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Waldkirch

Stadt in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waldkirch
Waldkirch
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waldkirch hervorgehoben
Koordinaten: 48° 6′ N, 7° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Emmendingen
Höhe: 274 m ü. NHN
Fläche: 48,47 km2
Einwohner: 21.799 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 450 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79183
Vorwahl: 07681
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 056
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1–5
79183 Waldkirch
Webpräsenz: www.stadt-waldkirch.de
Oberbürgermeister: Roman Götzmann (SPD)
Lage der Stadt Waldkirch im Landkreis Emmendingen
FrankreichOrtenaukreisLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldFreiburg im BreisgauSchwarzwald-Baar-KreisBahlingen am KaiserstuhlBiederbachBiederbachBiederbachDenzlingenElzachEmmendingenEndingen am KaiserstuhlForchheim (Kaiserstuhl)Freiamt (Schwarzwald)Gutach im BreisgauHerbolzheimKenzingenMalterdingenMalterdingenReute (Breisgau)Rheinhausen (Breisgau)Riegel am KaiserstuhlSasbach am KaiserstuhlSexauSimonswaldTeningenVörstettenWaldkirchWeisweilWinden im ElztalWyhl am KaiserstuhlKarte
Über dieses Bild
Waldkirch von der Kastelburg aus im Frühling…
…und im Winter, im Hintergrund der Kandel

Waldkirch ist eine Große Kreisstadt im Breisgau in Baden-Württemberg, sie liegt etwa zehn Kilometer östlich von Emmendingen und etwa 16 Kilometer nordöstlich von Freiburg im Breisgau.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Stadt liegt an der Elz, im südwestlichen Teil des Schwarzwaldes. Die Nachbargemeinden im Elztal taleinwärts sind Gutach im Breisgau, Winden im Elztal und Elzach, im südöstlich abzweigenden Simonswäldertal Simonswald. Talauswärts grenzt Waldkirch an Denzlingen und Sexau. Waldkirch liegt direkt am Fuße des 1241 Meter hohen Kandels. Der tiefste Punkt von Waldkirch liegt bei 243 m,[2] der Höhenunterschied auf der Gemarkung beträgt damit 998 Meter.

Bedingt durch die Lage im Oberrheingraben kommt es gelegentlich zu kleineren Erdbeben. Das letzte größere Beben mit einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala ereignete sich am 5. Dezember 2004, das Epizentrum lag unter dem Kandelmassiv.

StadtgliederungBearbeiten

Zur Stadt Waldkirch gehören die Stadtteile Buchholz, Kollnau, Batzenhäusle, Siensbach einschließlich des Siensbacher Weges, Suggental sowie Waldkirch. Die räumlichen Grenzen der Stadtteile sind identisch mit den Grenzen der ehemaligen Gemeinden gleichen Namens. Mit Ausnahme des Stadtteils Waldkirch erfolgt die offizielle Benennung der Stadtteile durch den vorangestellten Namen der Stadt und, mit Bindestrich verbunden und nachgestellt, den Namen des jeweiligen Stadtteils. Die Stadtteile Buchholz, Kollnau, Siensbach einschließlich des Siensbacher Weges sowie Suggental sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils einem von den Wahlberechtigten bei Kommunalwahlen direkt zu wählenden Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzenden eingerichtet. In den Ortschaften befinden sich jeweils Verwaltungsstellen mit der Bezeichnung „Stadt Waldkirch – Ortsverwaltung…“.

Zum Stadtteil Buchholz gehören das Dorf Buchholz und der Weiler Batzenhäusle. Zum Stadtteil Kollnau gehören das gleichnamige Dorf sowie die Höfe Harnischwald, Kohlenbach und Übental. Zum Stadtteil Siensbach einschließlich des Siensbacher Weges gehören die Weiler Obertal (Dobel), Untertal und Zinken, die Höfe Biehl und Mühletal sowie die Wohnplätze Beim Rechen und Eichbühl. Zum Stadtteil Waldkirch gehören die gleichnamige Stadt, der Weiler Heimeck, die Höfe Dettenbach, Eschbach, Petershöfe und Wegelbach sowie die Wohnplätze Altersbach, Forstsiedlung und Kandelrasthaus. Im Stadtteil Waldkirch lagen die in Waldkirch aufgegangene Ortschaft Stahlhof, die bis 1936 mit den Ortsteilen Dettenbach, Heimeck, Petershöfe und Wegelbach eine eigene Gemarkung bildete, die Burgen Kastelburg und Schwarzenburg sowie die abgegangenen Burgen Küchlinsburg und Kyffelburg und die abgegangene Ortschaft Weiler.[3]

GeschichteBearbeiten

Die ältesten Quellen Waldkirchs beziehen sich auf die Gründung des Frauenklosters St. Margarethen durch den schwäbischen Herzog Burchard II. um das Jahr 918. Die Ansiedlung stand später unter dem Schutz der Schwarzenberger, die die Kastelburg und Schwarzenburg erbauten sowie die Ansiedlung im 13. Jahrhundert mit einer Stadtmauer befestigten.

Am 8. August 1300 wurde Waldkirch von den Schwarzenberger Vögten das Stadtrecht verliehen. 1567 kaufte Erzherzog Ferdinand von Österreich die Herrschaft Schwarzenberg mit der Stadt Waldkirch. Bis 1805 war Waldkirch vorderösterreichische Amtsstadt. Dann fiel es an das Großherzogtum Baden, wo es bis 1936 Amtsstadt des gleichnamigen Amtsbezirks war. Seither gehört es zum Landkreis Emmendingen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, den die Stadt weitgehend unbeschädigt überstand, gehörte Waldkirch zum Bundesland (Süd-)Baden und wurde so 1952 Teil des neugebildeten Bundeslandes Baden-Württemberg. Die heutige Stadt wurde im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Stadt Waldkirch und der Gemeinden Buchholz und Kollnau unter dem Namen Waldkirch-Kollnau neu gebildet und am selben Tag in Waldkirch umbenannt.[4] Bereits am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Suggental und am 1. Januar 1973 die Gemeinde Siensbach nach Waldkirch eingemeindet.[5] Am 1. Januar 2009 wurde Waldkirch zur Großen Kreisstadt erhoben.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Bis zur Gemeinderatswahl 2004 galt die Unechte Teilortswahl, das Gemeindegebiet war entsprechend in Wohnbezirke gegliedert.

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führten zu folgendem Ergebnis (G/V: Gewinn/Verlust im Vergleich zu 2009):[6]

 
Rathaus Waldkirch
Partei / Liste Stimmenanteil G/V Sitze G/V
CDU 30,8 % − 5,0 8 − 1
SPD 27,7 % + 5,3 7 + 1
Die Offene Liste 22,0 % + 4,6 6 + 2
Freie Wähler 19,5 % − 6,9 5 − 2

Bürgermeister und OberbürgermeisterBearbeiten

Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt (2009) trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister.

  • 1775–1803: Benedikt Pfeifer
  • 1803–1817: Mathias Ringwald[7]
  • 1817–1835: Johann Reisky
  • 1835–1836: P. Brand
  • 1836–1842: Mathias Fehrenbach
  • 1842–1845: Georg Ehrhard
  • 1845–1861: Heinrich Hoch
  • 1861–1866: Josef Joerger
  • 1866–1876: Heinrich Weiß
  • 1876–1879: Adolf Joerger
  • 1879: Christian Weber (20 Tage)
  • 1880–1887: Xaver Weiss
  • 1887–1897: Johann Seufert
  • 1897–1919: Albert Schill
  • 1919–1933: Carl Eberle, Zentrum
  • 1933–1945: Max Kellmayer, NSDAP
  • 1945 (25.4.–18.7.): Stanislaus Göppert[8]
  • 1945 (18.7.–22.9.): Carl Eberle, Zentrum
  • 1945 (22.9.–18.10.): Georg Schindler
  • 1945 (18.10.–27.11.): Georg Scholz (Künstler)
  • 1945–1946 (4.2.): Max Kahle, SPD
  • 1946–1947 (22.3.): Otto Mutschler, BCSV
  • 1947 (23.3.–25.4.): Ernst Oschwald, SPD
  • 1947–1948: Adolf Wolfsperger, BCSV
  • 1948–1970: Ernst Prestel, CDU
  • 1970–1983: Hugo Eisele, CDU
  • 1983–2015: Richard Leibinger, SPD
  • seit 2015: Roman Götzmann, SPD

Am 15. März 2015 wurde Roman Götzmann bei einer Wahlbeteiligung von 56,0 % mit 72,4 % der gültigen Stimmen zum Oberbürgermeister gewählt. Er hat sein Amt am 11. Juni 2015 angetreten. Als weitere Bewerber erhielten Gerhard Bongarth 19,5 % und Bernhard Steinhart 7,8 % der Stimmen.[9]

WappenBearbeiten

 
Seit 1976 gültiges Wappen
 
Altes Wappen von Waldkirch

BeschreibungBearbeiten

Das Wappen von Waldkirch ist ein sprechendes Wappen. Es zeigt in Blau einen schwarzen Sechsberg, auf dem in Silber eine Kirche mit rotem Dach und goldenem Kreuz steht. Umrahmt wird diese Anordnung auf der rechten Flanke von einem silbernen Lindenzweig und auf der linken Flanke von einem silbernen Eichenzweig. Die Kirche zwischen Linden- und Eichenzweig versinnbildlicht den Stadtnamen. Der Sechsberg stammt aus dem Wappen der Herren von Schwarzenberg. Das Wappen basiert auf dem ältesten bekannten Siegel aus dem 13. Jahrhundert und wurde der Stadt am 5. Mai 1976 verliehen.

Altes WappenBearbeiten

Zwischen 1634 und 1976 verwendete die Stadt ein Wappen ohne den Sechsberg. Von Blau und Grün geteilt, auf der Hauptstelle eine Doppelturmkirche, rechts und links gesäumt von zwei silbernen Bäumen. Im Schildfuß sind drei weitere silberne Bäume dargestellt.

Wappen der OrtsteileBearbeiten

 
Der Europabrunnen trägt die Namen von Waldkirchs Partnerstädten.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Waldkirch besitzt eine lange industrielle und handwerkliche Vergangenheit. Die Tradition der Edelsteinschleiferei reicht bis ins Mittelalter zurück und wird heute noch von der Firma Wintermantel vertreten. Der Waldkircher Orgelbau, 1799 von Matthias Martin begründet, wurde im 19. Jahrhundert auf den Drehorgel- und Musikautomatbau ausgeweitet und genoss Weltruf bis in die 1920er Jahre. Der Orgelbau wird heute von der Firma Jäger & Brommer sowie Paul Fleck Söhne, Achim Schneider und Wolfram Stützle weiter geführt. Während der industriellen Revolution war Waldkirch – wie das gesamte Elztal – ein bekannter Standort für die Textilindustrie. Von dieser ist heute allerdings nur wenig übrig geblieben, vor allem die Firma Gütermann im benachbarten Gutach. Stark gewachsen ist dagegen nach dem Zweiten Weltkrieg die optische und elektrotechnische Industrie, vertreten durch die Firma Sick, sowie die Papierverarbeitung, vertreten durch die August Faller KG.

Im Ortsteil Buchholz wird seit 1877 erfolgreich Wein angebaut, Buchholz ist ebenso für den Anbau von Obst und Beerenfrüchten überregional bekannt. Im Ortsteil Suggental waren im Mittelalter mehrere Silberbergwerke in Betrieb (Silberbergwerk Suggental). Teile der Gruben wurden durch die Bergbauforschungsgruppe Suggental wieder freigelegt und können nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Auch der Fremdenverkehr ist ein relevanter Wirtschaftszweig. Waldkirch liegt an der Deutschen Uhrenstraße und gehört dem Netzwerk Deutsche Orgelstraße an.

Wintersportler kommen an den Liften des Hausbergs Kandel auf ihre Kosten. Besonders anspruchsvoll ist hier die Teiltalabfahrt „Nordhang“.

Seit 30. April 2016 hat Waldkirch im Ortsteil Kollnau ein neues Freibad.[10]

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Waldkirch

Waldkirch liegt an der Bundesstraße 294 (BrettenFreiburg im Breisgau), die die Stadt südlich im Hugenwaldtunnel umführt. Am nordöstlichen Stadtrand beginnt die Kandelstraße, die seit den frühen 1930er-Jahren die Stadt mit dem Kandel verbindet und in den 1950er-Jahren nach St. Peter weitergeführt wurde.

Mit dem Bahnhof Waldkirch ist die Stadt über die von der Breisgau-S-Bahn bediente Elztalbahn (Freiburg im BreisgauElzach) im Halbstundentakt zu erreichen. Außerdem besitzt Waldkirch zwei Stadtbuslinien der SBG. Der nächste Haltepunkt des Fernverkehrs ist Freiburg im Breisgau. Waldkirch gehört dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg an.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind Basel, Zürich, Stuttgart, Baden-Baden und Straßburg.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

 
Hauptsitz der Sick AG

Einige Waldkircher Unternehmen sind weit über den lokalen und regionalen Rahmen hinaus bekannt, einige sind weltweit tätig oder sogar Weltmarktführer auf ihrem Gebiet.

Den Orgelbau betreiben in Waldkirch noch die Firmen Paul Fleck Söhne, Jäger & Brommer, Achim Schneider und Wolfram Stützle.

Mack Rides ist ein seit 1780 in Waldkirch bestehendes Familienunternehmen, das heute einer der führenden Hersteller von Freizeitparkattraktionen ist. Aus dem damaligen Ausstellungspark ist der heutige Europa-Park in Rust hervorgegangen.

Die in Waldkirch ansässige Sick AG stellt Sensorik und optische Geräte für die Industrie her und beschäftigt weltweit rund 8000 Mitarbeiter.

Das ortsansässige Unternehmen Ganter Interior ist als inhabergeführtes Familienunternehmen im Bereich Laden- und Innenausbau weltweit tätig.

Die August Faller KG ist ein 1882 gegründetes Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waldkirch. Es gehört im deutschsprachigen Raum zu den Marktführern für pharmazeutische Sekundärpackmittel.

Gerichte und BehördenBearbeiten

In Waldkirch gibt es ein Amtsgericht Waldkirch, das zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehört, sowie ein Notariat, das für die Gemeinden des Elztals zuständig ist. Das ehemalige Gerichtsgefängnis neben dem Amtsgericht fungierte als Außenstelle der JVA Freiburg. Hier waren Häftlinge untergebracht, die sich im offenen Vollzug befanden. Nach dessen Schließung wird es als Bürokomplex genutzt. Die Stadt war bis 2007 auch Sitz des Dekanats Waldkirch des Erzbistums Freiburg.

BildungseinrichtungenBearbeiten

Neben dem Geschwister-Scholl-Gymnasium bestehen in Waldkirch die Realschule Kollnau, die Grundschule Schwarzenbergschule, die Grund- und Hauptschule Kastelbergschule, die Grund- und Hauptschule Buchholz, die Grund- und Hauptschule Kollnau, ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen, die Staatliche Schule für Sehbehinderte St. Michael und das Berufliche Schulzentrum Waldkirch. Eine weitere wichtige Bildungseinrichtung ist die Städtische Musikschule. In privater Trägerschaft gibt es außerdem die Freie Schule Elztal. Zudem verfügt die Stadt über eine Ganztagesgrund- und Hauptschule sowie ein Kinderhaus, alles unter dem Dach der Kastelbergschule. Somit können dort Kinder von 0 bis 16 Jahren betreut werden.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Stadtkirche St. Margarethen

Waldkirch liegt an der Deutschen Uhrenstraße, die an vielen Ausstellungsorten historischer Uhren und Uhrenfabriken vorbeiführt.

Die Stadt ist Mitglied der Cittàslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

Im Aktion Jugend Zentrum Waldkirch e. V. (kurz AJZ) bemühen sich junge Menschen aus Waldkirch seit 1977, unabhängig von der städtischen Sozialarbeit, um ein kulturell anspruchsvolles Programm.

BauwerkeBearbeiten

 
Häuserzeile unterhalb der Kastelburg
  • Die Stadtkapelle Unserer lieben Frau ist das wohl älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt. Der Bau geht auf das Jahr 1336 zurück und wurde von den Bürgern der Stadt errichtet, um zum Gottesdienst nicht in die damals außerhalb der Stadtmauern gelegene „Leutkirche“ St. Walburga gehen zu müssen, was im Winter beschwerlich und in Kriegszeiten auch gefährlich war.
Die Kapelle wurde 1931 umgebaut und um den Chor erweitert, in welchem der barocke Hochaltar aufgestellt ist. Die Seitenfiguren dieses Altars werden Christian Wentzinger zugeschrieben.
In der Kirche befinden sich Kreuzwegbilder, die im Jahr 1938 von Georg Scholz geschaffen wurden, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs kurz auch Bürgermeister der Stadt war, bevor er verstarb. Die Orgel wurde 1894 von der Orgelbauerwerkstatt Anton Kiene aus Waldkirch erbaut und ersetzte ein Instrument aus dem Jahr 1844.
  • Die katholische Stadtkirche St. Margarethen (ehemalige Stiftskirche des gleichnamigen Kollegiatstifts), 1732–1734 vom Vorarlberger Barockbaumeister Peter Thumb erbaut.
  • Kirchplatz mit vollständig erhaltenem Ensemble barocker ehemaliger Kanonikerhäuser des Kollegiatstifts St. Margarethen
  • Marktplatz mit historischer Bebauung, siehe Rathaus
  • Ruine der Kastelburg
  • Ruine der Schwarzenburg
  • Schloss Buchholz[11]  

MuseenBearbeiten

In dem im barocken ehemaligen Propsteigebäude untergebrachten Elztalmuseum, Kirchplatz 14, werden neben regionaler Volkskunst und historischen Dokumenten bedeutende Beispiele des Waldkircher Drehorgel- und Musikautomatenbaus ausgestellt. Letztere zeigt auch der Orgelbauersaal, Am Gewerbekanal 1, der von der Waldkircher Orgelstiftung betrieben wird.

Weitere SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die unter Denkmalschutz stehende Edelsteinschleiferei Wintermantel ist eine der größten und ältesten im Original erhaltenen und noch in Betrieb befindlichen handwerklichen Edelsteinschleifereien in Deutschland, letzte verbliebene Vertreterin einer bedeutenden Handwerkstradition im Breisgau.
  • Der Schwarzwaldzoo in direkter Nachbarschaft der Freizeitanlagen des Stadtrainsees ist eine Attraktion für Kinder und Familien.
  • Das mittelalterliche Silberbergwerk Suggental bietet nach Vereinbarung Führungen an.
  • Der Baumkronenweg.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Alle drei Jahre findet das Waldkircher Orgelfest statt. Im selben Intervall findet im Juli das historische Marktplatzfest in Waldkirch statt.

Außerdem wird in Waldkirch die Tradition der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gepflegt. Die Narrenzunft „Krakeelia“ Waldkirch zählt zu den ältesten der Region. Am „Schmutzige Dunschdig“ (Schmutziger Donnerstag) findet traditionell die Fasnetseröffnung mit anschließendem Hemdglunkerumzug statt. Zwei Tage später am Fastnachtssamstag findet der Hexensabbat der Kandelhexen statt. Weiterhin findet am Fastnachtssonntag der Fasnets-Umzug durch die Stadt statt. Am Rosenmontag gibt es die traditionelle Elfimess für Männer. Zu den Bräuchen der Fasnet in Waldkirch gehört zudem das „Kläppere“, bei dem mit zwei „Kläpperli“ durch rhythmisches Aneinanderschlagen Musik gemacht wird.

Regelmäßige Kulturveranstaltungen im AJZ Waldkirch e. V. sowie beim kommunalen Kino der „Klappe 11“.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Maria Luise Frick[12] (1926–2018), Ehrenbürgerwürde 1992

Bekannte BürgerBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Schwarzwaldort Waldkirch - Orte im Schwarzwald - Ortsinformationen im Detail. Abgerufen am 11. März 2018.
  3. Regierungsbezirk Freiburg. In: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2, S. 247–252.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 511.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 495 f.
  6. Internetseite der Stadt Waldkirch.  und Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  7. Wegen Schulden abgesetzt. Stadtgeschichte Waldkirch (V): Geldnot und Strukturwandel zu Beginn des 19. Jahrhunderts. In: Badische Zeitung, 26. Februar 2009.
  8. Bürgermeister 1945–1948 nach Wolfram Wette, Politik im Elztal, Waldkirch 1990, ISBN 3-87885-228-2, S. 166–178.
  9. Stadt Waldkirch – Endgültiges Wahlergebnis Bürgermeisterwahl 2015
  10. Neues Schwimmbad. Abgerufen am 28. April 2016.
  11. Schloss Buchholz, in: Badische Zeitung vom 23. Okt. 2010
  12. „Nachruf: Ehrenbürgerin Maria Luise Frick ist gestorben“, Badische Zeitung vom 29. Januar 2018
  13. Wolfram Wette: Der Waldkircher Hitler Spiegel Online vom 10. März 2008, abgerufen am 26. Dezember 2014
  14. Ernst Jünger (Hrsg.): Die Unvergessenen, Moser-Verlag, München 1928, S. 251–259.