Paul Hunter Classic 2009

Snookerturnier in Deutschland

Das Paul Hunter Classic 2009 (bzw. die Paul Hunter Classics 2009) fand vom 13. bis zum 16. August in Fürth statt. Es gilt als das größte Snooker-Pro-Am-Turnier der Welt. Das Turnier wurde zum vierten Mal in Folge in der Stadthalle in Fürth ausgetragen. Sieger wurde der britische Snookerspieler Shaun Murphy, der bereits 2008 gewonnen hatte.

Paul Hunter Classic 2009
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Turnierart: Pro-Am-Turnier
Austragungsort: Stadthalle,
Fürth, Deutschland
Eröffnung: 13. August 2009
Endspiel: 16. August 2009
Sieger: EnglandEngland Shaun Murphy
Finalist: EnglandEngland Jimmy White
Höchstes Break: 139 (EnglandEngland Shaun Murphy)
2008
 
2010
Außenansicht der Fürther Stadthalle – seit 2006 Austragungsort des Paul Hunter Classic

TurnierverlaufBearbeiten

GruppenphaseBearbeiten

In der Gruppenphase wurde „Best of 3“ Frames gespielt.

Bis auf John Higgins konnten alle Main Tour-Spieler in ihrer Gruppe souverän Gruppensieger werden und somit direkt in Runde 2 vorstoßen. Higgins hingegen verlor sein Gruppenspiel gegen Warren Smith und musste als Gruppenzweiter ein Spiel mehr als die anderen Main-Tour-Stars absolvieren. Von den Gruppenköpfen schaffte es lediglich Armin Lesiv nicht in die nächste Runde.

EndrundeBearbeiten

In der Endrunde wurde bis zum Finale „Best of 5“ Frames gespielt.

1. RundeBearbeiten

John Higgins schaffte durch ein erwartungsgemäßes 3:0 über den Belgier Peter Bullen den Einzug in die nächste Runde. Auch der deutschen Hoffnungsträger Lasse Münstermann, der es 2008 bis ins Viertelfinale geschafft hatte, erreichte mühelos die nächste Runde.

2. RundeBearbeiten

In der Runde der letzten 64 schied Weltmeister John Higgins überraschend mit 1:3 gegen Barry Pinches (Sieger des Paul Hunter Classic 2007) aus. Der erst 14-jährige Belgier Luca Brecel besiegte den Main-Tour-Profi Joe Perry mit einem glatten 3:0. Für die ambitionierten deutschen Spieler Lasse Münstermann und Sascha Lippe war nach Niederlagen gegen die Main-Tour-Profis Ryan Day bzw. Dominic Dale ebenfalls Schluss. Mit Luca Brecel aus Belgien, Maurice Le Duc aus den Niederlanden sowie dem Deutschbrasilianer Itaro Santos erreichten nur drei Spieler die 3. Runde, die nicht von den britischen Inseln stammen.

3. RundeBearbeiten

Ab der dritten Runde trafen dann vermehrt Main-Tour-Profis aufeinander. Für einige Profis wie beispielsweise Barry Hawkins, Ricky Walden, Michael Judge, Barry Pinches, Dominic Dale, Jamie Cope oder Stephen Maguire war hier bereits Schluss. Auch Luca Brecel schied nach einer 0:3-Niederlage gegen den Engländer Jimmy Michie aus.

AchtelfinaleBearbeiten

Im Achtelfinale war dann auch für den letzten verbliebenen Amateur Itaro Santos Schluss, der dem Nordiren Joe Swail unterlag. Mark Selby unterlag überraschend deutlich gegen Rory McLeod mit 0:3, während die beiden Ex-Weltmeister Shaun Murphy und Ken Doherty sicher in die nächste Runde einziehen konnten. Jimmy White, der zuvor den Weltranglistenzweiten Maguire aus dem Turnier geworfen hatte, behielt auch gegen den höher gesetzten Michael Holt die Oberhand.

ViertelfinaleBearbeiten

Im ersten Viertelfinale schaffte Titelverteidiger Shaun Murphy einen 3:1-Sieg über Ken Doherty. Rory McLeod ließ Ryan Day keine Chance und sicherte sich mit einem 3:0 die Halbfinalteilnahme. Joe Swail zog durch einen am Ende souveränen Sieg über Jimmy Michie in die nächste Runde ein und auch Mark Davis konnte den früheren mehrfachen Vizeweltmeister Jimmy White auf dem Weg ins Halbfinale nicht aufhalten.

HalbfinaleBearbeiten

Rory McLeod bekam es mit dem dritten Top-8-Spieler in Folge zu tun und schaffte es, auch den Vorjahressieger Shaun Murphy gehörig unter Druck zu setzen. Nach 2:0-Führung für McLeod gelang es Murphy jedoch auf 2:2 auszugleichen. Er gewann schließlich auch den umkämpften Entscheidungsframe, in dem am Ende jede Farbe einzeln gelocht wurde, auf die allerletzte verbliebene schwarze Kugel.

Im zweiten Halbfinale konnte Joe Swail den Schwung seines Viertelfinalsiegs mitnehmen und ging gegen Jimmy White 1:0 in Führung. In einem abwechslungsreichen Match gab es mehrere größere, aber keine vorentscheidenden Breaks, so dass Publikumsliebling White dem Nordiren Swail zweimal trotz hohen Rückstands noch den Frame abnehmen konnte und am Ende mit 3:1 gewann.

FinaleBearbeiten

Vorjahressieger Shaun Murphy profitierte von den offeneren Stellungen und konnte sein starkes Breakbuilding besser einsetzen als im Halbfinale. Auch machte er jetzt deutlich weniger Fehler und konnte seinerseits die Ungenauigkeiten von Jimmy White nutzen, dem er immer einen Ball voraus war. Dank hoher Breaks gestaltete sich das Finale im Modus „Best of 7“ zu einer klaren Sache und Murphy holte sich zum zweiten Mal in Folge mit 4:0 den Titel.

Statistik ab dem AchtelfinaleBearbeiten

  Achtelfinale

16. August 2009

  Viertelfinale

16. August 2009

  Halbfinale

16. August 2009

  Finale

16. August 2009

                                     
England  Shaun Murphy 3                  
Schottland  Alan McManus 0  
England  Shaun Murphy 3
  Irland  Ken Doherty 1  
Irland  Ken Doherty 3
 
Wales  Daniel Wells 1  
England  Shaun Murphy 3
  England  Rory McLeod 2  
England  Mark Selby 0      
 
England  Rory McLeod 3  
England  Rory McLeod 3
  Wales  Ryan Day 0  
England  Stuart Bingham 1
 
Wales  Ryan Day 3  
England  Shaun Murphy 4
  England  Jimmy White 0
Brasilien  Itaro Santos 1            
 
Nordirland  Joe Swail 3  
Nordirland  Joe Swail 3
  England  Jimmy Michie 1  
Schottland  Marcus Campbell 0
 
England  Jimmy Michie 3  
Nordirland  Joe Swail 1
  England  Jimmy White 3  
England  Mark Davis 3      
 
England  Andrew Higginson 1  
England  Mark Davis 1
  England  Jimmy White 3  
England  Michael Holt 1
 
England  Jimmy White 3  
Finale (Best of 7 Frames) 16. August 2009.
England  Shaun Murphy 4:0 England  Jimmy White

WeblinksBearbeiten