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Dachsteinmassiv

Gebirgsgruppe der Alpen
(Weitergeleitet von Dachsteinstock)

GeographieBearbeiten

Der Bergstock befindet sich in Österreich und umfasst etwa 20 × 30 km. Anteil haben die Bundesländer Salzburg, Oberösterreich und Steiermark. Deswegen wird er auch „Drei-Länder-Berg“ genannt. Bekannte Talorte sind Hallstatt, Obertraun, Gosau, Schladming, Ramsau am Dachstein und Filzmoos.

Das Massiv erreicht im Hohen Dachstein mit 2995 m ü. A.[1] seine größte Höhe. Bis etwa 1970 wurde dessen Höhe jedoch – offenbar aus touristischen Gründen – mit 3004 m angegeben.

Das Massiv verfügt über die größten Gletscher der Nördlichen Kalkalpen. Die Seenlandschaft im Norden, die Hochflächen und Gletscher in der Mitte, sowie im Süden die höchsten Steilwände der Nördlichen Kalkalpen (v. a. die 1000 m hohe Dachstein-Südwand) untermauern die herausragende Bedeutung dieses Bergmassivs. Durch seine dominierende Stellung zwischen Salzkammergut und Ennstal ist der Dachsteinstock seit langem ein beliebtes Motiv für Landschaftsmaler und Fotografen – und seit dem 19. Jahrhundert auch für Bergsteiger.

GipfelBearbeiten

Viele Gipfel erreichen über 2000 Meter, deren höchste im Südwesten und Süden liegen:

  • Hoher Dachstein 2995 m
  • Torstein 2948 m
  • Mitterspitz 2925 m
  • Großer Koppenkarstein 2865 m
  • Hoher Gjaidstein 2794 m
  • Hoher Krippenstein (2108 m): Endpunkt der Obertrauner Dachsteinseilbahn
  • Kufstein (2049 m): östlichster Gipfel mit hervorragender Aussicht auf die umliegende Bergwelt.
  • Scheichenspitze (2667 m): südlichster Gipfel
  • Rötelstein (Rettenstein, 2247 m): im Südwesten etwas vorgelagert, mit interessanten Blicken in die Dachsteinsüdwand.

GeomorphologieBearbeiten

Das Dachsteinmassiv bietet drei sehr unterschiedliche Ansichten: Vom Westen, etwa von den Gosauseen aus, sowie vom Norden beherrschen die weißen Gletscherflächen des Gosaugletschers bzw. des Hallstättergletschers das Bild, die von den dahinter liegenden Felsgipfeln überragt werden. Vom Süden dagegen fallen vor allem die beinahe 1000 Meter senkrecht aufragenden Südwände auf.

Nach Osten schließt sich die große Karsthochfläche „Am Stein“ an, die weiter östlich in das Kemetgebirge (Stoderzinken, Kammspitze) und den Grimming übergeht. Die Fläche befindet sich im Norden des Dachstein und erstreckt sich bis zum Krippenstein, sowie von der Bischofsmütze bis hin zum Speikberg. Während das Gebiet im Winter eine Eiswüste ist, ist es im Sommer eine trockene Hochebene. 1954 kam es in diesem Gebiet zur Heilbronner Tragödie.

Im Westen geht das Dachsteinmassiv in den schroffen Gosaukamm über, dessen isoliert stehende Bischofsmütze (2458 m) trotz ihres brüchigen Gesteins zum Klettern sehr beliebt ist. Im Norden des Massivs, im Einzugsgebiet der Traun, liegen die bekannte Riesen-Eishöhle und die Koppenbrüllerhöhle (Tropfstein).

Durch seine exponierte Lage zwischen Hallstätter See, dem Tal der Traun, dem breiten Ennstal und einigen nur niedrigen Pässen hat es großen Einfluss auf das lokale Wetter.

Der Dachsteinstock mit dem Hallstätter Gletscher


VergletscherungBearbeiten

Im Massiv befinden sich drei größere und fünf kleine Gletscher, wobei der Südliche Torsteingletscher und der Edelgrießgletscher als stark schuttbedeckte Kleinstgletscher inzwischen richtiger als Firnfelder oder Toteisflecken bezeichnet werden sollten:[2]

sowie

Seit dem Hochstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts unterliegen die Dachsteingletscher mit Ausnahme kurzer Vorstoßperioden um 1920 und um die Mitte der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts einem kontinuierlichen Rückgang. Bei einem weiteren Anstieg der Schneegrenze (Gleichgewichtslinie) würden sich auch die größeren Dachsteingletscher wohl nur mehr als kleine Kargletscher erhalten bzw. der Dachsteinstock völlig eisfrei werden.

Benachbarte GebirgsgruppenBearbeiten

 
Das Dachsteinmassiv vom Europaschutzgebiet Gerzkopf aus gesehen (2011)
 
Hoher Dachstein (hinten) und Gjaidstein; im Vordergrund das Kalkplateau „Am Stein“
 
Der Dachstein vom Lawinenstein aus gesehen

Das Dachsteinmassiv grenzt an die folgenden anderen Untergruppen der Alpen:

GeologieBearbeiten

 
Megalodonten sind Leitfossilien des Dachsteinkalkes

Der Dachsteinstock ist eine ausisolierte Scholle der Kalkalpendecke, deren horizontale Schichtung noch weitgehend erhalten und sichtbar ist. Es herrscht der weit verbreitete Dachsteinkalk vor, der auch in den südlichen Kalkalpen, beispielsweise den Südtiroler Dolomiten, steile Wände bildet. Die Kalkbänke bildeten sich in der jüngeren Trias vor rund 220 Millionen Jahren. Die beiden Nachbarberge, Sarstein und Grimming, sind abgebrochene Bruchschollen des Dachsteinstocks.

Das Südende des Stocks ist die Ennstalfurche, ein Teil der Längstalfurche, die heute die Grenze zu den Zentralalpen bildet. Das Nordende wird von diversen Gosauschichten gebildet, allen voran das namengebende Gosauer Becken.

Der Dachstein ist bekannt für sein reiches Fossilienvorkommen. So führt etwa der Linzer Weg direkt über sogenannte „Kuhtritte“ (Muschelreste).

Der massigere Dachstein-Riffkalk baut unter anderem den markanten Gosaukamm auf.

HöhlenBearbeiten

Der gut verkarstungsfähige Dachsteinkalk bietet im Zusammenwirken mit dem übrigen Trennflächengefüge besonders günstige Voraussetzungen für die Höhlenbildung. Mit vermessenen 112.929 m ist die Hirlatzhöhle (Kat.Nr. 1546/7) die längste Höhle im Gebiet.[3] Von besonderer Bedeutung sind die Dachstein-Mammuthöhle (Kat.Nr. 1547/9), die Dachstein-Rieseneishöhle (Kat.Nr. 1547/17) und die Koppenbrüllerhöhle (Kat.Nr. 1549/1), die als Schauhöhlen für den Tourismus erschlossen sind.

Die fünf längsten Höhlen im Dachsteinmassiv
Name Kat.-Nr. Vermessungs­länge [m] Vertikal­erstreckung [m]
Hirlatzhöhle 1546/7 112929 1560
Dachstein-Mammuthöhle 1547/9 67437 1207
Südwandhöhle 1543/28 10904 509
Schönberghöhle 1547/70 9308 275
Voodoo-Canyon 1543/225 4354 723

NaturschutzBearbeiten

Im Gemeindegebiet von Ramsau in der Steiermark wurde 1965 das Naturdenkmal Dachsteinsüdwand mit Dachsteinsüdabsturz und Edelgrießgletscher als Schutzgebiet NDM Nr. 784 ausgewiesen.[4] Das ursprünglich Dachsteinsüdwand geheißene Naturdenkmal wurde mit Bescheid der politischen Expositur Gröbming vom 6. Juni 2016 mit dem Naturdenkmal Dachsteinsüdabsturz und Edelgrießgletscher unter dem neuen Namen Dachsteinsüdwand mit Dachsteinsüdabsturz und Edelgrießgletscher unter identischer ID zusammengeführt.[5]

GeschichteBearbeiten

BronzezeitBearbeiten

Am Dachsteinmassiv wurde bereits während der Bronzezeit Almwirtschaft betrieben. Hüttenreste auf hochalpinen Weideplätzen bezeugen eine prähistorische Almwirtschaft von 1700 bis 1100 v. Chr. Die ältesten Siedlungsreste konnten mittels Radiokohlenstoffdatierung auf 1685 v. Chr. datiert werden. Die Blütezeit dieser Almwirtschaft lag zwischen 1440 und 1260 v. Chr., was mit jener des bronzezeitlichen Salzbergbaues in Hallstatt zusammenfällt und auf einen Zusammenhang schließen lässt.[6]

 
Karte vom Salzkammergut, im Südosten das Kammer Gebirg (um 1890, Meyers)[7]

Heilbronner TragödieBearbeiten

Am Gründonnerstag 1954, dem 15. April, starteten zehn Schüler und drei Lehrer der Knabenmittelschule Heilbronn (der heutigen Dammrealschule) bei gutem Wetter zu einer Tageswanderung rund um den Krippenstein. Noch in Obertraun wurden sie vor dem wechselhaften Wetter gewarnt. Trotzdem setzten sie ihre Wanderung fort und erreichten schon komplett durchnässt die Schönbergalm, wo sie ein weiteres Mal gewarnt wurden. Während des Aufstiegs kamen ihnen zwei Arbeiter entgegen, die sie ebenfalls vor dem Unwetter warnten. Innerhalb kürzester Zeit fiel ein Meter Schnee und der dichte Nebel im baumlosen Karstgelände machte jede Orientierung unmöglich. Die Mitglieder der Gruppe versuchten sich zu retten, indem sie ein „Iglu“ bauten, dieses verließen sie dann aber wieder. Sämtliche Schüler und Lehrer erfroren. Erst nach 43 Tagen, am 28. Mai, konnten die letzten beiden Vermissten bei der größten Hilfsaktion in der österreichischen Geschichte der alpinen Bergrettung gefunden werden: Der Führer der Gruppe, Lehrer Hans Seiler, und der 16-jährige Schüler Rolf Mößner. Sie lagen 100 m südlich der Speikberggruppen zwischen dem Niederen und dem Hohen Speikberg. Seiler hielt Mößner eng umschlungen, beide lagen auf dem Bauch; Mößner trug weder eine Kopfbedeckung noch Handschuhe. Die Opfer wurden noch am selben Tag in die Bundessportschule Obertraun gebracht, wo später eine schlichte Abschiedsfeier stattfand.[8][9]

Das Heilbronner Kreuz im Dachsteinmassiv sowie ein Gedenkstein auf dem Heilbronner Hauptfriedhof erinnern an dieses Unglück.

Der obersteirische Schriftsteller Peter Gruber versuchte in seinem Roman Tod am Stein (2006) eine literarische Annäherung an die Vorfälle, nachdem er sich für das Heilbronner Stadtarchiv jahrelang mit den Fakten auseinandergesetzt hatte.

NamenskundeBearbeiten

Der Nord- und Zentralteil des Dachsteinstocks, rund um das heutige Auf dem Stein, hieß historisch das Kammergebirg, und wird spätestens seit dem Spätmittelalter als Südende des historischen Ischllands gesehen, das sich von Bad Ischl südwärts bis nach Hallstatt (Inneres Salzkammergut) am Nordfuß erstreckt, den alten Kern des Salzkammerguts. Die Nordostabbrüche, zum Ausseerland, dagegen hießen Koppengebirg, die Südabbrüche zum Ennstal Kemetgebirg. Der Name des südwestlichen Hauptmassivs überträgt sich erst im 20. Jahrhundert auf den ganzen Stock.

Der Name Dachstein selbst stammt mutmaßlich aus *Dorstein ‚Donnerstein‘, wohl in Bezug auf die Sommergewitter, die sich hier bilden.[10] Der Lautwandel «r» vor Konsonant zu «ch» ist örtlicher Dialekt (und findet sich analog Sarstein, dialektal Sochstoan).[10] Daher dürfte der Torstein (2948 m ü. A.), einer der Nebengipfel des Hohen Dachsteins, den „originalen“ Namen tragen (einen Gipfel des gleichen Namens gibt es auch im Toten Gebirge). Die spätere Deutung zu (örtlichem) „Dach der Welt“ ist Volksetymologie.[10]

BergsportBearbeiten

Wandern und BergsteigenBearbeiten

 
Dachsteinsüdwand (links: Torstein, mitte: Mitterspitz, rechts: Hoher Dachstein, ganz rechts an der Schattengrenze: Dachsteinwarte)
 
Der Dachstein vom Kleinen Gjaidstein aus gesehen

1810 gelang Erzherzog Johann die erste Überquerung des Dachsteinmassivs. Den Hauptkamm überquerte er über die Feisterscharte im Bereich des heutigen Guttenberghauses. Zwei Jahre später unternahm Erzherzog Karl einen Versuch, den Gipfel des Hohen Dachsteins zu erreichen, musste aber am Hallstätter Gletscher umkehren.

1819 wurde der Torstein, der westlichste Gipfel in der Dachsteinsüdwand, erstmals von Jakob Buchsteiner bestiegen; 1834 folgte der Hauptgipfel, der Hohe Dachstein, durch Karl Thurwieser und Peter Gappmayr.

Friedrich Simony widmete im 19. Jahrhundert viele Jahre der Erforschung des Gebietes. Im Jahr 1847 führte er die erste Winterbesteigung durch. Simony legte auch zahlreiche Wege und Hütten an, um den Dachstein für andere zugänglich zu machen. Am 14. August 1872 war sein älterer Sohn Oskar Simony der Erste, der am Mitterspitz stand, dem dritten großen Gipfel im Dachstein-Hauptkamm. Schließlich folgte der jüngere Sohn, Arthur Simony, als Erstbesteiger des Koppenkarsteins am 20. August 1873.

Am 17. Juli 1910 gelang es Georg Lahner und anderen, tiefer in die Dachstein-Rieseneishöhle vorzustoßen. 1910 begann die Erforschung der Dachstein-Mammuthöhle, sowie ab 1980 die verstärkte Erforschung der Südwandhöhle.

Da der Hohe Dachstein als Hauptgipfel der höchste Gipfel Oberösterreichs und der Steiermark ist, wird dieser von vielen Bergsteigern, im Winter als auch im Sommer, besucht. An Tagen mit guten Wetterverhältnissen sind oft über 100 Bergsteiger unterwegs und lange Staus an Schlüsselstellen sind möglich.

Viel begangen ist auch die Längsüberquerung des Dachsteinmassivs von der Hofpürglhütte im Gosaukamm bis zum Stoderzinken. Diese Bergtour kann entweder in der „Gletschervariante“ (mit Überquerung von Gosaugletscher, Hallstätter Gletscher und Schladminger Gletscher) oder in der „gletscherfreien Variante“ (die im ersten Teil am Fuß der Südwandabstürze entlangführt) ausgeführt werden.

 
Der Dachstein von der Dachstein-Mountainbike-Route aus gesehen

Die Via Alpina, ein grenzüberschreitender Weitwanderweg mit fünf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verläuft auch durch das Dachsteinmassiv, wobei zwei Etappen des Violetten Weges durch dieses Gebiet führen:

  • Etappe A33 verläuft von Gosau zur Theodor-Körner-Hütte über die Gablonzer Hütte
  • Etappe A34 verläuft von der Theodor-Körner-Hütte nach Lungötz über die Hofpürglhütte

Folgende Schutzhütten befinden sich im Dachsteinmassiv (einschließlich Gosaukamm):

 
Gjaidalm; rd. 8 Kilometer nordöstlich des Dachsteingipfels

AlpinismusBearbeiten

Daneben gibt es zahlreiche Kletterrouten im gesamten Gebiet. Die bekanntesten und interessantesten sind dabei im Bereich der beinahe senkrecht abstürzenden Südwände:

  • Steinerweg (Hoher Dachstein, klassische Route, IV+)
  • Pichlweg (Hoher Dachstein, klassische Route, IV)
  • Koppenkarstein-Südwand (klassische Route, IV)
  • „Merci Cerri“ (Koppenkarstein, Sportkletterroute)
  • „Der Johann“ (Dachsteinwarte, Klettersteig)
  • „Ramsauer Klettersteig“ (Scheichenspitze, Klettersteig)

Als Besonderheit kann der Dachstein mit einem Fußgängertunnel aufwarten, der die Bergstation der Dachsteinsüdwandbahn mit dem Einstieg zum Ramsauer Klettersteig und mit der Skitourenabfahrt durch das Edelgrieß verbindet.

Skigebiete und LanglaufBearbeiten

Im Winter gibt es sowohl an der Süd- als auch an der Nordseite kleine Skigebiete. Bei Skibergsteigern ist die Überquerung des Massivs von Süden (Ramsau) nach Norden (Obertraun oder Hallstatt) sehr beliebt.

WirtschaftBearbeiten

BergbahnenBearbeiten

 
Die Obertrauner Dachsteinseilbahn

Das Gebiet ist durch zwei Seilbahnanlagen erschlossen:

  • Dachsteinseilbahn in Obertraun auf den Krippenstein: Diese aus insgesamt vier Seilbahnen bestehende Anlage führt die Ausflügler zu den Eishöhlen und auf den Krippenstein. Im Winter stehen hier auch einige Skiabfahrten zur Verfügung. Neuerdings hat sich der Krippenstein als ein wichtiges Zentrum des Freeridens in Österreich etabliert.
  • Dachstein-Südwandbahn in Ramsau am Dachstein: Die Seilbahn überwindet ohne eine einzige Stütze 1000 m und endet am Hunerkogel (2687 m) beim Gjaidstein, einem der niedrigsten Gipfelpunkte des Südwandverlaufs.

Touristische AttraktionenBearbeiten

Weitere Attraktionen für den Fremdenverkehr sind:

  • Dachstein-Rieseneishöhle, Dachstein-Mammuthöhle und Koppenbrüllerhöhle: alle drei Höhlensysteme sind von Obertraun aus erreichbar.
  • Viele Wanderwege, vor allem auf den bewaldeten Kuppen, die im Süden vorgelagert sind: Bachlalm, Brandriedl etc.
  • Silberkarklamm: kleine, steile Klamm im Südosten
  • Alpinmuseum: kleine alpinhistorische Sammlung in den Kellerräumen der Austriahütte am Brandriedl.
  • Höhlenmuseum: Befindet sich nahe der Seilbahnstation Schönbergalm am Weg zur Dachstein-Mammuthöhle und beinhaltet u. a. ein 3D-Modell derselbigen sowie viele Infos zur Geschichte der Erforschung der Höhlen in der Umgebung.

AussichtsbauwerkeBearbeiten

Nach 170 Tagen Bauzeit wurden am 30. Juli 2013 am Hunerkogel (etwa 3 km nördlich und fast 1 km westlich vom Ortszentrum Ramsau am Dachstein) eine ca. 100 m lange Hängebrücke (auf 2700 m Höhe Österreichs höchstgelegene) zum Eispalast und, an deren Ende, die Treppe ins Nichts (14 Stufen zu einer vorgerückten, tieferliegenden, gläsernen Aussichtsplattform) eröffnet.[11][12][13][14][15]

LiteraturBearbeiten

  • Hannes Hoffert-Hösl: Der Dachstein. Wanderungen im Dreiländereck Salzburg, Steiermark und Oberösterreich. Rotpunktverlag, Zürich 2018.
  • Franz Mandl, Harald Stadler (Hrsg.): Archäologie in den Alpen. Alltag und Kult (= Forschungsberichte der ANISA. 3 / Nearchos. Band 19). Haus im Ennstal 2010.
  • Gerhard W. Mandl: Die Schichtfolge der Dachstein-Gruppe und ihre paläoklimatischen Aussagen. In: Gmundner Geologische Studien. 5. 7–8 (Artikel pdf, landesmuseum.at) – Überblick über den Aufbau des Massivs.
  • U. Pistotnik, I. Spitzbart, J. T. Weidinger (Hrsg.): Der Dachstein im Klimawandel. 2014.
  • Adolf Mokrejs, Josef Hasitschka: Erlesener Dachstein – Geschichten aus neuen und alten Zeiten. Schall-Verlag, 2015, ISBN 978-3-900533-82-3 (austria-forum.org)
  • Rainer Hochhold: Die Gletscher der Dachsteingruppe. Geogr. Institut der Univ. Innsbruckuck, 1878. (anisa.at)
  • Roman Moser: Die Vergletscherung im Dachstein und ihre Spuren im Vorfeld. Dissertation am Geogr. Institut der Univ. Innsbruck. 1954.
  • Roman Moser: Dachsteingletscher und deren Spuren im Vorfeld. Musealverein Hallstatt (Hrsg.). Hallstatt 1997, DNB 955467314.
  • Friedrich Simony: Das Dachsteingebiet. E. Hölzl, Wien 1895, OCLC 315101778.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lt. Österreich-Karte des Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
  2. Roman Moser: Dachsteingletscher und deren Spuren im Vorfeld. Musealverein Hallstatt (Hrsg.). Hallstatt. 1997, S. 38.
  3. Die längsten Höhlen Österreichs. (PDF) Verband Österreichischer Höhlenforscher, abgerufen am 21. November 2019.
  4. Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Liezen vom 30. August 1965. In: Grazer Zeitung. 10. September 1965, Stück 37, S. 367 (GZ. 7 N 9/70-1965); Bescheid der Expositur Gröbming vom 16. November 2011 (GZ 6.0-42/2008)
  5. NDM Nr. 784
  6. Franz Mandl: Almen und Salz. Hallstatts bronzezeitliche Dachsteinalmen (Zwischenbericht). Haus im Ennstal 1. Februar 2007, S. 4 f. (online (PDF-Datei; 375 kB) [abgerufen am 11. Juli 2012]).
  7. Dachsteinmassiv. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 246.
  8. Die Karfreitag-Tragödie 1954. Recherche über die Heilbronner Tragödie, abgerufen am 5. April 2018.
  9. Oberösterreichische Nachrichten. 29. Mai 1954.
  10. a b c Peter Wiesinger: Ortsnamen und Siedlungsgeschichte im Salzkammergut. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 149, Nr. 1, 2004, S. 556 (ganzer Artikel S. 543–560; pdf, 2,3 MB, landesmuseum.at; dort S. 14).
  11. Stiege ins Nichts, Nervenkitzel. kleinezeitung.at Print vom 29. Juli 2013, S. 15.
  12. Hängebrücke & "Treppe ins Nichts". schladming-dachstein.at abgerufen am 5. April 2018.
  13. Fotomontagen, spiegel.de vom 3. Juli 2013, abgerufen am 29. Juli 2013.
  14. Hängebrücke mit "Treppe ins Nichts" eröffnet mit Juli. kleinezeitung.at vom 25. Juni 2013. (kleinezeitung.at (Memento vom 20. Juli 2014 im Internet Archive), abgerufen am 29. Juli 2013)
  15. Luftige Hängebrücke auf Dachstein eröffnet. ORF.at vom 30. Juli 2013, abgerufen am 1. August 2013 – mit Daten und Beschreibung (Anm.: Zur Eröffnung am 30. Juli war es neblig, Bilder daher wohl von einem anderen Zeitpunkt)