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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Spiesheim
Spiesheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Spiesheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Wörrstadt
Höhe: 173 m ü. NHN
Fläche: 7,31 km2
Einwohner: 939 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55288
Vorwahl: 06732
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 061
Adresse der Verbandsverwaltung: Zum Römergrund 2–6
55286 Wörrstadt
Website: www.spiesheim.de
Ortsbürgermeister: Hans-Philipp Schmitt (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Spiesheim im Landkreis Alzey-Worms
GimbsheimHamm am RheinEich (Rheinhessen)AlsheimMettenheimOsthofenBechtheimDittelsheim-HeßlochFrettenheimWesthofenMonzernheimGundheimBermersheimGundersheimHangen-WeisheimHochbornOffsteinHohen-SülzenMonsheimWachenheim (Pfrimm)MölsheimFlörsheim-DalsheimMörstadtWendelsheimStein-BockenheimWonsheimWonsheimSiefersheimWöllsteinGau-BickelheimGumbsheimEckelsheimGau-WeinheimVendersheimWallertheimPartenheimSaulheimUdenheimSchornsheimGabsheimWörrstadtSulzheim (Rheinhessen)SpiesheimEnsheimArmsheimFlonheimErbes-BüdesheimNackNieder-WiesenBechenheimOffenheimBornheim (Rheinhessen)LonsheimBermersheim vor der HöheAlbigBiebelnheimBechtolsheimGau-OdernheimFramersheimGau-HeppenheimAlzeyOber-FlörsheimFlombornEppelsheimDintesheimEsselbornMauchenheimFreimersheim (Rheinhessen)WahlheimKettenheimHessenMainzLandkreis Mainz-BingenWormsRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimLandkreis Bad KreuznachDonnersbergkreisKarte
Über dieses Bild

Spiesheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wörrstadt an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Als Weinbaugemeinde liegt Spiesheim im größten Weinbau treibenden Landkreis Deutschlands und mitten im Weinanbaugebiet Rheinhessen. Die nächste Städte sind Wörrstadt (3 km) und Alzey (6 km). Die Landeshauptstadt Mainz ist weniger als 30 km entfernt und kann leicht über die Bundesautobahn 63 erreicht werden.

NachbargemeindenBearbeiten

AllgemeinesBearbeiten

Die 750 Hektar große Gemarkung weist einen Höhenunterschied von über 100 m auf. In den reichlich vorhandenen Weinkellern und Probierstuben, in denen man so manchen guten Tropfen verkosten kann, erzählt man sich gerne die Geschichte vom "Spiesemer Zappe". In Spiesheim wird außerdem ein reges Vereinsleben gepflegt, welches sich auch in vielen gemeinschaftlichen Unternehmungen widerspiegelt.

GeschichteBearbeiten

Archäologisch dokumentiert sind keltische Siedlungsspuren aus der Zeit ab 250 v. Christus, weitere Funde belegen eine römische Siedlungskontinuität. Im 5. Jahrhundert erfolgte die Landnahme durch die Franken. Das Dorf Spiesheim ist wahrscheinlich um das Jahr 500 entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen „Spizisheim“ ist auf das Jahr 770 datiert und beruht auf eine Schenkung von Weinbergen und Äckern an das Kloster Lorsch.

Den Zehnten und das Patronat der Pfarrkirche übertrugen 1248 die Herren von Löwenstein an das Kloster Sion. Mit der Aufhebung des Klosters fielen diese Rechte an die Pfalzgrafen.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Spiesheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[2]

Wahl SPD WfS WGR Gesamt
2014 7 5 12 Sitze
2009 5 7 12 Sitze
2004 5 7 12 Sitze
  • WfS = Freie Wählergruppe Spiesheim „Wir für Spiesheim“ e. V.

BürgermeisterBearbeiten

  • Philipp Grünewald (FWG) 1946–1964
  • Jakob Babel (FWG) 1964–1966
  • Friedrich Weinz (FWG) 1966–1979
  • August Ohl (FWG) 1979–1994
  • Klaus Gombert (FWG) 1994–2004
  • Hans-Philipp Schmitt (SPD) seit 2004

WappenBearbeiten

Das Spiesheimer Gemeindewappen wurde 1986 von der damaligen Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz genehmigt. Es geht auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahre 1492 zurück, das nachweislich noch 1738 in Gebrauch war. Es zeigt bereits alle Attribute des heutigen Wappens in einem Schild, der vom heiligen Kirchenpatron Stephanus als Schildhalter getragen wurde. Dieses Siegel muss noch um 1900 existiert haben, da es zwischen 1894 und 1928 Aufnahme in die Siegelsammlung Otto Hupp fand.

Es setzt sich aus Wappen ehemals ortsansässiger Familien zusammen. Die Fidel in rotem, mit Blumen bestreuten Feld verweist auf die Familie der Wilch von Alzey (vgl. Grabmal im Turm der kath. Kirche). Der goldene Löwe in mit goldenen Schindeln bestreutem Feld steht für die Herren von Löwenstein, die 1248 die Patronatsrechte über die Spiesheimer Kirche an das Kloster Sion bei Mauchenheim abgaben. Die steigende Bracke und Hifthörner, mittelalterliche Jagdhörner, beziehen sich auf weitere Adelsfamilien, von denen leider nur eine bekannt ist: auf einer alten Grabplatte in der Kirche zu Spiesheim ist ein Wappen mit einem roten Hifthorn (auf rotem Dreiberg in Gold) als den Herren von Horneck zugehörig nachgewiesen. Möglicherweise handelt es sich aber auch um das – farblich gewendete – Wappen der ursprünglich Mainzer Patrizierfamilie zum Jungen.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Weinbergsturm südwestlich von Spiesheim

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Spiesheimer Kerb am zweiten Sonntag im Juli
  • Oberbrunnenfest am dritten Wochenende im August

BauwerkeBearbeiten

  • Bergkirche mit einem Wehrturm aus dem 11. Jahrhundert
  • Sängerhalle mit Bleiverglasungen
  • Weinbergsturm mit Aussichtsplattform

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Spiesheim

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Verkehrsanbindung kann für die Größe von Spiesheim als sehr gut bezeichnet werden: Die A 63 ist über die Anschlussstelle Biebelnheim praktisch direkt zu erreichen, und auch die Anschlussstelle Bornheim der A 61 ist von Spiesheim nur 4,5 km entfernt. Die A 63 verbindet Spiesheim mit Mainz und Kaiserslautern. Ludwigshafen am Rhein und das Rhein-Neckar-Gebiet sind über die A 61 zu erreichen. Nach Norden ist die A 61 eine Verbindung nach Koblenz, Mönchengladbach und bis in die Niederlande.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen