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Edmund Randolph

US-amerikanischer Staatsanwalt, Gouverneur von Virginia, Außenminister und erster United States Attorney General

LebenBearbeiten

Randolph war der Sohn einer prominenten Einwandererfamilie in Williamsburg. Seine Ausbildung zum Juristen bekam er am dortigen College of William and Mary. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums arbeitete er in der Firma seines Vaters. 1775, mit Beginn der amerikanischen Revolution, kehrten die meisten Mitglieder der Familie Randolph zurück nach Großbritannien. Edmund hingegen ging zur Armee und kämpfte unter General George Washington.

Als sein Onkel Peyton Randolph starb, ging er als Verwalter der Ländereien zurück nach Virginia. Kurze Zeit später wurde er Bürgermeister von Williamsburg und der erste Generalstaatsanwalt (Attorney General) des neu gebildeten Bundesstaates Virginia. 1779 wurde er in den Kontinentalkongress gewählt und behielt sein Amt bis 1782. Während dieser Zeit hatte er auch seine eigene Anwaltspraxis.

1786 wurde er zum Gouverneur von Virginia gewählt und 1789 von Washington zum ersten United States Attorney General ernannt. Vom 2. Januar 1794 bis 20. August 1795 war er US-Außenminister im Kabinett Washington.

Als Außenminister opponierte er gegen den Jay-Vertrag mit dem Königreich Großbritannien und riet Washington ohne Erfolg dazu, das Abkommen nicht zu unterzeichnen. Im Jahr 1795 warf ihm der britische Botschafter vor, Geheimnisse an den Gesandten Frankreichs verraten zu haben. Nachdem er dem Präsidenten gegenüber diesen Vorwurf vehement abstritt, trat er als Außenminister zurück.[1]

Danach kehrte er nach Virginia zurück und arbeitete als niedergelassener Anwalt. Sein Nachfolger als Außenminister wurde Timothy Pickering. Randolph starb am 12. September 1813 auf dem Anwesen Carter Hall seines Freundes Oberstleutnant Nathaniel Burwell (1750–1814).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tom Lansford: Randolph, Edmund. In Spencer C. Tucker (Hrsg.): The Encyclopedia of the Wars of the Early American Republic, 1783–1812: A Political, Social, and Military History. Volume 1: A–K. ABC-CLIO, Santa Barbara 2014, ISBN 978-1-59884-157-2, S. 566.