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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Buchen (Odenwald)
Buchen (Odenwald)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Buchen (Odenwald) hervorgehoben

Koordinaten: 49° 31′ N, 9° 19′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Höhe: 337 m ü. NHN
Fläche: 138,99 km2
Einwohner: 17.796 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74722
Vorwahlen: 06281, 06286, 06287, 06292
Kfz-Kennzeichen: MOS, BCH
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 014
Stadtgliederung: 14 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Wimpinaplatz 3
74722 Buchen (Odenwald)
Website: www.buchen.de
Bürgermeister: Roland Burger (CDU)
Lage der Stadt Buchen (Odenwald) im Neckar-Odenwald-Kreis
HessenBayernHohenlohekreisLandkreis HeilbronnMain-Tauber-KreisRhein-Neckar-KreisRhein-Neckar-KreisAdelsheimAglasterhausenBilligheimBinauBuchen (Odenwald)Elztal (Odenwald)FahrenbachHardheimHaßmersheimHöpfingenHüffenhardtLimbach (Baden)MosbachMudauNeckargerachNeckarzimmernNeunkirchen (Baden)Obrigheim (Baden)OsterburkenRavensteinRosenberg (Baden)SchefflenzSchwarzach (Odenwald)SeckachWaldbrunn (Odenwald)WalldürnZwingenberg (Baden)Karte
Über dieses Bild

Buchen (Odenwald) ist eine Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis im Norden von Baden-Württemberg. Sie gehört zur europäischen Metropolregion Rhein-Neckar (bis 20. Mai 2003 Region Unterer Neckar und bis 31. Dezember 2005 Region Rhein-Neckar-Odenwald). Buchen gehörte im Mittelalter zu Kurmainz und war bis 1973 Kreisstadt des aufgelösten, landwirtschaftlich geprägten Landkreises Buchen.

GeographieBearbeiten

Lage und NaturraumBearbeiten

Buchen liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar am Übergang zwischen dem südöstlichen Odenwald und dem Bauland auf 250 bis 500 m ü. NHN, im Dreieck der Großstädte Mannheim, Würzburg und Heilbronn.

Buchen grenzt im Norden an den Landkreis Miltenberg in Unterfranken, dann schließen sich im Uhrzeigersinn folgende Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises an: Walldürn, Rosenberg, Osterburken, Seckach, Limbach und Mudau.

Das Gemeindegebiet gehört dem Naturpark Neckartal-Odenwald und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald an und wird vom Obergermanisch-Raetischen Limes durchzogen.

StadtgliederungBearbeiten

 
Stadtzentrum, Luftbild 2012

Die Gemeinde Buchen (Odenwald) besteht aus den 14 Stadtteilen Bödigheim, Buchen-Stadt, Eberstadt, Einbach, Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen, Hollerbach, Oberneudorf, Rinschheim, Stürzenhardt, Unterneudorf und Waldhausen. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens, mit Ausnahme des Stadtteils Buchen-Stadt erfolgt ihre offizielle Benennung in der Form „Buchen (Odenwald) - …“.[2]

Zu Buchen-Stadt zählen die Wohnplätze Am Weidenbaum, Hainstadter Mühle, Mittelmühle und Siedlung Am Kaltenberg. Zum Stadtteil Bödigheim gehören die Höfe Faustenhof, Griechelternhöfe, Siedlungshöfe Hohlenstein, Roßhof und Sechelseehöfe sowie das Haus Sägmühle. Zum Stadtteil Einbach gehört das Gehöft Einbacher Mühle. Zum Stadtteil Hettingen gehört die Hollerstocksiedlung. Zum Stadtteil Unterneudorf gehört das Haus Unterneudorfer Mühle. Zum Stadtteil Waldhausen gehört das Gehöft Glashof.

Im Stadtteil Eberstadt liegen die Wüstungen Klarenhof und Reinstadt, im Stadtteil Götzingen die Wüstungen Rönningen und Buklingen.[3]

KlimatabelleBearbeiten

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Buchen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,0 3,9 10,0 15,7 19,2 22,7 25,4 24,5 19,6 13,7 8,3 4,3 Ø 14,2
Min. Temperatur (°C) -2,9 -3,0 −0,8 2,5 6,6 10,2 12,2 11,4 7,9 4,2 1,6 −1,4 Ø 4,1
Temperatur (°C) 0,2 0,5 4,4 9,4 13,1 16,6 18,9 17,8 13,5 8,8 4,9 1,6 Ø 9,2
Niederschlag (mm) 74 47 44 39 66 63 72 70 48 53 59 88 Σ 723
T
e
m
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3,0
-2,9
3,9
-3,0
10,0
−0,8
15,7
2,5
19,2
6,6
22,7
10,2
25,4
12,2
24,5
11,4
19,6
7,9
13,7
4,2
8,3
1,6
4,3
−1,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Daten für den Zeitraum von 2008 bis 2018

GeschichteBearbeiten

 
Stadtturm (Mainzer Tor)
 
Museumshof (Außenseite)

Buchen wurde im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch, anlässlich einer Schenkung an das Kloster im Jahr 773 als Bucheim erstmals erwähnt.[4] Weitere Schenkungen folgten.[5] Der Ort war bereits in vorgeschichtlicher Zeit und während der Zeit der Römer besiedelt. Etwa fünf Kilometer östlich verlief der sogenannte „Vordere Limes“ des Obergermanisch-Rätischen Limes. Es stand zur Zeit der Karolinger unter dem Einfluss des Klosters Amorbach, dessen Vögte, die Herren von Dürn, die Gerichtsbarkeit und Vogteirechte an Buchen erlangten. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt der Ort die Stadtrechte verliehen, 1280 wurde Buchen erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet. Beim Niedergang der Herren von Dürn wurde Buchen 1303/09 an Kurmainz verkauft und verblieb dort 500 Jahre lang. 1346 bildete Buchen mit Amorbach, Aschaffenburg, Dieburg, Külsheim, Miltenberg, Seligenstadt, Tauberbischofsheim und Walldürn den Neunstädtebund.

1382 scheiterte Kurfürst Ruprecht I. beim Versuch, die Stadt während eines Streits mit Kurmainz zu brechen. Die wehrhafte mittelalterliche Stadtbefestigung wurde um 1490 nochmals verstärkt und umschloss nunmehr auch die westlich gelegene Vorstadt. Ebenfalls 1490 wurde der Wartturm errichtet bzw. erneuert. Aus dem Jahr 1493 stammt der sogenannte Steinerne Bau als Sitz des kurmainzischen Amtmanns. Die Stadt hatte früh große Bedeutung als Marktstadt. Neben den vier großen Jahrmärkten (Fastnachtsmarkt, Maimarkt, Jakobimarkt und Martinimarkt) waren insbesondere die Garn-, Tuch- und Roßmärkte sowie der jeden Montag abgehaltene Wochenmarkt bekannt.

Im Bauernkrieg 1525 wurde Götz von Berlichingen im Hof des Steinernen Hauses (heute Museumshof) gegen seinen Willen zum Hauptmann des Bauernhaufens verpflichtet. Nach der Niederlage der Bauern wurde der Neunstädtebund von der Landesherrschaft faktisch aufgelöst, und Buchen verlor sein Selbstverwaltungsrecht.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort zunächst von den Schweden erobert. Diese mussten aber um 1634 kaiserlichen Truppen weichen. 1635 brach eine Pestepidemie aus, der 369 Einwohner aus der Stadt sowie viele Bewohner der umliegenden Ortschaften zum Opfer fielen. Die Bürger gelobten, künftig jährlich den Festtag des Hl. Rochus (16. August) mit einem Gottesdienst und einer feierlichen Prozession durch die Stadt zu begehen. Dieses Gelübde wurde im Typhuswinter 1942/43 erneuert und wird bis heute gehalten. 1688 suchten französische Truppen die Stadt heim. Durch Blitzschlag kam es 1717 in der Kernstadt zu einem neuerlichen katastrophalen Stadtbrand, dem etwa die Hälfte der Gebäude zum Opfer fielen, darunter auch das alte Rathaus und der Dachstuhl der Kirche.

1803 wurde Buchen nach Auflösung des Kurfürstentums Mainz im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses dem durch Order von Napoleon umgesiedelten Fürstentum Leiningen zugeordnet, 1806 dann dem Großherzogtum Baden. 1815 wurden drei der Stadttürme abgerissen, lediglich der westliche Torturm (Mainzer Tor) blieb erhalten. Die Badische Revolution von 1848/49 fand auch in Buchen Unterstützung.

Bereits in kurmainzischer Zeit war Buchen Sitz eines Amtes. Diese Stellung als Verwaltungsmittelpunkt behielt die Stadt auch unter leiningscher und badischer Herrschaft. 1938 wurde aus dem Bezirksamt Buchen der Landkreis Buchen.

In der sogenannten Reichspogromnacht 1938 wurden die Synagogen in Buchen und Bödigheim geschändet. Bei den folgenden Deportationen kamen von den 1933 in Buchen lebenden 34 Einwohnern jüdischen Glaubens mindestens 13 ums Leben. Der ehemalige Verbandsfriedhof in Bödigheim ist heute noch Zeuge des früheren jüdischen Gemeindelebens im näheren, stark katholisch geprägten Umkreis.

Im Rahmen der Kreisreform 1973 wurde der Landkreis Buchen aufgelöst und die Stadt in den neuen Neckar-Odenwald-Kreis eingegliedert. Am 1. Dezember 1971 wurde Stürzenhardt nach Buchen (Odenwald) eingemeindet. Am 1. Dezember 1972 kam Unterneudorf hinzu. Die Gemeinden Bödigheim, Einbach, Oberneudorf und Waldhausen wurden am 31. Dezember 1973 eingegliedert. Die heutige Stadt wurde am 1. Oktober 1974 durch die Vereinigung der Stadt Buchen (Odenwald) und der Gemeinden Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern und Hettingen neu gebildet. Rinschheim kam am selben Tag hinzu. Am 1. Januar 1975 erfolgten die Eingemeindungen von Eberstadt und Hollerbach.[6]

1986 fanden in Buchen die Heimattage Baden-Württemberg statt.

PolitikBearbeiten

 
Altes Rathaus

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat normalerweise 26 ehrenamtliche Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden. Die Gemeinderäte führen die Bezeichnung Stadtrat. Häufig erhöht sich die Zahl der Mitglieder durch Ausgleichssitze (gesamt 2019: 33 Sitze; 2014: 31). Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Gemeinderatsvorsitzender.

Dabei garantiert die Unechte Teilortswahl den Ortsteilen eine festgelegte Anzahl von Sitzen: Aus dem Hauptort Buchen (mit Hollerbach) kommen mindestens zehn, aus Hettingen mindestens drei, aus Götzingen und Hainstadt jeweils mindestens zwei Räte, und aus Bödigheim, Eberstadt, Einbach, Hettigenbeuern, Oberneudorf, Rinschheim, Stürzenhardt, Unterneudorf und Waldhausen kommt jeweils mindestens ein Gemeinderat.[7]

Die Kommunalwahl 2019 führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern: Unterschied zu 2014):[8]

Gemeinderat 2019
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU 52,4 % (−7,4) 18 (±0)
FW 24,0 % (−0,6) 8 (±0)
SPD/Grün-Links 19,4 % (+19,4) 6 (+6)
AfD 3,3 % (+3,3) 1 (+1)
Wahlbeteiligung: 58,2 % (+11,2)

Die Ortsteile bilden 13 Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, wobei die Ortsteile Buchen-Stadt und Hollerbach zu einem Wohnbezirk zusammengefasst sind. Abgesehen von diesem Hauptort sind in den anderen 12 Stadtteilen Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung eingerichtet, mit jeweils einem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als Vorsitzendem.[9]

BürgermeisterBearbeiten

Seit Februar 2006 ist Roland Burger (CDU) der Bürgermeister der Stadt Buchen. Zuvor (seit Februar 1991) war er Bürgermeister der Stadt Osterburken. Der frühere Bürgermeister Achim Brötel wurde Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises.

Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Stadt Buchen.

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In silber auf grünem Dreiberg, auf dessen äußeren Kuppe je ein auswärts geneigter grüner Zweig, eine grüne Buche, deren Stamm beheftet mit einem gelehnten roten Schild, darin ein sechsspeichiges silbernes Rad.“

Wappen der ehemaligen Gemeinden

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Buchen hat als Mittelzentrum zwischen Neckar und Main eine Wirtschaftsstruktur aus Produktion, Handel, Handwerk und Dienstleistungen aufgebaut und in Gewerbegebieten angesiedelt.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Der Müsliproduzent Seitenbacher hat in Buchen seinen Sitz.

Krankenhaus BuchenBearbeiten

Vor Ort ist das ehemalige Kreiskrankenhaus Buchen, heute Teil der Neckar-Odenwald-Kliniken.

Daneben existieren mehrere Altenheime. In Buchen gab es eine der ersten Wohnanlagen bundesweit nach dem Modell des betreuten Wohnens.

VerkehrBearbeiten

Buchen ist über die Bundesautobahn 81, Ausfahrt Osterburken, Landstraße (von Süden) oder Ausfahrt Tauberbischofsheim, Bundesstraße 27 (von Norden) her sowie über die A 6, Ausfahrt Sinsheim, B 292 und B 27 (von Südwesten) zu erreichen.

Der Bahnhof Buchen (Odenw) liegt an der Bahnstrecke Seckach–Miltenberg (KBS 784, auch Madonnenlandbahn genannt), die in Buchen Ost einen weiteren Haltepunkt hat und von der Westfrankenbahn betrieben wird. Den ÖPNV nehmen Busse im Verkehrsverbund Rhein-Neckar wahr.

Der Flughafen Stuttgart und der Flughafen Frankfurt am Main sind jeweils etwa 100 km entfernt. Der nächste Landeplatz ist der Flugplatz Walldürn. Der nächstgelegene Binnenhafen ist Wertheim am Main.

RadwanderwegeBearbeiten

Durch das Stadtgebiet führen folgende Radwanderwege:

Durch die Stadtteile Rinschheim und Götzingen:

Behörden, Gerichte und EinrichtungenBearbeiten

In Buchen sitzt ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Mosbach gehört, und in Buchen-Hainstadt das Regionalbüro Odenwald-Tauber des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Mosbach-Buchen und Tauberbischofsheim gehören.

BildungseinrichtungenBearbeiten

In Buchen gibt es zahlreiche Schulen (16), zu denen täglich viele Schüler in die ehemalige Kreisstadt pendeln. Buchen hat eine gewerbliche Berufsschule mit Gymnasium für die Fachrichtungen Mechatronik, Informationstechnik und Technik und Management (Zentralgewerbeschule Buchen), ein allgemeinbildendes Gymnasium (Burghardt-Gymnasium Buchen), eine kath. Fachschule für Sozialpädagogik (in Trägerschaft der Erzdiözese Freiburg), eine Hauswirtschaftsschule mit Sozialwissenschaftlichem Gymnasium (Helene-Weber-Schule Buchen), eine Realschule (Abt-Bessel-Realschule), eine Ganztags-Werkrealschule (Karl-Trunzer-Schule) und mehrere Grund- und Werkrealschulen. Daneben gibt es in Buchen drei Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren mit den Förderschwerpunkten Sprache (SBBZ Sprache), Lernen (Meister-Eckehart-Schule) und geistige Entwicklung (Alois-Wissmann-Schule), sowie einen Schulkindergarten für körper-, geistig- und sprachbehinderte Kinder.

MedienBearbeiten

 
Sendeturm in der Hettinger Straße

Die Fränkischen Nachrichten und die Rhein-Neckar-Zeitung unterhalten Redaktionen in der Stadt.

In Buchen besteht ein Korrespondentenbüro des Südwestrundfunks und seit 1951 im Nordosten der Stadt an der Walldürner Straße eine Sendeanlage des Südwestrundfunks (Sender Buchen-Walldürn).

Von einem Betonturm in der Hettinger Straße wird das Programm von „Radio Regenbogen“ auf 104,6 MHz mit 25 W ERP gesendet.[10]

GesundheitseinrichtungenBearbeiten

Das Krankenhaus der Neckar-Odenwald-Kliniken ist regionale Versorgungseinrichtung. Eine Rettungswache des DRK-Kreisverbandes Buchen mit Notarztstandort stellt die notfallmedizinische Versorgung sicher. Die Stadt hat ein Feuerwehrhaus, in der die Freiwillige Feuerwehr Buchen untergebracht ist, die als Stützpunktfeuerwehr auch oft zur Überlandhilfe ausrückt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Buchen liegt an der Siegfriedstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Die Stadt liegt mit dem Kleinkastell im Stadtteil Hettingen zudem an der Deutschen Limesstraße bzw. am UNESCO Welterbe Obergermanisch-Rätischer Limes. Die Tropfsteinhöhle Eberstadt ist das südöstliche Eingangstor des UNESCO Geoparks Bergstraße-Odenwald.

TheaterBearbeiten

Museen und kulturelle EinrichtungenBearbeiten

Eberstadter TropfsteinhöhleBearbeiten

Die ein bis zwei Millionen Jahre alte und 600 Meter lange Tropfsteinhöhle liegt etwa 5 km südsüdöstlich der Stadtmitte. Sie wird seit 1973 als Schauhöhle touristisch genutzt und ist Teil des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. In ihr gibt es reichen Tropfsteinschmuck, sehr schlanke wie sehr gedrungen-kegelige Bodentropfsteine, Sinterfahnen, Sinterterrassen und Kristalle. Da die Höhle nach der Entdeckung sofort verschlossen wurde und Führungen von Beginn an bei elektrischem Licht stattfanden, sind die Tropfsteine noch überwiegend kalkweiß, während bei den meisten älteren deutschen Schauhöhlen die frühere Beleuchtung mit Kerzen und Fackeln die Tropfsteine eingeschwärzt hat.

KulturdenkmaleBearbeiten

 
Skulptur Aufstrebende Kräfte (2008) von Gertrude Reum
 
Mariensäule

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Die „Buchener Faschenacht“ mit über 500-jähriger Tradition zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern auch von außerhalb der Region an. Beim jährlichen Faschenachtsumzug wird dem Buchener Blecker, einer aus dem Mittelalter stammenden Symbolfigur, pflichtgemäß das Hinterteil geküsst.
  • Goldener Mai mit Buchener Jazz Night am Samstag des ersten Maiwochenendes.
  • Vorsommerfest mit Blasmusik im Museumshof an einem Wochenende Mitte Juni, mit Kellerbar („Zeitmaschine“) am Samstag. Veranstalter sind die Stadtkapelle und der katholische Kirchenchor.
  • Buchener Open-Air-Kino im Hof der Stadtwerke Buchen. Immer Ende Juli/Anfang August.
  • Schützenmarkt, ein traditionelles Volksfest in der ersten Septemberwoche jeden Jahres mit Verkaufs- und Vergnügungsmarkt.
  • Weihnachtsmarkt (1. Dezemberwochenende, Donnerstag/Freitag bis Sonntag)

VereineBearbeiten

Die Stadt und ihre Gemeinden haben ein reges Vereinsleben, das über eine Datenbank abzufragen ist (siehe Weblinks).

TelefonvorwahlenBearbeiten

In der Stadt gilt die Vorwahl 06281. Abweichend hiervon sind Stürzenhardt über 06284, Hettigenbeuren über 06286, Einbach und Waldhausen über 06287 sowie Eberstadt und Bödigheim über 06292 zu erreichen.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Werner Doyé (Text) und Stefan Longin (Fotos): Buchen – weltoffene Stadt im Odenwald. Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg 1999. ISBN 3-929295-59-8
  • Rainer Trunk, Helmut Brosch und Karl Lehrer: 700 Jahre Stadt Buchen. Beiträge zur Stadtgeschichte. Buchen 1980.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Stadt Buchen (Odenwald) i.d.F. vom 4. März 2013 (PDF; 11 kB). Abgerufen am 31. Oktober 2017
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 263–270
  4. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2814, Jahr 773/774. In: Heidelberger historische Bestände - digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, abgerufen am 31. März 2015.
  5. Ortsliste zum Lorscher Codex, Buchen, Archivum Laureshamense – digital, Universitätsbibliothek Heidelberg.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 474 f. und 484 f.
  7. Stadt Buchen: Hauptsatzung, §13; abgerufen 30. Juni 2019.
  8. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Gemeinderatswahlen 2019, Stadt Buchen; Stadt Buchen: Gemeinderatswahl 2019; Rhein-Neckar-Zeitung, 27. Mai 2019: Das ist der neue Gemeinderat in Buchen; abgerufen 30. Juni 2019.
  9. Stadt Buchen: Hauptsatzung, §14f; abgerufen 30. Juni 2019.
  10. [1].
  11. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I, Bonn 1995, S. 29, ISBN 3-89331-208-0
  12. AIA Chicago Distinguished Building Honor Award for the Field Chapel. In: archdaily.com. 4. November 2010, abgerufen am 25. April 2015 (englisch).