Alexander Hamilton

amerikanischer Politiker und Gründervater der Vereinigten Staaten

Alexander Hamilton (* 11. Januar 1757 oder 1755 auf Nevis, Westindische Inseln, heute St. Kitts und Nevis; † 12. Juli 1804 in New York City) war ein amerikanischer Staatsmann, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und ihr erster Finanzminister. Außerdem gilt er als einer der ersten Staatstheoretiker der repräsentativen Demokratie und der amerikanischen Schule der Ökonomie.

Alexander Hamilton auf einem Ölgemälde von John Trumbull, 1806
Unterschrift von Alexander Hamilton
Porträt Hamiltons auf der 10-Dollar-Banknote
Alexander Hamilton, ca. 1795

Hamilton wurde als illegitimes Kind in St. Kitts und Nevis geboren. Durch ein Stipendium von führenden Kaufleuten und dem Gouverneur von St. Croix, wo Hamilton zu dieser Zeit lebte, konnte er in New York am King’s College, der späteren Columbia University, studieren. Nach dem Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs schloss sich Hamilton der Militärkompanie Hearts of Oak an, wo er schnell zum Captain aufstieg. George Washington wurde auf ihn aufmerksam und ernannte ihn zu seinem Aide-de-camp, eine Position, in der er brillierte. Er trat mit dem Wunsch, Ruhm auf dem Schlachtfeld zu finden, von dieser Position zurück, um das Kommando in der Schlacht bei Yorktown zu erhalten, in der sein Wunsch erfüllt wurde.

Er heiratete Elizabeth Schuyler, die Tochter von Philip Schuyler. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde er Anwalt, 1782 bis 1783 war er Mitglied des Kontinentalkongresses. Im Verfassungskonvent der Vereinigten Staaten befürwortete er die Wahl des Präsidenten und der Senatoren auf Lebenszeit und wollte eine – gegenüber den Einzelstaaten starke – Zentralregierung festschreiben. Hamilton setzte sich nur mit letzterer Forderung teilweise durch. In den Federalist Papers propagierte und verteidigte er die Verfassung der Vereinigten Staaten zusammen mit John Jay und James Madison.

Im Kabinett Washington war er von 1789 bis 1795 Finanzminister. In diesem Posten schlug er in mehreren Berichten dem Kongress Finanzreformen vor, die maßgeblich zum Aufbau der Wirtschaft der jungen USA beitrugen. Er favorisierte Industrie und Handel, womit er sich in den agrarischen Südstaaten keine Freunde machte. Um 1792 bildete sich um ihn die Föderalistische Partei, die Gegenpartei zur Demokratisch-Republikanischen Partei Thomas Jeffersons, einem seiner größten politischen Gegner. Auch nach seinem Rücktritt am 31. Januar 1795 blieb Hamilton bedeutender Politiker, jedoch läutete seine Kritik an den föderalistischen Kandidaten John Adams während der Präsidentschaftswahl 1800 sein politisches Ende an. Hamilton starb am 12. Juli 1804 an der Verwundung, die er am Vortag aus einem Duell mit seinem langjährigen politischen Rivalen Aaron Burr davongetragen hatte.

1780 wurde er in die American Philosophical Society und 1791 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Hamiltons Porträt befindet sich auf der 10-Dollar-Banknote.

LebenBearbeiten

 
Hamiltons Geburtshaus auf Nevis, heute ein Museum

Kindheit und JugendBearbeiten

Seine Mutter war Rachel Faucette (anglisiert auch Fawcet, * zwischen 1725 und 1730[1]; † 1768), das sechste Kind des hugenottischen Auswanderers und Arztes John Faucette und der Britin Mary Uppington, die sich 1740 entschieden, nicht mehr zusammenzuleben[2]; die 11-jährige Rachel blieb bei ihrer Mutter. 1745 reiste sie zusammen mit ihrer Mutter in die dänische Kolonie Saint Croix, um ihre einzige überlebende Schwester Ann zu besuchen, die mit dem erfolgreichen Plantagenbesitzer James Lytton verheiratet worden war. Wahrscheinlich stellten die Lyttons ihnen den dänischen Abenteurer Johann Michael Lavien vor, der Mary von seinem angeblichen Reichtum überzeugte. Rachel wurde deshalb an ihn verheiratet. Sie entfloh nach der Geburt ihres ersten Sohnes Peter der tyrannischen Ehe und wurde darauf 1750 für einige Monate wegen Ehebruchs in der Festung von Christiansted eingekerkert. Nach ihrer Freilassung blieb sie zunächst eine Woche bei ihrer Mutter, worauf sie, wahrscheinlich mit ihr, auf die britische Nachbarinsel Nevis floh. Dort lernte sie James Hamilton kennen, den viertältesten Sohn des schottischen Laird James Hamilton (1718 oder 1719[3]–1799), Schlossherr von Kerelaw in Ayrshire. Nach einer gescheiterten Handelskarriere in Schottland und ohne Aussicht, je den Titel seines Vaters zu erben, suchte er sein Glück nun in der Karibik, was ebenso fehlschlug. Die uneheliche Beziehung dauerte 15 Jahre und erzeugte zwei Kinder, James und Alexander Hamilton, doch gab es vermutlich mehrere Kinder, die ihre Kindheit nicht überlebten. 1759 forderte Lavien eine Scheidung, die am 25. Juni in Kraft trat. Während Lavien erneut heiraten durfte, wurde Rachel dies nicht erlaubt. Dies verhinderte die Legitimierung von James und Alexander Hamilton.[4]

Zeit seines Lebens hielt sich der illegitime Hamilton sehr bedeckt über seine Herkunft; fast alle Informationen über seine Jugend kamen erst durch die Forschung des 20. Jahrhunderts ans Licht. 1755 und 1757 gelten als mögliche Geburtsdaten; während ältere Dokumente aus karibischen Archiven 1755 nahelegen, gab Hamilton selbst stets 1757 an – möglicherweise zunächst, um nicht wegen seines für damalige Verhältnisse hohen Eintrittsalters am College abgewiesen zu werden.[5] Auch sein Geburtsort Nevis ist Aussage Hamiltons, Aufzeichnungen existieren nicht.[6] Es gibt des Weiteren Gerüchte, dass Rachel und damit auch Alexander „farbig“ waren, doch können diese nicht belegt werden. William Hamilton (1773–1836), ein afroamerikanischer Abolitionist und uneheliches Kind einer freien schwarzen Mutter, behauptete Hamiltons Sohn zu sein, wofür es ebenfalls keine Belege gibt.[7]

 
Der junge Hamilton

Wegen eines Geschäftsauftrags von Archibald Ingram im April 1765, zog James Hamilton zusammen mit seiner Familie nach St. Croix, wo er die £807 Schulden von Alexander Moir eintreiben musste, was sich bis zum Januar 1766 hinzog. Er verließ darauf die Familie, was Alexander Hamilton damit erklärte, dass er die Familie finanziell nicht mehr unterstützen konnte.[8] Obwohl Alexander Hamilton seinen Vater wahrscheinlich nie wieder sah, tauschten sie noch über mehrere Jahre Briefe aus. Ab da arbeitete Rachel Faucette als Ladenbesitzerin in einem Haus, das sie vom Kaufmann Thomas Dipnall mietete, was für eine Frau der damaligen Zeit ungewöhnlich war. Sie besaß fünf weibliche Sklaven, die vier Kinder hatten, von denen jeweils eines Alexander und James zugewiesen wurde.[9]

Im Februar 1768 erkrankten Rachel und Alexander an einem Fieber, an dem Rachel am 19. Februar um 9 Uhr starb. Zur Zeit der Beerdigung war Alexander wieder gesund.[10] Rachels Besitztümer samt ihrem Haus in Christiansted wurden von Lavien meistbietend versteigert, ihre beiden „Hurenkinder“, wie Lavien sie abschätzig bezeichnete, waren als uneheliche Söhne nicht erbberechtigt. Die beiden mittellosen Kinder wurden darauf zunächst von ihrem Vetter Peter Lytton aufgenommen, doch beging dieser am 16. Juli 1769 wegen des Todes seiner Frau Selbstmord.[11] Lyttons Vater James nahm sie darauf auf, doch starb dieser kaum einen Monat darauf; wiederum wurden James und Alexander Hamilton in keinem der beiden Erbfälle berücksichtigt.[12] Schließlich wurde Alexander Hamilton, und möglicherweise auch sein Bruder, vom Kaufmann Thomas Stevens aufgenommen. Er war ein guter Freund seines Sohns Edward Stevens.[13]

Früh machte er auch durch sein Geschäfts- und Verwaltungstalent auf sich aufmerksam. Zwischen 1766 und April 1767[14] fing er an für die Handelsfirma Beekman[15] & Kruger zu arbeiten; im Oktober 1771 übernahm er die Leitung des Unternehmens, als der Teilinhaber Nicolas Cruger vorübergehend nach New York zurückkehrte. Die erhaltenen Dokumente zeigen, mit welcher Professionalität der junge Hamilton die Geschäfte führte: Die Kontoristen der Firma auf den anderen Karibikinseln wies er forsch an, ihn stets auf dem Laufenden über Bestände, Preise und Bilanzen zu halten. In ebendiesem Stil würde er Jahre später als Finanzminister seine Beamten dirigieren. Cruger kehrte im März 1772 zurück.[16]

Vermutlich besuchte Hamilton nie eine Schule,[17] doch war er wohl schon früh Leser, besonders der Gedichte von Alexander Pope und einer französischen Übersetzung von Niccolò Machiavellis Der Fürst (dank seiner hugenottischen Mutter war Hamilton fließend zweisprachig). Zwischen 1771 und 1773 veröffentlichte er mehrere Gedichte in der örtlichen Zeitung, der Royal Danish American Gazette.[11] Einen großen Teil seiner Erziehung erhielt er durch den presbyterianistischen Priester Hugh Knox.[18] Auch war Hamilton ein eifriger Briefeschreiber. Der erste bekannte Brief Hamiltons war an Edward Stevens adressiert, der zu dieser Zeit im Kings College Medizin studierte. Der kurze Brief, der am 11. November 1769 geschrieben wurde, drückt ein Verlangen nach Kriegsehre und Entkommen aus der Karibik aus.[19]

Am 31. August verwüstete ein schwerer Hurrikan St. Croix, welchen Hamilton in einem Brief seinem Vater am 6. September schilderte. Dieser wurde am 3. Oktober in der Royal Danish American Gazette veröffentlicht, wahrscheinlich angetrieben von Hugh Knox.[20] Der Gouverneur und führende Kaufleute der Kolonie, wahrscheinlich angeführt von Hugh Knox, zeigten sich von der literarischen Qualität des Briefs so beeindruckt, dass sie für ein Stipendium sammelten, das Hamilton eine Ausbildung zum Arzt an einer der Hochschulen in den amerikanischen Kolonien ermöglichen sollte. Im Oktober des Jahres schiffte er sich nach Boston ein, um darauf zu Land nach New York zu reisen; er kehrte nie wieder in die Karibik zurück.[21]

Studium am King's College und Befürwortung der UnabhängigkeitBearbeiten

 
Das King’s College in New York im Jahre 1770

Um sich auf das College vorzubereiten, besuchte Hamilton zunächst die private Vorbereitungsschule Elizabethtown Academy in der gleichnamigen Stadt nahe New York, wo er unter anderem Latein und Griechisch lernte. Als Schüler in der Elizabethtown Academy fand er auch trotz seiner niederen Herkunft Anschluss an die gesellschaftlichen Eliten und knüpfte in dieser Zeit enge Bindungen zu Männern, die später bedeutende Rollen in der Revolution spielen würden: zu William Livingston, später erster republikanischer Gouverneur von New Jersey, zu William Alexander, genannt „Lord Stirling“ und später Brigadegeneral in der Kontinentalarmee, zu Elias Boudinot, später Delegierter und Präsident des Kontinentalkongresses, sowie zum Schneider Hercules Mulligan, später bedeutender amerikanischer Spion.[22] Livingston und Boudinot saßen auch im Kuratorium des ebenfalls im Ort ansässigen College of New Jersey (der heutigen Princeton University), das sich zu dieser Zeit unter der Präsidentschaft John Witherspoons zum politisch radikalsten College der amerikanischen Kolonien entwickelte. Hamilton stellte hier gegen Ende 1773 einen Aufnahmeantrag, verbunden mit der Bitte, ein beschleunigtes Studium absolvieren zu dürfen, um den Abschluss in kürzerer Zeit zu erlangen. Das Kuratorium des Colleges sah ein solches Anliegen jedoch als unvereinbar mit der üblichen Praxis an und erteilte Hamilton eine Absage, so dass er sich stattdessen zum Jahreswechsel am King’s College in New York einschrieb. Diese Hochschule (aus der die heutige Columbia University hervorging) war in dieser Zeit zunehmender Spannungen mit dem Mutterland Großbritannien unter der Leitung des Anglikaners Myles Cooper eine Hochburg der königstreuen Tories. Cooper wurde später, in den frühen Tagen der Revolution, von Hamilton vor einem wütenden Mob gerettet.[23]

Hamilton besaß während seines Studiums einen strikten Zeitplan, der aber auch Zeit für Vergnügen zuließ. Zusammen mit seinem Zimmergenossen Robert Troup, Edward Stevens, Nicholas Fish und Samuel und Henry Nicoll gründete er einen Verein, der sich mit Debattieren und Schriftstellerei beschäftigte. Das häufigst diskutierte Thema war der Konflikt zwischen den dreizehn Kolonien und ihrem Mutterland Großbritannien. Zuerst war Hamilton bei diesem Thema ein Loyalist, doch wurde er später zu einem Befürworter der Unabhängigkeit.[24]

Die Boston Tea Party und die damit ausgelösten Intolerable Acts lösten eine Radikalisierung der Unabhängigkeitsbewegung in New York aus. Es folgte im Juli 1774 eine Massenkundgebung der Sons of Liberty, bei der Hamilton eine Rede hielt, die die Aufmerksamkeit mehrerer Anführer der Sons of Liberty, u. a. Alexander McDougall und Marinus Willet, auf sich zog.[25][26] Besonderes Aufsehen erregten zwei Pamphlete namens A Full Vindication of the Measures of the Congress und The Farmer Refuted, die Hamilton im Winter 1774/75 anonym in der Presse des Druckers James Rivington veröffentlichte. Sie wandten sich in polemischer Schärfe gegen den Autor der von Samuel Seabury unter dem Pseudonym „A Westchester Farmer“ verfassten Essays, die große Verbreitung gefunden hatten. Die beiden anonymen Schriften Hamiltons lassen erkennen, dass Hamilton sich in dem knappen Jahr, das seit seiner Ankunft in Boston verstrichen war, eingehend mit den politischen und wirtschaftlichen Problemen der Kolonien vertraut gemacht hatte. Zwar erahnten einige Gerüchte die Autorenschaft Hamiltons, doch bestritten diese viele. Stattdessen wurden die zwei Schriften bekannteren Politikern wie z. B. William Livingston zugeschrieben.[27]

Beteiligung an der amerikanischen RevolutionBearbeiten

 
Alexander Hamilton in the Uniform of the New York Artillery, von Alonzo Chappel (1828–1887)

Frühe MilitärkarriereBearbeiten

Als die Nachricht vom Kriegsausbruch (Gefechte von Lexington und Concord) im April 1775 New York erreichte, schloss sich Hamilton zusammen mit seinen Kommilitonen Troup und Fish umgehend den Corsicans an, die später zu Hearts of Oak umbenannt wurden, die eine der zahlreichen Milizen war, die sich in Erwartung eines britischen Angriffs in New York bildeten.[28] Sie trainierten auf dem Friedhof der St. Paul’s Chapel, wo sich Hamilton so enthusiastisch verhielt, dass man ihn zur „Liste der Gentleman, die als Offiziere qualifiziert sind“ hinzufügte.[29] Seine Feuertaufe erlebte er am 23. August mit dem Erscheinen des britischen Schiffes Asia im New Yorker Hafen um die britische Garnison zu evakuieren. Hamilton meldete sich zusammen mit 15 anderen, um die Kanonen der Batterie an der Südspitze Manhattans für die Revolutionäre zu erbeuten. Zwar schoss die Asia auf sie, doch verfehlte sie sie und traf ein Gasthaus.[30] Nachdem Alexander McDougall ihn zum Captain empfohlen hatte, examinierte und akzeptierte ihn John Jay.[31]

Aide-de-Camp von WashingtonBearbeiten

 
Büro der Aide-de-camps von Washington in Valley Forge
 
George Washington (Gilbert Stuart, 1796)

Die Hearts of Oak nahmen unter der Führung Hamiltons an mehreren Schlachten der frühen Revolution teil, u. a. der Schlacht von Harlem Heights, in der Hamilton angeblich erstmals Washingtons Aufmerksamkeit auf sich zog.[32] Wenig später half Hamiltons Miliz bei einem Rückzug. Washington beeindruckte der „schlaue Kanonier“ (englisch smart cannonade)[33][34], dem Washington am 20. Januar 1777 in einem Brief anbot, sein Aide-de-camp zu werden, was Hamilton nach 20 Tagen Bedenkzeit[35] annahm. Die Ernennung wurde offiziell am 1. März bekannt gegeben.[36]

Obwohl seine Arbeit offiziell nur aus dem Schreiben von Briefen für Washington bestand, gehörten zu seinen Arbeiten auch Diplomatie, Spionage und Vermittlung mit anderen Generälen. Er zählte zu den wichtigsten militärischen Beratern Washingtons.[37]

Im späten Frühling 1777 traf Hamilton den jungen Offizier und Abolitionist John Laurens, der zu einem seiner engsten Freunde wurde. Ein gemeinsamer Freund von Laurens und Hamilton wurde der französische General Marie-Joseph Motier, bekannt unter seinem Titel Marquis de La Fayette. Die ausgetauschten Briefe ließen einige Biografen Homosexualität vermuten[38], doch ist dies nicht gesichert. Auch wurde er Freund des Barons von Steuben.[39]

Nach einer vernichtenden amerikanischen Niederlage in der Schlacht von Brandywine mit 1300 Mann Verlust am 11. September 1778 schrieb Hamilton einen Brief an John Hancock, in dem er die unverzügliche Evakuierung des Kontinentalkongresses aus Philadelphia forderte. Diese Evakuierung wurde durchgeführt, doch erwies sich Hamiltons Forderung als verfrüht; erst nach einer Woche zogen die Briten in ein Philadelphia ein, dessen Vorräte Hamilton schon eingezogen hatte. Washington stellte die Briten darauf in der Schlacht von Germantown, eine Niederlage, die die britische Armee unter William Howe stoppte und die Vereinigung mit der Armee unter John Burgoyne verhinderte. Dies war besonders wichtig, da es den britischen Plan vereitelte, Neu-England vom Rest der dreizehn Kolonien zu trennen. Zeitgleich errang Washingtons Rivale Horatio Gates einen Sieg in der Schlacht von Saratoga, was eine Verlegung mehrerer Brigaden zu Washington ermöglichte. Hamilton wurde von Washington gesandt, um diese Bitte zu überbringen. Zwar überzeugte er Gates, drei Brigaden aufzugeben, doch verzieh Gates Hamilton nie.[40]

Der britische General Henry Clinton hatte sich im Juni 1778 entschieden, die britische Armee aus Philadelphia zurückzuziehen, worauf die amerikanische Armee am 28. Juni in der Schlacht von Monmouth angriff. Eine Attacke von Truppen unter Charles Lee auf die britische Nachhut sollte sie starten, doch als der von Washington gesandte Hamilton eintraf, waren Lees Truppen im Rückzug. Washington übernahm den Befehl, während sich Hamilton laut Lee in einer „Raserei der Tapferkeit“ (englisch frenzy of valor) befand. Die Schlacht von Monmouth wird generell als Unentschieden angesehen, doch starben viermal so viele Briten wie Amerikaner. Lee wurde vor ein Kriegsgericht gestellt mit Hamilton als Zeuge, und zu einem Jahr Suspendierung von der Armee verurteilt.[41]

In Morristown lernte Hamilton seine spätere Frau Elizabeth Schuyler kennen, mit der er zunächst lange in Briefkontakt stand. Sie heirateten am 14. Dezember 1780 in der Schuyler Mansion.[42] Er freundete sich mit ihrem Vater an, dem bedeutenden Politiker Philip Schuyler, und ihren Schwestern Angelica und Peggy Schuyler.[43][44]

Schlacht bei YorktownBearbeiten

 
The Storming of Redoubt #10 von Eugene Lami, 1840
 
Detail von John Trumbulls Surrender of Lord Conwallis, in dem Hamilton, Laurens und Walter Stewart dargestellt sind.

Während seiner Zeit in Washingtons Stab wünschte Hamilton sich militärischen Ruhm, welchen er durch Befehl im Feld erhalten würde. Die Chance auf diesen militärischen Ruhm sank aber, als der Krieg sich dem Ende zuneigte, weshalb er im März 1781 nach einer kleinen Auseinandersetzung mit Washington dessen Stab verließ. Darauf folgte am 27. April ein Brief, in dem er Washington um das Kommando einer Einheit bat.[45] Da er im Juli diese Position noch nicht erhalten hatte, sandte er erneut einen Brief, in dem er einen Rücktritt androhte. Washington gab nach, und am 31. Juli erhielt Hamilton das Kommando über ein Infanterie-Battalion aus New York.[46]

Yorktown, von 8.500 Truppen unter Lord Cornwallis besetzt, wurde als Ziel eines Angriffs von insgesamt 8.800 Franzosen und 9.500 Amerikanern gewählt. Hamiltons Battalion erreichte Yorktown am 29. September, als die Schlacht schon begonnen hatte. Am 13. Oktober wurden Laufgräben fertiggestellt, was einen Angriff auf die zwei wichtigsten Redouten, 9 und 10, ermöglichte. 9 sollte vom französisch-deutschen Fremdenregiment Royal Deux-Ponts unter der Führung von Christian von Zweybrücken, 10 von Lafayettes Light Brigade unter seinem Aide-de-camp Jean-Joseph Sourbader de Gimat erobert werden. Hamilton schaltete sich aber ein und bat Washington, ihm das Kommando über den Angriff auf Redoute 10 zu übertragen. Ihm wurden darauf drei Bataillone unter Laurens, Fish und Gimat unterstellt, die das Redoute erobern sollten. Der Angriff fand in der Nacht des 14. Oktober statt. Hamiltons Männer stürmten das Redoute in nur 10 Minuten mit einem wilden[47] Bajonettangriff. Drei Tage später kapitulierten die Briten.[48] Wenig später reiste Hamilton zur Schuyler Mansion in Albany, dem Wohnort seiner Frau, wo er die nächsten zwei Jahre lebte. Am 22. Januar gebar Eliza Philip Hamilton, das erste von acht Kindern.[49]

AnwaltspraxisBearbeiten

Das Oberste Gerichtshof in New York suspendierte im Januar 1782 die Pflicht für Soldaten, die vor ihrem Dienst in der Revolution Jura studiert hatten, eine dreijährige Ausbildung zu nehmen. Dies ermöglichte Hamilton ein Selbststudium, das er sechs Monate später mit einer bestandenen Anwaltsprüfung beendete. Er verfasste wie für neue Anwälte üblich darauf ein Handbuch für Jura. Das 40.000 Wörter und 177 Seiten lange Practical Proceedings in the Supreme Court of the State of New York wurde zum Standardwerk für New Yorker Gesetzgebung. Erst William Wyches New York Supreme Court Practice, basiert auf Practical Proceedings in the Supreme Court of the State of New York, löste es 1794 in dieser Rolle ab.[50]

Er spezialisierte sich auf die Verteidigung ehemaliger Loyalisten, die zunehmend unter dem Confiscation Act, Citation Act und dem Trespass Act angegriffen wurden, wobei der Fall Rutgers v. Waddington besonders hervorsticht. Er verteidigte Joshua Waddington gegen Elizabeth Rutgers, die ihn auf Grund des Trespass Act auf 8.000 Dollar verklagte. Der Fall resultierte aber in der Bezahlung von nur 800 Dollar. Es folgten 44 oder 45 weitere Fälle unter dem Trespass Act und 20 unter dem Confiscation Act und dem Citation Act. Hamilton verteidigte ehemalige Loyalisten auch in zwei Essays unter dem Titel Letter from Phocion, benannt nach dem antiken athenischen General Phokion. Die Unterstützung der Loyalisten wurde in vielen radikalen Zeitungen scharf angegriffen.[51]

Hamilton gründete 1784 die Bank of New York, eine der ältesten Banken in Nordamerika.[52]

Anfänge in der PolitikBearbeiten

KonföderationskongressBearbeiten

Schon zu seiner Zeit als Aide-de-camp Washingtons enttäuschte der Konföderationskongress ihn. Die Hauptgründe dafür waren Korruption und die Unfähigkeit des Kongresses Steuern einzutreiben, welche zusammen in akuten Geldproblemen resultierten, was zu unterbezahlten Soldaten führte.[53]

Hamilton wurde als einer von fünf Delegierten aus New York zum Konföderationskongress in Philadelphia gewählt. Er erreichte ihn im späten November 1782.[54] Zusammen mit James Madison kämpfte er dafür, dem Kongress ein stabiles Einkommen zu verschaffen, um die hohen Kriegsschulden zu verringern. Beide unterstützten einen Zoll von 5 % auf alle Importe, was am heftigsten von Rhode Island abgelehnt wurde. Ein Komitee mit ihm und Madison versuchte Rhode Island zu überzeugen, doch stimmte nun auch Virginia gegen den Zoll, worauf er aufgegeben wurde.[55]

Unbezahlte Soldaten drohten am 6. Januar 1783 in einer Petition mit Rebellion, wovor Hamilton Washington in einem Brief, der am 13. Februar verfasst wurde, warnte. In diesem Brief empfahl er Washington, diese Möglichkeit zu nutzen, um dem Kongress Geld zu beschaffen. Washingtons Antwort, verfasst am 4. März, dankte Hamilton für die Warnung, doch er lehnte es ab, die Armee auszunutzen. Washington entschärfte die Situation, in dem er die Soldaten persönlich ansprach.[56] Dies ging als „Newburgh-Verschwörung“ in die Geschichte ein.

Verfassungsdebatte und Federalist PapersBearbeiten

 
Hamilton-Plan
 
James Madison (John Vanderlyn, 1816)

Hamilton vertrat mit Egbert Benson New York 1786 in der Annapolis Convention, wo sie mit fünf anderen Staaten über Handelspolitik entscheiden sollten. Die insgesamt zwölf Delegierten entschieden zwischen dem 11. und 14. September, dass die Streitigkeiten zwischen den Staaten Symptome der schwachen Nationalregierung sind, weshalb sie den Konföderationskongress bitten würden, im Mai einen Konvent aller Staaten in Philadelphia zusammenzurufen, die die Konföderationsartikel ändern sollte. Die Bitte wurde von Hamilton verfasst.[57]

New York sendete Hamilton gemeinsam mit John Lansing und Robert Yates, zwei Gegnern einer stärkeren Nationalregierung, zur Philadelphia Convention. Im Konvent hatte jeder Staat eine Stimme, so dass Hamilton gegenüber seinen beiden Mitdelegierten in der Minderheit war, solange diese anwesend waren.[58]

Es gab zwei bedeutende Vorschläge: Den Virginia-Plan, unterstützt von größeren Staaten, und den New-Jersey-Plan, unterstützt von kleineren Staaten.[59] Eine Alternative wurde am 18. Juni in einer sechsstündigen Rede von Hamilton vorgeschlagen. Er begann seine Rede damit, die möglichen Resultate des Konvents vorherzusagen: Es würde entweder den Status quo beibehalten, dem Kontinentalkongress mehr Rechte geben oder eine neue Regierung bilden. Darauf ging er auf das seiner Meinung nach wichtigste Thema des Konvent an, die Macht der Staatsregierungen gegen die Macht einer Nationalregierung. Er sah hierbei die Macht der Staatsregierungen als zu groß und die Macht der Nationalregierung zu gering an. Sein Argument waren die „Prinzipien ziviler Gehorsamkeit“ (englisch Principles of civil obedience) – Interesse (Belohnung für das Unterstützen einer Regierung), Meinung (Popularität der Regierungen), Gewohnheit (Gewohnheit eine Regierung zu unterstützen), Macht (Möglichkeit Gesetze durchzusetzen) und Einfluss (Ehrungen, z. B. Richtertum) – die alle zugunsten der Staatsregierungen waren, was laut ihm zum Zusammenbruch der Nationalregierung führen würde. Schließlich schlug er ein eigenes System vor: Es sollte ein Zweikammersystem geben mit einem Senat und einem Repräsentantenhaus sowie einen mit einem absoluten Vetorecht ausgestatteten Präsidenten. Der Präsident und der Senat sollten durch von Landbesitzern gewählte Wahlmänner auf Lebenszeit gewählt werden, das Repräsentantenhaus alle drei Jahre von allen Männern. Die beiden Parlamentskammern und der Präsident sollten von einem Obersten Gericht kontrolliert werden.[60] Der kontroverse Plan wurde zwar nie angenommen, doch wirkte der Virginia-Plan verglichen zu Hamiltons Plan weniger radikal. Es wurde sogar vermutet, dass dies die Intention Hamiltons war.

Hamilton kehrte nach einer weiteren Rede am 29. Juni zurück nach New York. Er schrieb in einem Brief an Washington, dass er „ernsthaft und zutiefst betrübt“ (englisch seriously and deeply distressed) über den Konvent war. Eine Woche später kehrten auch Lansing und Yates nach New York zurück.[61] Hamilton pendelte zwar anschließend zwischen New York und Philadelphia hin und her und war der einzige anwesende Delegierte aus New York, doch konnte er ohne sie nicht abstimmen.[62] In New York engagierte er sich in einem Federkrieg mit dem anti-föderalistischen George Clinton.[63] Die Verfassung wurde dann am 17. September entsprechend dem Connecticut-Kompromiss unter anderem von Hamilton unterschrieben.

Nach der Unterzeichnung der neuen Verfassung bildeten sich zwei Fraktionen: Unterstützer der Verfassung, genannt Föderalisten, und Gegner der Verfassung, genannt Anti-Föderalisten.[64] Hamilton, einer der bedeutendsten Unterstützer der Verfassung, plante, zusammen mit anderen Föderalisten eine Serie von Essays, die Federalist Papers betitelt wurden. Zwar wollte Hamilton auch Gouverneur Morris und William Duer rekrutieren, doch konnte er nur John Jay und Madison überzeugen. Jeder Autor sollte seine Fachgebiete abdecken: Jay die Außenpolitik, Madison die Anatomie der neuen Regierung, und Hamilton die Exekutive, Judikative, das Militär und Steuern. Veröffentlicht wurden die Essays unter dem Pseudonym Publius.[65] Da Jay auf Grund einer Krankheit nur fünf Essays schreiben konnte, wurden die 85 Federalist Papers hauptsächlich von Madison (29 Essays) und Hamilton (51 Essays) geschrieben. Sie hielten einen festen Zeitplan mit vier Essays pro Woche, die im Independant Journal veröffentlicht wurden.[66]

Präsidentschafts-, Gouverneurs- und Senatswahl von 1789Bearbeiten

 
Offizielles Porträt von Adams als Vizepräsident durch John Trumbull zwischen 1792 und 1793.

Die neue Verfassung sah den Posten des Präsidenten vor, für den der populäre Washington prädestiniert war. Die Wahlmänner sollten zwei Stimmen erhalten. Der Zweitplatzierte wurde Vizepräsident; der Kandidat war John Adams. Hamilton, der den föderalistischen Adams eigentlich unterstützte, hegte die Angst, dass Adams ein Patt mit Washington erreichte, was eine Peinlichkeit fürs neue Electoral College wäre. Er bat sieben oder acht Wahlmänner, jemand anderen als Adams zu wählen, um dieses Szenario zu vermeiden. Adams missverstand diese Aktion, die er als „dunkle und dreckige Intrige“ (englisch dark and dirty Intrigue) bezeichnete, als Angriff auf ihn.[67] Washington gewann die Wahl einstimmig. John Adams (Bild) wurde mit 34 von 69 Wahlmännern Vizepräsident.

Zur gleichen Zeit fanden Gouverneurswahlen in Hamiltons Heimatstaat New York statt. Spitzenkandidat war der sich zur Wiederwahl stellende Anti-Föderalist George Clinton, ein Feind Hamiltons. Der föderalistische Gegenkandidat war Robert Yates, der in der Philadelphia Convention noch Anti-Föderalist war. Der Wahlkampf begann mit 16 Essays von Hamilton, die unter dem Pseudonym H. G. im Daily Advertiser veröffentlicht wurden. Die gelegentlich persönliche Antwort der Anti-Föderalisten wurde von mehreren Autoren geschrieben. Clinton besiegte Yates.[68]

Die Senatswahl 1788 fand in New York und North Carolina erst 1789 statt, da sich die dortigen Parlamente, die die Senatoren zu wählen hatten, noch nicht versammelt hatten. (Erst seit dem 17. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten wurden Senatoren direkt gewählt.) Für diese Wahl gab es einen Pakt zwischen den zwei bedeutenden Politikern Philip Schuyler, unterstützt von seinem Schwiegersohn Hamilton, und Robert R. Livingston. Dieser sah vor, Philip Schuyler selbst und James Duane, einen Verbündeten Livingstons, unterstützt von beiden Parteien in den Senat zu wählen. Dies geschah nicht, da dank Hamilton statt Duane Rufus King von Schuyler unterstützt wurde. Der Sieg von King trieb Livingston ins anti-föderalistische Lager.[69]

Hamilton als Finanzminister in Washingtons KabinettBearbeiten

 
Charles Shirreff zugeschriebenes Porträt von Alexander Hamilton, ca. 1790

Ernannt wurde Hamilton am 11. September 1789, neun Tage nachdem das Finanzministerium geschaffen wurde.[70]

Die Verfassung schuf kein Kabinett, weshalb die Aktionen von Hamilton und den anderen Mitgliedern in Washingtons Kabinett (Außenminister Thomas Jefferson, Kriegsminister Henry Knox und Justizminister Edmund Randolph) ihre Ministerien für die Zukunft definierte.[71] Besonders die spezifischen Aufgaben der Ministerien waren umstritten, so nahm Hamilton in fast jeder Angelegenheit teil. Sein Einfluss als Berater war so groß, dass einige Historiker ihn als Ministerpräsident des Staatspräsident Washington betrachten.[72]

Report on Public Credit und Kompromiss von 1790Bearbeiten

 
Die erste Seite des „Report on the Public Credit“

Zehn Tage nachdem Hamilton zum Finanzminister ernannt wurde, am 21. September, forderte der Kongress einen Bericht über den nationalen Kredit (englisch Report on Public Credit), wofür ihm eine Frist von 110 Tagen eingeräumt wurde.[73] Das Thema des Berichts wurden die immensen Schulden der Vereinigten Staaten, die schon seit Hamiltons Mitgliedschaft im Kontinentalkongress zu den größten Problemen der Nationalregierung gehörten. Man konnte die Schulden in drei Kategorien einteilen: Schulden der Bundesstaaten, Schulden der Nationalregierung, deren Gläubiger ausländisch waren, und Schulden der Nationalregierung, deren Gläubiger inländisch waren.[74]

Zu ausländischen Schulden, die fast alle aus der Amerikanischen Revolution stammten, herrschte der Konsens, dass sie wichtiger als inländische Schulden waren und deshalb zuerst abgezahlt werden müssten, doch war dies ohne eine Steuererhöhung nicht möglich. Hamiltons löste das Problem teilweise mit einer Verschiebung der Frist für die Schuldenbezahlung an Frankreich, um zuerst die Schulden bei holländischen Kaufleuten zu bezahlen.[75] Ein Teil der inländische Schulden bestand aus Schuldscheinen, mit denen Soldaten während der Revolution bezahlt wurden. In der Überzeugung, dass sie nie zurückgezahlt werden würden, oder aus schlichter Geldnot, verkauften die Veteranen die Schuldscheine an Spekulanten.[76] Vorgeschlagen wurde Diskriminierung, also statt die Spekulanten für die gekauften Schuldscheine zu bezahlen, die Soldaten als ursprüngliche Empfänger der Schuldscheine zu bezahlen. Die Popularität des Vorschlages lässt sich mit der Unbeliebtheit der Spekulanten, auch Blutsauger genannt, erklären.[77] Der Rest der inländischen Schulden bestand hauptsächlich aus Anleihen, die „loan office certificates“.[78] Die Schulden der Bundesstaaten kamen wie die der Nationalregierung noch aus der Revolution. Hier zeigte sich ein klarer Schnitt zwischen Staaten mit noch hohen Schulden (z. B. South Carolina und Massachusetts) und Staaten, die ihre Schulden schon bezahlt hatten (z. B. Virginia und North Carolina).[79] Klären musste Hamilton auch die Frage, ob man die Schulden schlicht zurückzahlen oder finanzieren, also auf einer niedrigen Ebene halten, sollte. Befürworter der direkten Zurückzahlung sahen Schulden als Fluch an, der unverzüglich mit allen möglichen Mitteln zurückbezahlt werden sollte, während Befürworter einer Finanzierung Schulden als einen Segen sahen, welcher mit dem richtigen Management wirtschaftlichen Wachstum und Stabilität sicherte.[80]

Hamilton sah das Fehlen von Geld als einen der wichtigsten Auslöser dieser Probleme. Als Lösung schlug er im Bericht vor, Schulden an die Regierung zu Geld umzuwandeln, was jeder Klasse der Gemeinschaft helfen würde, falls die Schulden gut finanziert sind.[81] Darauf erklärte er eine Diskriminierung als zerstörend für die Reputation der Regierung, da sie Spekulanten, die Vertrauen in die Regierung hatten, bestrafte, während sie die Soldaten, die kein Vertrauen zeigten, belohnte.[82] Er schlug eine Zentralisierung der Schulden unter der Nationalregierung vor, was ein Chaos mehrerer überlappender Schuldenpolitiken verhinderte. Ein weiteres Argument für diesen Plan entstammt dem Problem, dass Staaten mit hohen Schulden höhere Steuern als Staaten mit niedrigen Schulden forderten, was eine Immigration in letztere auslöste.[83] Die ausländischen Schulden mit nur 4 oder 5 % Zinsen sollten direkt übernommen werden, inländische Schulden erhielten kompliziertere Behandlung: Gläubiger sollten mehrere Optionen erhalten, ihre Schulden einzufordern, z. B. Land im Frontier. Außerdem sah der Bericht neue Steuern auf z. B. Tee, Wein, Kaffee und Whiskey vor. Zum Schluss befürwortete Hamilton die Finanzierung von Schulden.[84]

Der Bericht wurde am 14. Januar 1790 dem Repräsentantenhaus vorgelesen. Er wurde kontrovers aufgenommen; mehrere Politiker sahen es als Versuch an, der Nationalregierung mehr Macht zu geben, oder als korrupten Pakt mit Spekulanten. Die Debatte begann am 8. Februar mit Hamiltons Plan, die Spekulanten für die Schuldscheine, die sie von Veteranen gekauft hatten, zu bezahlen. Dabei zeigte sich James Madison, von dem Hamilton Unterstützung erwartete, in einer Rede am 11. Februar als Gegner vom Plan, den er als Verrat an den Veteranen sah. Trotzdem wurde Hamiltons Plan mit 36 gegen 13 Stimmen angenommen.[85] Die Debatte ging über zu Hamiltons Plan, die Schulden der Staaten unter der Nationalregierung zu zentralisieren. Hier zeigte sich ein klarer Schnitt zwischen Staaten mit noch hohen Schulden (z. B. South Carolina und Massachusetts), die vom Plan profitierten, und Staaten die ihre Schulden schon bezahlt hatten (z. B. Virginia und North Carolina), die den verschuldeten Staaten nicht helfen wollten. Besonders die agrarisch geprägten Südstaaten, angeführt von den Virginiern Madison und dem Außenminister Jefferson, der erst neulich aus von seiner Gesandtschaft im Königreich Frankreich zurückgekehrt war, lehnten diesen Plan ab. Trotz vehementem Debattierens auf Seiten Hamiltons wurde der Assumption Bill am 12. April mit 31 zu 29 abgelehnt, zwei Wochen später endeten alle Debatten über den Plan.[86]

Zur gleichen Zeit versuchten Madison und Jefferson den Kongress davon zu überzeugen, einen Platz am südlichen Potomac River zur Hauptstadt zu designieren, doch besaßen auch sie dafür keine Mehrheit im Kongress. Beide Parteien sahen einen Kompromiss als den besten Weg, ihre jeweiligen Vorschläge durchzusetzen. Laut Jefferson traf er in dieser Zeit auf einen bedrängten Hamilton, der behauptete, dass er im Falle der Ablehnung des Assumption Bills wahrscheinlich zurücktreten müsste. Weiter behauptet Jefferson, dass sie sich zusammen mit Madison am darauffolgenden Tag, dem 20. Juli, trafen. Dabei entschieden sie sich, gemeinsam den Residence Act und den Assumption Bill zu unterstützen. Sie wurden jeweils am 10. und 26. Juli verabschiedet.[87]

Report on a National BankBearbeiten

 
First Bank of the United States

Am 9. August forderte das Kongress einen weiteren Bericht,[88] den Hamilton der Befürwortung einer National-Bank widmete. Anders als viele seiner Zeitgenossen befürwortete Hamilton, beeinflusst von den Theorien Adam Smiths und Malachy Postlethwayts und den aufkeimenden Banken Europas, eine National-Bank.[89][90]

Sein erstes Argument für eine National-Bank war, dass während Geld in Truhen von Einzelpersonen nichts für die Wirtschaft tun würde, Geld in Banken dank den mehreren Funktionen einer Bank die Wirtschaft ankurbeln würde. Darauf sprach er Papiergeld an, das dank dem inflatiertem, wertlosem Papiergeld, den Continentals, unbeliebt war. Da der amerikanische Wirtschaft aber an Geld fehlte (Z. B. wurden im Süden schon Tabakrezepte als Geld genutzt), wollte Hamilton das Papiergeld wieder einführen. Um die Probleme der Continentals zu vermeiden, würde die National-Bank Papiergeld drucken, das für Münzen eintauschbar wäre. Dies würde eine automatische Selbstkorrektion auslösen: Falls die Bank zu viel Geld druckt, würden Bürger ihr Papiergeld für Münzen eintauschen, worauf die Bank ein Teil des Papiergeld zurückziehen würde. Um sie vor Korruption zu schützen würden die Direktoren regelmäßig ausgetauscht werden.[91][92]

Am 14. Dezember 1790 wurde der Bericht dem Repräsentantenhaus vorgelesen,[93] am 20. Januar 1791 folgte ein Vorschlag für die Gründung der National-Bank, die 20 Jahre lang bestehen und in Philadelphia gebaut werden sollte. Erneut stammte ein Großteil der Kritik aus den agraistischen Südstaaten, die befürchteten, dass eine National-Bank die Händler der Nordstaaten zu mächtig machen würde. Madison griff in Reden am 2. und 8. Februar 1791 den Vorschlag auf der Plattform, dass eine National-Bank gegen die Verfassung verstoßen würde, an. Trotzdem wurde es am 8. Februar mit 39 zu 20 angenommen, anzumerken ist die heiße Debatte zwischen den nördlichen Staaten, die generell dafür stimmten, und den südlichen Staaten, die generell dagegen stimmten.[94][95] Madison versuchte Washington zu überzeugen, Veto zu stimmen, worauf er sein Kabinett zu Hilfe rief. Jefferson und Randolph unterstützten ein Veto, doch überzeugte Hamilton Washington in einer 15.000-Wort Abhandlung von der Unterschreibung des Gründungsdokuments der First Bank of the United States. Diese Abhandlung gilt als einer der ersten Beschreibungen der „implizierten Mächte“ (englisch implied powers), die nicht in der Verfassung beschriebe werden, aber trotzdem der Regierung zur Verfügung stehen. Später zitierte Daniel Webster seine Verteidigung der National-Bank im Fall McCulloch v. Maryland.[96]

Report on the MintBearbeiten

Um der amerikanischen Wirtschaft weiter mit dem Mangel an Geld zu helfen, schlug Hamilton im Report on the Mint am 28. Januar 1791 die Gründung einer Münzprägeanstalt und eine Münzreform vor. Die Dollar sollten auf dem Dezimal-System aufgebaut und bimetallisch sein sollten. Mit dem Münzgesetz von 1792 wurden diese Reformen durchgesetzt, die United States Mint wurde dem Außenministerium und damit Jefferson zugeordnet.[97]

Report on ManufacturesBearbeiten

 
Alexander Hamilton (John Trumbull, 1792)

Im Mutterland Amerikas England fing im späten 18. Jahrhundert die Industrielle Revolution an, was einen wirtschaftlichen Aufschwung auslöste. Hamilton befürchtete, dass falls die USA nicht auch eine Industrialisierung durchgehen würde, sie wirtschaftlich abgehängt werden würde. Um dies zu verhindern, fing Hamilton schon 1789 Subventionen in Industrie, z. B. in die New York Manufacturing Society und wichtiger, der Society for the Encouragement of Useful Manufactures (gekürzt S. U. M.), an. Er wurde hierbei vom assistierenden Finanzminister, Tench Coxe, unterstützt.[98] Am 15. Januar 1790 fragte ihn der Kongress um ein Report on Manufactures, den er erst fast zwei Jahre später, am 5. Dezember 1791, vorlegte. Die Motivation für diesen Bericht war militärisch; im Falle eines Krieges müsste die USA nicht vom Handel mit anderen Mächten abhängig sein, doch nutzte Hamilton ihn als Plattform für eine Planung für Industrialisierung.[99]

Von Anfang an betonte Hamilton, dass sein neues industrielles System das damals vorherrschende Agrarsystem nicht ersetzten würde, sondern daneben existieren würde. Trotzdem griff er das ökonomische System des Agraismus, gestützt von Adam Smiths Wohlstand der Nationen, an. Darauf beschreibt Hamilton für einen großen Teil des Textes wie er sich die Industrielle Wirtschaft vorstellen würde; Eine chancengleiche Meritokratie. Der Handel würde, anders als vorgesehen von Smith, reguliert werden, doch würden diese Regulierungen nicht extrem sein, da Hamilton ohne hin schon Laissez-faire bevorzugte, aber Regulationen der Wirtschaft für das neu gegründete Amerika auf Grund der aggressiven Handelspolitik der europäischen Mächte als unausweichlich ansah. Darauf werden Waren aufgeführt, dessen Industrien unterstützt werden sollten (U. A. Kupfer, Kohle, Holz, Weizen, Seide und Glas), und wie sie unterstützt werden sollten. Dabei bevorzugte er Incentiven. Dem eigentlichen Thema, Wirtschaft in der Kriegszeit, widmete er nur zwei Paragraphe. Seine Vorschläge wurden hauptsächlich vom ersten Artikel der Konstitution, spezieller von der ersten Klausel des achten Abschnitt, die besagt, dass der Kongress für Verteidigung und Wohlfahrt sorgen muss (englisch provide for the common defense and general welfare), justifiziert.[100]

Der Kongress beachtete den Bericht kaum, trotzdem war er von immenser Bedeutung für die amerikanische Schule der Ökonomie.[101]

Machtkampf zwischen Jefferson und HamiltonBearbeiten

 
Thomas Jefferson (Charles Willson Peale, 1791)

Im frühen Amerika waren politische Parteien, Faktionen genannt, universell verhasst. Z. B. sagte, laut James Kent, Hamilton in dem Federalist, in seinen Reden und zu Kent selbst, dass Faktionen die USA ruinieren würden. Trotzdem bildeten sich u. A. auf Grund der Fragen der Außenpolitik und den Reformen Hamiltons zwei klare Fraktionen: Die Unterstützer von Madison und Jefferson, genannt Republikaner (später Demokratisch-Republikaner) und die Unterstützer von Hamilton, genannt Föderalisten. Laut Jefferson selbst wollten die Republikaner dem Senat und damit der Legislative mehr Macht geben, während die Föderalisten dem Präsidenten und damit der Exekutive mehr Macht geben wollten. Stanley Elkins und Eric McKitrick datieren in The Age of Federalism die Gründung der Parteien auf 1792,[102] doch sehen einige, u. A. John Marshall in seiner Biographie George Washingtons, die Anfänge politischer Parteien in der Diskussion um eine National-Bank, also 1791. Auch könnte man Ausflüge Jeffersons in den Norden um Alliierte, u. A. den neuen New Yorker Senator Aaron Burr, der Hamiltons Schwiegervater Philip Schuyler in der Wahl zum Senat 1790 und 1791 besiegte, zu rekrutieren. Die neu gegründeten Parteien waren nicht offiziell, sie konnten auf ihre Mitglieder keinen Druck ausüben. Ein Großteil der US-Amerikaner trauten politischen Parteien noch nicht und betrachteten sie manchmal sogar als eine Verschwörung, weshalb Politiker ihre Mitgliedschaft in diesen verneinten.[103]

Nach der allmählichen Bildung der Parteien wurde der politische Machtkampf zwischen Jefferson und Hamilton extremer, die Parteien bildeten ein dämonisches gegenseitiges Bild: Föderalisten sollen Konterrevolutionäre, Republikaner Anarchisten sein.[104] Jefferson griff Hamilton in mehreren Gesprächen mit Washington an; u. a. die Furcht, dass Hamilton mit dem Finanzministerium die Regierung übernehmen würde, und die Behauptung, dass Hamilton Monarchist wäre, wurden oft erwähnt. Dass Washington nicht überzeugt wurde, interpretierte Jefferson so, dass Hamilton Washington um den Finger gewickelt hatte. Er begann, einen Rücktritt in Betracht zu ziehen.[105]

Auch in den Zeitungen wurde der Machtkampf zwischen Hamilton und Jefferson ausgefochten: Hamilton wurde von John Fennos semioffiziellen Gazette of the United States unterstützt, im Gegenzug wurde die Gazette finanziell von Hamilton unterstützt.[106] Jefferson wurde von Philip Freneaus National Gazette unterstützt[107], in dem besonders Madison aktiv war.[108][109]

Washington betrachtete die Kämpfe in seinem Kabinett negativ; In mehreren Briefen zu Hamilton versuchte er ihn zu beschwichtigen. Hamilton ignorierte sie und schrieb mehrere Essays, die ihn verteidigten, während Republikaner weiter Angriffe führten.[110] Auch im Kongress wurde Hamilton angegriffen, hauptsächlich von den Virginern William Branch Giles und Madison, die mehrere unerfolgreiche Untersuchungskommissionen gegen Hamilton durchsetzte.[111]

Diplomatische Beziehungen mit Frankreich und GroßbritannienBearbeiten

 
Die erste Seite des Jay-Vertrags

Die Französische Revolution wurde in Amerika nach einer herzlichen Begrüßung auf Grund der Schreckensherrschaft kontrovers aufgenommen: Föderalisten sahen die Revolution als Warnung dafür an, wie eine Revolution in Terror enden könnte, während Republikaner und ein großer Teil der Bevölkerung eine Wiederholung der amerikanischen Revolution sahen.[112] Die Frage, ob man die Revolution unterstützen sollte, wurde nach der Kriegserklärung Frankreichs an Großbritannien ein wichtiges Thema. Hamilton und Jefferson unterstützten gemeinsam eine Neutralitätserklärung, doch konnten sie auch nicht auf genaue Details einigen: Der Jefferson wollte sie als Verhandlungsinstrument mit anderen Nationen nutzen, während Hamilton eine direkte Erklärung der Neutralität bevorzugte. Hamilton überzeugte Washington, der am 22. April die Neutralität offiziell bekanntgab.[113] Eine diplomatische Krise ausgelöst vom französischen Botschafter Edmond-Charles Genêt (nach der Politik des revolutionären Frankreich genannt Citizen Genêt) verschärfte die Spannung zwischen Jefferson und Hamilton, wobei Washington weiter zu Hamilton hielt.[114] Die Kämpfe im Kabinett erstreckten sich bis zum 31. Dezember 1793, als Jefferson zurücktrat und durch den Justizminister Edmund Randolph ersetzt wurde, neuer Justizminister wurde William Bradford. Auch Hamilton begann, einen Rücktritt in Betracht zu ziehen.[115][116]

Trotz der probritischen Neigung der US-amerikanischen Außenpolitik griff die britische Regierung unter William Pitt amerikanische Handelsschiffe auf dem Weg nach Frankreich angriffen. Dies löste Empörung aus; Es wurde eine Armee mit 20.000 Männern vorbereitet und Hamilton empfahl Handelsposten, sich zu befestigen.[117] Oliver Ellsworth schlug vor, einen Bevollmächtigten zu senden, um einen kriegsverhindernten Vertrag auszuhandeln. Ein offensichtlicher Kandidat, den auch Ellsworth unterstützte, war Hamilton, doch zweifelte Washington, ob Hamilton durch die Öffentlichkeit unterstützt werden würde. Auch Hamilton fand, dass die Anfeindungen durch Republikaner ihn von der diplomatischen Mission abhielten, sein Vorschlag war der oberste Richter John Jay, was Washington annahm. Das grobe Ziel Jays entschied sich in einem Treffen der führenden Föderalisten, dank Hamiltons Einfluss würde der Jay-Vertrag, wie er später genannt wurde, auch kommerzielle Themen behandeln.[118]

Whiskey-RebellionBearbeiten

Im März 1791 verabschiedete der Senat mit gemeinsamer Unterstützung von Madison und Hamilton eine Steuer auf alkoholische Getränke, die schon im Report on Public Credit erwähnt wurde.[119] Die neue Steuer wurde besonders im westlichen Pennsylvania, wo Brauerei ein wichtiger Teil der lokalen Kultur und Wirtschaft war, auch nach einer Senkung der Steuern verhasst. Eine Rebellion wurde ausgelöst, als zwei Steuereintreiber von insgesamt 500 Männern angegriffen wurden, worauf am 1. August sich auf Braddock’s Field 6000 Rebellen unter Führung von David Bradford sammelten. Nach dem Vorbild der Französischen Revolution, welche man als Vorbild sah, stellte man Guillotinen auf.[120]

Hamiltons Meinung über die Revolte wird in einem Brief an Washington und in mehreren Essays, die unter dem Pseudonym Tully zwischen dem 23. August im American Daily Advertiser veröffentlicht wurden, klar. Der Verrat, wie er es sah, sollte mit militärischer Macht niedergeschlagen werden. Edmund Randolph, zusammen mit führenden Politikern aus Pennsylvania, befürwortete eine friedlichere Politik der Aussöhnung mit den Rebellen. Washington wählte einen Kompromissweg zwischen den beiden Parteien; Drei Bevollmächtigte, darunter William Bradford, würden mit den Rebellen verhandeln und es würde verkündet werden, dass falls die Rebellen sich nicht bis zum 1. September auflösten, eine Miliz gesendet werden würde. Die Bevollmächtigten erreichten nichts, auf Hamiltons Vorschlag bestand die Miliz aus 6000 Pennsylvaniern und jeweils 2000 aus New Jersey, Virginia und Maryland. Am 4. Oktober trafen Hamilton, welcher den eigentlichen Kriegsminister Henry Knox, der abwesend war, ersetzte, und Washington auf die Miliz in Carlisle. Von dort aus kehrte im späten Oktober Washington auch wieder zurück, das Kommando überließ er Henry Lee III. Darauf marschierte die Armee nach West-Pennsylvania, dem Zentrum der Rebellion, wo sie wenig Widerstand begegneten.[121]

Hamilton wurde in der republikanischen Presse als despotischer Tyrann dargestellt, besonders von Benjamin Franklin Bache und William Findley. Trotzdem wurde die blutlose Niederschlagung der Revolte generell gut aufgenommen, es verursachte den Sieg der Föderalisten in den Midterm Elections.[122]

Report on a Plan for the Further Support of Public Credit und RücktrittBearbeiten

Am 1. Dezember 1794 gab Hamilton bekannt, dass er von seinem Posten als Finanzminister am 31. Januar zurücktreten würde. Seine Tat wurde wahrscheinlich von der Fehlgeburt seiner Frau geprägt, die laut ihm von seiner Abwesenheit während der Whiskey-Rebellion ausgelöst wurde.[123]

Schulden waren noch immer einer der größten Probleme der Republik, die 55 % ihres Einkommen für die Bezahlung von Schulden nutzen musste. Um dieses Problem zu lösen, bot der Kongress nur kurzzeitige Lösungen anstatt einem Generalplan, der das Problem schlussendlich lösen würde. Hamilton verärgerte dieses Verhalten; er verfasste einen Bericht zum Kongress namens Report on a Plan for the Further Support of Public Credit, der einen eigenen Plan bot und am 19. Januar 1795 vorgestellt wurde. Der Bericht beschrieb einen Plan, der Schulden in 30 Jahren abzahlen würde. Vorgeschlagene Reformen wurden vom Kongress in nur einem Monat angenommen. Anzumerken sind nicht angenommene Änderungen, die von Aaron Burr vorgeschlagen wurden, welche Hamilton stark kritisierte.[124]

Leben nach MinisterschaftBearbeiten

Unterstützung des Jay-VertragBearbeiten

 
John Jay (Gilbert Stuart, 1794)

Der Jay-Vertrag erreichte die Regierung am 7. März 1795. Er wurde am stärksten von Republikanern für die immensen Zugeständnissen zu Großbritannien kritisiert, doch erreichte der Jay-Vertrag das föderalistische Ziel: Frieden mit Großbritannien. Er wurde nach einer Änderung des 12. Artikels vom Senat angenommen, doch zögerte Washington vor Furcht von Kritik der Öffentlichkeit den Vertrag zu unterschreiben. Für die Unterschreibung versuchte ihn Hamilton in einem Brief, der die Artikel des Vertrags einzeln analysiert, zu überzeugen. Auch verfasste er zusammen mit Rufus King eine Reihe an Essays unter dem Namen The Defence unter dem Pseudonym Camillus, welche den Vertrag verteidigten. Zeitgleich schrieb Hamilton Essays unter dem Pseudonym Philo Camillus, in denen er Camillus rühmt und die Gegner des Vertrags als Kriegsfalken darstellt.[125]

Republikaner griffen die Verfassungsmäßigkeit des Annehmen des Vertrages an. Da der Vertrag auch kommerzielle Themen behandelte, wollten Republikaner, dass er auch vom Repräsentantenhaus angenommen wird, was jedoch sowohl von Hamilton in seinen letzten beiden The Defence-Essays als auch von Historikern verurteilt und abgelehnt wurde. Des Weiteren forderten Republikaner, dass Washington die bisher geheimen Anweisungen für Jay veröffentlicht, was erneut abgelehnt wurde. Schließlich versuchten sie, die Geldmittel, die für den Vertrag nötig waren, nicht zu bieten, was aber mit 51 zu 48 abgelehnt wurde.[126]

Wahl 1796Bearbeiten

Oliver Wolcott junior, der neue Finanzminister, Timothy Pickering, der neue Außenminister, James McHenry, der neue Kriegsminister, und auch Washington, der von seinem neuen Kabinett enttäuscht wurde, baten Hamilton oftmals um Rat. Der wahrscheinlich wichtigste Fall davon folgte der Entscheidung Washingtons, sich nicht zum dritten Mal zur Präsidentschaftswahl zu stellen, was einen Präzedenzfall setzte, der eventuell im 22. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten resultierte. Um diese Entscheidung zu erklären, wollte er eine Farewell Adress veröffentlichen, die er Hamilton verfassen ließ. Als Manuskript wurde eine Farewell Adress genutzt, die von Madison am Ende Washingtons erster Amtszeit verfasst worden war, und ein zusätzlicher Teil über die großen Änderungen in Gebieten wie z. B. der Außenpolitik, verfasst von Washington selbst, doch forderte Washington eine komplett neue Form. Ziel war ein zeitloses Dokument, das alle Amerikaner inspirieren sollte. Es wurde erstmal am 19. September 1796 in Claypoole’s American Daily Advertiser veröffentlicht, worauf es schnell zu einem politischen Meisterwerk gekürt und weit verbreitete wurde.[127]

Hamilton stellte sich, trotz seiner Bedeutung in der Föderalistischen Partei, nicht zur Wahl, wahrscheinlich weil seine Kontroversität einen Sieg verhindern würde. Statt ihm wurde ehemaliger Vizepräsident Washingtons John Adams als föderalistischer Kandidat nominiert, dessen Vizepräsidentschaftskandidat Thomas Pinckney sein würde. Thomas Jefferson, zusammen mit Aaron Burr als Vizepräsidentschaftskandidat, wurde zum republikanischen Kandidat nominiert. Die Möglichkeit, dass sein Erzrivale zum Präsidenten gewählt werden könnte, wollte Hamilton unbedingt verhindern, weshalb er statt dem neuenglischen Adams den Südkaroliner Pinckney, der mehr Stimmen im Süden gewinnen würde, unterstützte. Da Adams aber immer noch von vielen Föderalisten unterstützt wurde, konnte Hamilton Pinckney nicht direkt unterstützen und schrieb stattdessen mehrere Essays unter dem Pseudonym Phocion. Diese charakterisierten Jefferson als scheinheiliger Abolitionist, der trotz seiner Überzeugen Slaven besitzt; auch wird er beschuldigt, sexuelle Beziehungen mit einem seiner Sklavinnen, Sally Hemings, zu führen. Südliche Sklavenhalter würden, wie Hamilton hoffte, Angst bekommen würden und statt für Jefferson für Pinckney (nicht für Adams, der eigentlicher Abolitionist war) wählen würden, was aber nicht passierte. Adams wurde zum Präsidenten, Jefferson wurde zum Vizepräsidenten gewählt.[128]

Schon von Anfang an war die Beziehung zwischen Hamilton und Adams kühl, zum Teil wegen der Wahl, zum Teil auch von zwiespältigen Persönlichkeiten. Adams sah Hamilton als hochnäsigen Weiberheld an, Hamilton sah Adams als hypersensitiv an.[129]

Reynolds-SkandalBearbeiten

Im Sommer 1791 besuchte Maria Reynolds Hamilton. Sie erzählte ihm, dass ihr Mann sie missbrauchte. Hamilton schlug vor, sie nach Hause zu bringen und finanziell zu unterstützen, doch entwickelte sich schnell eine sexuelle Beziehung, die von der Abwesenheit von Hamiltons Frau Eliza profitierte. James Reynolds, der Ehemann Maria Reynolds, betrieb bald Chantage. Es ist bis heute unbekannt, ob die Reynolds die sexuelle Beziehung Marias zu Hamilton für diese Chantage eingefädelt haben.[130] Die Affäre endete im Sommer 1792, als Hamilton sie als eine zu große politische Gefahr ansah.[131]

 
Miniaturmalerei von James Monroe (Louis Semé, 1794)

Die Situation spitzte sich zu, als James Reynolds zusammen mit seinem Freund Jacob Clingman, dem ehemaligen Schreiber Frederick Muhlenbergs, wegen Betrugs verhaftet wurde. Clingman sagte aus, dass Hamilton zusammen mit ihnen den Betrug begangen habe, wobei mehrere Briefe Hamiltons an Reynolds als Beweis dienten. Zusammen mit James Monroe und Abraham B. Venable untersuchte Muhlenberg Clingmans Anschuldigungen. James Reynolds deutete seine Chantage gegen Hamilton nur an und forderte eine Freilassung für mehr Informationen, die auch Maria Reynolds nur in unvollständiger Form gab. Als Reynolds aus Philadelphia floh, wurden die Beschuldigungen in den Augen der Ermittler bestätigt. Monroe, Venable und Muhlenberg sahen eine Untersuchung Hamiltons als letzten Schritt vor einer Information des Präsidenten über den Vorfall. Sie konfrontierten ihn am 15. Dezember. Nachdem sie Schweigen versprochen hatten, enthüllte Hamilton seine Affäre mit Maria Reynolds, um die Anschuldigungen wegen Betrug zu entkräften.[132]

Im Sommer 1797 veröffentlichte der skandalsuchende Journalist James T. Callender The History of the United States for 1796, in der er (unterstützt durch Papiere von Monroe) behauptete, dass Hamilton Betrug mit James Reynolds betrieben hätte. So wie bei Monroe, Venable, und Muhlenberg bewies Hamilton seine Unschuld durch die Aufdeckung seiner Affäre mit Maria Reynolds, diesmal in der Öffentlichkeit durch die Flugschrift Observations on Certain Documents Contained in No. V & VI of "The History of the United States for the Year 1796," In which the Charge of Speculation Against Alexander Hamilton, Late Secretary of the Treasury, is Fully Refuted. Written by Himself, besser bekannt als Reynolds Pamphlet. Nach der Flugschrift war die Reputation Hamiltons stark geschwächt, doch blieb er eine wichtige politische Figur. Hamilton und auch seine Familie beschuldigte Monroe, der in ihren Augen Rache für seine Rückberufung von seinem Posten als Botschafter zu Frankreich wollte. Diese Beschuldigungen eskalierten fast zu einem Duell, doch wurde dies von Monroes Freund Aaron Burr verhindert.[133]

Quasi-KriegBearbeiten

Nach dem Jay-Vertrag eskalierten Spannungen mit Frankreich; Der amerikanische Botschafter Charles Cotesworth Pinckney wurde aus Frankreich verwiesen. Adams und auch Hamilton wollten die diplomatischen Beziehung zu Frankreich durch eine Delegation verbessern und gleichzeitig das amerikanische Militär stärken. Die Föderalisten Pinckney und John Marshall wurden, trotz Protesten durch führende Föderalisten, u. A. auch Adams Kabinett, mit dem Republikaner Elbridge Gerry zur Aushandlung eines Vertrags ähnlich dem Jay-Vertrag zur Verhinderung eines Krieges gesandt. Marshall, Pinckney und Gerry kamen im August 1797 an und wurden im Oktober offiziell vom französischen Außenminister Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord. Drei Vertreter der französischen Seite, ursprünglich nur als X, Y und Z bekannt, aber später als Jean Conrad Hottinguer, Pierre Bellamy und Lucien Hauteval offenbart, forderten enorme Zugeständnisse von den Vereinigten Staaten als Bedingung für die Fortsetzung der Friedensverhandlungen. Die von den französischen Vertretern gestellten Bedingungen beinhalteten 50.000 Pfund Sterling, ein 12-Millionen-Dollar-Darlehen von den Vereinigten Staaten und ein Bestechungsgeld von 250.000 Dollar an Talleyrand. Auch forderte man eine formelle Entschuldigung von Adams für antifranzösische Äußerungen. Während Marshall und Pinckney die Forderungen empörten, mahnte Gerry zu Geduld. Nachrichten von der Delegation erreichten die Regierung erst am 4. März 1798; Die Regierung war schockiert. Als erstes hielt Adams eine Rede an den Kongress, die die Ereignisse beschrieb und militärische Vorbereitungen forderte. Wenig später wurden die Papiere der XYZ-Affäre, wie sie später genannt wurde, auf Treiben der Republikaner, die erwarteten, dass die Papiere Frankreich in ein besseres Licht rücken würde, veröffentlicht. Unwissentlich spielten sie den Föderalisten, dessen Popularität nach der Veröffentlichung der empörenden Papiere stieg, in die Hände.[134]

 
Alexander Hamilton, William J. Weaver

Dank der XYZ-Affäre sahen mehrere Föderalisten, besonders Hamilton, einen Krieg mit Frankreich als ernstzunehmende Möglichkeit, weshalb man eine Armee vorbereitete. Viele sahen eine Wiederholung der Revolution vor, mit Washington im Oberkommando. Jedoch forderte Washington, dass Alexander Hamilton, Charles Cotesworth Pinckney und Henry Knox, möglichst in dieser Reihenfolge, die Befehlskette bilden würden. Adams wollte aber Pinckney und Knox über Hamilton platzieren, was Washington nicht akzeptierte. Schließlich gab Adams nach und Hamilton, der schon zum Inspector General ernannt wurde, betrat seine Position hinter Washington. Dies war einer der Anfänge der späteren Kämpfe zwischen Adams und Hamilton.[135] Als Inspector General arbeitete Hamilton zusammen mit Pinckney, Washington und dem Kriegsminister James McHenry in mehreren Treffen im November und Dezember 1798 an der Zusammenstellung der neuen Armee. In diesen Treffen wurde Hamilton große Teile der Entscheidungskraft überlassen, doch fühlte er eine Machtlosigkeit wie im Unabhängigkeitskrieg; Bürokraten im Kongress bieten zu wenig Mittel, was den einfachen Soldaten unzufrieden machen würde. Hamilton schlug in seinem Posten vor, alles Land auf der westlichen Seite des Mississippi in amerikanischen Händen zu bringen, also auch das spanische Florida. Des Weiteren schlug er den Bau einer Militärakademie vor. Folglich nannten Republikaner und auch Adams, die diese Vorschläge als sehr militaristisch bewerteten, ihn abwertend Bonaparte und auch Little Mars.[136]

Streitigkeiten zwischen Republikanern und Föderalisten eskalierten nur nach der XYZ-Affäre. Föderalisten nutzten ihre Mehrheit im Kongress aus, um sich durch die Alien and Sedition Acts einen Vorteil in diesen zu verschaffen. Verboten durch die Alien and Sedition Acts wurde die Veröffentlichung falscher, skandalträchtiger oder boshafter Schriften über die Regierung, doch wurde dies fast nur genutzt, um republikanische Verleger zu verfolgen. Wegen der Angriffe auf ihn durch u. A. Callendar unterstützte Hamilton sie und nutzte sie, um David Frothingham verhaften zu lassen.[137] Vorhersehbarerweise empörten die Alien and Sedition Acts Republikaner, die ihn durch Nullifikation in den State Legislatures von Kentucky und Virginia angriffen. Zuerst wurde das Gesetz, das von Madison geschrieben wurde, am 16. November 1798 in Kentucky angenommen; Das Gesetz in Virginia, das von Jefferson geschrieben wurde, wurde erst am 24. Dezember angenommen. Föderalisten sahen es als schockierend.[138]

Frankreich versuchte, sich mit der USA anzunähern, was Adams mit der Nominierung William Vans Murray als Botschafter nach Frankreich akzeptierte. Führende Föderalisten, u. A. Adams Kabinett und Hamilton, der die Bedrohung durch Frankreich als Begründung für seine Armee brauchte, schockierte die Nominierung. Zwar einigte sich die Föderalistische Partei, den Chief Justice Oliver Ellsworth und den Gouverneur North Carolinas William Davie zusammen mit Vans Murray zu senden, doch zeigte dieser innenparteiischer Streit die spätere Trennung zwischen Adams und Hamilton.[139] Am 15. Oktober 1800 hielt Adams ein letztes Treffen mit seinem Kabinett über die Botschaft, worauf er am nächsten Tag das Abreisen von Vans Murray, Ellsworth und Davie im frühen November befahl. Darauf versuchte Hamilton ein letztes Mal, Adams von der Bedeutung einer Armee zur Verteidigung gegen Frankreich zu überzeugen, doch wies Adams die Idee ab, dass Frankreich eine Bedrohung darstellt. Dieses Treffen symbolisierte den endgültigen Bruch Adams mit Hamilton. Nur wenig später besiegelte der Tod von Washington das Ende der Armee, die trotz der durch Hamilton aufgebauten Qualität Mitte Juni 1800 demobilisiert wurde.[140]

Wahl 1800Bearbeiten

 
Verteilung der Wahlmänner auf Bundesstaaten und Parteien

Als wahlentscheidener Swing State galt der Wirkungsort von Hamilton New York in der Präsidentschaftswahl von besonderer Wichtigkeit, doch wählte dort nur die von Föderalisten kontrollierte State Legislature, welche jedoch am 1. Mai neu gewählt wurde. In diesen betrieben Republikaner, durch Aaron Burr organisiert, einen energetischen Wahlkampf, den die durch Hamilton angeführten Föderalisten nicht übertreffen konnten; Republikaner erreichten einen Erdrutschsieg. Möglicherweise wegen dieser Niederlage feuerte Adams kurz darauf sein Kabinett, die er als hamiltonistische Verräter sah, gleichzeitig mit persönlichen Angriffen auf Hamilton.[141]

Am 1. August 1800 schrieb Hamilton einen angreifenden Brief an Adams, den er wegen einer fehlenden Antwort von Adams am 1. Oktober erneuerte. Wieder beantwortete Adams den Brief nicht. Wie bei der Präsidentschaftswahl 1796 unterstützte Hamilton eigentlich den Vizepräsidentschaftskandidat, diesmal Charles Cotesworth Pinckney. Hoch-Föderalisten, wie Unterstützer von Hamilton genannt wurden, einen kritischen offenen Brief an Adams erwarteten, welcher Föderalisten von der Wahl für Adams abhalten würde und für die Wahl für Pinckney überzeugen würde. Befürchtungen herrschten aber, dass dieser Brief nur die Risse in der Föderalistischen Partei vergrößern würde. Dieser Brief, betitelt Letter from Alexander Hamilton, Concerning the Public Conduct and Character of John Adams, Esq. President of the United States, bestätigte die Befürchtungen; Es stellte Adams als paranoiden Verrückten dar, rief trotzdem zu seiner Wahl auf um einen Sieg Jeffersons zu verhindern. Kritik am Brief war aber so hoch, dass Selbst Hoch-Föderalisten sich nach dem Brief von Hamilton distanzierten. Eine Bedeutung auf die Wahl ist bezweifelbar.[142]

Jefferson und Burr, den die republikanische Partei auf Grund seinem Erfolg in den New Yorker Wahlen zum Vizepräsidentschaftskandidat ernannte, erhielten beide 73 Stimmen, in welchem Falle das Repräsentantenhaus die Wahl entscheiden müsste. Zwar hatten die Republikaner in der Wahl das Repräsentantenhaus gewonnen, doch übernahmen sie es erst im Januar, weshalb Föderalisten das Repräsentantenhaus in einer Lame Duck-Session kontrollierten. Sie würden für Burr stimmen, doch weil jeder Staat einzeln wählen würde und man eine Mehrheit von neun Stimmen zum Sieg brauchen würde, lag das Repräsentantenhaus im Stillstand von acht Stimmen für Jefferson gegen sechs Stimmen für Burr, mit zwei Enthaltungen. Anders als viele Föderalisten sah Hamilton Burr sehr kritisch, weshalb er Föderalisten von einer Wahl für ihn abbringen wollte. Erst nach 35 Wahlgängen trugen seine Bemühungen Früchte; Das Repräsentantenhaus entschied sich mit zehn Stimmen für Jefferson gegen fünf Stimmen für Burr, mit einer Enthaltung.[143]

Nach der Wahl von Jefferson zog sich Hamilton von der nationalen Ebene auf die regionale und juristische Ebene zurück. Er konzentrierte sich auch auf seine Familie, für die er von 1800 bis 1802 den Besitz Grange bauen ließ. Auf Einfluss seines Finanzministers Albert Gallatin behielt Jefferson Hamiltons Finanzplan, jedoch wollte er mehrere Nominierungen Adams zu Richterpositionen aufheben, was zum Gerichtsfall Marbury v. Madison führte, zusammen. Um sich in New York eine Plattform gegen Jeffersons zu schaffen, gründete er die New-York Evening Post, dessen Editor William Coleman wurde.[144]

Tod von Philip HamiltonBearbeiten

 
Alexander Hamilton, Ezra Ames 1802

Philip Hamilton, in den sein Vater große Erwartungen steckte, hielt am 22. November ein Duell mit dem republikanischen Anwalt George Eacker, der Alexander Hamilton kritisierte. Ihm wurde von seinem Vater empfohlen, seinen Schuss nicht oder in die Luft zu feuern. Getreu diesem Rat schoss Philip Hamilton zuerst nicht, doch tötete ihn Eacker. Der Tod seines Sohnes traf Hamilton sehr, er trauerte Monate lang und konnte erst nach vier Monaten auf Beileidsbekundungen antworten. Beeinflusst davon und, wie ihm unterstellt wurde, dem Atheismus der Französischen Revolution und dem Deismus von Jefferson, wandte er sich wieder dem Christentum zu.[145]

Rückkehr zur AnwaltspraxisBearbeiten

Hamiltons Anwaltspraxis litt an seiner Beschäftigung als Inspector General, da Klienten, trotz seiner Qualität als Anwalt, Anwälte mit mehr Zeit bevorzugten. Nach der Auflösung der Armee konnte er aber seiner Anwaltspraxis mehr Zeit widmen. Noch vor der Wahl in New York verteidigte er zusammen mit Aaron Burr im aufsehenerregenden Mordfall People v. Weeks erfolgreich Levi Weeks, dem vorgeworfen wurde, seine Verlobte ermordet zu haben.[146] Mehrmals verteidigte Hamilton föderalistische Verleger, die dank dem Regierungswechsel verfolgt wurden. Vorzuheben ist der Fall People v. Croswell, wo er den föderalistischen Verleger Harry Croswell im Januar 1803 vor einer Diffamierung-Anklage verteidigte. Hier argumentierte er, dass, statt wie üblich, auch die Wahrheit der diffamierenden Aussagen in Betracht gezogen werden müsste, was der Richter Morgan Lewis jedoch ablehnte. Mitte Februar 1804 forderte er vor dem Obersten Gerichtshof von New York einen erneuten Prozess für Croswell, was, ungeachtet von der Stärke von Hamiltons Argument, abgelehnt wurde.[147]

TodBearbeiten

 
Duell Burrs gegen Alexander Hamilton; Buchillustration nach J. Mund (1902)
 
Hamiltons Grab auf dem Friedhof der Trinity Church in New York

Die Wahl 1800 bedeutete das politische Ende von Burr in der republikanischen Partei. Einen Neuanfang sah er in New York, wo er unterstützt von einer Koalition aus Föderalisten und einigen Republikanern um ihn zum Gouverneur gewählt werden würde. Um diese Koalition zu bilden, versprach er der sogenannten Essex Junto um Timothy Pickering, die eine Sezession von Neu-England zum Ziel hatten, den Anschluss New Yorks an den neuen Staat. Trotz dieser verlor er die Wahl in einem Erdrutsch gegen den republikanischen Kandidaten Morgan Lewis. Burr und seine Unterstützer sahen den Grund für seine Niederlage in einer Intrige Hamiltons, die die extremen Föderalisten von der Wahl für Burr abhielt. Zwar war es wahr, dass Hamilton sich schon im ersten Caucus der Föderalisten gegen eine Kandidatur Burrs wandte, doch bezweifeln Historiker, dass dies die Wahl entschied. Ein Bericht darüber, wie Hamilton bei einem Abendessen in Albany Despektierliches über Burr geäußert haben soll, fand den Weg in die Presse. Burr sah sich derart in seiner Ehre verletzt, dass er Hamilton zum Duell forderte.[148] Diese Form der Beilegung von Ehrenstreitigkeiten wurde in den USA gesellschaftlich noch weithin akzeptiert – sowohl Burr als auch Hamilton hatten sich schon zuvor Duellen gestellt. In New York war das Duellieren jedoch verboten, so dass sich Duellanten üblicherweise am anderen Ufer des Hudson im Wald von Weehawken im Staat New Jersey trafen, wo auch Philip Hamiltons Duell stattfand.

Beim Duell am Morgen des 11. Juli 1804 verwundete Burr Hamilton mit einem Schuss in den Unterleib tödlich. Der genaue Ablauf ist bis heute Gegenstand zahlreicher Spekulationen. Hamilton hatte in den Tagen vor dem Duell nicht nur sein Testament aufgesetzt, sondern in einigen persönlichen Bemerkungen auch seinen Entschluss niedergeschrieben, mindestens mit der ersten seiner Duellkugeln nicht auf den Gegner zu zielen, sondern den ersten Schuss zu vergeuden – um Burr zu beschwichtigen, aber auch, da ein Duell seinen religiösen Überzeugungen grundsätzlich zuwider sei. Hamilton hätte dadurch willentlich seinen eigenen Tod in Kauf genommen oder herbeigeführt.[149] Burrs Sekundant William P. Van Ness behauptete, dass Hamilton mehrere Sekunden vor Burr feuerte (und weit verfehlte), während Hamiltons Sekundant Nathaniel Pendleton behauptete, dass Burr zuerst feuerte und Hamiltons Schuss nur unfreiwillig durch die Kugel von Burr ausgelöst wurde. Eine Untersuchung der Pistolen 1976 ergab, dass Hamiltons Pistole leichter abzuziehen war. Möglich ist deshalb, dass Hamiltons Schuss nur unabsichtlich während des Zielens auf Burr gefeuert wurde. Dagegen spricht aber eine Aussage Hamiltons an Pendleton vor dem Duell, in der er behauptet, dass er keinen Hair-Trigger, wie dieser Abzug genannt wurde, nütze.[150]

Hamiltons Tod wurde in New York mit Bestürzung aufgenommen. Sein Trauerzug wurde von Tausenden begleitet; Hamiltons Freund Gouverneur Morris hielt eine Trauerrede, bei ihm saßen die trauernden und mitleiderregenden Söhne von Hamilton. Selbst der Demokratisch-Republikanische Rat der Stadt ordnete einen Trauertag an.[151] Hamiltons letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Friedhof der Trinity Church in New York.

NachlebenBearbeiten

Hamilton in der PopulärkulturBearbeiten

Der Aufstieg Alexander Hamiltons vom Waisenkind aus der Karibik zum Gründervater der Vereinigten Staaten von Amerika wurde von Lin-Manuel Miranda, Sohn puerto-ricanischer Eltern, mit dem erfolgreichen Hip-Hop-Musical Hamilton auf die Bühne gebracht. Das Broadway-Stück entwickelte sich zu einem Zuschauermagneten und gewann einen Grammy Award, einen Pulitzer-Preis sowie elf Tony Awards.[152][153]

Eine Aufzeichnung des Musicals erschien am 3. Juli 2020 bei Disney+.

Schon 1931 entstand der Film Alexander Hamilton auf Grundlage des gleichnamigen Theaterstücks.

Hamilton-MomentBearbeiten

Hamilton wandelte 1790 als Finanzminister die Schulden der Einzelstaaten der USA in Bundesschulden um. Jene sollten mit hohen Einnahmen durch gemeinsame Importzölle beglichen werden. Laut Hamilton entstanden diese Schulden im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten.

Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz verglich eine Kreditaufnahme der EU im Umfang von 500 Milliarden Euro wegen der COVID-19-Pandemie, um die erhöhte Gefahr von Staatskonkursen mit Hilfe von deutschen und französischen Zahlungen im südlichen Europa zu minimieren, mit der Tat Hamiltons.[154]

LiteraturBearbeiten

Werke
  • Harold C. Syrett (Hrsg.): The Papers of Alexander Hamilton. 27 Bände. Columbia University Press, New York 1961–1987.
  • Julius Goebel, Jr. (Hrsg.): The Law Practice of Alexander Hamilton: Documents and Commentary. 5 Bände. Columbia University Press, New York 1964–1981.
  • Joanne B. Freeman (Hrsg.): Alexander Hamilton: Writings. Library of America, New York 2001.
  • Noble E. Cunningham: Jefferson vs. Hamilton: Confrontations That Shaped a Nation, Boston, Massachusetts [u. a.]: Bedford 2000, ISBN 0-312-08585-0.
Biographien
  • Ron Chernow: Alexander Hamilton. Penguin, New York 2004, ISBN 1-59420-009-2
  • James Thomas Flexner: The Young Hamilton: A Biography. 2. Auflage. Fordham Univ. Press, New York 1997.
  • Roger G. Kennedy: Burr, Hamilton, and Jefferson: A Study in Character. Oxford University Press, New York 2000, ISBN 0-19-514055-9.
  • Broadus Mitchell: Alexander Hamilton. 2 Bände. Macmillan, New York 1957–1962.
  • Gerald Stourzh: Alexander Hamilton and the Idea of Republican Government. Stanford University Press, Stanford 1970.
  • Micheal E. Newton: Alexander Hamilton: The Formative Years: Eleftheria Publishing, 2015, ISBN 978-0-9826040-3-8
  • Forrest McDonald: Alexander Hamilton: A Biography W. W. Norton & Company, New York und London 1979, ISBN 978-0-393-30048-2
  • Richard Brookhiser: Alexander Hamilton, American. Touchstone, New York 1999, ISBN 0-684-83919-9
  • Joseph A. Murray: Alexander Hamilton: America's Forgotten Founder Algora, New York 2007, ISBN 978-0875865010
  • Jacob Ernest Cooke: Alexander Hamilton. Charles Scribner's Sons, 1982, ISBN 978-0-684-17344-3.
  • John Chester Miller: Alexander Hamilton: Portrait in Paradox. Harper & Row, 1959 ISBN 978-0060129750.
  • Lawrence S. Kaplan: Alexander Hamilton: Ambivalent Anglophile. (= Biographies in American Foreign Policy, Number 9) Rowman and Littlefield. 2002 ISBN 9780842028783.
Sonstige Literatur
  • Edward Kaplan: The Bank of the United States and the American Economy Greenwood Press, London und Westport 1999, ISBN 978-0313308666.
  • Thomas Fleming: Duel. Alexander Hamilton, Aaron Burr, and the Future of America. Basic Books, New York 1999.
  • Arnold A. Rogow: A Fatal Friendship: Alexander Hamilton and Aaron Burr. Hill and Wang, New York 1998.
  • Udo Sautter: Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika (= Kröners Taschenausgabe. Band 443). 7., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-44307-4, Die Ära der Föderalisten.
  • Stanley Elkins und Eric McKitrick: The Age of Federalism. Oxford University Press, New York 1993.
  • Stephen F. Knott: Alexander Hamilton and the Persistence of Myth. Lawrence: University Press of Kansas, 2002, ISBN 978-0-7006-1157-7.
  • Hamilton, Alexander. In: Encyclopædia Britannica. 11. Auflage. Band 12: Gichtel – Harmonium. London 1910, S. 880–884 (englisch, Volltext [Wikisource]).

WeblinksBearbeiten

Commons: Alexander Hamilton – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Alexander Hamilton – Quellen und Volltexte (englisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Newton, S. 10–12
  2. John Fawcett and Mary Fawcett [...] mutually agreed to live seperate and apart for the rest of their lives, Chernow, S. 9
  3. Micheal E. Newton: New Discoveries in the Lives of Alexander Hamilton, His Family, Friends, and Colleagues Eleftheria Publishing, Phoenix 2019, ISBN 978-0-9826040-4-5, S. 43-44
  4. McDonald, S. 6–7
    Newton, S. 15
    H. U. Ramsing: Alexander Hamilton og hans mødrene Slægt: Tidsbilleder fra Dansk Vestindiens Barndom. In: Personalhistorik Tidsskrift (= 10). Band 6. Kopenhagen 1939.
    Murray, S. 6-9
  5. H. U. Ramsing: Alexander Hamilton og hans mødrene Slægt: Tidsbilleder fra Dansk Vestindiens Barndom. In: Personalhistorik Tidsskrift (= 10). Band 6. Kopenhagen 1939.
    Chernow, S. 16–17
    Brookhiser, S. 16.
    Newton, S. 19-30
  6. Chernow, S. 9
    Newton, S. 19
  7. Chernow, S. 734–735
    Newton, S. 33-34
  8. Newton, S. 36-38
  9. Chernow, S. 21–23
    McDonald, S. 7
    Newton, S. 36-39
    Murray, S. 10
  10. Newton, S. 39
  11. a b McDonald, S. 8
  12. Newton, S. 40
  13. Chernow, S. 27–28
    Newton, S. 23, 30-31, 40
    McDonald, S. 8
  14. Micheal E. Newton: The Oldest Known Alexander Hamilton Documents: Implications for Hamilton’s Biography. In: Discovering Hamilton. 20. November 2017, abgerufen am 17. Oktober 2020 (englisch).
  15. Auch Beckman
  16. McDonald, S. 8
    Newton, S. 46-48
    Elkins und McKitrick, S. 95.
  17. Newton, S. 40-41
    Murray, S. 10
  18. Newton, S. 43-44
    McDonald, S. 10
  19. McDonald, S. 9
    Murray, S. 11-16
  20. Newton, S. 50-52
  21. Nach Chernow, S. 38., erscheint es plausibel, dass Hamilton St. Croix erst im Februar 1773 verließ. James T. Flexner vermutet, dass Hamilton direkt nach New York segelte. Newton, S. 57-58 sieht die Schilderung als nicht bedeutend für Hamiltons Verlassen von St. Croix.
  22. Newton, S. 64
    Chernow, S. 40–46
  23. Chernow, S. 64
    McDonald, S. 12, 14
    Newton, S. 66-69, 118
  24. Chernow, S. 52–53
  25. Diese Anekdote findet sich erstmals in der von seinem Sohn verfassten Biografie Life of Alexander Hamilton. D. Appleton & Co., New York 1840. Band I, S. 21–23.
  26. Chernow, S. 55–56
  27. Philip Gould: Wit and Politics in Revolutionary British America: The Case of Samuel Seabury and Alexander Hamilton. In: Eighteenth-Century Studies 41:3, 2008. S. 383–403
    Chernow, S. 57–61
    Newton, S. 90-111
    Murray, S. 31-34
    McDonald, S. 13
  28. Chernow, S. 63
  29. Newton, S. 127-128
  30. Chernow, S. 67
    Newton, S. 130-132
  31. Chernow, S. 72
    Newton, S. 134-136
  32. Chernow, S. 80–81
  33. So nannte er ihn in einem Brief an den Kongress, der im frühen Dezember verfasst wurde.
  34. Chernow, S. 83
  35. Newton, S. 188
  36. Chernow, S. 85–86
  37. Chernow, S. 90
  38. Jonathan Ned Katz: Gay American History: Lesbians and Gay Men in the U.S.A. Thomas Y. Crowell Company, 1976, ISBN 978-0-690-01164-7, S. 445.
  39. Chernow, S. 94–97
    McDonald, S. 15
  40. Chernow, S. 98–103, 105
  41. Chernow, S. 112–117
  42. Chernow, S. 128–29
  43. Chernow, S. 133–135
  44. McDonald, S. 16–17
  45. Chernow, S. 154–155
  46. Chernow, S. 159
  47. Laut einem hessischen Soldat: „Sie haben so einen schrecklichen Schrei und so ein lautes Jubeln ausgestoßen, dass man glaubte, dass die ganze wilde Jagd ausgebrochen ist.“ (englisch They made such a terrible yell and loud cheering, that one believed the whole wild hunt had broken out.), Chernow, S. 163
  48. Chernow, S. 161–163
  49. Chernow, S. 165, 167
  50. Chernow, S. 168
    McDonald, S. 50–52
  51. Chernow, S. 196–199
    McDonald, S. 64–69
  52. McDonald, S. 62
    Chernow, S. 199–202
  53. McDonald, S. 17–19
  54. Chernow, S. 173
  55. Chernow, S. 174–176
  56. Chernow, S. 176–179
    McDonald, S. 44–48
  57. Chernow, S. 222–224
    McDonald, S. 90–91
  58. Chernow, S. 227–228
  59. Chernow, S. 230–231
  60. Chernow, S. 231–234
    McDonald, S. 100–105
  61. Chernow, S. 262–263
  62. Chernow, S. 263
  63. Chernow, S. 237–239
  64. Chernow, S. 243
  65. Chernow, S. 246–248
  66. Chernow, S. 248–250
  67. Chernow, S. 270–273
    McDonald, S. 123
  68. Chernow, S. 273–275
  69. Chernow, S. 285–286
  70. Chernow, S. 288
  71. Sautter, S. 104
  72. Chernow, S. 289
  73. Chernow, S. 288
    McDonald, S. 142
  74. McDonald, S. 144-148
  75. McDonald, S. 145-147
  76. McDonald, S. 147-148
  77. McDonald, S. 158
  78. McDonald, S. 147
  79. McDonald, S. 148
  80. McDonald, S. 159
  81. McDonald, S. 165-166
    Chernow, S. 297
  82. Chernow, S. 297–298
  83. McDonald, S. 167
  84. Chernow, S. 298–300, 323
    McDonald, S. 169-171
  85. Chernow, S. 304–306
  86. Chernow, S. 321–324
    McDonald, S. 171-181
  87. Chernow, S. 324–330
    McDonald, S. 181-188
  88. McDonald, S. 188
  89. Chernow, S. 344–347
  90. Edward Kaplan: The Bank of the United States and the American Economy. Greenwood Press Westport und London 1999 ISBN 978-0313308666. S. 21
  91. Chernow, S. 347-348
    McDonald, S. 192-197
  92. Edward Kaplan: The Bank of the United States and the American Economy. Greenwood Press Westport und London 1999 ISBN 978-0313308666. S. 21-22
  93. Chernow, S. 344
  94. Edward Kaplan: The Bank of the United States and the American Economy. Greenwood Press Westport und London 1999 ISBN 978-0313308666. S. 22
  95. Chernow, S. 349-350
    McDonald, S. 199-20
  96. Chernow, S. 351-355
    McDonald, S. 202-210
  97. Chernow, S. 355-356
    McDonald, S. 197-198
  98. Chernow, S. 370-372
    McDonald, S. 231-232
  99. Chernow, S. 374
  100. Chernow, S. 375-378
    McDonald, S. 232-236
  101. Chernow, S. 378
  102. Chernow, S. 390-391
  103. Chernow, S. 391-392
  104. Chernow, S. 392
  105. Chernow, S. 399
    McDonald, S. 242-243, 249-253
  106. Chernow, S. 395-396
  107. Chernow, S. 396
  108. Chernow, S. 400
  109. McDonald, S. 239-241
  110. Chernow, S. 402-408
    McDonald, S. 257
  111. Chernow, S. 425-430
    McDonald, S. 260-261
  112. Chernow, S. 431-434
    McDonald, S. 270-273
  113. Chernow, S. 435-436
  114. Chernow, S. 437-447
  115. Chernow, S. 453-454, 458
  116. McDonald, S. 273-287
  117. Chernow, S. 459
  118. Chernow, S. 461-462
    McDonald S. 287-294
  119. Chernow, S. 342
  120. Chernow, S. 468-470
    McDonald, S. 297-299
  121. Chernow, S. 471-477
    McDonald, S. 299-303
  122. Chernow, S. 476-478
    McDonald, S. 302
  123. Chernow, S. 478-479
    McDonald, S. 303
  124. Chernow, S. 480-481
    McDonald, S. 303-305
  125. Chernow, S. 493-495
    McDonald, S. 314-317
  126. Chernow, S. 496-500
    McDonald, S. 320-321
  127. Chernow, S. 504-508
  128. Chernow, S. 509-515
  129. Chernow, S. 514
  130. Chernow, S. 364-370
    McDonald, S. 227-230, 243-244
  131. Chernow, S. 412
  132. Chernow, S. 413-418
    McDonald, S. 258-259
  133. Chernow, S. 529-544
    McDonald, S. 334-336
  134. Chernow, S. 546-550
    McDonald, S. 332-334, 337-338
  135. Chernow, S. 554-560
  136. Chernow, S. 562-568
    McDonald, S. 339-343
  137. Chernow, S. 569-572, 576
  138. Chernow, S. 570-577
  139. Chernow, S. 592-595
  140. Chernow, S. 597-602
    McDonald, S. 343-348
  141. Chernow, S. 606-618
    McDonald, S. 348-349
  142. Chernow, S. 619-626
    McDonald, S. 350-
  143. Chernow, S. 630-639
    McDonald, S. 352-353
  144. Chernow, S. 640-650
    McDonald, S. 355
  145. Chernow, S. 650-660
    McDonald, S. 356-357
  146. Chernow, S. 603-606
  147. Chernow, S. 667-671
  148. Chernow, S. 672-689
    McDonald, S. 359-360
  149. Chernow, S. 689-694
  150. Merrill Lindsay: Pistols Shed Light on Famed Duel. In: Smithsonian 7/8, November 1976, S. 94–98.
    Chernow, S. 702-704
  151. Chernow, S. 710-714
  152. Julian Dörr: Rekord-Musical: Wie der „Hamilton“-Hype die USA verändert In: Süddeutsche Zeitung vom 10. Juni 2016.
  153. Julia Maria Grass: Warum ganz Amerika diesen Mann liebt In: Die Welt vom 13. Juni 2016.
  154. Hans-Werner Sinn: Der Hamilton-Moment. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Mai 2020, abgerufen am 19. Juli 2020.