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Rosenberg (Baden)

Gemeinde in Deutschland, Neckar-Odenwald-Kreis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rosenberg
Rosenberg (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosenberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 27′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Höhe: 352 m ü. NHN
Fläche: 40,97 km2
Einwohner: 2076 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74749
Vorwahl: 06295
Kfz-Kennzeichen: MOS, BCH
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 082
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 26
74749 Rosenberg
Website: www.rosenberg-baden.de
Bürgermeister: Ralph Matousek (parteilos[2])
Lage der Gemeinde Rosenberg im Neckar-Odenwald-Kreis
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Über dieses Bild

Rosenberg ist eine Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis im Nordosten Baden-Württembergs etwa 26 km nordöstlich von Mosbach. Sie gehört zur europäischen Metropolregion Rhein-Neckar (bis 20. Mai 2003 Region Unterer Neckar und bis 31. Dezember 2005 Region Rhein-Neckar-Odenwald).

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Rosenberg liegt im Muschelkalk-Hügelland des Baulandes und ist zu einem Drittel bewaldet. Das Gemeindegebiet wird von der Kirnau entwässert.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Rosenberg gehören die ehemaligen Gemeinden Bronnacker, Hirschlanden und Sindolsheim. Zur Gemeinde Rosenberg in den Grenzen von 1970 gehörten das Dorf (ehemals Minderstadt) Rosenberg, der Ort Siedlung Dörrhof und die Häuser Gaimühle und Talmühle.

In der Gemeinde Rosenberg im Gebietsstand von 1970 lagen die abgegangenen Ortschaften Mensingenheim und die 1970 abgebrochene Neumühle. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Sindolsheim liegt die Wüstung Mettelheim.[3]

GeschichteBearbeiten

Vom 13. bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Rosenberg wurde 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Ende des 13. Jahrhunderts fiel der Ort an das Bistum Würzburg, das es als Lehen an die Herren von Rosenberg und nach deren Aussterben 1632 an die Herren von Hatzfeld gab. 1682 wurde Rosenberg dem Deutschen Orden, Ballei Franken, unterstellt. Fünfzig Jahre später wurden die Fürsten von Löwenstein-Wertheim Grundherren. Im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses fiel Rosenberg 1803 an das Fürstentum Leiningen. Als dieses 1806 aufgrund der Rheinbundakte aufgelöst wurde, kam der Ort an das Großherzogtum Baden. Rosenberg wurde 1866 an den Eisenbahnverkehr angebunden. Das 1582 errichtete Schloss wurde 1926 bei einem Brand zerstört.

Ab dem 20. JahrhundertBearbeiten

im Jahr 1909 erfolgte die Elektrifizierung, 1947 wurde das Rathaus gebaut, 1970 wurde das Werk Rosenberg der Firma GETRAG gegründet.[4]

Am 1. Juli 1971 wurde Bronnacker eingemeindet. Am 1. Januar 1972 kam es zur Vereinigung von Rosenberg mit Hirschlanden und Sindolsheim, wodurch die neue Gemeinde Rosenberg gebildet wurde.[5] Diese gehörte zum Landkreis Buchen, der sich im Jahr 1973 mit dem Landkreis Mosbach zum heutigen Neckar-Odenwald-Kreis vereinigte.

ReligionenBearbeiten

Trotz der Oberherrschaft des Bistums Würzburg konnten die Herren von Rosenberg als Grundherren 1558 die Reformation einführen. Auch als die römisch-katholischen Herren von Hatzfeld mit der Grundherrschaft belehnt wurden, blieb der Ort evangelisch. Im 21. Jahrhundert leben etwa zu gleichen Teilen Protestanten und Katholiken im Ort.

Hirschlanden, ein Ortsteil von Rosenberg, ist Sitz des Kirchenbezirks Adelsheim-Boxberg der Evangelischen Landeskirche in Baden.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat normalerweise 13 ehrenamtliche Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden. Häufig erhöht sich die Zahl der Mitglieder durch Ausgleichssitze (gesamt 2019: 14 Sitze). Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Gemeinderatsvorsitzender.

Dabei garantiert die Unechte Teilortswahl den Ortsteilen eine festgelegte Anzahl von Sitzen: Aus Rosenberg kommen mindestens sechs, aus Hirschlanden und Sindolsheim jeweils mindestens drei Räte, aus Bronnacker kommt mindesten ein Gemeinderat.[6]

Die Kommunalwahl 2019 führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern: Unterschied zu 2014):[7]

Gemeinderat 2019
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
Bürgerliste (BL) 71,3 % (+9,3) 10 (+1)
Unabhängige Liste (UL) 28,7 % (−9,2) 4 (−2)
Wahlbeteiligung: 68,9 % (+4,6)

In Bronnacker, Hirschlanden und Sindolsheim sind außerdem jeweils Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als Vorsitzendem eingerichtet.

BürgermeisterBearbeiten

Der Bürgermeister wird für acht Jahre direkt gewählt.

  • 1972–1976: Emil Kistner
  • 1976–1999: Arno Hagenbuch
  • 1999–2019: Gerhard Baar
  • seit 2019: Ralph Matousek[8]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Schräglinks geteilt von Gold und Rot, vorne eine unbespitzte, goldbesamte rote Rose, hinten ein achtspeichiges goldenes Rad.“

Das in den badischen Farben (rot-gelb) tingierte Wappen enthält mit der Rose ein redendes Bild für den Ortsnamen und ein Zeichen für die historischen Herrschaftsverhältnisse, begegnet sie doch in der Helmzier des Wappens der Herren von Rosenberg und im Wappen von Grafschaft und Fürstentum Wertheim. Das Rad soll auf Kurmainz hinweisen, die einstige Lehnsherrschaft des Gemeindeteils Sindolsheim.

Wappen der Ortsteile

Bauwerke und KulturdenkmaleBearbeiten

Der Brunnen bei der Kronen im Ortsteil Sindolsheim ist einer der drei historischen Dorfbrunnen aus der Zeit vor 1800.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Das Werk Rosenberg von Getrag, ein Hersteller von Automobil-Getrieben, ist mit mehr als 540 Arbeitsplätzen einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.[9]

VerkehrBearbeiten

Das Gemeindegebiet liegt an der A 81 Heilbronn–Würzburg und ist über die Anschlussstelle Boxberg (5) bzw. Osterburken (6) zu erreichen.

In Rosenberg gibt es einen Haltepunkt der Frankenbahn (StuttgartWürzburg), der werktags im Berufsverkehr in sehr begrenztem Umfang bedient wird. Sein Empfangsgebäude wurde 1865 erbaut und wurde nach langjährigem Verfall 2016 trotz Denkmalschutzes abgerissen.[10][11] Ein Haltepunkt in Hirschlanden besteht seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr.

Die Gemeinde Rosenberg ist Teil des Skulpturenradwegs.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Die Gemeinde hat viermal die Ehrenbürgerwürde verliehen:

  • 1976: Emil Kistner, war von 1956 bis 1971 Bürgermeister von Hirschlanden und von 1972 bis 1976 Bürgermeister von Rosenberg
  • 1976: Hermann Hagenmeyer, war Gründer der Firma Getrag
  • 1999: Arno Hagenbuch, war von 1976 bis 1999 Bürgermeister von Rosenberg
  • 2019: Gerhard Baar, Bürgermeister von 1999 bis 2019[12]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rosenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Pressemitteilung zur Bürgermeisterwahl Rosenberg im Staatsanzeiger von Baden-Württemberg, abgerufen am 22. Januar 2019.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 317–318
  4. http://www.rosenberg-baden.de/leben-in-rosenberg/historie
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 474.
  6. Gemeinde Rosenberg: Hauptsatzung, §11; abgerufen 30. Juni 2019.
  7. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Gemeinderatswahlen 2019, Rosenberg; Gemeinde Rosenberg: Gemeinderatswahl 2019 (PDF); Rhein-Neckar-Zeitung, 28. Mai 2019: Die Hälfte des Gemeinderats wird neu besetzt; RNZ, 27. Mai 2014: Kommunalwahl in Rosenberg: Diese Kandidaten wurden gewählt; abgerufen 30. Juni 2019.
  8. Bürgermeister Ralph Matousek verpflichtet RNZ, 22. Januar 2019, abgerufen am selben Tage.
  9. Gemeinde Rosenberg, Stand: 2009 (Memento des Originals vom 15. Dezember 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rosenberg-baden.de
  10. Rosenberger Bahnhofsgebäude wird abgerissen. RNZ vom 27. August 2016, abgerufen am 2. Juli 2018.
  11. Bald ist der Rosenberger Bahnhof komplett abgerissen. RNZ vom 8. Oktober 2016, abgerufen am 2. Juli 2018.
  12. Vom Bürgermeister zum Ehrenbürger. RNZ, 22. Januar 2019, abgerufen am selben Tage.