Alanyaspor

türkischer Fußballverein

Alanyaspor Kulübü bzw. kurz Alanyaspor ist ein türkischer Fußballverein aus Alanya. Alanyaspor wurde im Jahr 1948 gegründet; ihre Heimspiele tragen die Orange-Grünen im Alanya Oba Stadı aus. Die bislang erfolgreichste Zeit hatte der Verein in den Jahren 1989–1997, in denen man in der zweithöchsten türkischen Spielklasse der heutigen TFF 1. Lig spielte. Mit Ausnahme der Jahre 2001–2004 war der Verein immer in der dritt- bzw. zweithöchsten Spielklasse vertreten. Im Sommer 2016 gelang dem Verein seine erste Teilnahme an der Süper Lig, der höchsten türkischen Spielklasse, und damit der größte Erfolg der bisherigen Vereinshistorie.

Alanyaspor
Alanya spor.svg
Basisdaten
Name Alanyaspor Kulübü
Sitz Alanya, Türkei
Gründung 1948
Farben orange-grün
Präsident Hasan Çavuşoğlu
Website alanyaspor.org.tr
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Çağdaş Atan
Spielstätte Alanya Oba Stadı
Plätze 10.842
Liga Süper Lig
2019/20 5. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

GeschichteBearbeiten

Gründung und die ersten JahreBearbeiten

Der Verein wurde 1948 von einer Gruppe von Jugendlichen unter der Führung des Arztes Ali Nazım Köseoğlu als Alanya Kalespor gegründet. Die ersten Vereinsfarben wurden auf Blau-Weiß festgelegt. Später wurde der Klub in Kale Gençlikspor umbenannt. Bis ins Jahr 1966 war der Klub kein eingetragener Verein, hatte keine Verbandszugehörigkeit und absolvierte deswegen seine Spiele in einem halboffiziellen Status. In der Saison 1965/66 erwarb der Klub seine Verbandszugehörigkeit, wurde ein eingetragener Verein und nahm an der Antalya Amatör Kümesi (dt. Amateurliga Antalya) teil. Im Zuge der Vereinsanmeldung änderte man zudem die Vereinsfarben in Rot-Weiß.

Systembedingter Abstieg in die TFF 3. LigBearbeiten

Da mit der Saison 2001/02 der türkische Profi-Fußball grundlegenden Änderungen unterzogen werden sollte, wurden bereits in der Spielzeit 2000/01 Vorbereitungen für diese Umstellung unternommen. Bisher bestand der Profifußball in der Türkei aus drei Ligen: Der höchsten Spielklasse, der einspurigen Türkiye 1. Futbol Ligi, der zweitklassigen fünfspurig und in zwei Etappen gespielten Türkiye 2. Futbol Ligi und der drittklassigen und achtgleisig gespielten Türkiye 3. Futbol Ligi. Zur Saison 2001/02 wurde der Profifußball auf vier Profiligen erweitert. Während die Türkiye 1. Futbol Ligi unverändert blieb, wurde die Türkiye 2. Futbol Ligi in die nun zweithöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi A Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie A der Türkei), und die dritthöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi B Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie B der Türkei), aufgeteilt. Die nachgeordnete Türkiye 3. Futbol Ligi wurde fortan somit die vierthöchste Spielklasse, die TFF 3. Lig. Jene Mannschaften, die in der Drittligasaison 2000/01 lediglich einen mittleren Tabellenplatz belegten, wurden für die kommende Saison in die neugeschaffene vierthöchste türkische Spielklasse, in die 3. Lig, zugewiesen. Alanyaspor, welches die Liga auf dem 4. Tabellenplatz beendet hatte, musste so systembedingt in die 3. Lig absteigen.

Aufstieg in die TFF 1. LigBearbeiten

In der Drittligasaison 2013/14 qualifizierte sich der Klub als Tabellenzweiter für die Playoff-Phase. In dieser erreichte die Mannschaft das Finale und setzte sich hier mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen Hatayspor durch und kehrte nach 17-jähriger Abstinenz wieder in die TFF 1. Lig zurück.[1]

Der Klub unterschrieb mit dem Unternehmen Albimo ein Name-Sponsoringvertrag. Danach führte der Klub neben der Trikotwerbung auch für die Vertragsdauer den Firmennamen in seinem Vereinsnamen und hieß Albimo Alanyaspor heißen.[2] In der Saison 2015/2016 hieß der Verein Multigroup Alanyaspor.

In die Saison 2014/15 startete der Klub mit dem Aufstiegstrainer der letzten Saison, mit Mehmet Altıparmak. Unter diesem Cheftrainer startete die Mannschaft überraschend gut in die Saison und belegte lange Zeit Plätze im oberen Tabellendrittel. Nachdem die Mannschaft gegen Ende der Hinrunde sich von der Tabellenplätze zu entfernen drohte, ersetzt der Klub Altıparmak durch den erfahrenen Trainer Hüseyin Kalpar. Mit Kalpar kam auch die erhoffte Wende und der Verein beendete die reguläre Ligaphase der Saison auf dem 3. Tabellenplatz und qualifizierte sich für die Play-off-Phase der Liga. In den Play-offs, in denen der dritte und letzte Aufsteiger per K.-o.-System ausgespielt wurde, scheiterte die Mannschaft im Halbfinale an Samsunspor.

Aufstieg in die Süper LigBearbeiten

Trotz dieser bis dato erfolgreichen ersten Zweitligasaison nach 13 Jahren kam es zu keiner Vertragsverlängerung mit Kalpar. Stattdessen verpflichte der Verein für die Saison 2015/16 mit Erhan Altın den letzten Cheftrainer von Samsunspor.[3] Mit diesem Trainer wurde der Vertrag bereits nach fünf Spieltagen wieder aufgelöst, nachdem der Verein mit nur einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen sich auf dem letzten Nichtabstiegsplatz befand. Altın ersetzte die Vereinsführung mit dessen Vorgänger Hüseyin Kalpar. Dieser Trainer führte den Klub schnell wieder auf die Erfolgsspur. Die Mannschaft lieferte sich mit Kardemir Karabükspor bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den 2. Tabellen- und letzten direkten Aufstiegsplatz. Diesen verfehlte der Verein am letzten Spieltag durch ein hart umkämpften 2:2-Unentschieden auswärts gegen Giresunspor. Stattdessen wurde die Ligaphase der Saison auf dem 3. Tabellenplatz beendet und so die Qualifikation für die Play-off-Phase erreicht. In den Play-offs, in denen der dritte und letzte Aufsteiger per K.-o.-System ausgespielt wurde, erreichte die Mannschaft das Finale und traf auf Adana Demirspor. Nachdem die reguläre Spieldauer 1:1 unentschieden endete, setzte sich die Mannschaft nach Elfmeterschießen mit 4:2 durch und erreichte damit den ersten Aufstieg in die Süper Lig. Am 28. April 2019 verunglückte ein vom Verein gecharterter Shuttle Bus, mit 7 Spielern, der A-Mannschaft auf der Rückreise des Ligaspieler gegen Kayserispor, dabei wurden Papiss Cissé, Steven Caulker, Baiano, Djalma Campos, Welinton und Isaac Sackey verletzt und der 20fache Tschechische Nationalspieler Josef Šural kam bei dem Unglück, 5 Kilometer südlich von Alanya ums Leben.[4]

LigazugehörigkeitBearbeiten


Aktueller Kader 2020/21Bearbeiten

Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2021

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
13 Turkei  Ahmet Cagri Güney 23. Aug. 2003 2020 2022
28 Portugal  Carlos Marafona 8. Mai 1987 2019 2021
34 Turkei  Serkan Kirintili 15. Feb. 1985 2021 2022
Abwehr
3 Türke  Ahmet Gülay 13. Jan. 2003 2020 2022
4 Türke  Alpay Çelebi 4. Apr. 1999 2020 2022
5 Türke  Fatih Aksoy 6. Nov. 1997 2020 2025
21 Schweizer  Kameruner  François Moubandje 21. Aug. 1990 2020 2021
24 Spanien  Juanfran 11. Sep. 1988 2019 2021
31 Grieche  Giorgos Tzavelas 26. Nov. 1987 2017 2021
44 England  Steven Caulker 29. Dez. 1991 2019 2021
75 Türke  Tayfur Bingöl 11. Jan. 1993 2019 2022
Mittelfeld
6 Türke  Ceyhun Gülselam 25. Dez. 1987 2018 2020
7 Türke  Efecan Karaca 16. Nov. 1989 2013 2022
8 Türke  Salih Uçan 6. Jan. 1994 2019 2021
14 Turkei  Hasan Acar 16. Dez. 1994 2021 2024
22 Turkei  Berkan Kutlu 25. Jan. 1998 2020 2024
23 Turkei  Deutschland  Efkan Bekiroglu 14. Sep. 1995 2020 2023
26 Grieche  Manolis Siopis 15. Mai 1994 2019 2022
27 Turkei  Deutschland  Umut Güneş 16. März 2000 2019 2023
91 Brasilien  Davidson 5. März 1991 2020 2023
92 Polen  Damian Kadzior 16. Juni 1992 2021 2021
93 Mauretanien  El Mami Tetah 12. Nov. 2001 2021 2025
Sturm
9 Paraguay  Adam Bareiro 26. Juli 1996 2020 2021
10 Senegalese  Khouma Babacar 17. März 1993 2020 2022
19 Turkei  Mustafa Pektemek 11. Aug. 1988 2020 2021

Wechsel zur Saison 2019/20Bearbeiten

Zugänge

Sommer 2019

Winter 2019/20

Abgänge

Sommer 2019

Winter 2019/20

a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Ehemalige bekannte SpielerBearbeiten

Trainer (Auswahl)Bearbeiten

3 interimsweise

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. PTT 1. Lig'e yükselen son takım Alanyaspor. tff.org; abgerufen am 31. Mai 2014
  2. İşte PTT 1. Lig ekibinin yeni ismi. trtspor.com.tr; abgerufen am 19. August 2014
  3. Alanyaspor teknik direktörünü buldu. trtspor.com.tr; abgerufen am 18. Juni 2015
  4. Tschechischer Nati-Spieler stirbt bei Bus-Unfall. 4-4-2.com, 29. April 2019
  5. a b Kulüplere antenör dayanmıyor. In: Milliyet, 2. Januar 1988, S. 13