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Niederelbe (Franz Geerz, 1858)

Als Niederelbe bezeichnet man den unteren Lauf der Elbe und somit einen Teil der Unterelbe, der sich ab dem Mühlenberger Loch bis nach Cuxhaven zu einer Trichtermündung öffnet. Beim Mühlenberger Loch weitet sich der Fluss auf rund zwei Kilometer Breite, bei Cuxhaven hat diese ein Ausmaß von 18 Kilometern. Der Verlauf der Niederelbe von Hamburg bis zur Mündung ist rund 108 Kilometer lang.

Inhaltsverzeichnis

UferlandschaftenBearbeiten

 
Finkenwerder
im Hintergrund das Airbus-Werk
 
Elbhang bei Blankenese

Die benachbarten Gebiete beidseits des Flusslaufs sind größtenteils Marschgebiete. Lediglich die Orte (bzw. Ortsteile) des Streckenabschnitts auf Hamburger Stadtgebiet bis einschließlich der Stadt Wedel liegen auf Endmoränen der Weichsel-Eiszeit.

Schleswig-holsteinische ElbmarschenBearbeiten

Auf der schleswig-holsteinischen Seite werden die Marschlandschaften allesamt durch Fluss-/Kanalläufe getrennt. Am Geestrand bei Wedel beginnt zunächst die Haseldorfer Marsch. Östliches Ende bildet hier die Wedeler Au. Westlich der Pinnau beginnt anschließend die Seestermüher Marsch, welche bis zur Krückau reicht. Ihr nordwestlich vorgelagert ist die Kremper Marsch. Jenseits der Stör beginnt schließlich die Wilstermarsch welche bis an den Nord-Ostsee-Kanal bzw. die Burger Au reicht. Abschließend ergänzen die Marschgebiete des südlichen Kreises Dithmarschen die Ansammlung.

Niedersächsische ElbmarschenBearbeiten

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Auf der niedersächsischen Elbseite beginnen die Marschländereien bereits weiter ostwärts. Sie begleiten die gesamte Unterelbe. Die Marschländereien an der Niederelbe beinhalten:

NaturschutzgebieteBearbeiten

Bekannte OrteBearbeiten

SeefahrtBearbeiten

Verkehrsbedeutung der ElbmündungBearbeiten

 
Elbfähre Cuxhaven–Brunsbüttel
 
Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel

Die Elbmündung besitzt eine hohe Bedeutung für die Seeschifffahrt: Zum einen ist der Trichter der Zugang zum Hamburger Hafen, zum anderen liegt in der Mündung auf nördlicher Seite der Zugang zum Nord-Ostsee-Kanal. Der untere Teil der Elbmündung gehört deshalb zu den am stärksten befahrenen Wasserstraßen in Europa. Der Niederelbe vorgelagert, und im physiognomischen Sinne kein Flussabschnitt mehr, befindet sich die sogenannte Außenelbe. Sie ist der durchs Wattenmeer führende Teil der Elbmündung. Aufgrund der schmalen schiffbaren Rinne im Bereich der Wattenmeergebiete von Hamburg und Schleswig-Holstein (beide sind inzwischen als Nationalparke nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgewiesen) muss die Schifffahrt bereits weit vor der Küste durch Hilfsmittel in den Mündungsbereich gelotst werden. Aus diesem Grund markierten bis in die 1970er Jahre drei bis zu 45 Meter hohe Feuerschiffe von offener See her die Fahrrinne. Davon wurde das Feuerschiff Elbe 2 1974 durch den Leuchtturm auf dem Großen Vogelsand ersetzt, Elbe 3 wurde 1977 außer Dienst gestellt, und als letztes wurde Elbe 1 Anfang 2000 durch eine Leuchttonne ersetzt.

Auf der Niederelbe erfolgt heute die Navigation durch moderne Radartechnik. Entsprechende Bauten erstrecken sich an beiden Ufern. Die größeren Schiffe werden zudem durch Lotsen bis in den Hamburger Hafen geführt.

HäfenBearbeiten

 
Ölhafen Brunsbüttel

An der Niederelbe befinden sich verschiedene Häfen von wirtschaftlicher Bedeutung. Hierzu zählen vor allem der Seehafen Stade im Stader Ortsteil Bützfleth sowie die Hafenanlagen im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel und dem niedersächsischen Cuxhaven.

Historisch bedeutend für den Transatlantik-Personenverkehr war bis in die 1970er-Jahre zudem der Amerikahafen mit dem Steubenhöft in Cuxhaven. Heute legen von ihm überwiegend nur noch Seebäderschiffe ab.

Darüber hinaus bestehen in vielen Orten an der Niederelbe Yachthäfen. Hierzu zählen unter anderem die Häfen in Freiburg/Elbe, Wischhafen, Glückstadt sowie der Hamburg Yachthafen vor Wedel. Während letztgenannter direkt im Elbstrom liegt, sind die drei erstgenannten über langgestreckte Prielläufe zu erreichen oder sie befinden sich an einem der zahlreichen Nebenarmen der Elbe.

BefeuerungBearbeiten

Geologie des MündungsbereichsBearbeiten

Obwohl der Mündungstrichter bis zu 18 km breit ist, bleibt dem Schiffsverkehr auch dort nur ein relativ enges Fahrwasser; den Rest nehmen breite Wattbänke wie der Medemsand ein. Die engste und mit über 30 m tiefste Stelle liegt vor dem Glameyer Stack unweit von Cuxhaven, das zugleich als die entscheidende Schwachstelle im Deichverlauf gilt. Würde dort der Deich brechen, wäre mit der Überflutung weiter Gebiete des Landes Hadeln zu rechnen.

Das Mündungsgebiet in die Nordsee nennt man Helgoländer Bucht. Diese ist ihrerseits ein Teil der Deutschen Bucht.

LändergrenzenBearbeiten

Im Verlauf der Niederelbe (einschl. der Elbmündung) noch nicht geklärt ist der Verlauf der Grenzen zwischen den Ländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg.[1] Geklärt sind durch verschiedene Verwaltungsabkommen und Staatsverträge der beteiligten Bundesländer verschiedene Verwaltungs- und Gerichtszuständigkeiten,[2] nicht jedoch die Gebietshoheit.

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Eckhard Dannenberg, Norbert Fischer, Franklin Kopitzsch (Hrsg.): Land am Fluss. Beiträge zur Regionalgeschichte der Niederelbe (= Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der Ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden. Bd. 25). Landschaftsverband der Ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Stade 2006, ISBN 3-931879-20-8.
  • Brigitte Kronauer: Die Niederelbe. In: Thomas Steinfeld (Hrsg.): Deutsche Landschaften. S. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-070404-5, S. 62ff. (Ein Essay).
  • Peter von Allwörden, Nikolaus Ruhl, Christian C. Schmidt: Erlebnis Elbe. Eine Entdeckungsreise durch die maritime Landschaft von Hamburg nach Helgoland. MCE – MedienContorElbe, Drochtersen 2004, ISBN 3-938097-00-0.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zu den rechtlichen und geschichtlichen Aspekten siehe Rainer Lagoni: Ländergrenzen in der Elbemündung und der Deutschen Bucht, Berlin 1982. ISBN 3-428-05240-4
  2. Beispiele für solche Verträge sind das (Verwaltungs-)Abkommen über die wasserschutzpolizeilichen Zuständigkeiten auf der Elbe zwischen den Ländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Hamburg von 1974, der Staatsvertrag zwischen der Freien Hansestadt Bremen, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein über die gerichtliche Zuständigkeit in Binnenschiffahrtssachen von 1983 oder der Staatsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein über die Regelung der Gerichtszugehörigkeit des Küstengewässers der Nordsee und der Elbmündung von 2001