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Elena Fanchini

italienische Skirennläuferin
Elena Fanchini Ski Alpin
Elena Fanchini (2014)
Nation ItalienItalien Italien
Geburtstag 30. April 1985 (34 Jahre)
Geburtsort Lovere, Italien
Größe 164 cm
Gewicht 69 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Kombination
Verein GS Fiamme Gialle
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Silber0 Santa Caterina 2005 Abfahrt
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Bardonecchia 2005 Abfahrt
0Bronze0 Bardonecchia 2005 Super-G
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 6. Januar 2005
 Einzel-Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 17. (2014/15)
 Abfahrtsweltcup 5. (2014/15)
 Super-G-Weltcup 19. (2014/15)
 Kombinationsweltcup 18. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 2 0 2
letzte Änderung: 24. Februar 2019

Elena Fanchini (* 30. April 1985 in Lovere) ist eine italienische Skirennläuferin. Sie ist auf die schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G spezialisiert. 2005 war sie Vizeweltmeisterin in der Abfahrt. Ihre jüngeren Schwestern Nadia und Sabrina sind ebenfalls Skirennläuferinnen.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Fanchini stammt aus Montecampione bei Artogne im Valcamonica (Provinz Brescia).[1] 1998 siegte sie im Slalom und im Riesenslalom des Whistler Cups. Ihre ersten FIS-Rennen bestritt sie im April 2001, der erste Einsatz im Europacup folgte im Januar 2003. Ab der Saison 2003/04 startete Fanchini regelmäßig im Europacup und erreichte bereits im dritten Rennen, der Abfahrt von Ponte di Legno/Tonale am 19. Dezember Platz drei.

Fanchinis erste Rennen im Weltcup waren die beiden Abfahrten von Santa Caterina am 6. und 7. Januar 2005, wo sie beide Male den 17. Platz erreichte. Einen Monat später nahm sie an der Weltmeisterschaft 2005 teil, ebenfalls in Santa Caterina. In der Kombination erreichte sie lediglich den 20. Platz (von 21 gewerteten Läuferinnen), zwei Tage später gelang der damals 19-Jährigen dann aber völlig überraschend ihr bisher größter Erfolg: Hinter der Kroatin Janica Kostelić und vor der Österreicherin Renate Götschl gewann sie die Silbermedaille in der Abfahrt – nachdem sie im Training zuvor gestürzt war.[2] Ende Februar nahm sie auch an der Juniorenweltmeisterschaft in Bardonecchia teil und gewann die Silbermedaille in der Abfahrt sowie die Bronzemedaille im Super-G.

Ihre gute Form konnte Fanchini zu Beginn des nächsten Winters beibehalten: In der Saison 2005/06 holte sie im ersten Abfahrtsrennen am 2. Dezember in Lake Louise ihren ersten Weltcupsieg.[3] Danach allerdings verschlechterten sich ihre Resultate deutlich. Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin kam sie nur auf den 29. Abfahrtsrang. Zu Saisonende erreichte sie in der Abfahrt von Åre wieder einen neunten Platz. In der Saison 2006/07 erreichte Fanchini zwar in der zweiten Abfahrt von Lake Louise am 2. Dezember den siebenten Platz, kam aber in allen anderen Rennen nicht über Rang 25 hinaus. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Åre konnte sie ihren Erfolg von der letzten WM nicht wiederholen und belegte nur Rang 27 in der Abfahrt sowie Rang 31 im Super-G. In der Weltcupsaison 2007/08 standen nur zwei Platzierungen unter den besten 15 zu Buche.

Ende Oktober 2008 zog sich Fanchini beim Training am Hintertuxer Gletscher eine schwere Verletzung im linken Knie zu und musste die gesamte folgende Saison pausieren.[4] Während der Saison 2009/10 fuhr sie in vier Weltcuprennen unter die besten 15 und erzielte mit Platz zehn im Super-G von St. Moritz ihr erstes Top-10 Resultat seit mehr als drei Jahren. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver erreichte sie Platz 14 im Super-G. In der Weltcupsaison 2010/11 fuhr Fanchini in drei Abfahrten und zwei Super-G unter die besten zehn, womit sie vor allem im Abfahrtsweltcup einen großen Schritt nach vorne machte und mit Platz zwölf ihr bisher bestes Gesamtresultat aus der Saison 2005/06 egalisierte. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen wurde sie 16. in der Abfahrt und 18. im Super-G.

In der Weltcupsaison 2011/12 gelangen Fanchini vier Top-10-Ergebnisse. Mitte März 2012 feierte sie den einzigen Europacupsieg ihrer Karriere, bei einem Super-G in Pila. Obwohl sie im Weltcup 2012/13 nur einmal unter den besten zehn klassiert war, nahm sie an der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming teil und belegte dort Platz 9 in der Abfahrt. Eine deutliche Steigerung gelang ihr zu Beginn des Weltcups 2013/14: Sowohl in Beaver Creek als auch in Lake Louise wurde sie jeweils Dritte. Diese Erfolgsserie riss nach kurzer Zeit ab und sie musste mehrere Ausfälle in Folge hinnehmen. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi kam sie nicht über Platz 14 in der Abfahrt hinaus. Kurz nach Saisonende zog sie sich eine Seitenbanddehnung am rechten Knie zu und musste eine mehrwöchige Trainingspause einlegen.[5]

Im Winter 2014/15 hatte Fanchini die erfolgreichste Weltcupsaison ihrer Karriere, als sie sich fünfmal unter den besten zehn klassieren konnte. Am 16. Januar 2015 feierte sie in der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo eher überraschend ihren zweiten Weltcupsieg, vor Larisa Yurkiw und Viktoria Rebensburg.[6] Enttäuschend verlief hingegen die Weltmeisterschaft 2015, bei der sie nicht über Platz 16 in der Kombination hinauskam. Im Winter 2015/16 fuhr sie zweimal unter die besten zehn, im Winter 2016/17 nur noch einmal. Bei der ersten Weltucp-Abfahrt des Winters 2017/18 belegte Fanchini den vierten Platz. Mitte Januar 2018 musste sie die Saison abbrechen, nachdem bei ihr eine gutartige Tumorerkrankung diagnostiziert worden war. Dadurch verpasste sie die vierte Olympiateilnahme.[7] Kaum genesen, musste sie im November 2018 einen weiteren Rückschlag hinnehmen, nachdem sie im Training einen Wadenbeinbruch erlitt.[8]

ErfolgeBearbeiten

Olympische WinterspieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

WeltcupBearbeiten

  • 4 Podestplätze, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
2. Dezember 2005 Lake Louise Kanada Abfahrt
16. Januar 2015 Cortina d’Ampezzo Italien Abfahrt

WeltcupwertungenBearbeiten

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2004/05 75. 42 32. 28 45. 14
2005/06 41. 184 12. 173 47. 11
2006/07 77. 65 30. 59 50. 6
2007/08 45. 130 23. 108 34. 18 39. 4
2009/10 53. 128 24. 74 26. 54
2010/11 28. 228 12. 165 25. 63
2011/12 36. 215 13. 154 32. 33 18. 28
2012/13 62. 106 22. 100 47. 1 37. 5
2013/14 33. 220 10. 207 42. 13
2014/15 17. 376 5. 291 19. 85
2015/16 51. 165 24 98 24. 67
2016/17 57. 144 16. 126 50. 8
2017/18 70. 79 27. 61 40. 18

EuropacupBearbeiten

Datum Ort Land Disziplin
16. März 2012 Pila Italien Super-G

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Weitere ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Elena Fanchini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Elena Fanchini. In: Personaggi della Valle Camonica. 0364.it, abgerufen am 24. Februar 2019 (italienisch).
  2. Frauen-Abfahrt: Königin vor Aschenputtel. Blick, 6. Februar 2005, abgerufen am 24. Februar 2019.
  3. Elena Fanchini siegt in Lake Louise. news.ch, 3. Dezember 2005, abgerufen am 24. Februar 2019.
  4. Fanchini fällt ganze Saison aus. derStandard.at, 25. Oktober 2008, abgerufen am 24. Februar 2019.
  5. Einmonatiger Trainings-Stopp für Elena Fanchini. skiweltcup.tv, 31. März 2014, abgerufen am 24. Februar 2019.
  6. Fanchini feiert in Cortina einen Heimsieg – Vonn, die Favoritinnen und alle Schweizerinnen deutlich geschlagen. watson, 16. Januar 2015, abgerufen am 24. Februar 2019.
  7. Olympia-Forfait von Elena Fanchini. Schweizer Radio und Fernsehen, 12. Januar 2018, abgerufen am 24. Februar 2019.
  8. Schwerer Sturz von Elena Fanchini – Comeback-Pläne liegen auf Eis. skiweltcup.tv, 20. November 2018, abgerufen am 24. Februar 2019.