Me
  • Tommy Barbarella – Keyboard in Betcha by Golly Wow!, Saviour, One of Us
  • Walter Chancellor Jr. – Querflöte und Saxophon in Jam of the Year, Saxophon in Style
  • Randee St. Nicholas – zusätzliche Fotoaufnahmen
  • Debbi McGuan – „Endorphinbed“-Malerei
  • Kim Lawler – „Holly River“-Malerei
  • Cesar Sogbe, Hans-Martin Buff, Joe Galdo, Kirk Johnson, Peter Mokran, Ray Hahnfeldt, Shane T.K.,S teve Durkee, Tom Tucker – Toningenieure und Abmischung
  • Cesar Sogbe, Joe Galdo – zusätzliche Programmierung in The Human Body und Sleep Around
  • Kirk Johnson – Produzent-Partner, Arrangeur, Schlagzeug, zusätzliches Keyboard, Programmierer (alle Beiträge nicht genau definiert)

Produktion

Prince

Studio(s)

Paisley Park Studio (Chanhassen)

Chronologie
Chaos and Disorder
(1996)
Emancipation Crystal Ball
(1998)
Singleauskopplungen
2. Dezember 1996 Betchy by Golly Wow!
13. Januar 1997 The Holy River
12. September 2019 My Computer

Das Dreifachalbum kann als Prince’ autobiografischstes Album bezeichnet werden, weil sich einige Liedtexte auf seine damalige private Situation beziehen, etwa seine Hochzeit mit Mayte Garcia im Februar 1996 und ihren damals noch ungeborenen Sohn, der Mitte Oktober 1996 mit schwersten Behinderungen auf die Welt kam und nach einer Woche starb. Zudem handeln die Liedtexte von Liebe, zwischenmenschlichen Beziehungen sowie Vorwürfen gegen die Musikindustrie.

Auf Emancipation veröffentlichte Prince zum ersten Mal auf einem Studioalbum Coverversionen, was er in seiner Karriere sehr selten tat. Jede CD besitzt eine Spieldauer von genau 60 Minuten und enthält zwölf Songs. Als Gastmusiker wirken Brian Lynch, Eric Leeds, Kate Bush, seine damalige Ehefrau Mayte Garcia, Rosie Gaines, Savion Glover sowie die damaligen Mitglieder von The New Power Generation mit. Die Musik des Albums zählt zu den Genres Funk, Pop, Rockmusik, R&B und Soul.

Musikkritiker bewerteten Emancipation überwiegend positiv; das Album erzielte Doppelplatin in den USA und erreichte Platz eins in der Schweiz. Anlässlich der Albumveröffentlichung spielte Prince 1997 zwei Tourneen, wobei seine zweite Tournee mit Namen Jam-of-the-Year-Tour mit Einnahmen von 30 Millionen US-Dollar kommerziell erfolgreich war.

Am 13. September 2019 veröffentlichte The Prince Estate (dt.: Der Prince-Nachlass) Emancipation erstmals auf Schallplatte; das Album ist als Boxset mit sechs Schallplatten in ausschließlich lilafarbenem Vinyl erhältlich.

EntstehungBearbeiten

 
Das unaussprechbare Symbol

Seit 1977 hatte Prince bei dem Musiklabel Warner Bros. Records unter Vertrag gestanden, als es 1993 zwischen ihm und dem Label zu einem Streit kam. In dessen Folge legte Prince seinen Künstlernamen ab und trug stattdessen ein unaussprechbares Symbol als Pseudonym. Emancipation ist sein erstes Album, das er nicht bei Warner veröffentlichte, sondern bei der EMI Group. Trotzdem musste er seinen laufenden Vertrag bei Warner bis zum 31. Dezember 1999 erfüllen und brachte bei diesem Major-Label weiterhin Tonträger unter den Namen „Prince“ heraus – parallel zum Warner-Vertrag schloss er aber auch Verträge unter seinem Symbol bei anderen Tonträgerunternehmen ab und veröffentlichte Alben und Singles.

Emancipation bezeichnete Prince als „born to make“ und hob hervor, es sei sein wichtigstes in seiner bisherigen Karriere.[2] Üblicherweise schirmte er sein Privatleben rigoros ab und sprach öffentlich nur sehr selten darüber, doch auf Emancipation beschäftigt er sich mit Themen wie mit seiner Hochzeit im Februar 1996 sowie mit seiner bevorstehenden Vaterschaft.

Im Januar 1995 begann Prince an dem Album Emancipation zu arbeiten. Er nahm diverse Songs auf, wobei aber das Albumkonzept erst im Laufe des Jahres Gestalt annahm. Letztendlich war Prince bis Oktober 1996 beschäftigt und nahm alle Songs in seinem Paisley Park Studio in Chanhassen in Minnesota auf.[1][3] Das Mastering führte Vlado Meller in den Sony Music Studios in New York City durch.[1]

Prince arbeitete bei den Albumaufnahmen mit Kirk Johnson (* 22. September 1964 in Minneapolis) eng zusammen, der ihn vor allem als Tontechniker unterstützte.[4] Johnson wisse, „wie man einen Computer benutzt, um eine Rhythmusspur aufzubauen“, sagte Prince. Er selbst habe „so etwas nicht gern“ gemacht, weil ihm „dabei oft der Song verloren“ gegangen sei.[5] Letztendlich kreierte Johnson für jeden Track auf Emancipation die Rhythmusspur und führte bei den meisten Aufnahmen die Oberaufsicht, wobei Prince aber immer die endgültige Entscheidung traf.[6] Prince hatte Johnson bereits im Jahr 1984 bei den Dreharbeiten zum Film Purple Rain kennengelernt, in dem Johnson in einer kleinen Nebenrolle als Tänzer mitwirkt. 1990 integrierte ihn Prince als Tänzer in seiner Begleitband The New Power Generation, später auch als Schlagzeuger. Im Laufe der Jahre wurde Johnson bis zu Prince’ Tod im Jahr 2016 sein persönlicher Assistent.

Als erstes Stück für Emancipation nahm Prince 1995 Right Back Here in My Arms auf.[1] Weitere Songs waren unter anderem Slave 2 the System und Slowly Candle Burns, den Prince später in Slave umbenannte, aber keine Gemeinsamkeiten mit Slave 2 the System besitzt. 1995 stellte Prince eine erste Tracklist mit Songs für Emanipation zusammen:[7]

Nr. Emancipation: 1995 Veröffentlichung
01 Slave 2 the System bis heute (2021) unveröffentlicht
02 New World Emancipation
03 Slowly Candle Burns Umbenannt in Slave auf Emancipation
04 2020 bis heute (2021) unveröffentlicht
05 Feel Good bis heute (2021) unveröffentlicht
06 Right Back Here in My Arms Emancipation
07 Journey 2 the Center of Your ♥ 1998 von Chaka Khan auf Come 2 My House
08 Eye Am the D.J. bis heute (2021) unveröffentlicht
09 Goodbye 1998 auf dem Prince-Album Crystal Ball
010 Emancipation Emancipation

Im März 1996 veröffentlichte Warner Bros. Records das Album Girl 6, auf dem sich 13 Prince-Produktionen befinden, die als Soundtrack zum gleichnamigen Film von Spike Lee dienen. Außerdem nahm Prince im Februar und März 1996 auch Songs auf, die er auf seinem Album Chaos and Disorder im Juli 1996 veröffentlichte, ebenfalls vertrieben durch Warner Bros. Records.

Als Prince im Juli 1996 mehr als die Hälfte des Albums Emancipation fertiggestellt und weitere Songs wie Betcha by Golly Wow!, Friend, Sister, Mother/Wife, My Computer und One of Us aufgenommen hatte, arbeitete er mit dem deutschen Toningenieur Hans-Martin Buff (* 18. Juni 1969 in Garmisch-Partenkirchen)[8] zusammen. Bereits an dessen erstem Arbeitstag spielte Prince mit Buff die vier Stücke Dreamin’ About U, Emale, Sleep Around und The Love We Make ein.[9] Gemäß Buff lud Prince den Tontechniker Peter Mokran ein, damit dieser den Song Sleep Around überarbeitete, doch seine Version veröffentlichte Prince nicht. Mokran war als Tontechniker für R. Kellys im November 1995 veröffentlichte gleichnamige Studioalbum zuständig, das sich bis Juni 1996 allein in den USA drei Millionen Mal verkaufte.[10]

Prince habe vieles allein gemacht, sagte Buff, vor allem was seinen Gesang betraf; üblicherweise sei sein Mikrophon über dem Mischpult installiert gewesen und Prince habe alles selbst aufgenommen. Lediglich bei der Abmischung nahm er Hilfe in Anspruch. Manchmal wollte Prince „etwas in einem bestimmten Tempo“, worauf – nicht wie sonst üblich – erst die Strophe und dann der Refrain programmiert wurde. Meistens spielte er darüber noch Gitarre oder Keyboard und der jeweilige Song war fertiggestellt. War ein Song bereits fertiggestellt, nahm Prince seinen Gesang auf und optimierte ihn mit bereits fertiggestellten arrangierten „Stückchen und Effekten“.[11] Weitere Stücke, an denen Buff als Tontechniker beteiligt war, waren die fünf Songs Curious Child, Jam of the Year, Mr. Happy, Sex in the Summer, We Gets Up sowie Joint 2 Joint, den Prince als letztes Stück für Emancipation aufgenommen habe.[12] Prince arbeitete mit Buff bis Juli 2000 zusammen.[13]

VertragsinhalteBearbeiten

Nach dem Prince über 18 Jahre bei Warner Bros. Records unter Vertrag gestanden hatte, traf er sich am 10. Oktober 1996 in New York City mit der obersten Führungsspitze von der EMI Group und präsentierte das fertiggestellte Dreifachalbum Emancipation. Er wollte bereits 1987 bei Warner ein Dreifachalbum mit Namen Crystal Ball veröffentlichen, was ihm das Musiklabel aber verweigerte, weil man befürchtete, der hohe Verkaufspreis werde den kommerziellen Erfolg gefährden.[2]

Innerhalb von 24 Stunden schloss Prince mit dem zur EMI Group gehörendem Label EMI-Capitol einen Vertrag ab, was am 17. Oktober 1996 per Pressemitteilung öffentlich bekannt gegeben wurde. Der Vertrag umfasste nur das Album Emancipation, wofür Prince einen sogenannten „P&D-Deal“ (Produktion und Vertrieb) unterschrieben hatte; damit war er sowohl für die Herstellung der CD als auch für den Vertrieb und für die gesamte Musikpromotion zuständig. EMI-Capitol leistete eine Vorauszahlung an Prince, der seinerseits einen Prozentsatzes des Preises von 22,80 US-Dollar (damals ungefähr 34,26 DM) an das Musiklabel zu zahlen hatte, den Einzelhändler für Emancipation bezahlen mussten. Obwohl spezifische Details öffentlich nicht bekannt gegeben wurden, bestätigte der damalige Prince-Anwalt L. Londell McMillan (* 1966), dass die Vereinbarung im Rahmen eines typischen P&D-Deals gelegen habe, bei dem Musikunternehmen üblicherweise 10 bis 30 Prozent des Großhandelspreises erhalten. Sobald der Künstler sein für Produktion und Vertrieb investiertes Geld eingenommen hat, verdient er 70 bis 90 Prozent an jeder verkauften CD. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Lizenzvertrag vertauscht ein P&D-Deal im Wesentlichen die betriebswirtschaftlichen Rollen, wer wofür bezahlt und wer bei überdurchschnittlichem Verkaufserfolg die größten Gewinne erzielt. Für die Musikpromotion von Emancipation durfte Prince das Vertriebsnetz sowie Marketing-, Werbe- und Promotionpersonal von EMI-Capitol verwenden. Außerdem behielt er das Eigentum an den Masterbändern.[14]

Im April 1997 wurde aber das Musiklabel EMI-Capitol aufgrund finanzieller Probleme geschlossen und Prince’ laufender Vertrag verlor mit sofortiger Wirkung an Bedeutung, womit er das Interesse am Projekt Emancipation verlor.[15] In dieser Zeit war Prince mit seiner Love-4-One-Another-Charities-Tour in den USA unterwegs und konzentrierte sich anschließend auf neue Projekte, wie beispielsweise auf seine Jam-of-the-Year-Tour ab Juli 1997, sowie auf die Albumaufnahmen von Crystal Ball und Newpower Soul, die er beide 1998 veröffentlichte.[16]

VermarktungBearbeiten

 
Oprah Winfrey, 1997

Ende Oktober 1996 veranstaltete Prince die im Vorfeld geplante Musikpromotion für Emancipation, obwohl sein Sohn am 23. Oktober 1996 gestorben war. Er trat in mehreren populären TV-Shows in den USA auf und gab mehr Interviews als jemals zuvor in seiner Karriere. Während der Musikpromotion versuchte Prince, die Wahrheit über seinen bereits verstorbenen Sohn zu verbergen und forderte Journalisten auf, sich nicht in sein Privatleben und in das seiner Ehefrau Mayte Garcia einzumischen.[17] EMI-Capitol hatte ursprünglich geplant, eine zwei Jahre lang andauernde Werbekampagne zu starten.[15]

Am 26. Oktober 1996 war Prince mit EMI-Capitol Gastgeber in seinem Paisley Park Studio; er spielte vor ungefähr 150 Menschen aus der Musikindustrie und Journalisten einige Stücke des Albums Emancipation und gab eine Pressekonferenz. Vom 30. Oktober bis zum 3. November 1996 war Prince in Japan und in Australien unterwegs, um Werbung für Emancipation zu machen.[17]

Am 4. November 1996 war die Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey im Rahmen ihrer damals sehr populären The Oprah Winfrey Show Gast im Paisley Park Studio, um Prince und seine Frau Mayte Garcia zu interviewen. Es war sein erstes Fernsehinterview seit elf Jahren.[18] Garcia litt aber noch an der Trauer über den Tod ihres Sohnes und wollte an dem Interview nicht teilnehmen, was Prince ihr aber untersagte. Er führte Winfrey durch das Paisley Park Studio und präsentierte ihr ein Kinder- und ein Spielzimmer, die Garcia selbst noch nicht kannte. Prince hatte diese Zimmer sowie einen Spielplatz vor dem Paisley Park Studio anlegen lassen, als sie aufgrund von Schwangerschaftskomplikationen im Krankenhaus weilte. Es war als Überraschung für Garcia gedacht, wenn sie mit ihrem gemeinsamen Sohn aus dem Krankenhaus kommen würde. Als Winfrey Prince direkt „Wie steht es um ihr Kind?“ fragte, antwortete er: „Unsere Familie existiert. Wir stehen am Anfang unseres Familienlebens“. Garcia wurde von Prince angewiesen, „kein Wort“ über das verstorbene Kind zu sagen.[19] Das Interview mit Oprah Winfrey wurde am 21. November 1996 im US-Fernsehen ausgestrahlt.[20]

Abgesehen von The Oprah Winfrey Show trat Prince unter anderem am 7. Januar 1997 bei Rosie O'Donnell, am 7. Februar bei Chris Rock und am 26. Februar 1997 bei Top of the Pops im Fernsehen auf.[21]

Prince’ SohnBearbeiten

Am 25. Juli 1995 machte der damals 37-jährige Prince der damals 22-jährigen Mayte Garcia einen Heiratsantrag am Telefon, als er beruflich in Los Angeles in Kalifornien weilte und sie in Barcelona Werbung für sein damals aktuelles Album The Gold Experience machte. Die Hochzeit fand am 14. Februar 1996 in Minneapolis in Minnesota im engsten Familien- und Freundeskreis statt; Trauzeugen waren Kirk Johnson und Garcias Schwester Janice. Prince’ Vater John L. Nelson (1916–2001) war nicht eingeladen, weil die beiden zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt miteinander hatten. Als Hochzeitstanz diente das Stück Friend, Lover, Sister, Mother/Wife, das Prince wie Let’s Have a Baby gezielt für die Hochzeit komponiert hatte.[22][23]

Als Garcia schwanger war, gaben Prince und seine Frau dies am 1. April 1996 als offizielle Pressemitteilung bekannt.[24] Der errechnete Geburtstermin war der 6. November 1996[25] und das Ehepaar einigte sich auf den Vornamen Amiir, was im arabischen „Prinz“ bedeutet. Am 12. Mai 1996 bekam Garcia vaginale Blutungen, weil sich die Plazenta von der Gebärmutterwand gelöst hatte. Eine von den Ärzten angeratene Fruchtwasseruntersuchung, mit der ein eventueller Gendefekt beim Kind diagnostiziert werden kann, lehnte Prince mit der Begründung „Wir vertrauen auf Gott“ ab. Ab diesen Tag betete das Ehepaar jeden Tag für ihr noch ungeborenes Kind.[26]

 
Mayte Garcia, 2013

Am 13. September 1996[27] stellten die behandelnden Ärzte Auffälligkeiten in den Sonografiebildern fest und äußerten den Verdacht einer möglichen „Form von Kleinwuchs“, was der 160 cm große Prince mit „Na und?“ humorvoll zur Kenntnis nahm. Erneut wurde dem Ehepaar eine Fruchtwasseruntersuchung angeraten, weil es „sich auch um eine lebensbedrohliche genetische Störung“ handeln könnte, worauf man „vorbereitet sein“ müsse, was Prince aber erneut ablehnte. Als Garcia in einer Arztpraxis im siebten Schwangerschaftsmonat bereits Wehen bekam, unterschrieb sie gegen ärztlichen Rat, sofort in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden; Prince drängte sie zu dieser Maßnahme, weil er sich in seiner Autorität verletzt fühlte, da er es nicht gewohnt war, jemand tritt ihm mit energischer Vehemenz entgegen. Trotzdem fuhr das Ehepaar in das nächstgelegene Krankenhaus von Minneapolis, in dem Garcia schließlich bis zur Geburt ihres Sohnes im Oktober 1996 stationär behandelt wurde.[28]

Am 16. Oktober 1996 wurde das Kind per Kaiserschnitt vorzeitig entbunden, dabei war Prince anwesend.[29] Das Kind litt am Gendefekt Pfeiffer-Syndrom Typ 2 mit geistigen und körperlichen Behinderungen, wie beispielsweise an einer Kraniosynostose, Kurzfingrigkeit und einer Fehlbildung des Enddarms. Zudem atmete das Kind nicht, wurde aber erfolgreich wiederbelebt.[30] Dennoch musste das Kind künstlich beatmet werden und erhielt noch am Tag der Geburt einen operativ angelegten künstlichen Darmausgang.[31]

Als die behandelnden Ärzte am 22. Oktober Prince und Garcia eröffneten, weitere Operationen wie beispielsweise das Einsetzen einer Trachealkanüle in die Luftröhre seien notwendig, damit das Kind atmen könne, entschied das Ehepaar, keine weiteren medizinischen Maßnahmen durchführen zu lassen. Die Ärzte befürworteten dieses Entscheidung und das Ehepaar unterschrieb die dafür erforderlichen Dokumente. Zudem beschlossen Prince und Garcia, das Beatmungsgerät am 23. Oktober 1996 abzustellen zu lassen, worauf das Kind am selben Tag 8:45 Uhr morgens starb.[32][33] Zu diesem Zeitpunkt verweilte das Ehepaar zu Hause und wurde darüber telefonisch informiert. Wenige Stunden später wurde ihnen die Asche in einer Urne nach Hause gebracht, die das Ehepaar aufbewahren durfte. Die Urne habe ihr „alles bedeutet“, sagte Garcia.[34]

Prince hat nur sehr wenige öffentliche Kommentare über den Tod seines Sohnes abgegeben, und die, welche er machte, waren größtenteils ungenau. Auch nachdem die Massenmedien über den Tod des Kindes berichtet hatten, hielt Prince sein Schweigen und weigerte sich, den Tod des Babys zu bestätigen.

Ende August 1997 war Garcia erneut schwanger und der errechnete Geburtstermin war diesmal der 10. Mai 1998,[35] doch am 19. November 1997 erlitt sie eine Fehlgeburt, was Prince emotionslos zur Kenntnis genommen habe.[36] Garcia hatte eine Molenschwangerschaft, wofür beispielsweise mögliche Erbkrankheiten verantwortlich sein können. Sie unterzog sich einer DNA-Analyse, bei der keine Auffälligkeiten erkannt wurden, informierte aber ihren Ehemann weder über die Untersuchung noch über das Ergebnis; Prince ließ keine entsprechende DNA-Analyse bei sich durchführen und lehnte auch eine mögliche Adoption eines Kindes ab.[37][38]

Im Sommer 1998 trennte sich das Ehepaar räumlich und später erfuhr Garcia von einer Freundin, Prince habe einen seiner Assistenten angewiesen, alles, was an Amiir erinnerte, zu verbrennen, wie beispielsweise das Spielzimmer, die Krippe, Spielzeug, Babykleidung und die Urne. Im Mai 2000 ließen sich Prince und Garcia offiziell scheiden.[39]

Gestaltung des CoversBearbeiten

 
BMW Z3, 1996

Das Dreifachalbum ist vorwiegend in rotorangenen Farbtönen gestaltet. Am unteren Bildrand des Frontcovers sind rechts und links zwei Hände zu Fäusten geballt, mittig darüber prangt Prince’ unaussprechbares Symbol, das die an den seitlichen Bildrändern zerrissenen Ketten gesprengt zu haben scheint. Über dem Symbol ist der Albumtitel „emancipation“ zu lesen. Auf dem Rückcover ist die die Tracklist abgedruckt.

Das Booklet besitzt 24 Seiten und Prince schrieb zu jedem der 36 Songs eine Anmerkung in den Liner Notes, was er zuvor bei keinem seiner Alben getan hatte und nur noch bei seinem Album Crystal Ball (1998) machte. Auf dem ersten Foto im Booklet hat Prince den Begriff „Slave“ auf seiner rechten Wange stehen, auf dem letzten Bild von ihm im Booklet ist dieses Wort nicht vorhanden. Abgesehen von einigen Prince-Fotos sind im Booklet auch Bilder von seinem Vater John L. Nelson, den Eltern von Mayte Garcia, Kinderfotos von Garcia und ihrer Schwester Janice, der schwangere Bauch von Garcia, Prince’ Paisley Park Studio, sein Auto, ein BMW Z3, sowie ein damals aktuelles Foto von Kirk Johnson und ein Kinderfoto von ihm, zu sehen.[1]

Die 36 Liedtexte sind nicht vollständig abgedruckt, sondern jeweils nur einzelne Textpassagen. Ferner ist im Booklet Werbung für die im Jahr 1995 erschienenen Alben Exodus von The New Power Generation und Child of the Sun von Mayte Garcia zu finden. Außerdem macht Prince Werbung für das im Februar 1997 veröffentlichte Album Kamasutra und kündigt das Album Crystal Ball an, das er aber erst im Januar 1998 herausgebrachte.

Musik und TextBearbeiten

Die Musik von Emancipation zählt zu den Genres Funk, Pop, Rockmusik, R&B und Soul, wobei den drei CDs folgende Musikstile zugeordnet werden können: Auf Disc I konzentriert sich Prince vorwiegend auf R&B, Disc II ist von Balladen dominiert und auf Disc III ist überwiegend Dance-Pop mit Rap-Einflüssen zu hören.[2] Für einige Songs benutze Prince diverse Audiotricks, wie beispielsweise das Geräusch von tickenden Uhren, zuschlagenden Türen und Gewittern. „Wir hatten eine riesige Soundbibliothek namens „Sound Ideas““, sagte Toningenieur Hans-Martin Buff; 1996 kostete eine solche Soundbibliothek 12.995 US-Dollar (damals ungefähr 19.800 DM).[40]

Die Liedtexte beschrieb Prince als „three hours of love, sex, and liberty“ (dt.: „drei Stunden Liebe, Sex und Freiheit“). Emancipation gilt als das persönlichste Album in seiner Karriere; seine Hochzeit mit Mayte Garcia und seine bevorstehende Vaterschaft dienten ihm als Inspiration für viele Songs, von denen manche – für Prince sehr ungewöhnlich – persönlich und ernst sind sowie eine hohe Verletzlichkeit zeigen. Beispielsweise singt er in Courtin’ Time „All die Freunde, von denen ich dachte, dass ich sie hätte, fanden heraus, dass sie überhaupt nicht da waren“ und in The Holy River beschäftigt er sich mit Gefühlen, depressiv und verloren zu sein: „Die Leute sagen, dass sie dich lieben und sie wollen dir helfen, aber wie können sie es, wenn du dir nicht helfen kannst“. Der Song Slave handelt davon, wie seine „Feinde“ ihn anlügen und ihm das Herz brechen, und in My Computer zeigt Prince als einsame und isolierte Person, die „seine Freunde mit einem Friedenszeichen, eins, zwei“ zählen kann. Im Titelstück Emancipation erkennt er, sein Geist war „unruhig“.[41] Neben seinem charakteristischen Falsettgesang benutzt Prince auf dem Album auch tiefere Stimmlagen.

Disc IBearbeiten

Jam of the Year ist eine Midtempo Funk-Dance-Nummer, die ein entspanntes, aber zuweilen träges Gefühl vermittelt. Der Song ist auf einer weichen Basslinie aufgebaut, verziert mit Jazz-angehauchtem Klavierspiel. Der im Falsett gesungene Liedtext ist unbeschwert und fröhlich; er handelt von feiern und das Leben in vollen Zügen genießen. Prince hält sich beispielsweise mit einer Frau aus Puerto Rico in einem Klub auf, als plötzlich sein Lieblingssong gespielt wird.[12][42] Abgesehen von Prince singt auch Rosie Gaines, die aber für ihren Beitrag kein Honorar bekommen hat.[43]

Right Back Here in My Arms besitzt Einflüsse von Dance, Funk und Pop. Prince hat das Stück in Moll geschrieben, wodurch eine depressive und obsessive Stimmung entsteht. Eine im Pitch-Shifting eingängig gespielte Synthesizer-Hookline ersetzt einen herkömmlichen Refrain und der sparsam arrangierte Song wird von einem nieder-frequentierten Bass-Synthesizer dominiert. Der Liedtext handelt von gescheiterter Liebe.[44]

Die Soul-Ballade Somebody’s Somebody hat als Motiv einen Sitar-ähnlich klingenden Bass-Synthesizer. Ähnlich wie Right Back Here in My Arms handelt der Liedtext von enttäuschter Liebe sowie vom allein und schlaflos verbrachte Nächte.[45][46]

Der Upbeat-Dance-Song Get Yo Groove On ist ähnlich wie Jam of the Year aufgebaut. Der im Falsett vorgetragene Liedtext ist unbeschwert und fröhlich, wobei Prince unter anderem eine respektvolle Anspielung auf D’Angelo macht. Keyboarder Morris Hayes ist unter dem Pseudonym „Montalbo Stewart“ mit zusätzlichem Gesang zu hören.[42]

Courtin’ Time ist ein temporeicher von Jazz und Swing inspirierter Song, basierend auf Blues und Rockabilly. Die ursprüngliche Fassung sei 25 Minuten lang gewesen, bei der Eric Leeds „die gesamte Zeit über Saxophon“ gespielt habe, sagte Prince. Der Liedtext beschäftigt sich mit Liebe, Hingabe, Engagement und Verlangen.[41][47]

Bei der Coverversion von der Pop-Soul-Ballade Betchy by Golly Wow! hat Prince wenig Eigenes hinzugefügt, außer dem damals aktuellen Produktion-Stand der 1990er Jahre angeglichen. Der Song ist repräsentativ für den Phillysound, der Anfang bis Mitte der 1970er Jahre in den USA sehr populär war. Prince sagte, Betcha by Golly Wow! besitze die „schönste Melodie“, die er jemals gehört habe. Der Liedtext handelt wie Courtin’ Time von Liebe, Hingabe, Engagement und Verlangen.[41]

Der Upbeat-Rocksong We Gets Up besitzt einen hektischem Rhythmus. Abgesehen von einigen lebhaft gespielten Blechbläser-Parts, vorgetragen von Brian Lynch, wirkt der Track zuweilen monoton. Beim Liedtext ist Prince von Michael Jordan inspiriert worden, als dieser einmal einen Dunk machte. Zudem lobt Prince die musikalischen Fähigkeiten seiner Begleitband The New Power Generation und prahlt mit der „new power soul“-Musik, die sich jeder Konkurrenz entzieht.[1][12][41]

 
Bonnie Raitt, 1990

White Mansion besitzt Einflüsse von Funk, gepaart mit Elementen aus Rock und Pop. Der Midtempo-Song verleiht ein lockeres entspanntes Gefühl und der Refrain wird durch streichartige Synthesen verstärkt. Vor allem in diesem Song sind einige Audiotricks zu hören; singt Prince, er braucht eine neue Gitarre ist ein Gitarren-Twang zu hören. Sitzt er in einer Bar hört man Publikum, ist er im Song ein Spieler ertönt das Geräusch von auswerfenden Münzen eines Spielautomaten, fliegt er zurück nach Minneapolis folgt das Geräusch eines startenden Flugzeugs. Im Liedtext blickt Prince auf die Anfänge seiner Karriere als kämpfender Künstler zurück. Nachdem er aber seine Ziele erreicht hat, von denen immer geträumt hat, fragt er sich, ob er wirklich glücklich ist. Der Song enthält die Samples „Yo, Anita“ und „Yo, check out that ass!“ aus der US-Sitcom Martin (1992–1997). Ferner nimmt Prince auch Bezug auf Gucci und Versace. Die als „Bold Girl“ bezeichnete Frau in den Liner Notes ist Janice Garcia (* 1969), die ältere Schwester von Mayte Garcia.[48][49]

Damned If Eye Do beginnt wie ein herkömmlicher Rocksong, entwickelt sich im Verlauf aber zu einem an Carlos Santana erinnernden Salsa. Der Liedtext handelt von enttäuschter Liebe und der spanisch gesprochene Satz stammt von Janelle Garcia, der Mutter von Mayte und Janice. Die Textzeile „I’ll fill your cup, I won’t do it like Kevin“ bezieht sich auf Kevin Costner, der in seinem Film Waterworld (1995) unter anderem seinen eigenen Urin trinkt.[48][50]

Die R&B-Ballade Eye Can’t Make U Love Me ähnelt der Originalversion von Bonnie Raitt und der Liedtext beschäftigt sich abermals mit enttäuschter Liebe.

Mr. Happy ist aus dem Genre Funk mit Einflüssen von Rap, der von Scrap D. vorgetragen wird. Der Song kombiniert im Falsett gesungene Verse mit einem kraftvollen Refrain, der eine durchdringende Synthesizer-Linie enthält. Der Liedtext ist zuweilen sexuell anzüglich. Ferner besitzt das Stück ein Sample aus dem Song What Can I Do (1993) von Ice Cube.[1][12][42]

Im Song In This Bed Eye Scream verschmelzt Prince Pop und Soul Einflüsse miteinander, kombiniert aus Elementen aus dem Bereich Rock und Pop. Anstatt eines gesungenen Refrains verwendet er schrill klingende Synthesizer, erinnernd an einen Dudelsack. Prince sagte, der Song sei durch die ausgelöste Rückkopplung seiner auf den Boden liegenden Gitarre entstanden. Er wollte wissen, ob Instrumente eine eigene Seele besitzen und ihre eigenen Songs schreiben könnten. Gemäß der Liner Notes hat Prince das Stück Wendy Melvoin, Lisa Coleman und ihrer Zwillingsschwester Susannah Melvoin gewidmet, was er im Booklet in Spiegelschrift mit „für Wendy und Lisa und Susannah“ erwähnt. Coleman zeigte sich über die Widmung von Prince überrascht: „Er hat sich nie besonders angestrengt, eine Beziehung aufzubauen“, aber sie vermisse ihn „manchmal auch“. Zum Aufnahmezeitpunkt hatte Prince mit den The Revolution-Mitgliedern keinen Kontakt. Die von ihm im Liedtext gesungene Passage „wie haben wir jemals die Kommunikation verloren“ und „wie oft fühle ich tausend Mal, was auch immer ich dir antue“ können von Prince für Vergebung und Versöhnung interpretiert werden. Er singt den Song sowohl im Falsett als auch in tieferer Stimmlage.[1][42][51]

Disc IIBearbeiten

Sex in the Summer besitzt Einflüsse von Dance, Funk und Pop. Der Song beginnt mit einem dreisekündigen Schlagzeug-Intro, das Prince aus dem Song Good Old Music (1970) von Funkadelic übernommen hat.[52] Er integrierte den Ultraschall-Herzschlag von seinem damals noch ungeborenen Sohn als Loop in der Textur, der somit Teil des Rhythmus darstellt. Der Liedtext besitzt zuweilen spirituelle Züge und handelt von einem „neuen Tag“, denn „alle Gläubigen werden ein Ende des Leidens und jeder Krankheit sehen“. Ferner nimmt Prince Bezug auf den Song In the Upper Room (1957) von Mahalia Jackson (1911–1972). Der Arbeitstitel von Sex in the Summer lautete Conception (dt.: Empfängnis) und der Liedtext handelte von dem Gefühl eines Sperma auf dem Weg in die Eizelle. Letztendlich empfand Prince dieses Thema aber als „too heavy“ und verwarf die Idee.[1][48][53][54]

 
Sandra St. Victor, 2010

Die vier Songs One Kiss at a Time, Soul Sanctuary, Curious Child und Dreamin’ About U sind von Prince sinnlich gesungene melodische R&B-Balladen, wobei die drei Stücke Soul Sanctuary, Curious Child und Dreamin’ About U einen gewissen Einfluss von New Age besitzen. Der Liedtext der vier Songs ist inhaltlich nahezu identisch; er beschäftigt sich mit Liebe, Hingabe, Engagement und Verlangen. Den Liedtext von Soul Sanctuary hat Prince zusammen mit der US-amerikanerin Sandra St. Victor (* 28. Mai 1963) geschrieben, die Lead-Sängerin von der 1987 gegründeten R&B- und Soul-Band The Family Stand ist.[48][55] Zwar erhielt St. Victor für ihren Beitrag einen Scheck von Prince, aber sie bekam weder die Verlagsrechte noch Tantiemen zugesprochen, weswegen sie Prince ursprünglich verklagen wollte. Letztendlich meinte sie aber, er habe „viel bessere Anwälte als ich“, woraufhin sie von einer Klage Abstand nahm. Ähnlich verhielt es sich bei dem Song Dreamin’ About U, bei dem Saxofonist Eric Leeds die Meinung vertrat, Prince hätte ihn als Koautor angeben müssen, weil das Stück auf einem Saxofonmotiv von ihm basiere.[56]

Emale ist eine gemächlich entspannte Funk-Nummer mit dominierender Basslinie. Der Titelname ist ein Wortspiel mit dem Begriff E-Mail und im Refrain benutzt Prince die von ihm ausgedachte URL „www.emale.com“. Im Liedtext beschäftigt er sich mit damals neuartigen Computermedien, bei denen es nach einer entsprechenden Kommunikation zwischen einem Mann und einer Frau zu einem Treffen der beiden kommt. Der Mann entpuppt sich aber als nicht das, was die Frau erwartet hatte, und versucht, sie zu vergewaltigen.[57]

Joint 2 Joint ist von einem immer wiederkehrenden Orgel-Motiv geprägt. Der Song beginnt als entspannte Funk-Nummer, nimmt im Verlauf aber eine strukturelle Wendung in Richtung Rap, Dance und einem funky klingendem Basssolo. Am Höhepunkt werden die einzelnen Schichten der jeweiligen Abschnitte übereinander gelegt. Von Minute 3:10 bis Minute 3:53 ist Savion Glover mit Stepptanz zu hören. Der Liedtext ist sexuell anzüglich angehaucht und die von der nuyoricanischen Rapperin Poet 99 vorgetragene Textzeile „I never sucked sour splints from a chew stick. Don’t lick bics cuz fire sticks 2 flame (flame). Get wicks 2 catch brothers who choose 2 let burns remain. Now I see all Dicks, Toms and Harrys are not the same. Some dipped in my lower lip, sipped a supple poison“ hat sie aus dem Song Burn 1 (1994) des kanadischen Hip-Hop Duos Dream Warriors entnommen, bei dem sie als Gastrapperin mitwirkte. Außerdem ist die Stimme von Toningenieur Hans-Martin Buff in Joint 2 Joint zu hören, der einen Taxifahrer spielt und das Stück als seinen persönlichen Lieblingssong auf Emancipation bezeichnete.[42][58]

The Holy River ist ein Folk-angehauchter Popsong, wobei im Vordergrund von Prince gezupftes akustisches Gitarrenspiel steht. Im Verlauf steigert er die Dynamik und das Stück entwickelt sich zu einem Rocksong mit Gitarrensolo. Der Song endet schließlich mit klassisch inspiriertem Gitarrenspiel und einem Synthesizer-Part, der für den Rest des Stückes etwas ungeeignet erscheint. The Holy River ist einer der tiefgründigsten Songs auf Emancipation und handelt von einem Bekenntnis eines depressiven Geisteszustands zu einem Bekenntnis zum Glauben von Prince an Gott. Er behauptet, nichts mit Beziehungen mehr anfangen zu können, in denen ausschließlich Sex im Mittelpunkt gestanden hat. Prince trifft „wie eine Faust an der Wand“ die Erkenntnis, dass er dankbar sein sollte, nur um zu leben. Der Fluss ist ein traditionelles Symbol für den Lauf der Seelenentwicklung vom Material bis zum geistigen Leben, und Prince scheint eine Analogie zwischen seinem Leben und dem Fluss zu machen: da der Fluss nie aufhört zu fließen, bis er zum Meer gelangt, wird Prince also nie mit der Suche aufhören, bis jeder Teil seines Wesens perfekt mit Gott eins ist. Der Liedtext endet mit einem Heiratsantrag, den Prince seiner Geliebten macht. Das spirituelle Erwachen erinnert thematisch zuweilen an Anna Stesia (1988) von Lovesexy.[57][59]

Die Soul-Ballade Let's Have a Baby ist von Prince’ Klavierspiel dominiert. Im Liedtext beschreibt er seine Sehnsucht nach einem Kind und gibt zu, nichts tun zu können, „ohne an ein kleines Baby zu denken“. Er fragt sich, wie die Augen seiner Frau „bei einem Neugeborenen aussehen“ würden und wie die Stimme eines Neugeborenen Mädchen oder Jungen klingen mag.[42]

Bei dem Titelnamen Saviour hat Prince die britische Schreibweise gewählt, also mit dem Buchstaben „u“, und nicht die US-amerikanische, in der das Wort „Savior“ geschrieben wird. Die Rock-Ballade besitzt eine zuweilen überladende Musikproduktion, inklusive mit Ausschmückung von pompös wirkendes Klavierspiel von Prince. Seine Stimme ist mehrspurig aufgenommen worden, um einen Gospel-ähnlichen Effekt zu erzielen. Im Liedtext ist Mayte Garcia seine Seelenverwandte, was er in mit der Textzeile „wie zwei Äste vom gleichen Baum“ zum Ausdruck bringt.[42]

Das ruhige Instrumentalstück The Plan wurde von Clare Fischer arrangiert und besitzt Einfluss von New Age. 1997 hat Prince das Stück auf dem Album Kamasutra von The NPG Orchestra veröffentlicht.[45][55]

Die Soul-Ballade Friend, Lover, Sister, Mother/Wife diente im Februar 1996 als Hochzeitstanz für Prince und Mayte Garcia. Der Liedtext bezieht sich direkt auf Garcia, wie beispielsweise die Textzeile: „Die Augen meines Kindes sehe ich jedes Mal, wenn du mich ansiehst“. Zudem handelt der Liedtext von Liebe, Hingabe, Engagement und Verlangen. Prince schrieb den Song heimlich im Januar 1996, als er mit seiner Band und Garcia in Tokio auf Tour war.[1][42][46]

Disc IIIBearbeiten

Der Song Slave wird von E-Bass, Schlagzeug und Prince’ Gesang dominiert, eine erkennbare Melodie besitzt das Stück aber nicht. Gegen Ende fügte Prince Schlagzeugspiel ein, das an eine marschierende Armee klingt, ähnlich wie in seinem Song Sign "☮" the Times (1987). Der Liedtext kann als direkte Anspielung auf Warner Bros. Records interpretiert werden und grenzt zuweilen an Selbstmitleid, wenn Prince seine schlechte Behandlung beklagt und fragt: „Wie haben sie mich so lange unter Kontrolle gehalten?“.[42]

New World erinnert an aktuelle (Stand 1996) Elektronische Popmusik, ein Musikgenre, dem sich Prince vor allem in den 1980er Jahren widmete. Die Melodie von New World wirkt ähnlich wie bei Slave substanzlos. Der Liedtext malt ein trostloses George Orwell-ähnliches Bild der Zukunft, wenn „sie immer zuhören, besonders am Telefon“. Möglicherweise wurde Prince von Aldous Huxleys Roman Brave New World (dt.: Schöne neue Welt) aus dem Jahr 1932 beeinflusst, der eine zukünftige Gesellschaft, Utopie, als einen lebenden Albtraum darstellt.[57]

Der von Techno angehauchte Song The Human Body besitzt eine unaufhaltsame pumpende Bass-Synthesizer-Linie und endet als überladende unkonzentrierte Kakophonie. Prince singt ausschließlich im Falsett und der Liedtext beinhaltet sexuelle Themen.[42]

Face Down kann als Prince’ Interpretation von Gangsta-Rap bezeichnet werden; er rapt wütende Verse über einen funky E-Bass, während der Refrain eine dominierende Synthesizer-Linie mit Sprechgesang „face down“ beinhaltet. Zudem ist im Song ein Loop-Fragment von Rapperin Poet 99 mit der Textzeile „dead like Elvis“ integriert. Das Stück besitzt verspielte und humorvolle Akzente; inmitten des Songs befiehlt Prince seiner Begleitband mehrfach „Orchestra“, worauf Synthesizer mit einem erschöpften Seufzer antworten. Im Liedtext beschäftigt sich Prince intensiv mit der Unterdrückung von Künstlern, was von ihm erneut als direkte Anspielung auf Warner Bros. Records interpretiert werden kann. Der Song zeigt mehr Wut als alle anderen auf Emancipation und Prince ist voller Ressentiments für die Leute, die ihn einen „abgewrackten Sänger“ nannten.[42]

Die Coverversion La, La, La Means Eye Love U ist eine Pop-Soul-Ballade aus dem Genre Phillysound, bei der Prince, ähnlich wie bei Betcha by Golly Wow!, wenig Eigenes hinzugefügt hat. Der Liedtext beschäftigt sich mit Liebe, Hingabe, Engagement und Verlangen.[42]

Style ist eine energiegeladene Funk-Nummer mit dominanter Basslinie. Der Refrain besteht aus einer Kombination von einem Blechbläser-Motiv mit dem Sprechgesang „you got it“, der Bezug auf den Song Brothers Gonna Work It Out (1990) von Public Enemy nimmt. Im Liedtext gibt Prince Kommentare zur Kultur und zur Gesellschaft ab; er versucht den Begriff „Style“ zu definieren, was für ihn unter anderem „ein Versprechen zu halten“, auf Alkohol zu verzichten und „sich selbst zu lieben, bis alle anderen es auch tun“, bedeutet. Der Song enthält ein Sample von Atomic Dog (1982) von George Clinton.[1][57]

 
Kate Bush, 1986

Der Up-tempo Song Sleep Around besitzt Einflüsse von Dance, Funk und Pop, gepaart mit einem House-angehauchten Beat. Das Stück enthält ein Sample von dem Song Squib Cakes (1974) von Tower of Power, und der Liedtext beschäftigt sich abermals mit Liebe, Hingabe, Engagement und Verlangen.[1][48]

Da, Da, Da ist eine dramatisch wirkende Funk-Rock-Nummer, basierend auf einer sich wiederholenden Bass-Figur. Der Liedtext ist gesellschaftskritisch; Prince schildert die Sichtweise eines armen Afroamerikaners aus dem Ghetto, der auf Jobsuche ist und sein Leben in den Griff bekommen möchte. Um dieses Ziel zu erreichen, ist „einander zu lieben“ der „einzige Weg“, verkündet Prince.[42]

My Computer ist aus dem Bereich Rock und Popmusik, dekoriert mit Sitar-artigen Synthesizern. Im zuweilen nachdenklichen Liedtext „scannt“ Prince seinen Computer und sehnt sich nach Gesellschaft sowie nach einem besseren Leben. Er ist besorgt über die Welt, die sein Kind erben wird und bemerkt: „Ich habe ein Kind, ich habe viel zu erklären“. Gemäß den Liner Notes ist Kate Bush im Begleitgesang zu hören, doch ihre Stimme ist sehr verfremdet, sodass sie nicht zu identifizieren ist. Das Stück enthält die AOL-Samples einer männlichen Stimme „Welcome, you’ve got Mail“ (dt.: „Willkommen, Sie haben Post“) und „Goodbye“, die der Medienkonzern von 1990 bis 1996 verwendete.[1][57]

Die Coverversion von One of Us verwandelte Prince in einen Hymnen-ähnlichen und von Gitarren dominierten Rocksong. Der Liedtext beschäftigt sich mit der physischen Präsenz von Gott auf Erden. Prince sagte, er wollte das Stück deswegen covern, weil „es schön ist, Gottes Namen im Radio zu hören“.[41]

Die Rock-Ballade The Love We Make beginnt mit einem spärlich zurückhaltend Opening und endet in einem lauten Hymnen-artig Gospel-ähnlichem Finale. Prince’ Gesang wirkt zwar leidenschaftlich, der aber durch eine zuweilen überladenen und stark Hall-Effekt-mäßige Musikproduktion geschwächt wird. Über den Liedtext meinte Prince, er würde „mit dem Geist eines Freundes sprechen, der durch Drogen gestorben ist“, was seine Anti-Drogen-Message „Legt die Nadel weg, legt den Löffel weg“, erklärt. Zudem erwähnt er eine „neue Welt“ und predigt eine positive Einstellung zum Leben; angesichts der widrigen Umstände ist Liebe füreinander zu zeigen wichtig.[41][1]

Das Titelstück Emancipation ist aus dem Genre Funk, fokussiert auf einer Perkussion-Basslinie und einem feierlich gesungenem Refrain. Der Liedtext kann erneut als direkte Anspielung auf Warner Bros. Records interpretiert werden, wobei Prince diesmal nicht von Trotz erfüllt ist, sondern seine künstlerische Freiheit erklärt.[42]

Titelliste und VeröffentlichungenBearbeiten

Disc I

Nr. Lied Autor Länge
01 Jam of the Year Prince 6:10
02 Right Back Here in My Arms Prince 4:43
03 Somebody’s Somebody Prince, Brenda Lee Eager, Hilliard Wilson 4:43
04 Get Yo Groove On Prince 6:31
05 Courtin’ Time Prince 2:46
06 Betchy by Golly Wow! Thom Bell, Linda Creed 3:30
07 We Gets Up Prince 4:18
08 White Mansion Prince 4:47
09 Damned If Eye Do Prince 5:21
010 Eye Can’t Make U Love Me James Allen Shamblin III, Michael Barry Reid 6:37
011 Mr. Happy Prince 4:46
012 In This Bed Eye Scream Prince 5:40

Disc II

Nr. Lied Autor Länge
01 Sex in the Summer Prince 5:57
02 One Kiss at a Time Prince 4:41
03 Soul Sanctuary Prince, Sandra St. Victor 4:41
04 Emale Prince 3:38
05 Curious Child Prince 2:57
06 Dreamin’ About U Prince 3:52
07 Joint 2 Joint Prince 7:52
08 The Holy River Prince 6:55
09 Let’s Have a Baby Prince 4:07
010 Saviour Prince 5:48
011 The Plan Prince 1:47
012 Friend, Lover, Sister, Mother/Wife Prince 7:37

Disc III

Nr. Lied Autor Länge
01 Slave Prince 4:51
02 New World Prince 3:42
03 The Human Body Prince 5:42
04 Face Down Prince 3:17
05 La, La, La Means Eye Love U Thom Bell, William Hart 3:59
06 Style Prince 6:40
07 Sleep Around Prince 7:42
08 Da, Da, Da Prince 5:15
09 My Computer Prince 4:37
010 One of Us Eric Bazilian 5:19
011 The Love We Make Prince 4:39
012 Emancipation Prince 4:12
  • Die Verwendung des englischen Pronomens „I“ (dt.: „Ich“) wurde seit 1988 in fast allen Songs von Prince als „Augen-Symbol“ stilisiert.

Emancipation erschien weltweit am 19. November 1996[60] als Dreifachalbum auf CD und als Kompaktkassette mit sechs Seiten. Jede CD besitzt eine Spieldauer von genau 60 Minuten und enthält zwölf Songs. Mit einer Gesamtlänge von drei Stunden ist Emancipation einer der längsten Alben mit neu veröffentlichten Songs in der Musikgeschichte.[2] Das Dreifachalbum ist in zwei unterschiedlichen Versionen käuflich zu erwerben; als Edition mit dem Aufkleber „Parental Advisory Explicit Lyrics“ und als zensierte Version, bei der die Worte „Fuck“ oder „Motherfucker“ der drei Songs Get Yo Groove On, Face Down und Da, Da, Da gestrichen wurden.

Am 13. September 2019 veröffentlichte The Prince Estate das Album auch als Boxset mit sechs Schallplatten im ausschließlich lilafarbenem Vinyl. Ferner ist Emancipation auch im Digipak mit drei CDs erhältlich.

SingleauskopplungenBearbeiten

Lediglich zwei Songs wurden von den 36 Stücken als Single ausgekoppelt: am 2. Dezember 1996 erschien die CD-Single Betcha by Golly Wow!, die aber nur in einigen Ländern Europas und in Australien veröffentlicht wurde. Die Single enthält sowohl die Albumversion von Betcha by GollyWow! als auch die von Right Back Here in My Arms. Am 13. Januar 1997 wurde The Holy River ausgekoppelt, ebenfalls nur in einigen Ländern Europas sowie in Japan. Die Singleversion ist als Radio Edit auf 4:00 gekürzt und enthält auch die auf 4:30 Minuten gekürzte Radio-Edit-Version von Somebody’s Somebody. Zudem ist Somebody’s Somebody im „Live Studio Mix“ und im „Ultrafantasy Edit“ zu hören. Außerdem ist der auf Somebody’s Somebody basierende Song On Sale Now! vorhanden, ein 48-sekündiges Stück, in dem Prince einen Kunden spielt, der bei dem damaligen US-Telefonservice 1-800-New-Funk anruft und Prince’ Produkte bestellt.

Ferner wurden folgende vier Promo-Tonträger herausgebracht; bereits am 9. Dezember 1995 erschien Slave mit der B-Seite New World auf Kompaktkassette.[61] Am 13. Januar 1997 wurden die Versionen von Somebody’s Somebody als CD-Single und als Vinyl-Maxisingle herausgebracht. Dann veröffentlichte Prince am 31. Januar 1997 die Kompaktkassette NYC, auf der Liveversionen von Jam of the Year und Face Down vom 11. Januar 1997 in New York City im Roseland Ballroom zu hören sind. Die Kompaktkassette konnte nur über seine damalige Homepage und über den Telefonservice 1-800-New-Funk bestellt werden.[62] Im April 1997 erschien Face Down in der Albumversion sowie als „X-tended Rap Money Mix“, „Instrumental Money Mix“ und als „A Cappella“ auf CD-Single und Vinyl-Maxisingle.

Anlässlich der Veröffentlichung von Emancipation auf Schallplatte wurde am 12. September 2019 My Computer als Single veröffentlicht, die nur als Vinyl-Single über die Oktober-Ausgabe 2019 des deutschen Musikmagazins Musikexpress käuflich zu erwerben war. Der Song ist identisch mit der Albumversion und als B-Seite dient die Albumversion von Shhh (Xcerpt), ausgekoppelt von The Versace Experience (Prelude 2 Gold) aus dem Jahr 1995.

MusikvideosBearbeiten

 
Dominque Dawes, 1999

Prince produzierte mit Betcha by Golly Wow!, The Holy River, Somebody’s Somebody und Face Down insgesamt vier Musikvideos zu Songs von Emancipation. Das Video zu Betcha by Golly Wow! drehte er am 9. November 1996 unter anderem in seinem Paisley Park Studio. Außerdem fährt er in Krankenhauskleidung in seinem BMW Z3 zu einem Krankenhaus, um dort seine Ehefrau Mayte Garcia in der Notaufnahme zu besuchen. Sie sitzt im Nachthemd auf einer Behandlungstrage, Prince umarmt sie freudig und dem Zuschauer wird vermittelt, das Ehepaar erwartet ein Kind. Die Filmaufnahmen ließ Prince in dem Krankenhaus in Minneapolis stattfinden, in dem sein Sohn zwei Wochen zuvor gestorben ist. Außerdem treten im Video 50 Balletttänzer in weißen Leotards auf, wobei jedes mit einem oder zwei schwarzen Buchstaben bedruckt ist, die zusammengesetzt den Refrain „Betcha by Golly Wow! U’re the one that I’ve been waiting 4 4ever. And ever will my love 4 u keep growing strong“ ergeben. Als Haupttänzerin ist US-amerikanerin Dominique Dawes (* 1976) zu sehen, die bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta eine Goldmedaille im Gerätturnen gewann.[63][64]

Ende 1996 produzierte Prince das Musikvideo zu The Holy River in seinem Paisley Park Studio, wobei alle Aufnahmen von Mayte Garcia aus dem bis heute (Stand 2021) nicht offiziell veröffentlichten Musikvideo zu Empty Room aus dem Jahr 1994 stammen.[65] Weitere Informationen zu den Dreharbeiten von The Holy River sind in der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Am 25. Januar 1997 wurden Footages zum Musikvideo von Somebody’s Somebody im Paisley Park Studio gedreht. Das Video beginnt mit einem Blitz, während Prince – offenbar an einer Erkältung leidend – mit einem Taschentuch in der Hand im Bett liegt. Über ihn hängt ein T-Shirt, bedruckt mit dem Gesicht von Mayte Garcia. Prince geht im Morgengrauen auf dem Balkon seines New Yorker Penthouse umher; er wirkt nachdenklich und einsam, gelegentlich erscheint auf dem Balkon eine junge Frau als Illusion. Er wird, allein auf der Rückbank einer Stretch-Limousine sitzend, durch die Straßen von New York zu seinen Konzerten chauffiert. Als Kontrast zu seiner Einsamkeit sind Filmaufnahmen von seinen Konzerten seiner damaligen Love-4-One-Another-Charities-Tour im Jahr 1997 zu sehen, wie er von Fans umringt und gefeiert wird. Die Konzertaufnahmen stammen vom 7. Januar in Philadelphia, sowie von Konzerten am 10. Januar in der DAR Constitution Hall in Washington, D.C. und am Folgetag im Roseland Ballroom in New York City.[46][66]

Das Musikvideo zu Face Down wurde im Jahr 1997 im Paisley Park Studio gedreht, doch weitere Informationen sind öffentlich nicht bekannt.[67] Mayte Garcia tritt im Video nicht auf.

CoverversionenBearbeiten

Zum ersten Mal in seiner Karriere veröffentlichte Prince auf einem Studioalbum Coverversionen von anderen Musikern, was er in den folgenden Jahren nur sehr selten nochmals tat. Auf Emancipation coverte er folgende vier Songs: La-La (Means I Love You), Betcha by Golly Wow!, I Can’t Make You Love Me und One of Us.

Das Stück La-La (Means I Love You), das Prince in La, La, La Means Eye Love U umbenannte, komponierte der für den Phillysound bekannte Musikproduzent Thom Bell. Er gab es im Januar 1968 an The Delfonics weiter, die mit dem Song Platz eins der US-Billboard-Charts erreichten.

 
Joan Osborne, 2009

1970 schrieb Bell mit Linda Creed das Stück Keep Growing Strong, das damals von Connie Stevens als Single veröffentlicht wurde, aber kommerziell nicht erfolgreich war. Erst zwei Jahre später konnten The Stylistics im Jahr 1972 Platz 3 der US-Singlecharts erreichen, brachten den Song aber unter den Titel Betcha by Golly Wow! heraus,[68] den Prince letztendlich neu interpretierte.

1991 komponierten Michael Barry Reid und James Shamblin III die Nummer I Can’t Make You Love Me, die Prince in Eye Can’t Make U Love Me umbenannte. Die beiden schrieben den Song für Bonnie Raitt, der als zweite Single ihres Albums Luck of the Draw ausgekoppelt wurde. Prince hatte sich niemals dazu geäußert, warum er ein Stück von Raitt gecorvert hat, aber die Sängerin stand in den 1980er Jahren ebenfalls bei Warner Bros. Records unter Vertrag und hatte mit dem Musiklabel Meinungsverschiedenheiten, ähnlich wie Prince in den 1990er Jahren. Ihr Album mit dem Arbeitstitel Tongue and Groove aus dem Jahr 1983 wurde von Warner erst 1986 unter dem neuen Titel Nive Lives veröffentlicht – anschließend trennten sich Raitt und Warner. Danny Goldberg, in den 1990er Jahren Warner-Chef, vertrat allerdings die Meinung, Prince habe „Bonnie einfach für Texte verwendet“, die auch für Sheila E. oder Vanity 6 „hätten geschrieben sein können“. Gemäß Goldberg hatte Raitt im Jahr 1987 den von Prince komponierten Song mit Namen Jealous Girl eingesungen,[69] den sie bis heute (Stand 2021) aber nicht veröffentlicht hat.

1995 schrieb Eric Bazilian von der Band The Hooters den Song One of Us für Joan Osborne, die ihn aus ihrem Album Relish auskoppelte und damit einen international kommerziellen Erfolg erzielten konnte.[2]

Nur zwei Coverversion sind von Songs des Albums Emancipation bekannt, die auf Tonträger veröffentlicht wurden; 1999 nahm die US-A-cappella-Band Counterparts eine neue Version von Somebody’s Somebody auf und brachte diese auf ihrem Album Afterglow heraus.[70] 2008 spielte der norwegische Indie-Pop-Musiker Arne Johan Rauan unter seinem Pseudonym Bellman eine neue Version von The Holy River ein und veröffentlichte diese auf dem Sampler Shockadelica: 50th Anniversary Tribute to The Artist Known As Prince.[71]

TourneeBearbeiten

Typische Setlist der Jam-of-the-Year-Tour vom
21. Juli 1997 – 22. Januar 1998[72]
  1. Jam of the Year
  2. Talkin’ Loud and Sayin’ Nothin’
    (1972 von James Brown geschrieben)
  3. Let’s Work
  4. Delirious
  5. Purple Rain
  6. Little Red Corvette
  7. I Would Die 4 U
  8. The Most Beautiful Girl in the World
  9. Face Down
  10. I Could Never Take the Place of Your Man
  11. The Cross
  12. Dreamin’ About U
  13. Do Me, Baby-Medley
  14. Sexy MF
  15. If I Was Your Girlfriend
  16. Take Me with U
  17. Raspberry Beret
  18. Kiss
  19. Gett Off
  20. When Doves Cry
  21. (Eye Like) Funky Music (damals noch unveröffentlicht, 1998 auf Newpower Soul erschienen)
  22. Baby, I’m a Star
  23. 1999
Autor aller Songs ist Prince, sofern nicht anders angegeben

Anlässlich der Albumveröffentlichung von Emancipation absolvierte Prince zwei Tourneen, die beide durch die USA und Kanada führten. Die Love-4-One-Another-Charities-Tour begann am 7. Januar 1997 in Pennsylvania im Upper Darby Township und endete am 28. Juni 1997 in Chicago im United Center. Teile der Gewinne von der Love-4-One-Another-Charities-Tour ließ Prince seiner damaligen Wohltätigkeitsorganisation „Love 4 One Another“ (dt.: „Liebe Füreinander“) zukommen, die Namensgeber für seine Tournee war. Die insgesamt 21 Konzerte waren alle ausverkauft und fanden in kleineren Hallen mit einem Fassungsvermögen von 1.500 bis 6.000 Zuschauern statt. Bei einigen Konzerten gastierte Sugar Blue und am 20. April 1997 spielte Carlos Santana in San José (Kalifornien) im Event Center Arena bei Prince auf der Bühne.[73] Während der Tournee lernte Prince seine spätere Ehefrau Manuela Testolini (* 19. September 1976) kennen, die als Beraterin für die Wohltätigkeitsorganisation arbeitete und mit der er von 2001 bis 2006 verheiratet war.[74]

Aufgrund von sogenanntem Ticket Scalping – ein nicht autorisierter Kartenspekulator kauft Eintrittskarten für ein Konzert und verkauft diese zu überhöhten Preisen weiter – stornierte Prince mehrere zuvor bereits angekündigte Konzerte, weil er durch diese illegalen Aktivitäten den Goodwill einer Wohltätigkeitsarbeit gefährdet sah.[75]

 
Das Shoreline Amphitheatre in Mountain View, 2010

Nur einen Monat nach der Love-4-One-Another-Charities-Tour startete Prince seine Jam-of-the-Year-Tour, die er am 21. Juli 1997 in Clarkston (Michigan) im Pine Knob Music Center eröffnete und am 22. Januar 1998 in Oakland in der Oracle Arena beendete. Die Tournee dauerte sechs Monate, umfasste 65 Konzerte, und führte durch viele US-Städte, die Prince zuvor noch nie besucht hatte. Anfangs gab es keine Vorband, aber ab September 1997 spielte Larry Graham mit Graham Central Station für 50 bis 60 Minuten und bei sechs Konzerten trat Chaka Khan mit ihrer Begleitband als Vorgruppe auf. Die Konzertlänge der Prince-Konzerte betrug 90 bis 150 Minuten und die Setlist ähnelte der Love-4-One-Another-Charities-Tour. Bei einigen Konzerten gastierten Doug E. Fresh und die Tänzerin Kamilah Woolfolk. Am 10. Oktober 1997 trat erneut Carlos Santana auf, diesmal in Mountain View im Shoreline Amphitheatre. Die Kritiken der Jam-of-the-Year-Tour waren zum Teil hervorragend.[15][76][77][78] Ursprünglich war die Jam-of-the-Year-Tour als Welttournee geplant, doch als EMI-Capitol im April 1997 geschlossen wurde, wurden entsprechende Vorbereitungen von dem Musiklabel abgebrochen.[79]

Um erneut eventuelles Ticket Scalping vorzubeugen, verfolgte Prince bei seiner Jam-of-the-Year-Tour in Bezug auf geschäftliche Aspekte ein neues Konzept, das fortan als Standard für alle seiner nachfolgenden Tourneen in seiner Karriere diente; seine Mitarbeiter buchten die Termine für seine Konzerte nur zwei oder drei Wochen im Voraus und nicht, wie in der Musikindustrie sonst üblich, drei bis sechs Monate im Voraus. Prince und sein Team waren für den Kartenverkauf über Ticketmaster oder andere autorisierte Agenturen selbst verantwortlich, eine Aufgabe, die normalerweise von einer externen Buchungsagentur übernommen wird. Er übernahm die Promotion für seine spontan angekündigten Konzerte, in dem er in vielen Städten kurze Interviews gab oder auf Fragen antwortete, die ihm gefaxt wurden. Zudem kümmerte sich sein Team um entsprechende Werbung im Radio. Zwar waren nur wenige der üblicherweise mit einer Zuschauerkapazität von 15.000 Menschen fassenden Konzerthallen ausverkauft, doch meist spielte Prince vor mehr als 10.000 Leuten. Letztendlich war die Jam-of-the-Year-Tour mit einem Einspielergebnis von insgesamt 30 Millionen US-Dollar (damals ungefähr 54 Millionen DM) kommerziell erfolgreich.[76][80]

Prince’ Begleitband The New Power Generation bestand während der beiden Tournee aus den folgenden fünf Mitgliedern:[81]

Der Tod seines Sohnes schien Prince sehr beschäftigt zu haben, was sich auch auf seine Live-Konzerte auswirkte; er integrierte nur sehr wenige Songs von Emancipation und begann bald, diese durch einige seiner Top-Ten-Hits zu ersetzen, sodass die Setlist der Jam-of-the-Year-Tour gegen Ende nahezu einer Greatest-Hits-Tour glich.[15] 1997 spielte Prince über 100 Konzerte und 20 Jahre später bezeichnete Mayte Garcia die beiden Tourneen als „Flucht“ von ihm.[82]

AftershowsBearbeiten

 
Larry Graham, 2011

Ab dem Jahr 1986 spielte Prince nach dem Hauptkonzert gelegentlich eine Aftershow, also ein weiteres Konzert nach Mitternacht. Seine Aftershows fanden in kleineren Musikclubs vor meist 300 bis 1.500 Zuschauern statt und Prince verzichtete auf die aufwendigen Bühnenshows, Choreografien und Lightshows seiner Hauptkonzerte. Zudem gestaltete er die Songauswahl anders und verzichtete oftmals auf seine Top-Ten-Hits. Höhepunkte mancher Aftershows waren Gastauftritte bekannter Musiker.

Während seiner Love-4-One-Another-Charities-Tour im Jahr 1997 spielte Prince bei 5 der 21 Konzerte eine Aftershow, wobei aber keine international bekannten Musiker bei ihm gastierten. Anders war dieses bei seiner Jam-of-the Year-Tour 1997 bis 1998; bei 26 der 65 Konzerte gab Prince eine Aftershow und am 24. Juli 1997 traten D’Angelo und Questlove in New York City im Tramps Nightclub auf.[83]

Am 23. August 1997 lud Prince den Bassisten Larry Graham zu seiner Aftershow in Nashville in Tennessee im Music City Mix Factory ein,[84] den er am Abend seines Hauptkonzerts in der Nashville Arena zum ersten Mal getroffen hatte. Graham gehörte damals wie heute zu den Zeugen Jehovas und schenkte Prince das Buch You Can Live Forever in Paradise on Earth von der Glaubensgemeinschaft, der 2001 den Zeugen Jehovas ebenfalls beitrat und bis zu seinem Tod Mitglied blieb. Zwischen den beiden Musikern entwickelte sich „auf spiritueller Ebene“ eine enge Freundschaft. Abgesehen davon war Graham ab 1998 regelmäßiger Gastmusiker bei Prince-Konzerten und wirkte auch als Studiomusiker bei Prince-Produktionen mit.[85][86][87]

Rufus Thomas trat am 24. August 1997 in Memphis in Tennessee im The New Daisy Theatre bei Prince auf,[88] und Larry Graham spielte mit Jerry Martini, Cynthia Robinson und Rose Stone von Sly & the Family Stone bei fünf weiteren Aftershows, wie beispielsweise nach dem Abschlusskonzert am 23. Januar 1998 in San Francisco in Kalifornien im Townsend.[89]

RezeptionBearbeiten

PresseBearbeiten

Die meisten Musikkritiker bewerteten das Album Emancipation überwiegend positiv und einige vertraten die Meinung, es sei Prince’ bestes Album seit Sign "☮" the Times aus dem Jahr 1987. Manche Kritiker beschwerten sich dagegen über mangelnde Experimentierfreudigkeit und waren der Meinung, Prince habe in seiner Musik keine neuen Maßstäbe gesetzt. Zudem sei das Dreifachalbum mit einer Gesamtspielzeit von drei Stunden zu lang und hätte auf maximal zwei CDs reduziert werden müssen.[90]

Verschiedene Prince-Autoren wie Alex Hahn, Matt Thorne und Per Nilsen vertraten die Meinung, Emancipation gehöre zu den stärksten Prince-Alben der 1990er Jahre oder sei sein bestes, das er unter seinem unaussprechbaren Symbol als Pseudonym aufgenommen hat.[2][91][92] Folgende sieben Alben brachte Prince als „Symbol“ heraus: The Gold Experience (1995), Chaos and Disorder und Emancipation (beide 1996), Crystal Ball und The Truth (beide 1998), Rave Un2 the Joy Fantastic (1999) sowie Rave In2 the Joy Fantastic (2001).

Edna Gundersen von der Tageszeitung USA Today bezeichnete das Album als „herausragend“ und verteilte die Höchstanzahl von vier Sternen. Emancipation verblüffe sowohl durch „stilistische Breite“ als auch durch „disziplinierten Fokus“. Prince durchstreife in 36 Songs „Genres, Stimmungen und Themen, die seine Funk-Essenz einfangen und seine Vision destillieren“. Dabei zeige er die „seltene Fähigkeit“, jedes „Motiv zu beherrschen und zu manipulieren“. Zudem habe er „vier verschiedene Songs neu“ erfunden, womit Gundersen Prince’ Coverversionen meinte. Als Fazit zog sie, künstlerisch habe Prince „nichts von seiner Majestät verloren“.[93][94]

Das US-Musikmagazin Rolling Stone lobte Emancipation und gab vier von fünf Sternen. Obwohl die Gesamtspielzeit drei Stunden betrage, habe Prince „überraschend wenig“ Füllmaterial platziert. Trotzdem sei das Album insgesamt „zu lang“. Aber Emancipation enthalte „einige seiner am meisten unterschätzten Songs“, wie beispielsweise In This Bed Eye Scream. Zudem wurden Prince’ „feurige“ Coverversion von One of Us und die „erstaunlich geschmeidige Version“ von La, La, La Means Eye Love U positiv hervorgehoben.[95]

Stuart Maconie von der britischen Unterhaltungszeitschrift Q gab ebenfalls vier von fünf Sternen. Die „Highlights“ der ersten CD seien „das schöne“ White Mansion und „das ziemlich brillante“ In This Bed Eye Scream. Disc II sei die schwächste CD, wobei sich aber mit dem Song The Holy River ein „Juwel“ darauf befinde. Auf Disc III lobte Maconie die drei Stücke The Human Body, My Computer und vor allem Face Down, das er als „großartig“ bezeichnete; das Loop-Fragment „dead like Elvis“ beschrieb er sogar als „Meisterleistung“. Insgesamt betrachtet sei Emancipation Prince’ beste Leistung seit seinem Album Diamonds and Pearls aus dem Jahr 1991. Aber das Dreifachalbum sei zu lang, bemängelte Maconie. Man brauche „wahrscheinlich eine Woche Urlaub“, um dem Album gerecht zu werden. Doch „die meisten von uns werden schlimmere Ferien gehabt haben“, vermutete er.[96]

Die beiden Musikkritiker David Wilson und John Alroy verteilten auch vier von fünf Sternen. Prince sei „romantischer denn je“ und die drei Balladen One Kiss at a Time, Dreamin’ About U und Let’s Have a Baby gehörten zu den besten, die er geschrieben habe. Stimmlich sei er „auf dem Höhepunkt“ und musikalisch „überfüllt mit Ideen“; alle „seine Experimente funktionieren diesmal“. Die „einzigen Probleme“ des Albums seien „zu viel Uptempo-Funk“ wie beispielsweise in Get Yo Groove On und Mr. Happy, sowie „zu viele Babyface-klingende langsame Jams“ wie im Song Somebody’s Somebody. Von den vier Coverversionen sei nur Betcha by Golly Wow! „die Mühe wert“ gewesen, meinten Wilson und Alroy, aber „lyrisch“ sei Prince auf dem Album „immer noch sehr egozentrisch“.[97]

 
Musikjournalist Robert Christgau, 2011

Patrick Macias von dem Internet-Magazin Salon.com lobte das Album und stellte fest, Prince wechsle „mühelos von Hip-Hop zu Swing-Jazz, purem Pop, Latin Grooves, Techno und den üblichen Dance-Floor-Jams“. Emancipation entwickle sich „zu einem vielseitigen und überzeugenden Überflieger“, etwa vergleichbar mit seinem Album Sign "☮" the Times. Die gesamte Disc II von Emancipation biete das reichhaltigste „Angebot für Exzellenz“, wobei Macias den Song The Holy River als „Meisterwerk“ bezeichnete und das Stück Joint 2 Joint als „mega-bassiger Avantgarde-Funk“, der „lustig, gruselig und entschlossen experimentell“ klinge. Das Album sei „einer der intimsten und schönsten Stunden“ von Prince, das „mit einer seiner stärksten Balladen aller Zeiten gipfelt: Friend, Lover, Sister, Mother/Wife“, urteilte Macias.[98]

Jim Farber von der Tageszeitung New York Daily News war von Emancipation ebenfalls überzeugt und meinte, Prince schaffe „das kaum mögliche: er veröffentlicht 36 Songs“, von denen „mindestens 25 wirklich“ gut seien, aber kein schwacher darunter. Letztendlich belohne Prince, „eine der verrücktesten Figuren des Pop“, mit dem Album Emancipation „endlich unsere Geduld“, indem er „ein Gespür für das Songwriting wiederbelebt“, das „im modernen R&B längst verschwunden“ sei. Zudem klinge sein Gesang „nüchterner“ als sonst üblich und seine Liedtexte habe er „nachdenklicher“ gestaltet.[94][99]

Der US-amerikanische Musikjournalist Robert Christgau zeichnete Emancipation mit der dritt-bestmöglichen Auszeichnung „A-“ aus. Obwohl kein schwacher Song unter den 36 vorhanden sei, könne er wetten, Prince „selbst hätte Mühe, sich an sie alle zu erinnern“, meinte Christgau augenzwinkernd. Auf dem Album existierten „tolle Grooves im Überfluss, großartiger Gesang und Harmonien“. Zudem besitze Prince auf Emancipation „einen Sinn für Humor“.[100]

Brian McCollum von der Tageszeitung Detroit Free Press beschrieb Emancipation als Prince’ bestes Album seit Sign "☮" the Times. Das Dreifachalbum erinnere „mit Macht daran, dass der frühere Prince zu den kreativsten und innovativsten Musikern des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts zählt – jedenfalls, wenn er sich Mühe gibt“. Prince’ Coverversionen bezeichnete McCollum als „köstlich“, doch vor allem die neuen Songs seien von Funk geprägt und ließen „den Saft spritzen“.[101][102]

Amy Linden von der US-Zeitschrift People Weekly schrieb, Prince springe „fröhlich von Genre zu Genre“ und bewege sich von „fiesen Basslinien“ in Joint 2 Joint über das „verträumte“ Soul Sanctuary bis hin „zum treibenden“ Damned If Eye Do. Sein Falsett-Gesang klinge „perfekt“ und One of Us verwandle er in eine „tobende Gitarrenhymne“. Als die einzigen „Fehltritte“ bezeichnete sie Prince’ „halbherzigen Rap-Versuche“.[103]

 
Musikkritiker Stephen Thomas Erlewine, 2017

Stephen Thomas Erlewine von Allmusic zeigte sich mit Lob etwas zurückhaltender und verteilte dreieinhalb von fünf Sternen. Obwohl die drei CDs „fast alle von hoher Qualität“ seien, falle es „schwer“, alle vollständig „zu verarbeiten“. Zwar probiere Prince auf jeder CD eine Vielzahl von Musikstilen aus, aber er gehe „keine neuen Wege“, sondern bestätige „einfach seine Stärken als Komponist und Musiker“. Emancipation reiche aber nicht an seine Alben wie beispielsweise Dirty Mind (1980), 1999 (1982) und Sign "☮" the Times (1987) heran. Doch „die sanften Balladen und komplexen Jams“ signalisierten, dass Prince [damals 38 Jahre alt] „sich anmutig in das mittlere Alter entwickelt“ habe. Als Fazit zog Erlewine, Prince’ „Handwerk“ wachse weiter.[104]

Greg Kot von der überregionalen US-Zeitung Chicago Tribune bezeichnete Emancipation zwar als Prince’ bestes Album der 1990er Jahre, aber trotzdem sei es „alles andere als makellos“. Es wäre „eindeutig“ ein stärkeres Album gewesen, wenn es um ein Drittel reduziert und auf zwei Discs aufgenommen worden wäre. Vor allem hätte Kot die vier Songs Mr. Happy, Emale, La, La, La Means Eye Love U und My Computer gestrichen. Dennoch sei die musikalische Bandbreite und der Anspruch von Emancipation „umwerfend“ und berühre Pop, Rock, Funk, Gospel, Hip-Hop, Soul, House und Techno. Die Liebeslieder beschrieb er mit „voller Entschlossenheit und Sehnsucht, Emotionen, die durch brillante Arrangements und Orchestrierungen spürbar werden“. Der beste Song sei Face Down, der einer „der fesselndsten Stücke der Popmusik“ im Jahr 1996 gewesen sei; der Song beweise, „wie vital der früher als Prince bekannte Künstler noch sein kann“.[105]

Mark Beaumont vom britischen New Musical Express verteilte lediglich fünf von zehn Sternen. Um auf dem Album „Diamanten und Perlen“ zu finden, müsse man die 36 Songs „durchwühlen“, was „mitunter mit der Suche nach einer Handlung im Telefonbuch“ vergleichbar wäre. Aber Songs wie Courtin’ Time und Slave seien Hinweise darauf, Prince habe sein Talent „nicht in einem Keller“ von Warner Bros. Records zurückgelassen, schrieb Beaumont.[106]

Christopher John Farley vom US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Time gab zwar keine Note, war aber von dem Album enttäuscht und titelte „Der Künstler, der früher als heiß bekannt war“. Zwar besitze Emancipation „seine Momente“, aber das Album werde „von vielen Füllern geplagt“ und schlussendlich „gibt es einfach zu viele mittelgroße Songs“. Man könne sich aber aus Emancipation „ein großartiges Album machen“, in dem man folgende zehn Songs auf Kompaktkassette aufnehme: von Disc I die drei Stücke Jam of the Year, Somebody’s Somebody und In This Bed I Scream, von Disc II die fünf Songs One Kiss at a Tim, Soul Sanctuary, Emale, Let’s Have a Baby, Friend, Lover, Sister, Mother/Wife, sowie von Disc III My Computer und das Titelstück. Auch wenn dieses zwar mühsam sei, lohne sich die Arbeit: „Freiheit hat [eben] ihren Preis“, merkte Farley an.[107]

Postum bewertete Simon Price von der britischen Tageszeitung The Guardian 37 Prince-Alben und setzte Emancipation dabei mit drei von fünf möglichen Sternen auf Platz 24. Wenn „du siebst“, könne man „Juwelen finden“, die er aber nicht näher erläuterte. Zudem äußerte Price die Vermutung, EMI-Capitol könne gedacht haben, Prince begleite das Label mit „Trolling“, als sie ihn unter Vertrag genommen haben und er „sofort ein Dreifachalbum“ veröffentlichen wollte.[108]

Auch die beiden Musikjournalisten Albert Koch und Thomas Weiland von der deutschen Musikzeitschrift Musikexpress rezensierten nach Prince’ Tod im April 2016 das Album Emancipation und gaben lediglich zweieinhalb von sechs Sternen. Sie schrieben unter anderem: „Der Emanzipation folgt leider keine flächendeckende Erneuerung oder wenigstens Auffrischung, wie sie sich zum Beispiel im elektronischen The Human Body andeutet.“ Viele Songs wirkten im Vergleich zu früheren Prince-Songs „einfach kraftlos und selbstplagiatorisch“, meinten die beiden.[109]

ChartsBearbeiten

ChartsChart­plat­zie­rungen Höchst­platzie­rung Wo­chen
  Deutschland (GfK)[110] 21 (10 Wo.) 10
  Österreich (Ö3)[111] 13 (9 Wo.) 9
  Schweiz (IFPI)[112] 1 (11 Wo.) 11
  Vereinigtes Königreich (OCC)[113] 18 (7 Wo.) 7
  Vereinigte Staaten (Billboard)[114] 11 (21 Wo.) 21

Im Februar 1997 zeichnete die Recording Industry Association of America (kurz: RIAA) Emancipation in den USA für 2.000.000 verkaufter Tonträger zwar mit Doppelplatinstatus aus, tatsächlich wurden aber nur ungefähr 570.000 Einheiten vom Dreifachalbum abgesetzt; die Zahl wurde automatisch verdreifacht, weil jede CD einzeln gezählt wurde. Ein Pressesprecher vom Label EMI-Capitol sagte dazu, es liege an der RIAA. „Sie machen die Regeln, nicht wir“. Die US-Zeitschrift Entertainment Weekly bezeichnete die Behauptung des Labels, mit Emancipation Doppelplatin erzielt zu haben, als „großdimensionale Diskrepanz“.[41][101][115] Darüber hinaus stützt sich RIAA bei seinen Zertifizierungen auf die Anzahl der Alben, die an Plattenläden geliefert werden, und nicht auf die Anzahl der tatsächlich verkauften CDs – vom Dreifachalbum wurden 700.000 Exemplare an Plattenläden geliefert.[116] In Japan erreichte Emancipation für 100.000 verkaufter Tonträger Goldstatus, und in Kanada für 100.000 Exemplare Platinstatus.

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[117]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1996 Betchy by Golly Wow! DE62
(9 Wo.)DE
CH27
(5 Wo.)CH
UK11
(9 Wo.)UK
USn.v.US
Die Single wurde nicht weltweit ausgekoppelt
1997 The Holy River DE92
(6 Wo.)DE
UK19
(7 Wo.)UK
USn.v.US
Die Single wurde nicht weltweit ausgekoppelt

Beide Singles sowie My Computer konnten international keinen Gold- oder Platinstatus erreichen.

AuszeichnungenBearbeiten

Am 17. Juli 1997 wurde Emancipation bei den Minnesota Music Awards in der Kategorie „Beste R&B-Aufnahme“ (Best R&B Recording) ausgezeichnet.[118]

LiteraturBearbeiten

  • Alex Hahn: Besessen – Das turbulente Leben von Prince. Hannibal Verlag, Höfen 2016, ISBN 978-3-85445-610-0.
  • Jason Draper: Prince – Life & Times (Revised & Updated Edition). Chartwell Books, New York 2016, ISBN 978-0-7858-3497-7.
  • Liz Jones: Slave to the Rhythm – The Artist Formerly Known As Prince. Warner Books, Little Brown and Company 1997, ISBN 0-7515-2393-3.
  • Matt Thorne: Prince – Die Biografie. Edel Germany GmbH, Hamburg, 2017, ISBN 978-3-8419-0523-9.
  • Mayte Garcia: The Most Beautiful Girl: Mein Leben mit Prince. mvg Verlag, München 2018, ISBN 978-3-86882-897-9.
  • Mobeen Azhar: Prince 1958–2016: Sein Leben in Bild und Text. Edition Olms, Oetwil am See/Zürich 2016, ISBN 978-3-283-01265-6.
  • Ronin Ro: Prince – Inside the Music and the Masks. St. Martin’s Press, New York 2011, ISBN 978-0-312-38300-8.
  • Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince. Nilsen Publishing, Linköping 2004, ISBN 91-631-5482-X.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h i j k l m n Begleitheft von Emancipation, NPG Records / EMI-Capitol Music Group, 1996
  2. a b c d e f Uptown (2004), S. 402.
  3. Uptown (2004), S. 172.
  4. Thorne (2017), S. 319.
  5. Thorne (2017), S. 323.
  6. Thorne (2017), S. 322.
  7. Azhar (2016), S. 88–89.
  8. Hans-Martin Buff. In: dicogs.com. 2019, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  9. Thorne (2017), S. 325.
  10. Gold & Platinum. In: riaa.com. 2019, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  11. Thorne (2017), S. 324.
  12. a b c d Thorne (2017), S. 326.
  13. Max Lorenz: Von „Prince“ Minneapolis zu „Wake“ München. In: amazona.de. 15. April 2001, abgerufen am 7. September 2019.
  14. Uptown (2004), S. 196.
  15. a b c d Uptown (2004), S. 405.
  16. Garcia (2018), S. 305.
  17. a b Uptown (2004), S. 197.
  18. Uptown (2004), S. 200.
  19. Garcia (2018), S. 285–289.
  20. Uptown (2004), S. 200.
  21. Uptrown (2004), S. 201–204.
  22. Uptown (2004), S. 192.
  23. Garcia (2018), S. 245.
  24. Uptown (2004), S. 193.
  25. Garcia (2018), S. 255.
  26. Garcia (2018), S. 267–268.
  27. Uptown (2004), S. 195.
  28. Garcia (2018), S. 270–273.
  29. Garcia (2018), S. 275–276.
  30. Garcia (2018), S. 275–278.
  31. Garcia (2018), S. 280.
  32. Jones (1997), S. 253.
  33. Ro (2011), S. 285.
  34. Garcia (2018), S. 282–284.
  35. Garcia (2018), S. 310.
  36. Garcia (2018), S. 314–315.
  37. Garcia (2018), S. 316–317.
  38. Garcia (2018), S. 330.
  39. Garcia (2018), S. 353–354.
  40. Thorne (2017), S. 328.
  41. a b c d e f g Uptown (2004), S. 404.
  42. a b c d e f g h i j k l m n Uptown (2004), S. 403–404.
  43. Hahn (2016), S. 283.
  44. Uptown (2004), S. 402–403.
  45. a b Uptown (2004), S. 403.
  46. a b c Thorne (2017), S. 332.
  47. Thorne (2017), S. 329–330.
  48. a b c d e Uptown (2004), S. 402–404.
  49. Thorne (2017), S. 330–331.
  50. Thorne (2017), S. 331.
  51. Thorne (2017), S. 323–324.
  52. Direct Sample of Drums. In: whosampled.com. 2019, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  53. Thorne (2017), S. 327.
  54. Garcia (2018), S. 256.
  55. a b Thorne (2017), S. 333.
  56. Hahn (2016), S. 292–293.
  57. a b c d e Uptown (2004), S. 403–405.
  58. Thorne (2017), S. 326–327.
  59. Hahn (2016), S. 282.
  60. Azhar (2016), S. 90.
  61. Uptown (2004), S. 190.
  62. Uptown (2004), S. 203.
  63. Uptown (2004), S. 198.
  64. Garcia (2018), S. 298–299.
  65. The Holy River. In: princevault.com. 9. Dezember 2018, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  66. Somebody’s Somebody. In: princevault.com. 18. November 2018, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  67. Face Down. In: princevault.com. 17. November 2018, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  68. The Stylistics – Chart History. In: billboard.com. 2019, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  69. Thorne (2017), S. 331.–332.
  70. Rebecca Christie: Counterparts – Afterglow (1999). In: rarb.org. 25. Februar 2000, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  71. Arne Johan Rauan. In: discogs.com. 2019, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  72. Uptown (2004), S. 585.
  73. Uptown (2004), S. 201. und S. 205.
  74. Rochelle Olson und David Chanen: Unsealed Prince divorce file shows luxe lifestyle, dispute over videos, jewels and photos. In: startribune.com. 14. Januar 2017, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  75. Uptown (2004), S. 201.
  76. a b Uptown (2004), S. 584.
  77. Uptown (2004), S. 214.
  78. Jones (1997), S. 240.
  79. Uptown (2004), S. 583–584.
  80. Hahn (2016), S. 293.
  81. Uptown (2004), S. 201.
  82. Garcia (2018), S. 300.
  83. Uptown (2004), S. 209.
  84. Uptown (2004), S. 211–212.
  85. Garcia (2017), S. 311–312.
  86. Draper (2016), S. 150–154.
  87. Azhar (2016), S. 94.
  88. One-Off Performance – 24 August 1997 (a.m.). In: princevault.com. 20. Dezember 2016, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  89. Uptown (2004), S. 219.
  90. Hahn (2016), S. 291–292.
  91. Hahn (2016), S. 291.
  92. Thorne (2017), S. 318.
  93. Edna Gundersen: Emancipation proclamation: Outstanding. In: princetext.tripod.com. 21. November 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  94. a b Draper (2016), S. 134.
  95. Prince – Album Guide. In: rollingstone.com. 2009, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  96. Stuart Maconie: Emancipation. In: princetext.tripod.com. 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  97. Wilson and Alroy: Wilson & Alroy’s Record Reviews – Prince. In: warr.org. 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  98. Patrick Macias: Emancipation. In: princetext.tripod.com. 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  99. Jim Farber: Emancipation From a Rut. In: princetext.tripod.com. 19. November 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  100. Robert Christgau: Prince. In: robertchristgau.com. 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  101. a b Hahn (2016), S. 292.
  102. Brian McCollum: The Artist Formerly Known as Prince – Emancipation. In: princetext.tripod.com. 1. Dezember 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  103. Amy Linden: Emancipation. In: princetext.tripod.com. 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  104. Stephen Thomas Erlewine: Prince – Emancipation. In: allmusic.com. 2019, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  105. Greg Kot: Triple Threat. In: princetext.tripod.com. 22. November 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  106. Mark Beaumont: Tafkap – Emancipation. In: princetext.tripod.com. 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  107. Christopher John Farley: The Artist Formerly Known As Hot. In: princetext.tripod.com. 25. November 1996, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  108. Simon Price: Prince: every album rated – and ranked. In: theguardian.com. 22. April 2016, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  109. ME-Redaktion: Aus dem grossen Prince-Special – Alle Alben im Überblick. In: musikexpress.de. 22. Mai 2016, abgerufen am 7. September 2019.
  110. Prince. offiziellecharts.de, abgerufen am 7. September 2019.
  111. Prince. austriancharts.at, abgerufen am 7. September 2019.
  112. Prince. hitparade.ch, abgerufen am 7. September 2019.
  113. Prince. officialcharts.com, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  114. Prince – Chart History. billboard.com, abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
  115. Ro (2011), S. 288.
  116. Jones (1997), S. 233.
  117. Chartquellen: DE AT CH UK US
  118. Uptown (2004), S. 207.