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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Winden im Elztal
Winden im Elztal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winden im Elztal hervorgehoben

Koordinaten: 48° 9′ N, 8° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Emmendingen
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 21,96 km2
Einwohner: 2872 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79297
Vorwahlen: 07682, 07685
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 055
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
79297 Winden im Elztal
Website: www.winden-im-elztal.de
Bürgermeister: Klaus Hämmerle
Lage der Gemeinde Winden im Elztal im Landkreis Emmendingen
FrankreichOrtenaukreisLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldFreiburg im BreisgauSchwarzwald-Baar-KreisBahlingen am KaiserstuhlBiederbachBiederbachBiederbachDenzlingenElzachEmmendingenEndingen am KaiserstuhlForchheim (Kaiserstuhl)Freiamt (Schwarzwald)Gutach im BreisgauHerbolzheimKenzingenMalterdingenMalterdingenReute (Breisgau)Rheinhausen (Breisgau)Riegel am KaiserstuhlSasbach am KaiserstuhlSexauSimonswaldTeningenVörstettenWaldkirchWeisweilWinden im ElztalWyhl am KaiserstuhlKarte
Über dieses Bild

Winden im Elztal ist eine Gemeinde im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde Winden mit ihren beiden Ortsteilen Niederwinden und Oberwinden liegt etwa 25 km nordöstlich von Freiburg im Breisgau in einem Tal des mittleren Schwarzwaldes. Winden ist am Fuße des Hörnleberges zwischen Gutach und Elzach im Elztal gelegen. Nachbargemeinden von Winden sind Elzach im Norden und Osten, Simonswald im Südosten sowie Gutach im Westen.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Winden im Elztal, bestehend aus den ehemaligen Gemeinden Niederwinden und Oberwinden, gehören 24 Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Niederwinden gehören das Dorf Niederwinden, der Weiler Vorderschwangen und die Höfe Dürrenberg, Hillers(s)berg, Hinterschwangen, Mooshof und Reschhöfe. Zur ehemaligen Gemeinde Oberwinden gehören das Dorf Oberwinden, die Weiler Allmend, Am Brand (Dobel), Am Brand (Wanne), Grün (mit Oberwinden zusammengewachsen), Lehen, Reschenberg und Stauden, die Zinken Halden und Rüttlersberg, die Höfe Braunhöfe, Ensenberg, Erzenbach und Merklehof und die Wohnplätze Dobelberg, Neudorf und Ziegelhütte.[2]

 
Winden Gesamtgemeinde

WappenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

In einer Urkunde des Papstes Alexander III. aus dem Jahre 1178 sind die Orte „wineden inferius et superius“, Niederwinden und Oberwinden, erstmals als Besitz des Waldkircher Klosters St. Margarethen erwähnt.[3][4] Durch den Verkauf Niederwindens wurden die beiden Ortsteile im Jahre 1293 voneinander getrennt. 1316 kam Oberwinden in den Besitz der Schwarzenberger auf der Kastelburg. 1567 wurde Niederwinden österreichisch und gehörte dort zur Landgrafschaft Breisgau, später Oberamt Breisgau, in Vorderösterreich. 1805 kamen beide Orte zum Großherzogtum Baden.

GemeindefusionBearbeiten

Am 1. Januar 1975 wurden die beiden Gemeinden durch die Gemeindereform zur Gemeinde Winden im Elztal vereint.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Oberwinden und Niederwinden

Einwohnerentwicklung
Jahr Oberwinden Niederwinden
1871 982 507
1961 1268 875
1970 1462 999
1974 1527 1007
2000 1625 1130
2006 1644 1218
2007 1642 1213
2012 1596 1225

Winden im Elztal

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1871 1489
1961 2143
1970 2461
1974 2534
1991 2612
1995 2696
2000 2755
2005 2869
2010 2828
2015 2860

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister der Gemeinde ist seit 2015 Klaus Hämmerle.[6]

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Winden im Elztal hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
40,9 %
33,8 %
25,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   2
   0
  -2
  -4
-1,3 %p
+0,1 %p
+1,2 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,9 5 42,2 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 33,8 4 33,7 4
FW Freie Wähler Winden 25,3 3 24,1 3
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 65,4 % 53,2 %

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Winden ist über die Bundesstraße 294 an das überregionale Straßennetz angebunden. Auf der Elztalbahn (DenzlingenElzach) verkehrt heute die Breisgau-S-Bahn mit je einem Haltepunkt in beiden Ortsteilen Windens.

BildungBearbeiten

In Oberwinden besteht eine Hauptschule mit Werkrealschule, in Niederwinden eine Grundschule. Daneben gibt es in beiden Ortsteilen je einen Kindergarten.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
St. Stephan in Oberwinden

MusikBearbeiten

Im Jahre 1880 entschlossen sich 12 begeisterte Musiker, die Musikkapelle Oberwinden zu gründen. Auftritte fanden vor allem bei kirchlichen Anlässen und besonderen Ereignissen in der Gemeinde statt.

Bereits 1928 bildeten Jungmusiker der Kapelle eine Abordnung, die aus eigenem Interesse auch öffentliche Veranstaltungen mit Erfolg bestritten.

Während beider Weltkriege ruhte zwar die aktive Tätigkeit der Kapelle, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder und ihre Liebe zur Musik konnten jedoch nicht zerstört werden. Schon 1947 begannen 16 Musiker wieder mit dem Musizieren und viele folgten ihrem Beispiel. Im Jahre 1964 (-1975) gingen die „Elztäler Dorfmusikanten“, die anfänglich vor allem bei vereinsinternen Veranstaltungen spielten, aus der Kapelle hervor. Ihr Name und ihre volkstümlichen Weisen waren schon bald über die örtlichen Grenzen hinaus bekannt.

BauwerkeBearbeiten

  • Die Pfarrkirche St. Stephan in Oberwinden gehört zu den späten Schöpfungen des Weinbrenner-Schülers Hans Voß. Sie wurde zwischen 1835 und 1842 erbaut.
  • Die Pfarrkirche St. Leonhard in Niederwinden hat Vorgängerbauten aus dem 11. und 13. Jahrhundert, von denen Mauerreste bei Ausgrabungen im Jahre 1978 gefunden wurden. Bereits für das Jahr 1178 ist an dieser Stelle eine Kirche belegt. Sie war 1278 eine Filiale der Waldkircher Martinskirche. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche teilweise zerstört – nur die Sakristei und der gotische Chorbogen sind heute noch erhalten. Die jahrzehntelange sehr dürftige Ausstattung änderte sich, als der um 1760 geschaffene barocke Hochaltar aus dem 1806 aufgelösten Kloster Tennenbach nach Niederwinden gebracht wurde. Von 1978 bis 1980 wurde die Kirche St. Leonhard von Grund auf restauriert.

SportBearbeiten

Der größte Windener Sportverein ist der Fußballverein Sportfreunde Winden. Die 1. Mannschaft der SF Winden spielt in der Kreisliga A1. Die Damenmannschaft spielt als SG Winden/Simonswald in der Landesliga.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Immer am ersten Samstag im Dezember lädt die Musikkapelle Oberwinden zu ihrem Jahreskonzert ein.
  • Auch ist Winden im Elztal eine Hochburg der alemannischen Fasnacht. Hier sind zwei Narrenzünfte beheimatet, D'r Oberwindemer Spitzbue und der Niederwindemer Schindlejokel. Während der gesamten Fasnachtszeit findet in den beiden Ortsteilen ein buntes Treiben statt. Vier Wochen nach dem Fasnachtssonntag findet in Ober- und Niederwinden das traditionelle Scheibenschlagen statt.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Anton Beck (1805–1876), geboren in Oberwinden, badischer Oberamtmann, Mitglied der Badischen Ständeversammlung
  • Augustin Schuldis (1891–1954), geboren in Oberwinden, katholischer Priester

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Regierungsbezirk Freiburg. In: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2, S. 205–256.
  3. Niederwinden – Altgemeinde~Teilort. leo-bw.de, abgerufen am 17. Juni 2019.
  4. Oberwinden – Altgemeinde~Teilort. leo-bw.de, abgerufen am 17. Juni 2019.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 511.
  6. Klaus Hämmerle ist neuer Bürgermeister in Winden (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive). Badische Zeitung, 2. Juli 2015, abgerufen am 22. Juli 2015.