Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reken
Reken
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reken hervorgehoben
Koordinaten: 51° 50′ N, 7° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Borken
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 78,74 km2
Einwohner: 14.670 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner je km2
Postleitzahl: 48734
Vorwahl: 02864
Kfz-Kennzeichen: BOR, AH, BOH
Gemeindeschlüssel: 05 5 54 044
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 14
48734 Reken
Website: www.reken.de
Bürgermeister: Manuel Deitert (CDU)
Lage der Gemeinde Reken im Kreis Borken
Kreis BorkenNordrhein-WestfalenKreis KleveKreis WeselKreis CoesfeldKreis CoesfeldNiedersachsenKreis SteinfurtNiederlandeRaesfeldHeidenRhedeBocholtBorkenRekenVelenStadtlohnHeekAhausGescherLegdenSchöppingenGronauVredenSüdlohnIsselburgKarte
Über dieses Bild

Reken ist eine Gemeinde im westlichen Münsterland im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Borken im Regierungsbezirk Münster. Reken ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Dazu tragen neben der geografischen Lage auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten bei.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Reken liegt im Westmünsterland im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland zwischen den Höhenzügen Rekener Berge im Norden, Die Berge im Nordwesten und Hohe Mark im Osten, wobei insbesondere letzterer waldreich ist. Am südwestlichen Rand des Ortsteils Groß Reken entspringt der Midlicher Mühlenbach, der auf Rekener Gebiet noch Kusebach heißt, und dann südwärts – vorbei am Ortsteil Bahnhof Reken und durch Klein Reken – durch das Gemeindegebiet fließt.

NachbargemeindenBearbeiten

Velen Gescher Coesfeld
Heiden   Dülmen
Dorsten Haltern am See

GemeindegliederungBearbeiten

 
Ortsteile von Reken

Groß Reken ist die größte Ortschaft in der Gemeinde Reken und liegt im nordwestlichen Teil des Gemeindegebietes. Südlich schließt sich Bahnhof Reken an, der als Ansiedlung um den Bahnhof entstanden ist. Weiter südlich liegt das Dorf Klein Reken. Im Osten der Gemeinde liegen der Ort Maria Veen und die Siedlung Hülsten.

 
Panorama bei Bahnhof Reken
Ortsteile Einwohner (02/19)
Groß Reken 6310
Maria Veen 2787
Klein Reken 2613
Bahnhof Reken 2325
Hülsten 739

GeschichteBearbeiten

Reken wurde erstmals im Jahre 889 urkundlich erwähnt.

Im 9. und 10. Jahrhundert hieß das heutige Reken Regnum, erwähnt im Werdener Heberegister. Der 1173 erstmals genannte Haupthof Rekene kam im 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts in den Besitz des münsterschen Domkapitels.

1467 war Reken einer der drei Vogteibezirke, welche in dem Gebiet gegründet wurden.

EingemeindungenBearbeiten

Die Gemeinde Reken wurde am 1. Juli 1969 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Groß Reken, Hülsten und Klein Reken neu gebildet.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner (bis 1969 nur Gemeinde Groß Reken)
um 1500 160
um 1850 2700
um 1940 4400
6. Juni 1961 8085
um 2004 etwa 14.539
5. Januar 2007 14.529
31. Dezember 2013 14.411

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 55,1 % (2009: 58,4 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,2 %
10,8 %
14,5 %
11,6 %
3,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,8 %p
-3,1 %p
+2,5 %p
+2,1 %p
-4,3 %p
 
Rathaus

GemeinderatBearbeiten

Nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 setzte sich der Gemeinderat so zusammen:[4]

Partei/Gruppierung Sitze
CDU 17
SPD 4
Grüne 3
FDP 1
UWG 3

Nachdem sich der für die FDP gewählte Ratsherr den Grünen angeschlossen hat, haben die Grünen 4 Sitze und die FDP keinen Sitz mehr (Stand 13. Februar 2017).[5]

Wappen und BannerBearbeiten

Der Gemeinde ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Münster vom 16. Januar 1970 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und eines Banners verliehen worden.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In gelb (gold) über einem doppelten, mit je 3 Fenstern und Spitzdach versehenen schwarzen Kirchenchor ein sechsblättriger grüner Stechpalmenzweig mit 11 (3:8) roten Beeren.“

Das von Waldemar Mallek ursprünglich entworfene und später weiter verwendete Wappen für die ehemalige Gemeinde Groß Reken zeigt die beiden Kirchenschiffe der Groß Rekener Wehrkirche unter einem Stechpalmenzweig, einem für die Gegend typischen Strauch.[6]

Bearbeiten

Beschreibung des Banners: „Von Gelb zu Schwarz zu Gelb im Verhältnis 1 : 3 : 1 längsgestreift, in der Mitte der oberen Hälfte der schwarzen Bahn der Wappenschild der Gemeinde.“ Die Hauptsatzung gibt keine Beschreibung des Banners.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Reken führt eine Städtepartnerschaft mit Lenzen an der Elbe in Brandenburg sowie mit der polnischen Stadt Rydułtowy im Powiat Wodzisławski, Woiwodschaft Schlesien.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Die Eremitage bei Reken
 
Der Bahnhof von Reken
 
Sendeanlagen des Melchenbergs
 
Windmühle als das Wahrzeichen von Reken

Zwei Kilometer weiter nördlich von Groß-Reken befindet sich innerhalb eines Waldgebiets des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland die Eremitage, ein örtlicher Wallfahrtsort. Die Eremitage besteht aus einer katholischen Kapelle mit einem angebauten Wohnhaus. Die erste Kapelle wurde urkundlich 1742 im Zusammenhang mit einer heilkräftigen Quelle in der Umgebung erwähnt. Sie wurde der schmerzhaften Mutter Gottes geweiht und bot Platz für insgesamt fünf Personen. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder erweitert und umgebaut. Bis 1879 lebte im Wohnhaus ein Eremit, ab diesem Zeitpunkt bewohnt eine Familie das Anwesen. 1986 wurde die Kapelle gründlich renoviert, seither wird die Kapelle von einer wachsenden Anzahl von Pilgern besucht.

Das im Ortsteil Bahnhof Reken liegende und zuvor nicht mehr genutzte Bahnhofsgebäude (am Bahnhof war lediglich ein Fahrkartenautomat aufgestellt) wurde in den Jahren 2005/2006 von Grund auf renoviert. Daneben wurden auch die Außenanlagen komplett neu gestaltet. Das Ziel ist es, eine Art Parklandschaft auf dem Gelände zu gestalten, welche Grillplätze und Ruhebereiche aufweist, jedoch nicht durch das Anlegen befestigter Wege, sondern nur durch Rückschnitt der wilden Vegetation. In der Nähe des Bahnhofs gibt es einen Treffpunkt für Nordic Walking. Von hier aus führen vier ausgeschilderte Strecken unterschiedlicher Länge durch die nähere Umgebung.

Statt weniger Parkplätze existieren nun zahlreiche Parkplätze sowie ein weiträumiger, überdachter Unterstand für Fahrräder. Für dieses Projekt wurden auf dem Gelände befindliche Lagerhallen abgerissen und an anderer Stelle außerhalb des Bahnhofsgeländes neu errichtet.

Auf dem direkt nördlich von Groß Reken gelegenen Melchenberg (133,8 m ü. NN) befinden sich zwei Sendeanlagen: der 60 m hohe Funkturm Groß Reken Melchenberg (Stahlfachwerkturm für Mobilfunk) mit Aussichtsplattform und ein 70 m hoher Stahlbetonturm.

ParksBearbeiten

Am Ortsrand von Bahnhof Reken findet man den Wildpark Frankenhof.

Sport und BildungBearbeiten

Es gibt eine 18-Loch-Golfanlage, Sportplätze, Rad- und Wanderwege und einen Nordic-Walking Park. Es gibt drei Grundschulen, ein Gymnasium, eine Sekundarschule und die Brückenschule Maria Veen, LWL-Förderschule, mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

Die Elisabeth-von-Thüringen-Realschule und die Overberg-Hauptschule nehmen seit dem Schuljahr 2013/14 keine neuen Schüler mehr auf und werden durch die Sekundarschule Hohe Mark, die in Teilen des Gebäudes der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule gegründet wurde, ersetzt[7][8].

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Regelmäßige Veranstaltungen, die jährlich stattfinden sind vor allem die Schützenfeste. An vielen Wochenenden finden im Rekenforum Veranstaltungen statt, unter anderem Theaterstücke, Comedy- und Musikauftritte. Außerdem findet jährlich im Frühjahr der Rekener Volkslauf statt. Veranstalter ist der Verein Sportfreunde Klein-Reken.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Reken hat an der Bahnstrecke Duisburg–Quakenbrück zwei Bahnhöfe: Reken und Maria Veen. Die Strecke wurde von der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft als Fernverbindung von Duisburg nach Wilhelmshaven um 1877 erbaut.

Der Abschnitt DorstenCoesfeld wird von der Regionalbahn 45 Der Coesfelder bedient.

Die Schnellbus-Linie S75 (Sprinterbus) verbindet Maria Veen mit Münster und Bocholt. Die Fahrzeuge stammen von SWK Mobil, die Haltestelle befindet sich aber nicht an der Bahnstation Maria Veen, sondern außerhalb des Ortes im Verlauf der B 67.

Reken ist über die südlich gelegene Stadt Dorsten mit dem Ruhrgebiet verbunden. Wichtige Verkehrsanbindungen sind die A 31 (im Volksmund (Ost-)Friesenspieß genannt), sowie die A 43, die durch den Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland in die B 58 oder die B 67 übergeht.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

In Reken fertigt die Firma Iglo einen Teil ihrer Produktion in einer Randlage des Ortes. Die Produktions- und Lagereinheit in Reken gehört heute (Stand: 30. Juni 2007) zu dem Finanzinvestor Permira. In den letzten zehn Jahren wurden an diesem Standort etwa 1.000 Arbeitsplätze abgebaut.

In Maria Veen befindet sich der Benediktushof, eine caritativ-gemeinnützige Einrichtung der Josefs-Gesellschaft. Sie zählt mit über 600 Plätzen zu den größten dieser Art in Deutschland. Hier können sich körper- und mehrfachbehinderte Menschen schulisch, beruflich und sozial rehabilitieren. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Arbeiterkolonie Haus Maria-Veen, eine Einrichtung für wohnungslose Menschen.

Die sonstige Wirtschaft Rekens ist von der Landwirtschaft und von kleinen Handwerksbetrieben geprägt.

Blick von der Aussichtsplattform des Funkturms Groß Reken Melchenberg auf dem Melchenberg südsüdostwärts nach Groß Reken


PersönlichkeitenBearbeiten

In Reken geborenBearbeiten

Mit Reken verbundenBearbeiten

  • Ursula Bruns (1922–2016), Autorin und Pferdesachverständige, leitete in Reken eine Reitschule

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Reken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2017 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 95.
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 30. August 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kreis-borken.de
  4. Landeswahlleiter NRW: Kommunalwahl 2014 in Reken
  5. Website der Gemeinde Reken – Gemeinderat, abgerufen am 13. Februar 2017
  6. Hauptsatzung der Gemeinde Reken, § 2. (PDF) Abgerufen am 11. Februar 2013.
  7. http://sk-reken.de/
  8. http://www.reken.de/index.phtml?object=tx%7C1935.1&ModID=255&FID=1935.866.1