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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gau-Heppenheim
Gau-Heppenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gau-Heppenheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Alzey-Land
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 5,53 km2
Einwohner: 505 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55234
Vorwahl: 06731
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 031
Adresse der Verbandsverwaltung: Weinrufstraße 38
55232 Alzey
Website: www.gau-heppenheim.de
Ortsbürgermeister: Peter Moritz
Lage der Ortsgemeinde Gau-Heppenheim im Landkreis Alzey-Worms
GimbsheimHamm am RheinEich (Rheinhessen)AlsheimMettenheimOsthofenBechtheimDittelsheim-HeßlochFrettenheimWesthofenMonzernheimGundheimBermersheimGundersheimHangen-WeisheimHochbornOffsteinHohen-SülzenMonsheimWachenheim (Pfrimm)MölsheimFlörsheim-DalsheimMörstadtWendelsheimStein-BockenheimWonsheimWonsheimSiefersheimWöllsteinGau-BickelheimGumbsheimEckelsheimGau-WeinheimVendersheimWallertheimPartenheimSaulheimUdenheimSchornsheimGabsheimWörrstadtSulzheim (Rheinhessen)SpiesheimEnsheimArmsheimFlonheimErbes-BüdesheimNackNieder-WiesenBechenheimOffenheimBornheim (Rheinhessen)LonsheimBermersheim vor der HöheAlbigBiebelnheimBechtolsheimGau-OdernheimFramersheimGau-HeppenheimAlzeyOber-FlörsheimFlombornEppelsheimDintesheimEsselbornMauchenheimFreimersheim (Rheinhessen)WahlheimKettenheimHessenMainzLandkreis Mainz-BingenWormsRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimLandkreis Bad KreuznachDonnersbergkreisKarte
Über dieses Bild

Gau-Heppenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Alzey-Land an.

GeographieBearbeiten

Gau-Heppenheim liegt in Rheinhessen, ca. 3 Kilometer östlich von Alzey. Die Selz fließt ca. einen Kilometer nördlich der Gemeinde.

Nachbargemeinden von Gau-Heppenheim sind im Norden Framersheim, im Osten Dittelsheim-Heßloch, im Südosten Monzernheim, im Süden Hochborn und im Westen Alzey.

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Heppenheim als Hepfanheim im Jahre 790, als mehrere Güter an das Kloster Lorsch verliehen wurden. Die ehemalige Burganlage, die um 1500 erwähnt wurde, wurde 1766 durch Blitz und anschließendem Feuer völlig zerstört. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort den Pfalzgrafen des Rheins.

1816 kam Heppenheim zum Großherzogtum Hessen. In jener Zeit wurde der Ort noch Heppenheim im Loch genannt. 1903 wurde er zur Unterscheidung zweier weiterer im Großherzogtum Hessen liegender Gemeinden namens Heppenheim (Heppenheim an der Wiese, Heppenheim an der Bergstraße) in Gau-Heppenheim umbenannt.[2]

Dem Ort entstammt das regional bedeutende Adelsgeschlecht der Herren von Heppenheim, genannt vom Saal, das 1684 ausstarb und dessen Familienwappen in das Gemeindewappen überging.

ReligionBearbeiten

Die katholische Pfarrgemeinde in Gau-Heppenheim St. Urban ist mit der Filialgemeinde Framersheim verbunden. Der Anteil an der katholischen Bevölkerung beträgt lediglich etwa 20 % der Gesamtbevölkerung und betrachtet sich als in der Diaspora lebend. Die Gottesdienste finden nicht in der ursprünglichen Pfarrkirche Gau-Heppenheim, sondern in der Filialkirche Sieben Schmerzen Mariens in Framersheim statt.[3]

Anton Spiehler war hier katholischer Priester, später Bischofssekretär, Geistlicher Rat und Domkapitular der Diözese Speyer, außerdem Subregens des Diözesanpriesterseminars und Summus Custos (Oberster Hüter) des Speyerer Domes. Er gehörte dem sogenannten Mainzer Kreis an.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Gau-Heppenheim besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis zur Wahl 2019 waren es zwölf Ratsmitglieder.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl WGMo GHA WGMa Gesamt
2019[4] 5 3 8 Sitze
2014[5] 4 8 12 Sitze
2009 per Mehrheitswahl 12 Sitze
  • WGMo = Wählergruppe Moritz
  • GHA = Gau-Heppenheim Aktiv e. V.
  • WGMa = Wählergruppe Matthäi

OrtsbürgermeisterBearbeiten

  • Manfred Becker (bis 2007)
  • Klaus Krieger (2007–2014)
  • Helmut Matthäi (2014–2019)
  • Peter Moritz (seit 2019)

Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde Peter Moritz mit einem Stimmenanteil von 70,18 % gewählt und folgt damit Helmut Matthäi, der nicht mehr kandidiert hatte.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Silber; rechts ein silberner Balken begleitet von drei silbernen Wecken (2:1), links zwei blaue Trauben an grünem Rebstock mit grünem Blatt“.

Das Ortswappen zeigt rechts das Wappen der Familie von Heppenheim, gen. vom Saal, und links einen Rebstock mit zwei blauen Trauben.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die ursprünglich romanische katholische Kirche St. Urban besitzt noch eine Sakristei aus dem Jahr 1505. An der Flachdecke von 1726 befinden sich Malereien, die erneuert wurden. Nur noch ein Bogenansatz in der Sakristei, die Nordwand und die Giebelmauer im Westen sind aus der Romanik erhalten. Der spätgotische Chor ist höher als das Langhaus und ohne Strebepfeiler ausgeführt. Er besteht aus einem Joch und einem Abschluss aus fünf Seiten eines gedachten Achtecks. Im Inneren fällt das feinprofilierte Sterngewölbe auf, das denen in der evangelischen Kirche in Armsheim (ehemalige Wallfahrtskirche Zum Heilgen Blut Christi) und der katholischen Kirche St. Alban in Gabsheim ähnelt. Die Orgelempore des 18. Jahrhunderts mit schönen Ständern, darauf die Orgel um 1760 aus der Werkstatt des Joseph Anton Onimus, die seit 1917 ihrer Pfeifen und weiterer Teile beraubt ist. Nach dem Vorbild dieses Gehäuses rekonstruierten 1993 Förster & Nicolaus den Spieltisch der Onimus-Orgel in St. Walburga, Friesenheim (Rheinhessen) und 2012 Rainer Müller Orgelbau Merxheim (Nahe) den Spieltisch der Kohlhaas-Orgel in Großwinternheim. Eine sehr detailreiche barocke Heiligenfigur, den Attributen – Kelch auf einem Buch stehend – zufolge ein St. Alban, fällt im Inneren auf.

Das Schiff der evangelischen Pfarrkirche wurde im Jahr 1726 errichtet. Im Inneren ist eine Kanzel aus dem Jahr 1730 zu sehen.

Das stattliche Pfarrhaus oberhalb der katholischen Kirche entstand um 1580.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Gau-Heppenheim

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gau-Heppenheim – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 5. Mai 1903, Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1903 S. 273.
  3. http://www.bistummainz.de/bm/dcms/sites/pfarreien/dekanat-alzey/gemeinden/freimersh/gemeinden/gau-heppenheim_framersheim/index.html
  4. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Gau-Heppenheim. Abgerufen am 7. September 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Alzey-Land, Verbandsgemeinde, 15. Ergebniszeile. Abgerufen am 7. September 2019.