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Der Bahnhof Eisenach ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Eisenach in Thüringen. Er ist ein Verkehrsknotenpunkt und liegt an der Thüringer Bahn (Halle–Bebra) und an der Werrabahn (Eisenach–Meiningen–Eisfeld).

Eisenach
Bahnhof Eisenach Bahnhofstraße 35, 99817 Eisenach
Bahnhof Eisenach
Bahnhofstraße 35, 99817 Eisenach
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Abkürzung UEI
IBNR 8010097
Kategorie 3 (Stand: 2016)
Eröffnung 1846/1900
Profil auf Bahnhof.de Eisenach
Lage
Stadt/Gemeinde Eisenach
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 58′ 37″ N, 10° 19′ 55″ OKoordinaten: 50° 58′ 37″ N, 10° 19′ 55″ O
Höhe (SO) 222,52 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken

Bahnhöfe in Thüringen

In der Fahrplanauskunft wird die Station als Bahnhof geführt, während vor Ort die Beschriftung des Bahnhofsgebäudes Anfang des 21. Jahrhunderts auf Hauptbahnhof geändert wurde.

Inhaltsverzeichnis

ServiceBearbeiten

 
Modell des Bahnhofs im mini-a-thür in Ruhla

An Serviceeinrichtungen verfügt der Bahnhof über einen Blumenladen, einen Laden für Lebensmittel und Reisebedarf sowie einen Bücher- und Zeitschriftenladen. Außerdem hat sich 2009 ein Subway-Laden in den Bahnhof (ehemaliger Aufenthaltsraum) eingemietet. Der Bahnhof ist barrierefrei eingerichtet, es gibt zu allen Bahnsteigen einen Aufzug, ferner neben den normalen Toiletten eine Behindertentoilette. Die Deutsche Bahn unterhält neben dem Bahnhofsmanagement Erfurt/Eisenach, einen Service-Point (zwischen 06:00 und 22:30 Uhr) und ein Reisezentrum mit Touristikcounter. Ein Taxistand befindet sich unmittelbar vor dem Bahnhof. Im Umfeld siedelte sich ein Autovermieter an. Die Bundespolizei verfügt ebenfalls über Räumlichkeiten im Bahnhof, unterhält aber keine eigene Station mehr.

GeschichteBearbeiten

1840 bis 1900Bearbeiten

 
Abschied, Bahnkunst am Hbf
 
Ankunft, Bahnkunst am Hbf
 
Eisenbahngeschichte, Bahnkunst im Hbf
 
Der Hauptbahnhof 2008
 
Der Fürstenbahnhof 2008

Das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, die Herzogtümer Sachsen-Coburg und Gotha und Sachsen-Meiningen gründeten mit dem Ziel der Projektierung und Bau einer Eisenbahnstrecke Weimar–Erfurt–Gotha–Eisenach am 19. August 1840 den Thüringischen Eisenbahnverein. Unter finanzieller Beteiligung des Königreiches Preußen entstand daraus (1844) die Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft (ThEG). Deren erstes Bauprojekt war die Thüringer Stammbahn HalleGerstungen. Zeitgleich wurde schon die Bahn von Eisenach nach Meiningen geplant. Am 20. Dezember 1841 schlossen die beteiligten „Projektländer“ außerdem einen Staatsvertrag für den Bau der Strecke HalleKassel. In den Jahren 1846–1847 wurde der erste Eisenacher Bahnhof zu ebener Erde gebaut. Als vorläufiger Endbahnhof des Streckenabschnitts GothaFröttstädtWutha–Eisenach war am 24. Juni 1847 die feierliche Einweihung. Die westliche Fortsetzung der Stammbahn konnte gute zwei Jahre später, am 18. August 1849, mit dem Abschnitt nach dem heutigen Stadtteil Hörschel für den Ausflugsverkehr eröffnet werden. Nach dem Weiterbau, nun der Werra folgend, kam es 25. September 1849 dann in Gerstungen zum Lückenschluss mit der hessischen Friedrich-Wilhelms-Nordbahn.

Ab 1856 entwickelte sich Eisenach mit dem Bau der am 2. November 1858 eröffneten Werrabahn zum Eisenbahnknoten. Schon vorher war die Thüringer Bahn zwischen Eisenach und Apolda zweigleisig ausgebaut worden. So kam es zwischen 1859 und 1861 mehrfach und erneut im Jahre 1885, zur Vergrößerung und Erweiterung des Eisenacher Bahnhofsgebäudes. In den Jahren 1882 und 1895 gingen die beiden Bahnen durch Kauf an die Preußische Staatseisenbahnen über. Seit dem 1. August 1897 hielt die Straßenbahn Eisenach auf dem Bahnhofsvorplatz.

1900 bis 1945Bearbeiten

 
Nordfassade des Hauptgebäudes

Im Jahr 1900 begann ein großer Umbau der Bahnanlagen: Die Eisenbahntrasse wurde im Bereich des Stadtgebietes um drei bis vier Meter höher gelegt, das Empfangsgebäude wurde neu gebaut. Auch der Güterbahnhof wurde verändert und erhielt einen Ablaufberg. Am 12. April 1904 war die Einweihung des neugebauten Bahnhofsgebäudes mit Bahnpostamt.

Zwischen 1922 und 1926 folgte der Neubau des Bahnbetriebswerkes (Bw) im östlichen Teil des Güterbahnhofs mit dem Lokschuppen. 1928 war das Empfangsgebäude abermals zu klein und erhielt einen Anbau für die Fahrkartenausgabe. Des Weiteren wurde die Zugüberwachung eingeführt und die Güterabfertigung zu einer großen Stückgutumschlagstelle ausgebaut, ein modernes elektromechanisches Stellwerk errichtet sowie neue Signaltechnik mit Indusi und Gleisfreimeldeanlagen eingebaut.

Nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

 
Zugunglück 23. Juni 1976
 
Das ehemalige Sozial- und Verwaltungsgebäude, im Mai 2009 abgerissen

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden das zweite Streckengleis und mehrere Bahnhofsgleise als Reparationszahlung an die Sowjetunion demontiert, aber schon im August 1945 gab es wieder 20 Reisezugverbindungen. Im Herbst 1945 legte der Aufbaustab für das unter sowjetischer Militärverwaltung stehende BMW-Werk Eisenach einen detaillierten Plan mit drei Varianten für den Bau eines 900 m langen Anschlussgleises vom Kraftwerk II der Werkes zum Bahnhof Eisenach vor.[3]

Am 1. Juni 1955 nahm das neue Bahnbetriebswagenwerk (Bww) in Eisenach mit zahlreichen Außenstellen (z. B. Vacha, Gotha, Mühlhausen usw.) seinen Betrieb auf. Bereits Ende der 1950er Jahre mussten die Bahnhofsanlagen wieder erweitert werden: 1956 mit dem Bau des Bahnsteiggleises 10 und 1958 mit dem Bau von fünf Rangiergleisen im Güterbahnhof. Die Dienststellen Bahnhof, Güterabfertigung, Fahrkartenausgabe und Gepäck- und Expressgutabfertigung wurden am 1. November 1959 zur Komplexdienststelle Eisenach vereinigt. 1961 und 1962 wurde der Westkopf des Bahnhofs Eisenach im Zuge des Baus der „Trasse“ FörthaGerstungen umgestaltet. In den nächsten Jahren folgten zwei weitere Meilensteine. Die Großcontainertechnologie hielt 1970 Einzug und 1971 ging das Dampflokzeitalter zu Ende. In den Jahren von 1974 bis 1980 wurde das Bahnbetriebswerk Eisenach zur Großdienststelle umgestaltet. Es entstand ein neues Sozialgebäude, eine neue Triebfahrzeughalle, ein neues Werkstattgebäude, ein neues Kesselhaus und eine neue Tankanlage, die Fahrzeugwaschanlage wurde rekonstruiert. Inzwischen beheimatete das Bahnbetriebswagenwerk über 200 Wagen. Von 1981 bis 1982 wurde die Bahnhofshalle umgestaltet und mikroprozessorgesteuerte Fahrkartendrucker eingeführt. In den Jahren 1983 und 1984 folgte der Einbau moderner Dreikraftbremsen unterhalb der beiden Ablaufberge und eine Teilsanierung des Oberbaus. Das Bahnbetriebswerk hatte 1985 ungefähr 1000 Mitarbeiter. 1989 und 1990 gab es kurzzeitig eine Art S-Bahnbetrieb zwischen Wutha, Eisenach und Eisenach/AWE, der durch die politischen Veränderungen der Wende in der DDR und den Niedergang des AWE beendet wurde.

1990 bis 2000Bearbeiten

Tiefgreifende Veränderungen gab es in kommenden Jahren. Einerseits Neu- und Ausbaumaßnahmen (VDE Nr. 7, ab 26. April 1990), Einführung des InterCity-Verkehrs, Wiederinbetriebnahme der Strecke Eisenach–Wartha(Werra)–Gerstungen (ab 2. Juni 1991, zweigleisig ab 26. September 1992), gleichzeitig Eröffnung des ersten Reisezentrums Ostdeutschlands, Umbau der Bahnsteige 3 bis 6 (1994), Aufnahme des Betriebes des Zentralstellwerkes ESTW Eisenach (Frühjahr 1995/16. Juni 1996) und Aufnahme des elektrischen Betriebes zwischen Bebra und Neudietendorf (28. Mai 1995) und andererseits Schließung des Bahnbetriebswerkes Eisenach (28. Mai 1995), Schließung zahlreicher Stellwerke zwischen Gerstungen und Wandersleben (16. Juni 1996), Abriss des alten Stellwerkes Ew (Frühjahr 1999), Verlegung der Lokleitung der DB Regio AG nach Meiningen (Sommer 1999) und Angliederung des Güterbahnhofes an den Cargo Bahnhof Erfurt.

Seit Mai 1997 verkehrt eine Regionalbahnlinie von Eisenach nach Bad Hersfeld im Zwei-Stunden-Takt. Gleichzeitig wurde der Nahverkehrsbahnsteig 1/2 umgebaut. 1999 wurden neue Automaten im Eisenacher Bahnhof aufgestellt.

2000 bis 2010Bearbeiten

 
Lokschuppen
 
Glasmosaik mit Darstellung der Uhrenfabrik Ruhla in der Empfangshalle des Bahnhofs
 
Glasmosaik mit Darstellung des Automobilwerks Eisenach in der Empfangshalle

Am 30. Mai 2000 wurde die IC-Linie Frankfurt am MainLeipzigDresden auf ICE mit Neigetechnik (ICE-T) umgestellt, der EC 56/ 57 „Goethe“ Paris Est–Frankfurt Hbf.–Dresden Hbf.–Prag hl.n. entfiel, die Regionalbahn Eisenach–Bad Hersfeld wurde eingestellt und Stundentakt auf den Linien Eisenach–Bebra und Eisenach–Meiningen eingeführt. Außerdem wurde die Wagenwerkstatt und die Beheimatung von Reisezugwagen nach Erfurt verlagert.

Ab Januar 2001 fährt die Süd-Thüringen-Bahn (STB) auf der Strecke Eisenach–Meiningen–Eisfeld. Seit Beginn des Fahrplans 2004 wird auf der ICE-Linie 50 Dresden–Frankfurt im Stundentakt gefahren. Die IC-Linie 15 Frankfurt–Halle–Berlin–Stralsund wurde dafür gestrichen, der Ostabschnitt Eisenach–Stralsund ging in der IC-Linie 51 auf. Diese Linie verkehrt damit zwischen Düsseldorf–Kassel–Eisenach und dann weiter nach Berlin und Stralsund. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 verkehrt an Sonntagen zusätzlich der IC Eisenach–Frankfurt Süd über Kassel/Gießen und an Montagen der IC Eisenach–Berlin Zoo. Seit Dezember 2005 ist mit dem Fahrplan 2006 Wiesbaden und Karlsruhe mit der ICE-Linie 50 direkt erreichbar.

Zum 100-jährigen Jubiläum des Bahnhofsgebäudes wurde im April 2004 ein ganzes Wochenende lang gefeiert. Im Februar 2006 wurde der Servicepoint geschlossen. Nach Protesten der Stadt und vieler Reisenden sah sich die Bahn zur Wiedereröffnung wenige Tage später gezwungen. Die 3-S-Zentrale wurde nach Erfurt verlagert und mit der dortigen Zentrale verbunden. Die cantus Verkehrsgesellschaft übernahm am 10. Dezember 2006 den Regionalverkehr zwischen Bebra und Eisenach. Anfang November 2007 wurden moderne LCD-Anzeigen an den Bahnsteigen und in der Empfangshalle angebracht.

Am 18. und 19. Mai 2008 hielt sich der Zug der Erinnerung am Bahnhof Eisenach auf. Im November und Dezember wurden die alten Stellwerke Em und Eo abgerissen. Am 14. Dezember 2008 hielt letztmals der CNL nach Zürich. Dieser fährt ab dem 14./15. Dezember in Eisenach, aufgrund des Zusammenkuppelns des CNL aus Berlin und des CNL aus Dresden/Prag in Erfurt, nun durch. Seit dem Fahrplanwechsel 2009/2010 zum 13. Dezember 2009 verkehrt sonnabends/sonntags ein ICE-Zugpaar mit Baureihe 401 auf der Relation Interlaken Ost–Mannheim–Frankfurt–Eisenach–Erfurt–Leipzig–Berlin Gesundbrunnen und hält in Eisenach. Damit verkehrt erstmals der ICE 1 planmäßig auf der Thüringer Bahn.

Seit 2010Bearbeiten

Im Zuge des Konjunkturpakets I der Bundesrepublik Deutschland wurde das Empfangsgebäude in den Jahren 2010 und 2011 für 1,5 Millionen Euro denkmalgerecht saniert. Schwerpunkt war die energetische Sanierung der Deckenbereiche, Wände, Fassaden und Fenster, wodurch der Energiebedarf im Bahnhof um bis zu 36 Prozent gesenkt wurde. Das Empfangsgebäude wurde mit einem neuen Blockheizkraftwerk ausgestattet und auch die Warteraumsituation verbessert.[4]

Der Bahnhof war 2010 der Bahnhofskategorie 2 zugeordnet[5], in den Jahren 2012[6] und 2013[7] der Bahnhofskategorie 3.

Nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle wurde der stündliche ICE-Halt beibehalten (Stand: Fahrplanjahr 2017).[8]

VerkehrsanbindungBearbeiten

FernverkehrBearbeiten

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Es fehlt die Situation vor 2004.
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Der Bahnhof Eisenach wird durch mehrere Linien des Fernverkehrs der Deutschen Bahn AG bedient.

Die Hauptleistung erfolgte von 2004 bis 2017 durch die ICE-Linie 50 von Wiesbaden/Frankfurt(Main) über Eisenach weiter nach Leipzig/Dresden. Zwischen 2004 und 2017 wurde Eisenach stündlich von dieser Linie angefahren. Als Züge kamen hauptsächlich ICE T zum Einsatz. Darüber hinaus verkehrte ein Zugpaar der ICE-Linie 28. Dieses bestand aus den ICE-Zügen 1716 und 1717 nach und von Hamburg-Altona.

Mit Inkrafttreten des Jahresfahrplan 2018 (ab 10. Dezember 2017) wurde die ICE-Linie 50 auf einen Zwei-Stunden-Takt umgestellt. Zusätzlich verkehrt im Zwei-Stunden-Takt die ICE-Linie 11 (München – Stuttgart – Frankfurt(Main) – Eisenach – Erfurt – Leipzig – Berlin). Damit besitzt die Region Eisenach zusätzliche umsteigefreie Fernverbindungen nach Mannheim und Stuttgart.

Über die Mitte-Deutschland-Verbindung verkehren aktuell zwei Intercity-Zugpaare Köln – Leipzig. Als Entlastungsverkehr fahren freitags und sonntags zusätzliche IC-Züge.

RegionalverkehrBearbeiten

Der Bahnhof Eisenach liegt an den Kursbuchstrecken 575 und 605 des Regionalverkehr.

In Richtung Bebra verkehrt seit 2006 die Cantus Verkehrsgesellschaft mit ihren Stadler Flirt-Zügen als Linie R6 des NVV. Dabei werden unter anderem der Eisenacher Westbahnhof sowie der Haltepunkt am Opelwerk bedient. Die Züge fahren im Montag bis Freitag jede Stunde, am Wochenende in einem Zweistundentakt.

Zwischen Eisenach und Halle (Saale) verkehrten bis zum 12. Dezember 2015 Wagenzüge der DB Regio, mit 4 Halberstädter Mitteleinstiegswagen und einer Lokomotive der Baureihe 182. Seit dem 13. Dezember 2015 bedient die Abellio Rail Mitteldeutschland diese Linie mit Triebwagen des Types Bombardier Talent 2. Diese Züge fahren im aktuellen Fahrplanjahr als Linie RB20 jede Stunde und bedienen bis Erfurt Hauptbahnhof unter anderem den Bahnhof Fröttstädt, von wo Anschluss nach Friedrichroda besteht, den Bahnhof Gotha sowie den Bahnhof Neudietendorf, von wo Anschluss in Richtung ArnstadtIlmenau, Arnstadt–Saalfeld und Arnstadt–SuhlSchweinfurt besteht. In der Hauptverkehrszeit fahren weitere Verstärkerzüge als Linie RB22A zwischen Eisenach und Erfurt, sowie teilweise weiter über Weimar bis Apolda oder über Erfurt bis Sangerhausen. Am Wochenende verkehren die Züge nur alle zwei Stunden bis Halle (Saale). In der jeweils anderen Stunde verkehren diese nur bis Bahnhof Weimar oder Naumburg.

Die Werrabahn (KBS 575) wird seit 2001 von Eisenach bis Eisfeld mit Regio-Shuttle der Süd-Thüringen-Bahn bedient. Seit 2002 fahren diese Züge alle zwei Stunden weiter über Sonneberg nach Neuhaus am Rennweg. Im aktuellen Fahrplanjahr 2013/2014 verkehren diese Züge als Linie STB41 im Stundentakt von Eisenach nach Eisfeld. In Wernshausen besteht stündlich Anschluss an die Linie STB43 nach Schmalkalden, in Meiningen an die Unterfranken-Shuttle nach Schweinfurt und die Linie STB44 nach Erfurt über Suhl und Arnstadt sowie in Grimmenthal Anschluss an die Regionalexpress-Züge der Linie RE7 zwischen Erfurt und Würzburg.

Fern- und Regionalverkehr im Jahresfahrplan 2019

Linie Linienverlauf Takt (min)
ICE 11
MünchenStuttgartMannheimFrankfurt (Main)FuldaEisenachErfurtLeipzigLutherstadt WittenbergBerlin SüdkreuzBerlin Hbf (tief)Berlin Gesundbrunnen 120
ICE 50 DresdenRiesaLeipzigErfurtGothaEisenachFuldaFrankfurt(Main)HbfFrankfurt(Main)FlughafenMainzWiesbaden 120
IC 50 Düsseldorf/KölnDortmundKassel – Eisenach – ErfurtWeimar – Jena West – Jena-Göschwitz – Gera Hbf Zwei Zugpaare
Kassel-Wilhelmshöhe – Bebra – Eisenach – ErfurtWeimar – Jena-West – Jena-Göschwitz – Gera Hbf Ein Zugpaar
Leipzig HbfWeimarErfurtGotha – Eisenach – FuldaHanau – Frankfurt(Main)Hbf Einzelne Züge, Entlastungs-verkehr (Fr, So)
Köln/Düsseldorf – Essen – Bochum – Dortmund – Kassel – Bebra – Eisenach – Erfurt – Weimar – Leipzig
RB 20 Eisenach – Gotha – Erfurt – Weimar – Apolda – Naumburg (Saale) – Weißenfels – Leipzig Hbf 60
RB 6 EisenachEisenach West – Hörschel – Herleshausen – Gerstungen – Wildeck – Ronshausen – Bebra 60 (Mo–Fr)

120 (Sa+So)

STB 41 EisenachBad Salzungen – Wernshausen – Meiningen – Grimmenthal – Hildburghausen – Eisfeld (– Sonneberg) 60 (120)

BahnanlagenBearbeiten

 
Blick zur Abstellanlage am Hauptbahnhof

Der Personenbahnhof hat sechs Bahnsteiggleise; davon werden vier für den Fernverkehr verwendet. Zwischen den Bahnsteiggleisen zwei und drei befindet sich das Einfahrgleis zum Güterbahnhof. Zudem verfügt der Personenbahnhof zum Abstellen von Nah- und Fernzügen über umfangreiche Gleisanlagen an der Langensalzaer Straße (umgangssprachlich Anschluss Bretternitz). Zur Rationalisierung der Rangierarbeiten wurde diese Abstellanlage elektrifiziert. Seitdem ist keine eigenständige Rangierlokomotive im Personenbahnhof im Dienst.

Östlich des Personenbahnhofes liegt der Güterbahnhof. Hier erfolgt die Zugbildung und -auflösung für den Güterverkehr der Werrabahn und diverser Anschließer der Region.

Östlich vom Güterbahnhof befindet sich das Bahnbetriebswerk Eisenach und die Wagenwerkstatt des ehemaligen Bww Eisenach. Die Dienststellen wurden von der Deutschen Bahn 2001 geschlossen und die Liegenschaften veräußert. Das gesamte Gelände wurde im Jahr 2004 von der Firma Uwe Adam Eisenbahnverkehrsunternehmen GmbH erworben, die dort ihren Betriebssitz hat. In der dreigleisigen Wagenhalle des ehemaligen Bww hat der Verein IGE Werrabahn Eisenach e. V. sein Domizil und setzt von hieraus seine Dampflokomotiven ein.

BahnsteigeBearbeiten

 
Gleisplan des Bahnhofs Eisenach

Alle Bahnsteige sind barrierefrei durch einen Aufzug und durch eine Treppe zu erreichen. Somit ist der Zustieg zu den Nahverkehrszügen komplett barrierefrei.

Gleis Länge in m[9] Höhe in cm[9]
1 210 55
2 210 55
3 368 55
4 368 55
5 377 55
6 377 55

GüterverkehrBearbeiten

 
Güterbahnhof Eisenach

Eisenach verfügt mit dem Eisenacher Güterbahnhof und dem Werksbahnhof Eisenach-Stedtfeld über zwei Güterbahnhöfe.

Vom Güterbahnhof werden die Ladestellen auf der Werrabahn bis Hildburghausen versorgt. Die Ladestellen werden neben der DB Cargo Deutschland auch von mehreren Privatbahnen angefahren. 2006 wurde durch den Netzbetreiber die sogenannte Anlage B, ein Teil des Eisenacher Güterbahnhofes und damit verbunden einer der beiden Ablaufberge stillgelegt und abgebaut.

Vom Werksbahnhof „Stedtfeld“ verkehren täglich Züge der DB Cargo Richtung Spanien. Zwischen dem Werksbahnhof und Güterbahnhof findet ein reger Güterverkehr statt.

Am Betriebsbahnhof Wartha (Werra) wird Holz verladen und ebenso wie in Gerstungen Kaliprodukte (Streusalz etc.) gesackt und verladen.

Stellwerke, Signal- und SicherungstechnikBearbeiten

Als Sicherungstechnik kommt seit 1995 ein Elektronisches Stellwerk (ESTW) von Alcatel Lorenz zum Einsatz.

EinführungBearbeiten

Das ESTW Eisenach wurde im Zuge des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 7 gebaut und in Betrieb genommen. Nach dem Wegfall der innerdeutschen Grenze hat die Bedeutung des Ost-West-Verkehrs zugenommen. Der Bahnhof wurde im Zuge der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit ausgebaut. Heute können Fernzüge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h fahren. Eine Anhebung auf 200 km/h von Eisenach Richtung Erfurt wird im Augenblick realisiert.[10]

Das ESTW Eisenach steuert die Thüringer Stammbahn von Gerstungen/Landesgrenze bis Wandersleben.

Betriebliche Kenndaten im Jahr 2006Bearbeiten

ESTW Eisenach (einschl. Gotha)

  • Signale 316
  • Weichen 165
  • Rangierfahrstraßen 390
  • Zugfahrstraßen 710
  • Inbetriebnahme 7. Mai 1995 Gotha bzw. 16. Juni 1996 Eisenach
  • Anzahl der Mitarbeiter: 3 Fahrdienstleiter und 1 Fahrdienstleiterhelfer.

Die Ansagen in den Bahnhöfen werden in der Regel nicht mehr durch Mitarbeiter des ESTW durchgeführt, sondern durch Mitarbeiter des Bahnhofsmanagement Erfurt/Eisenach. Außerhalb der Besetztzeiten können auch Ansagen vom ESTW durchgeführt werden.

Das ESTW Eisenach steuert den Betrieb auf folgenden Betriebsstellen:

 
Güterbahnhof Eisenach mit Stellwerken Eo und Rt1 (im Hintergrund, 09/1990)
  • Fahrdienstleiter Gotha: vom Bahnhof Wandersleben bis Haltepunkt Sättelstädt
  • Fahrdienstleiter Eisenach: vom Haltepunkt Schönau bis Bahnhof Eisenach, Bahnhofsteil Personenbahnhof
  • Fahrdienstleiter Gerstungen: vom Haltepunkt Eisenach West bis Bahnhof Gerstungen

Der Nahbedienbereich das Bahnhofsteils Güterbahnhof Eisenach wurde von einem Weichenwärter auf dem erst 1984 errichteten, elektromechanischen Stellwerk Rt1 gesteuert. Am 12. Dezember 2008 wurde der Dienstposten aufgelassen. Neben wenigen, nunmehr elektrisch ortsbedienten Weichen (EOW) kann der größte Teil des ehemaligen Bedienbereiches nur noch durch Handweichen erreicht werden. Dabei kommen erstmals (im Bereich des öffentlichen Eisenbahnnetzes) die bislang nur von Anschlussbahnen bekannten gelben Handstellgewichte zum Einsatz. Diese signalisieren, dass die Weiche in jeder Stellung „liegengelassen“ werden darf, also keine definierte Grundstellung hat.

Das ehemalige Fahrdienstleiterstellwerk Eo des Güterbahnhofes Eisenach, an der markanten Hörselbrücke, wurde bereits Anfang Dezember 2008 abgerissen.

Weitere Bahnhöfe und Haltepunkte in EisenachBearbeiten

 
Eisenach Westbahnhof
 
Betriebsbahnhof Wartha (Werra)

Der Knoten Eisenach besteht neben dem Hauptbahnhof auch aus den Betriebsbahnhöfen Eisenach-Stedtfeld und Wartha sowie den Haltepunkten Eisenach West, Eisenach-Opelwerk und Hörschel.

Am 1. August 1893 wurde der Haltepunkt Eisenach West, der sogenannte Westbahnhof, eingeweiht. Hier hatte man an der Endhaltestelle der Eisenacher Straßenbahn Zugang zum städtischen Nahverkehr. Um 1930 erhielt das Gaswerk in der Weststadt einen Gleisanschluss, gleichzeitig wurde der damalige „Westbahnhof“ zu einer Ausweichanschlussstelle umgebaut. Mit der Erneuerung und Elektrifizierung 1991 ließ man den Anschluss auf und baute die Gleisverbindung aus.

In den Jahren von 1902 bis 1905 wurde mit dem Bau der Bahnstrecke Schwebda–Wartha über Creuzburg, Mihla und Treffurt auch der heute als Betriebsbahnhof und Ladestelle genutzte Bahnhof Wartha (Werra) errichtet. Am 1. September 1969 erfolgte die Einstellung des Gesamtverkehres auf der Strecke Wartha–Mihla und am 25. September 1976 auf der Strecke Wartha–Hörschel–Eisenach. Seit dem 2. Juni 1991 erfolgte schrittweise die Wiederinbetriebnahme der rekonstruierten und nun elektrifizierten Strecke Eisenach – Wartha – Gerstungen.

Am 15. Dezember 1992 nahm die Hörseltalbahn GmbH (HTB) den Betrieb am Bahnhof Eisenach-Stedtfeld auf und kurze Zeit später wurde am 23. Mai 1993 der Haltepunkt Eisenach-Opelwerk eröffnet. Der Bahnhof Eisenach-Stedtfeld wird gemeinsam von der DB und HTB betrieben. Hier wurden im Zuge der Erweiterung 1991–1994 erstmals elektrisch ortsgestellte Weichen (EOW) eingebaut und getestet.

LiteraturBearbeiten

  • Gerd Bergmann: Eisenacher Eisenbahngeschichte: 150 Jahre Eisenbahn in Eisenach, Eisenacher Geschichtsverein e. V., Eisenach, 1997, ISBN 3-9803976-3-7.
  • Georg Thielmann: Eisenbahnknoten Eisenach im Wandel der Zeit, Wachsenburgverlag, 2004, ISBN 3-935795-91-2.
  • Otto Meyer & Reinhold Brunner: Der Bahnhof Eisenach – Denkmal der Verkehrsgeschichte, NVS GmbH, 2004.
  • Band 9 Eisenbahnkurier – Interzonenstrecke Bebra-Eisenach, Eisenbahnkurier, 1996.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hauptbahnhof Eisenach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Bahnhof Eisenach – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Diese Trasse sollte am Südufer der Hörsel verlaufen, dann auf einem Bahndamm ab Nordende Bauhofstraße bis nördliches Bahnhofsgelände verlaufen, mit lediglich zwei erforderlichen Straßenunterführungen für die Clemens- und Heinrichstraße. Quelle: Der Wiederaufbau der BMW-Werkes Eisenach (1945-1960). Materialsammlung im Archiv der Stiftung Automobile Welt
  2. Konjunkturprogramm, Ausgewählte Highlights, Eisenach, geplante Maßnahmen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.bahnhof.de. Ehemals im Original; abgerufen am 2. April 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bahnhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Liste der Bahnhöfe nach Kategorie für 2010 (Memento vom 10. März 2012 im Internet Archive)
  4. Liste der Bahnhöfe nach Kategorie für 2012 (Memento vom 14. November 2012 im Internet Archive) (PDF; 240 kB)
  5. Liste der Bahnhöfe nach Kategorie für 2013 (Memento vom 12. Mai 2013 im Internet Archive) (PDF; 282 kB)
  6. Rita Specht: Eisenach profitiert von schnellen ICE-Strecken. In: Thüringer Landeszeitung (Ausgabe Eisenach). 26. November 2013, S. 15 (ähnliche Version online).
  7. a b Bahnsteiginformationen zum Bahnhof Eisenach (Memento des Originals vom 4. April 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschebahn.com auf deutschebahn.com
  8. Bauprojekt Erfurt – Eisenach. (Nicht mehr online verfügbar.) In: BauInfoPortal der Deutschen Bahn. Deutsche Bahn, archiviert vom Original am 2. Dezember 2016; abgerufen am 21. November 2016.