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Main-Tauber-Fränkischer Radachter

Radwanderweg in Deutschland

Der Main-Tauber-Fränkische Radachter (auch in der Schreibung Main-Tauber-Fränkische Rad-Achter) ist ein Radwanderweg durch das Main- und Taubertal mit 552 Kilometern Gesamtstrecke. Der Rad-„Achter“ bildet mit einem „West“- und einem „Ostring“ die Form einer „8“ rund um Lauda-Königshofen.[2]

Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter
Gesamtlänge 552 km
Lage Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg
BayernBayern Bayern
Startpunkt Lauda-Königshofen
49° 33′ 12″ N, 9° 43′ 2″ O
Zielpunkt Lauda-Königshofen
49° 33′ 12″ N, 9° 43′ 2″ O
Bodenbelag überwiegend asphaltiert[1]
Höhendifferenz Lauda-Königshofen →
Lauda-Königshofen

Gesamtsteigung: 2034 m
Gesamtgefälle: 2073 m[1]
Schwierigkeit leicht–mittel[1]
Webadresse liebliches-taubertal.de

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Main-Tauber-Fränkische Radachter wurde 1991 als landschaftsübergreifende Radtour ausgewiesen. Am 3. Juli 2016 wurde das 25-jährige Jubiläum mit einer Geburtstagsradtour von Freudenberg am Main bis nach Wertheim zum Weinfest „Schöpple“ gefeiert.[3]

StreckeBearbeiten

Profil und CharakteristikaBearbeiten

Der Radachter verbindet die beiden ersten durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit 5 Sternen ausgezeichneten Radwege Deutschlands – den Main-Radweg[4] und den Taubertalradweg[5] – entlang der Flusslandschaften von Main und Tauber mit zahlreichen Weindörfern, Schlössern, Burgen und Klöstern. Der Gaubahn-Radweg liegt ebenfalls auf der Strecke. Meist führt der Radachter über asphaltierte, autofreie Wege und ist für normale Tourenräder geeignet. Die Strecke weist bis auf den Streckenabschnitt durch den Odenwald nur geringe Steigungen auf.[1] Der Radweg ist ausgeschildert. Landschaftlich ist der Radweg durch das waldreiche fränkische und tauberfränkische Hügelland geprägt. An den Seiten des Main- und Taubertals und seiner Nebentäler ist eine Steinriegellandschaft typisch.[6] In den Talniederungen liegen ausgedehnte Obst- und Weinanbaugebiete.

VariantenBearbeiten

Der Main-Tauber-Fränkische Radachter ist insgesamt 552 Kilometer lang. Der West- und Ostring beginnt und endet offiziell jeweils in Lauda-Königshofen.[2] Daneben können auch andere Ausgangs- und Endpunkte gewählt werden.

WestringBearbeiten

Der Westring führt auf 152 Kilometern Länge von Lauda-Königshofen über Buchen, Miltenberg und Wertheim zum Ausgangspunkt nach Lauda-Königshofen.[2] Alternativrouten ergänzen den Radachter: Bei Rosenberg (eine längere Variante über Osterburken oder eine kürzere Variante auf direktem Weg nach Bofsheim), bei Buchen (Alternativrouten über Walldürn oder über Hettigenbeuern nach Amorbach) und bei Wertheim (bis zum Ende des Westrings nach Lauda-Königshofen oder eine Fortsetzung auf dem Ostring).[7]

1. Etappe – Lauda Königshofen bis Buchen (49 km)

2. Etappe – Buchen bis Miltenberg (32 km über Hettigenbeuern; 35 km über Walldürn)

3. Etappe – Miltenberg bis Wertheim (32 km)

4. Etappe – Wertheim bis Lauda-Königshofen (39 km)

OstringBearbeiten

Der Ostring verläuft auf einem 234 km langen Rundkurs von Lauda-Königshofen nach Weikersheim, Ochsenfurt, Würzburg, Gemünden am Main, Marktheidenfeld und Wertheim bis zum Ausgangspunkt nach Lauda-Königshofen.[2] Alternativrouten ergänzen den Rad-Achter: Bei Bieberehren (eine kürzere Variante über den Gaubahn-Radweg und eine längere Variante mit einer Zwischenstation in Rothenburg ob der Tauber), bei Würzburg (eine kürzere Variante über Wittighausen und Grünsfeld bis zum Ziel in Lauda-Königshofen oder eine längere Variante mit Fortsetzung auf dem Main-Radweg, sowohl links als auch rechts des Mains bis Zellingen), bei Zellingen (eine kürzere Variante über Leinach bis Marktheidenfeld oder eine längere Variante mit Fortsetzung auf dem Main-Radweg), bei Lohr am Main (Alternativrouten sowohl links als auch rechts des Mains bis Marktheidenfeld) und bei Wertheim (bis zum Ende des Ostrings nach Lauda-Königshofen oder eine Fortsetzung auf dem Westring).[7]

5. Etappe – Lauda-Königshofen bis Weikersheim (28 km)

6. Etappe – Weikersheim bis Ochsenfurt (38 km; 44 km mit einer Alternativroute über Creglingen bis Rothenburg ob der Tauber; 26 km mit einer Alternativroute von Rothenburg ob der Tauber über Waldmannshofen und Aub)

7. Etappe – Ochsenfurt bis Würzburg (22 km)

8. Etappe – Würzburg bis Gemünden am Main (47 km; 21 km mit der Alternativroute Würzburg-Veitshöchheim-Zellingen; 21 km mit der Alternativroute Zellingen-Marktheidenfeld)

9. Etappe – Gemünden am Main bis Marktheidenfeld (34 km; 19 km mit der Alternativroute Neustadt-Marktheidenfeld)

10. Etappe – Marktheidenfeld bis Wertheim (26 km)

11. Etappe – Wertheim bis Lauda-Königshofen (39 km)

SonderetappenBearbeiten

Mehrere Sonderetappen mit insgesamt 166 Kilometern Länge ergänzen den Main-Tauber-Fränkischen Rad-Achter.[2][7]

1. Sonderetappe – Assamstadt (45 km; auf dem Westring; Radweg/Kennzeichnung „Liebliches Taubertal Erlebnistour 3“)

2. Sonderetappe – Großrinderfeld (31 km; auf dem Ost- oder Westring; 20 km Alternativstrecke über Werbachhausen; Radweg/Kennzeichnung bei Streckenverlauf über Grünsfeldhausen „Liebliches Taubertal Erlebnistour 4“ und bei Streckenverlauf über Werbachhausen „Liebliches Taubertal Erlebnistour 5“)

3. Sonderetappe – Grünsfeld und Wittighausen (38 km; auf dem Ost- oder Westring; Radweg/Kennzeichnung „Liebliches Taubertal Erlebnistour 4“)

4. Sonderetappe – Niederstetten (40 km; auf dem Ostring; Radweg/Kennzeichnung bis Niederstetten „Hohenloher Residenzenweg“, bis Klingen örtliche Ausschilderungen, ab Klingen „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“)

AnschlüsseBearbeiten

RadwanderwegeBearbeiten

In verschiedenen Richtungen lässt sich die Reise auf dem Fahrrad fortsetzen. Bei Rothenburg ob der Tauber entweder nach Osten über die Frankenhöhe auf dem Altmühltalradweg, nach Nord-Osten auf dem Aischtalradweg oder nach Süden über den Radfernweg Romantische Straße nach Füssen oder den Tauber-Jagst-Weg an die Jagst bei Crailsheim und dann weiter über den Kocher-Jagst-Radweg. Der Deutsche Limes-Radweg kann zwischen Miltenberg und Großkrotzenburg angesteuert werden.

In mehreren Städten und Ortschaften tangiert der Rad-Achter den Jakobsweg Main-Taubertal. In Tauberbischofsheim besteht eine Verbindung zum Odenwald-Madonnen-Weg.

BahnBearbeiten

Entlang der Strecke gibt es Personenbahnhöfe.[7]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Reiseführer und Landkarten

  • Bikeline: Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter. Radtourenbuch. 100 Seiten. Esterbauer, Rodingersdorf 2009, ISBN 978-3850000437.
  • Tourismusverband Liebliches Taubertal (Hrsg.): Main-Tauber-Fränkischer RAD-ACHTER. Broschüre. 30 Seiten. Mit ausklappbarer Radkarte und weiterführenden Informationen. Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Tauberbischofsheim.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d ADFC Tourenportal: Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter (Memento des Originals vom 18. August 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/service.adfc-tourenportal.de Online auf service.adfc-tourenportal.de. Abgerufen am 18. August 2016.
  2. a b c d e Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ e.V.: Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter. Online auf www.liebliches-taubertal.de. Abgerufen am 18. August 2016.
  3. Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ e.V.: 25 Jahre – Main-Tauber-Fränkischer Rad-Achter – Jubiläumsprogramm. Online auf www.liebliches-taubertal.de. Abgerufen am 18. August 2016.
  4. t-online.de: Die zehn beliebtesten Radwege Deutschlands 2013. 19. Februar 2014. Online auf www.t-online.de. Abgerufen am 20. August 2016.
  5. Tauber-Zeitung: Fünf Sterne für den "Klassiker". 31. Oktober 2009.
  6. Main-Post: Der größte Steinriegel im Regierungsbezirk Stuttgart. 23. August 2015. Online auf www.mainpost.de. Abgerufen am 20. August 2016.
  7. a b c d Tourismusverband Liebliches Taubertal (Hrsg.): Main-Tauber-Fränkischer RAD-ACHTER. Broschüre. 30 Seiten. Mit ausklappbarer Radkarte und weiterführenden Informationen. Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Tauberbischofsheim, S. 30 (Karte des M-T-F Rad-Achters).