Malborn

Gemeinde in Deutschland

Malborn mit dem Ortsteil Thiergarten im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf an.

Wappen Deutschlandkarte
Malborn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Malborn hervorgehoben

Koordinaten: 49° 43′ N, 6° 59′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Thalfang am Erbeskopf
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 26,38 km2
Einwohner: 1357 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54426
Vorwahlen: 06503, 06504
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 079
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Saarstraße 7
54424 Thalfang
Website: www.malborn-thiergarten.de
Ortsbürgermeisterin: Petra-Claudia Hogh
Lage der Ortsgemeinde Malborn im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Die Gemeindefläche beträgt 26,3 km², davon sind 18,4 km² Wald. Malborn liegt am Fuße des Steinkopfes (683 m ü. NHN).

Zu Malborn gehört auch der Ortsteil Thiergarten und die Wohnplätze Bousermühle, Echternach, Forsthaus Dhronecken, Forsthaus Thiergarten, Petersberg, Rothmühle, Tannenhof, Tiefentalerhof, Waldhof.[2]

Bei Malborn entspringt die Prims, die bei Nonnweiler in der Primstalsperre aufgestaut wird und bei Dillingen/Saar in die Saar mündet.

Malborn ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

GeschichteBearbeiten

Malborn wurde im Jahr 981 erstmals urkundlich erwähnt, als der Trierer Erzbischof Egbert dem Kloster St. Marien in Trier Güter zu Malbru schenkte.[3]

In keltische Zeit wurden die Wälder in der Hochwaldregion als Viehweide benutzt. Der Name Malborn bzw. Malbru leitet sich von den gallischen Wörtern mall, abgenutzt, unbrauchbar und bro, Wetzstein, Schleifstein her. Malborn/Malbru bedeutet demnach „alter, abgenutzter oder unbrauchbarer Wetzstein“.

Der Ortsteil Thiergarten gründet auf der Vorgängersiedlung „Wüstenbrühl“. Althochdeutsch brüel bedeutet „eingehegt, Heckenzaun, eine durch eine Hecke geschützte Viehweide oder Pferch“.

Malborn war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts durch eine Grenzlinie geteilt und unterstand zwei Landesherren. Die eine Hälfte gehörte zu Kurtrier und war dem Amt Grimburg zugeordnet, die andere Hälfte gehörte zum sponheimischen Oberamt Birkenfeld.

Durch die Wirren der Französischen Revolution kam der Ort nach 1792 unter französische Herrschaft und wurde 1815 Teil des Königreichs Preußen. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Malborn, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 370
1835 763
1871 901
1905 929
1939 1.188
1950 1.185
1961 1.377
Jahr Einwohner
1970 1.459
1987 1.406
1997 1.441
2005 1.455
2011 1.321
2017 1.351
2020 1.357[1]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Malborn besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl CDU WGR 1 WGR 2 Gesamt
2019 5 4 7 16 Sitze
2014 5 5 6 16 Sitze
2009 10 6 16 Sitze
2004 9 6 1 16 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Petra-Claudia Hogh wurde am 8. Juli 2014 Ortsbürgermeisterin von Malborn.[6] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde sie mit einem Stimmenanteil von 67,37 % für weitere fünf Jahre in ihrem Amt bestätigt.[7]

Hoghs Vorgängerin Gabriele Neurohr (CDU) hatte das Amt seit Februar 2003 ausgeübt, konnte sich 2014 aber in einer Stichwahl gegen Hogh nicht durchsetzen.[6][8][9]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Willi Schmitt: Ortskunde von Malborn Thiergarten. 1973.
  • Willi Schmitt (Teil 1) und Kurt Bach (Teil 2): Malborn – ein Hochwaldort und seine Geschichte. Herausgegeben von der Ortsgemeinde zur 1000-Jahrfeier 1981.
  • Bernd Kimmling: Die Einwohner von Malborn-Thiergarten mit den dazugehörigen Mühlen und Höfen und dem Weiler Röderbach 1708–1908. Hrsg.: Ortsgemeinde Malborn. 2001.

WeblinksBearbeiten

Commons: Malborn – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2020[Version 2021 liegt vor.]. S. 84 (PDF; 1 MB).
  3. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch. Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 313 (Urkunde 256).
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 10. Februar 2020.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. a b Unterrichtung über die Ergebnisse der konstituierenden Sitzung des Ortsgemeinderates der Ortsgemeinde Malborn am Dienstag, dem 08. Juli 2014. Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf, abgerufen am 29. Dezember 2020.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Thalfang am Erbeskopf, Verbandsgemeinde, zwölfte Ergebniszeile. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  8. Malborner haben am Sonntag noch einmal die Wahl. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 6. Juni 2014, abgerufen am 29. Dezember 2020 (Nur Artikelanfang frei verfügbar).
  9. Malborn: Gabriele Neurohr als Bürgermeisterin vereidigt. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 12. Februar 2003, abgerufen am 29. Dezember 2020 (Nur Artikelanfang frei verfügbar).