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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Morbach
Morbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Morbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 7° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 122,16 km2
Einwohner: 10.496 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54497
Vorwahlen: 06533, 06536 (Wederath)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 502
Gemeindegliederung: 19 Ortsbezirke
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 19
54497 Morbach
Website: www.morbach.de
Bürgermeister: Andreas Hackethal (CDU)
Lage der Gemeinde Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellLandkreis VulkaneifelTrierLandkreis Trier-SaarburgRhein-Hunsrück-KreisBernkastel-KuesBraunebergBurgen (bei Bernkastel-Kues)ErdenGornhausenGraach an der MoselHochscheidKestenKleinichKommenLieser (Gemeinde)LösnichLongkampMaring-NoviandMinheimMonzelfeldMülheim an der MoselNeumagen-DhronPiesportÜrzigVeldenzWintrichZeltingen-RachtigBausendorfBengel (Mosel)Diefenbach (bei Wittlich)FlußbachHontheimKinderbeuernKinheimKrövReilWillwerscheidBettenfeldDierfeldEckfeldEisenschmittGipperathGreimerath (Eifel)GroßlittgenHasborn (Eifel)Karl (Eifel)LaufeldManderscheidMeerfeldMusweilerNiederöfflingenNiederscheidweilerOberöfflingenOberscheidweilerPantenburgSchladtSchwarzenborn (Eifel)WallscheidBerglichtBreitBüdlichBurtscheid (Hunsrück)DeuselbachDhroneckenEtgertGielertGräfendhronHeidenburgHilscheidHorathImmertLückenburgMalbornMerschbachNeunkirchen (Hunsrück)RorodtSchönberg (bei Thalfang)TallingThalfangBurg (Mosel)EnkirchIrmenachLötzbeurenStarkenburg (Mosel)Traben-TrarbachAltrichArenrathBergweilerBinsfeld (Eifel)Bruch (Eifel)DierscheidDodenburgDreisEsch (bei Wittlich)Gladbach (Eifel)HeckenmünsterHeidweilerHetzerath (Eifel)HupperathKlausen (Eifel)LandscheidMinderlittgenNiersbachOsann-MonzelPlatten (bei Wittlich)PleinRivenichSalmtalSehlem (Eifel)MorbachWittlichKarte
Über dieses Bild
Rathaus der Gemeinde
Katholische Kirche

Morbach ist eine verbandsfreie Gemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Morbach liegt auf 430 bis 770 m ü. NHN in der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks in unmittelbarer Nachbarschaft zum Landkreis Birkenfeld. Nächstgelegenes Mittelzentrum ist die Stadt Bernkastel-Kues an der Mosel.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Morbach gliedert sich in 19 Ortsbezirke, denen teilweise noch Wohnplätze oder Weiler als Gemeindeteile zugeordnet sind:[3]

Ortsbezirk zugehörende Wohnplätze und Weiler Höhe über NN.[4] Einwohner[5]
Bischofsdhron Emmerichs-Mühle 457 850
Elzerath   461 110
Gonzerath Gonzerather-Hinterbach, Longkamperhinterbach 457 1.190
Gutenthal Auf der Heide 474 450
Haag   461 500
Heinzerath Brieschmühle, Mergenermühle 446 320
Hinzerath Forsthaus Hinzerath 496 430
Hoxel Forsthaus Hoxel 498 600
Hundheim Gipsmühle, Baldenauermühle 501 660
Hunolstein Hahnacker Hof, Hellenberger Hof, Hof auf Queckborn, Hunolsteinerhof, Schülersmühle 404 250
Merscheid Dörrwiese, Götzenfeld, Heinzerbach, Hölzbach, Reinhardsmühle 434 400
Morbach Am Mehlbaum, Am Sonnenberg, Hof Geiersley, Rasthaus Dhrontal, Schmausemühle 435 3.200
Morscheid-Riedenburg Cornelysmühle, Edenbruch, Huhl, Riedenburgermühle, Sankt Kuno 460 520
Odert Oderterhaus, Oderterhof 440 100
Rapperath Am Sonnenberg, Haus Martini, Mühle Zerwes, Siedlung Güldner 405 450
Wederath   472 220
Weiperath   442 300
Wenigerath Hegberger Hof 480 320
Wolzburg   455 200
Summe Gemeinde Morbach     11.070

GeschichteBearbeiten

Amt MorbachBearbeiten

Aus der seit dem 19. Jahrhundert bestehenden preußischen Bürgermeisterei Morbach wurde im Jahre 1927[6] das preußische bzw. spätere bundesdeutsche Amt Morbach, das bis 1968 bestand.

1931 hatte das Amt Morbach, das damals zum Landkreis Bernkastel im Regierungsbezirk Trier gehörte, 7.349 Einwohner, davon katholisch 7.306, evangelisch 42, israelisch 1. Die Gesamtfläche betrug 11.645 Hektar (ha), davon Ackerland 3.699 ha, Wald- u. Wiesenfläche 7.084 ha.[7]

Die amtsangehörigen Gemeinden waren Bischofsdhron, Elzerath, Gutenthal, Haag, Heinzerath, Hinzerath, Hoxel, Hundheim, Hunolstein, Merschbach, Merscheid, Morbach, Morscheid-Riedenburg, Odert, Rapperath, Wederath, Weiperath, Wenigerath und Wolzburg. (Stand 1931)[7]

Verbandsgemeinde MorbachBearbeiten

Die Verbandsgemeinde Morbach bestand vom 1. Oktober 1968 bis zum 31. Dezember 1974, als die verbandsfreie Gemeinde Morbach (Einheitsgemeinde) gebildet wurde.[8]

Am 7. November 1970 wurde die Gemeinde Gonzerath (841 Einwohner) aus der aufgelösten Verbandsgemeinde Bernkastel-Land (heutige Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues) in die Verbandsgemeinde Morbach und die Gemeinde Merschbach (104 Einwohner) aus der Verbandsgemeinde Morbach in die Verbandsgemeinde Thalfang eingegliedert.[9]

Einheitsgemeinde MorbachBearbeiten

Auf dem Gebiet des Ortsteils Wenigerath lag bis 1995 das Munitionsdepot Wenigerath der US Air Force.

Am 25. Mai 2009 erhielt Morbach den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.[10]

2015 fanden die Feierlichkeiten zum Jubiläum 40 Jahre Einheitsgemeinde Morbach statt.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Morbach besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[11]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE FWM Gesamt
2019 3 10 3 2 10 28 Sitze
2014 4 12 2 1 1 8 28 Sitze
2009 5 12 2 2 1 6 28 Sitze
2004 4 15 1 1 7 28 Sitze
  • FWM = Freie Wählergruppe Morbach e. V.

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeisterei Morbach seit dem 19. Jh.
  • Jakob Christoph Hungershöfer, 1878 bis 1911
  • Karl Hoffmann, 1912 bis 1917
Amt Morbach ab 1927
  • Ernst Stahlberg, 1918 bis 1934
  • Willi Lenz, 1934 bis 1944
  • Albert Gerth, 1945 bis 1957
  • Peter Wilbert, 1957 bis 1965
Verbandsgemeinde Morbach ab 1968
Einheitsgemeinde Morbach ab 1975
  • Ottmar Scholl, 1971 bis 1977, VG-Bürgermeister und Bürgermeister der 1975 gegründeten Einheitsgemeinde Morbach
  • Erwin Lieser, 1977 bis 1997
  • Gregor Eibes, 1997 bis 2011, später Landrat des Landkreises Bernkastel-Wittlich
  • Andreas Hackethal, ab 2011

(Quelle)[12]

WappenBearbeiten

Das Wappen der Einheitsgemeinde Morbach: Durch Erlass des Oberpräsidenten der Rheinprovinz vom 3. Mai 1937 wurde dem damaligen “Amt Morbach” ein eigenes Wappen verliehen. Es zeigt im schmalen schwarz-weiß gestückten Bord einen geteilten Schild, der oben in Silber (Weiß) ein rotes, durchgehendes Kreuz, unten in Gold (Gelb) zwei rote Balken zwischen 5, 4 und 1 reihenweise gelegten viereckigen Steinen aufweist. Der schmale schwarz-weiß gestückte Bord deutet auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Preußen hin. Da alle Orte des damaligen Amtes Morbach früher zum kurtrierischen Amte Hunolstein oder Baldenau oder zur Vogtei Hunolstein gehört haben, wurden für das Amtswappen Symbole der Wappen der ehemaligen Landesherrschaften entnommen, und zwar dem Wappen des Erzstiftes Trier das rote durchgehende Kreuz in silbernem Feld und dem Wappen der Vögte von Hunolstein die zwei roten Balken zwischen roten Steinen in goldenem Feld.

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Morbach: Es zeigt im Schildhaupt ein rotes Balkenkreuz auf silbernem Grund. Darunter verläuft schräg liegend ein silberner Wellenbalken auf blauem Grund. Auf dem Wellenbalken liegt ein Wappen aus zwei roten Balken im Wechsel mit insgesamt zwölf roten, quadratischen Steinen auf goldenem Grund. Das Balkenkreuz im oberen Teil ist das kurtrierische Wappen der ehemaligen Landesherrschaft. Der Wellenbalken deutet auf den Morbach. Das kleine Schild zeigt das Wappen der Vögte zu Hunolstein, den ehemaligen Lehnsherren des Ortes.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Besonders sehenswert ist das Hoxeler Viadukt, welches zu den höchsten eingeschossigen steinernen Eisenbahnbrücken in Deutschland gehört.

Weitere sehenswerte Ziele im Bereich der Gemeinde Morbach sind:

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Morbach

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Ortsansässige UnternehmenBearbeiten

In Morbach sind zahlreiche mittelständische Unternehmen angesiedelt. Von überregionaler Bedeutung sind Papier-Mettler und die Schaeffler Friction Products GmbH.

Die VR-Bank Hunsrück-Mosel eG hat ihren Sitz in Morbach.

EnergieparkBearbeiten

Die Gemeinde Morbach im Hunsrück ist Standort der Energielandschaft Morbach mit vierzehn Windkraftanlagen, einer großen Photovoltaikanlage, einer Biogasanlage und einem Holzpelletwerk. Die Pacht im Energiepark bringt der Gemeinde 280.000 Euro im Jahr ein.[16] Seit März 2011 ist in der Energielandschaft Morbach zusätzlich eine Anlage in Betrieb, in der unter realen Bedingungen erprobt werden soll, wie überschüssiger Strom als Windgas gespeichert werden kann.

VerkehrBearbeiten

Morbach liegt im Verkehrsverbund Region Trier. Die Buslinie 300 der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft verbindet den Ort im Zweistundentakt mit dem Hauptbahnhof Wittlich an der Moselstrecke TrierKoblenz. Die Buslinie 343 des Omnibusverkehrs Rhein-Nahe stellt wochentags eine Verbindung mit dem Bahnhof Idar-Oberstein an der Nahetalbahn SaarbrückenMainz her. Der örtliche Bahnhof wird seit 2014 nicht mehr bedient.

Durch Morbach verlaufen die Bundesstraßen 269 und 327 sowie die Hunsrückquerbahn LangenlonsheimHermeskeil, die derzeit brach liegt, allerdings aufgrund der Anbindung zum Flughafen Frankfurt-Hahn wieder von Morbach bis Bingen am Rhein reaktiviert werden soll.

TourismusBearbeiten

Morbach ist der Endpunkt einer Etappe des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig.[17][18]

Personen und PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Morbach – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 85 (PDF; 3 MB).
  4. Geographische Namen
  5. Einwohnerzahlen August 2019, www.morbach.de
  6. Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Landesamt für Archivpflege: Archivpflege in Westfalen und Lippe, Seite 4 (PDF; 959 kB)
  7. a b Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931
  8. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 172 (PDF; 2,8 MB; siehe auch S. 201, Fußnote 2).
  9. Historie. In: www.morbach.de. Gemeinde Morbach, abgerufen am 13. August 2019.
  10. orte-der-vielfalt: Morbach (Memento vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive)
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  12. Trierischer Volksfreund 2011
  13. http://www.deutsches-telefon-museum.eu/
  14. https://www.cafe-heimat-morbach.de/
  15. «Kino Heimat» für Edgar Reitz-Fans im Hunsrück eröffnet. In: www.welt.de. 11. Januar 2019, abgerufen am 11. Januar 2019.
  16. Hinter dem Engagement der Morbacher steht keine grüne Überzeugung (SZ online 17. August 2007)
  17. Webpräsenz Saar-Hunsrück-Steig, abgerufen am 1. Februar 2014
  18. Webpräsenz der Gemeinde Morbach, abgerufen am 1. Februar 2014