Hauptmenü öffnen

Reuth bei Erbendorf

Gemeinde im Landkreis Tirschenreuth in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reuth b.Erbendorf
Reuth bei Erbendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reuth b.Erbendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 12° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Krummennaab
Höhe: 476 m ü. NHN
Fläche: 16,91 km2
Einwohner: 1152 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92717
Vorwahlen: 09681, 09682, 09683
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 149
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
92717 Reuth b.Erbendorf
Website: www.reuth-b-erb.de
Bürgermeister: Werner Prucker (FW)
Lage der Gemeinde Reuth b.Erbendorf im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis BayreuthLandkreis Neustadt an der WaldnaabErbendorfPullenreuthKastl (bei Kemnath)WaldershofKemnathWiesauWaldsassenTirschenreuthReuth bei ErbendorfPlößbergPechbrunnNeusorgNeualbenreuthMitterteichMähringLeonberg (Oberpfalz)KulmainKrummennaabKonnersreuthFuchsmühlFriedenfelsFalkenberg (Oberpfalz)EbnathBrand (Oberpfalz)BärnauImmenreuthTschechienKarte
Über dieses Bild

Reuth bei Erbendorf (amtlich: Reuth b.Erbendorf) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Reuth bei Erbendorf liegt zwischen Steinwald und dem Naturschutzgebiet Waldnaabtal.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Reuth bei Erbendorf ist in 15 Ortsteile eingeteilt[2]:

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Das Adelsgeschlecht der Trautenberger war von 1337 bis 1601 Besitzer der Burg bzw. der Gutsherrschaft Reuth. Der Besitz ging 1602 durch Heirat an Georg Friedrich von Unruh über und gelangte an die verwandte Familie der Sparnecker.

In die Zeit der Familie von Sparneck in Reuth (1628–1744) fiel die Gründung der Schloßbrauerei Reuth 1742. Aus der Tradition des Braurechtes in Form einer Hausbrauerei entstand 1742 ein gewerblicher Betrieb. Die Freiherren von Reitzenstein kauften die Hofmark Reuth 1772 und übten bis 1848 die Grundherrschaft und Niedergerichtsbarkeit aus.

Am 15. August 1864 erhielt Reuth einen Bahnhof.[3] Die Bahnstrecke führte zunächst von Weiden nach Eger.

KZ-AußenlagerBearbeiten

Vom 12. Januar 1945 bis zum 22. April 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, existierte im Ort ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Die Häftlinge verrichteten Zwangsarbeit für die Bäckerei Paul Röthgen, die das KZ Flossenbürg mit Brot belieferte.[4] Bei den Häftlingen handelte es sich um fünf Deutsche und zwei Holländer, die alle den Zeugen Jehovas angehörten. Sie waren unter dem Dach der Bäckerei untergebracht und wurden von einem älteren SS-Mann bewacht.[5]

EingemeindungenBearbeiten

Im Jahr 1945 oder 1946 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Trautenberg eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Röthenbach am Steinwald hinzu.[6]

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder:

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Rot zwei silberne Schrägbalken, deren vorderer mit drei blauen Spitzen belegt ist.

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1982.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Peter Braun: Die Herren von Sparneck – Stammbaum, Verbreitung, Kurzinventar. In: Archivband für die Geschichte von Oberfranken. Bayreuth 2002.
  • Adalbert Busl: Die Entfernung der böhmischen Landeshoheitszeichen im Jahre 1801. In: Wir am Steinwald 11, 2003. S. 56–60.
  • Harald Fähnrich: Lustgarten und Spielgarten der Herrschaft Reuth. In: HEIMAT – Landkreis Tirschenreuth 12, 2000. „Zunftring, Graf und Judenstein“, Beiträge zur Geschichte unserer Heimat zwischen Fichtelgebirge und Böhmerwald, S. 50–62.
  • Michael Schaudig: 250 Jahre Schloßbrauerei Reuth 1742–1992. Reuth 1992.
  • Andreas Schwohnke: Zwischen Wittelsbach und Habsburg: Reuth bei Erbendorf, ein böhmisches Lehen in der Oberen Pfalz. In: HEIMAT – Landkreis Tirschenreuth 19, 2007. „Burgstall, Schlacht und Howernessl“, Beiträge zur Geschichte unserer Heimat zwischen Fichtelgebirge und Böhmerwald, S. 136–159.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Reuth bei Erbendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/161732&attr=OBJ&val=1096
  3. a b Reuth (b Erbendorf) bei bahnrelikte.net, abgerufen am 7. Juli 2016
  4. Webseite KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Abgerufen am 6. Juli 2016
  5. Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Flossenbürg. Das Konzentrationslager Flossenbürg und seine Außenlager. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-56229-7, S. 240.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 537.