Luke Simmonds

englischer Snookerspieler

Luke Simmonds (* 7. Dezember 1979) ist ein englischer Snookerspieler von der Isle of Wight,[3] der seit 2001 insgesamt zwei Saisons auf der Snooker Main Tour gespielt hat. Als Amateur gewann er unter anderem die IBSF-Snookerweltmeisterschaft 1998 und die U21-Amateurweltmeisterschaftdesselben Jahres.

Luke Simmonds
Geburtstag 7. Dezember 1979 (41 Jahre)
Nationalität EnglandEngland England
Profi 2001/02, 2003/04
Preisgeld 39.365 £[1]
Höchstes Break 126 (Challenge Tour 2003/04)[1]
Century Breaks 1[1]
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 94 (2003/04)[2]
Beste Ergebnisse
Ranglistenturniere 2× Runde der letzten 32
Andere Profiturniere 2× Runde der letzten 32
Amateurturniere Amateurweltmeister 1998

KarriereBearbeiten

Anfänge als AmateurBearbeiten

1997 nahm Simmonds erstmals an der U21-Amateurweltmeisterschaft teil und erreichte das Achtelfinale.[4] Während der Saison 1997/98 nahm er vereinzelt an einigen professionellen Turnieren mit der Möglichkeit für Amateure zur Beteiligung teil.[5] 1998 nahm er erneut an der U21-Amateurweltmeisterschaft teil und zog ins Finale ein, wo er Robert Murphy besiegte und sich damit zum U21-Weltmeister kürte. Auch bei der anschließenden Haupt-Amateurweltmeisterschaft hatte Simmonds großen Erfolg und erreichte direkt wieder das Finale, in dem er seine Erfolgsserie mit einem 11:10-Sieg über Ryan Day komplettierte. 1999 unterlag er Tom Ford im Halbfinale der Qualifikation für die Meisterschaftsspiel um die English Amateur Championship, ehe Simmonds das Finale der Pontins Spring Open erreichte, aber gegen John Gallagher verlor.[6]

1999 versuchte er bei der Amateurweltmeisterschaft die Titelverteidigung. Er kam bis ins Halbfinale, bevor er sich Ian Preece, der ein Spiel später als Simmonds’ Nachfolger feststand, geschlagen geben musste.[7] Zudem nahm er, wie schon einige Monate zuvor, an einem Event der UK Tour sowie an der Amateurqualifikation der Snookerweltmeisterschaft teil. Bei ersterem Turnier ohne Erfolg, hatte er bei der WM-Qualifikation wenigstens etwas Erfolg und gewann vorm Ausscheiden drei Spiele.[8] Während der nächsten Saison nahm Simmonds an der Challenge Tour teil und konnte bei dieser nebst einem Viertel- und einem Halbfinale einmal bis ins Finale vorstoßen, unterlag dann aber Shaun Murphy.[9] Zusätzlich erreichte er wieder einmal das Finale der Pontins Spring Open, gewann aber diesmal mit 7:5 gegen Brian Morgan.[10] Auch wenn Simmonds keinen direkten Qualifikationsplatz der Challenge Tour ergatterte,[11] wurde er 2001 Profispieler.[1]

Ausflüge auf die Snooker Main TourBearbeiten

Simmonds’ erste Saison war die Saison 2001/02. Sie verlief für den Engländer mit gut einem Drittel gewonnener Spiele zwar nicht allzu schlecht, doch er erreichte nie die Hauptrunde eines Turnieres; sein bestes Ergebnis war eine Teilnahme an der Runde der letzten 80 bei den British Open.[12] Am Saisonende belegte er nur Rang 102 der Snookerweltrangliste,[2] wodurch er seinen Profistatus wieder verlor.[1] In der anschließenden Spielzeit nahm er wieder an der Challenge Tour – wo er erneut ein Turnierfinale verlor – sowie an der WSA Open Tour teil.[13] Wie auch immer, er schaffte jedenfalls die Qualifikation zur Saison 2003/04.[1] Mit knapp 40 % gewann er zwar mehr Spiele als bei seinem ersten Anlauf, doch erneut kam er nie über die Runde der letzten 80 hinaus und erreichte somit keine Hauptrunde.[14] Zwar war Platz 96 am Saisonende eine bessere Platzierung als vor zwei Jahren,[2] doch trotzdem verlor Simmonds wieder seinen Profistatus.[1]

Weitere AmateurkarriereBearbeiten

Nach einigen Jahren ohne nennenswerte Ergebnisse meldete sich Simmonds 2007/08 mit einer Teilnahme an der Pontin’s International Open Series zurück, allerdings ohne großen Erfolg.[15] 2011 nahm er erstmals an der Q School teil und kam beim dritten Event des Jahrgangs bis ins Halbfinale seiner Gruppe, schied dann aber gegen David Gray aus.[16] 2015 folgte sein nächster Versuch über die Q School. Diesmal erreichte er direkt beim ersten Event das Halbfinale, verlor aber gegen Daniel Wells. Beim zweiten Turnier erreichte er sogar das Finale seiner Gruppe, doch er verlor mit 3:4 knapp gegen Paul Davison. Immerhin durfte er per Wildcard während der Saison 2015/16 an einigen Turnieren teilnehmen, ohne aber ein Spiel zu gewinnen.[17] 2016/17 spielte er auf der englischen Amateurtour mit und gewann ein Event.[18] 2017 schied er bei den Q-School-Turnieren aus, hatte aber in der Amateur-Qualifikation für das Paul Hunter Classic mehr Erfolg, auch wenn die Qualifikation schließlich verpasste.[19]

2018 erreichte Simmonds beim ersten Q-School-Turnier erneut das Finale, scheiterte aber an Hammad Miah. Infolgedessen nahm er während der Saison 2018/19 an mehreren Profiturnieren teil und konnte einige Spiele gewinnen. So zog er sowohl beim Riga Masters als auch bei den Scottish Open in die Runde der letzten 64 ein und erreichte beim Snooker Shoot-Out und bei den Indian Open die Runde der letzten 32.[20] Des Weiteren durfte er an der Challenge Tour 2018/19 teilnehmen, wo er im Finale des ersten Events gegen Brandon Sargeant verlor. Mit Platz 15 in der Gesamtwertung verpasste er eine weitere Chance auf eine Main-Tour-Qualifikation.[21] 2019 und 2020 hatte er bei der Q School weniger Erfolg, was ebenso für die English Amateur Tour 2019/20 sowie (abgesehen von einer Halbfinalteilnahme) auch für die Challenge Tour 2019/20 galt.[22]

ErfolgeBearbeiten

Ausgang Jahr Turnier Finalgegner Ergebnis
Amateurturniere
Sieger 1998 IBSF U21-Snookerweltmeisterschaft Irland  Robert Murphy 11:2
Sieger 1998 IBSF-Snookerweltmeisterschaft Wales  Ryan Day 11:10
Zweiter 1999 Pontins Spring Open Irland  John Gallagher 4:7
Zweiter 2001 Challenge Tour 2000/01 – Event 4 England  Shaun Murphy 5:7
Sieger 2001 Pontins Spring Open England  Brian Morgan 7:5
Zweiter 2003 Challenge Tour 2002/03 – Event 3 England  Michael Rhodes 5:6
Zweiter 2015/2 Q School England  Paul Davison 3:4
Zweiter 2018/1 Q School England  Hammad Miah 0:4
Zweiter 2018 Challenge Tour 2018/19 – Event 1 England  Brandon Sargeant 1:3

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g Ron Florax: Career Total Statistics For Luke Simmonds - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  2. a b c Ron Florax: Ranking History For Luke Simmonds. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  3. Luke Simmonds. In: wst.tv. WPBSA, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  4. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 1997-1998 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  5. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 1997-1998 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  6. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 1998-1999 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  7. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 1999-2000 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  8. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 1999-2000 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  9. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2000-2001 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  10. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2000-2001 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  11. Chris Turner: World Snooker UK Tour / World Snooker Challenge Tour – WPBSA Secondary Professional Tour. (Nicht mehr online verfügbar.) Chris Turner’s Snooker Archive, 2008, archiviert vom Original am 18. April 2016; abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  12. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2001-2002 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  13. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2002-2003 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
    Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2002-2003 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  14. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2003-2004 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  15. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2007-2008 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  16. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2011-2012 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  17. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2015-2016 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  18. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2016-2017 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  19. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2017-2018 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  20. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2018-2019 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  21. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2018-2019 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
    Hermund Årdalen: Challenge Tour Rankings 2018/2019. snooker.org, 2019, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
  22. Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2019-2020 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
    Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2020-2021 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).
    Ron Florax: Luke Simmonds - Season 2019-2020 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 21. Dezember 2020 (englisch).