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La Chaux-du-Milieu

Gemeinde in der Schweiz
La Chaux-du-Milieu
Wappen von La Chaux-du-Milieu
Staat: Schweiz
Kanton: Neuenburg (NE)
Bezirk: Keine Bezirkseinteilung
BFS-Nr.: 6435i1f3f4
Postleitzahl: 2405
Koordinaten: 544093 / 207370Koordinaten: 47° 0′ 54″ N, 6° 42′ 12″ O; CH1903: 544093 / 207370
Höhe: 1081 m ü. M.
Fläche: 17,28 km²
Einwohner: 495 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 29 Einw. pro km²
Website: www.chaux-du-milieu.ch
Karte
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La Chaux-du-Milieu ist eine politische Gemeinde des Kantons Neuenburg in der Schweiz.

GeographieBearbeiten

La Chaux-du-Milieu liegt auf 1081 m ü. M., 6 km südwestlich der Bezirkshauptstadt Le Locle (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich im Nordosten des Hochtals Vallée de la Brévine im Neuenburger Jura, am Nordfuss der Antiklinalen des Grand Som Martel.

Die Fläche des 17,3 km² grossen Gemeindegebiets umfasst den gesamten östlichen Abschnitt des Vallée de la Brévine, das hier einen 500 bis 1000 m breiten flachen Talboden aufweist. Dieser bildet an verschiedenen Orten Moorgebiete, darunter das Marais Rouge. Ganz im Osten reicht der Gemeindeboden auf die Höhen von Petit Calirou (1155 m ü. M.) und Grand Som Martel, auf dem mit 1300 m ü. M. der höchste Punkt von La Chaux-du-Milieu erreicht wird. Im Süden erstreckt sich das Gebiet auf die Antiklinale, welche das Vallée de la Brévine vom Vallée des Ponts trennt (im Haut des Joux 1275 m ü. M.). Der Höhenzug ist teils bewaldet, teils wird er von ausgedehnten Jurahochweiden mit den typischen mächtigen Fichten eingenommen, die entweder einzeln oder in Gruppen stehen. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 3 % auf Siedlungen, 49 % auf Wald und Gehölze und 48 % auf Landwirtschaft.

Zu La Chaux-du-Milieu gehören von West nach Ost leicht erhöht am Südrand des Vallée de la Brévine die Weiler Le Cachot de Vent (1074 m ü. M.), Le Cachot (1073 m ü. M.), Le Cachot de Bise (1070 m ü. M.), der Zentralort La Chaux-du-Milieu, La Forge (1069 m ü. M.), La Clef d'Or (1069 m ü. M.) und Le Quartier (1089 m ü. M.), das am Westfuss des Grand Som Martel liegt. Weit verstreut im Hochtal und über die Jurahöhen befinden sich zahlreiche Einzelhöfe. Nachbargemeinden von La Chaux-du-Milieu sind La Brévine, Les Ponts-de-Martel, Le Locle und Le Cerneux-Péquignot.

BevölkerungBearbeiten

Mit 495 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) gehört La Chaux-du-Milieu zu den kleinen Gemeinden des Kantons Neuenburg. Von den Bewohnern sind 97,7 % französischsprachig, 1,0 % deutschsprachig und 0,5 % sprechen Serbokroatisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von La Chaux-du-Milieu nahm bis 1860 auf 954 Einwohner zu, danach wurde eine starke Abwanderung registriert (1970 nur noch 336 Einwohner). Seither ist wieder eine leichte Zunahme zu verzeichnen, nachdem die Gemeinde neue Bauzonen geschaffen hatte.

PolitikBearbeiten

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 27,5 %, PdA 21,2 %, FDP 20,4 %, SP 19,7 %, GPS 4,5 %, CVP 2,6 %, Liste du vote blanc 1,5 %, glp 1,4 %, BDP 0,5 %.[2]

WirtschaftBearbeiten

La Chaux-du-Milieu ist bis heute ein hauptsächlich durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf, wobei Viehzucht und Milchwirtschaft überwiegen. Daneben haben auch die Käseherstellung und die Forstwirtschaft eine gewisse Bedeutung. Seit dem 18. Jahrhundert wurde im Marais Rouge Torf gestochen; 1991 wurde der Torfabbau eingestellt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlebte La Chaux-du-Milieu einen wirtschaftlichen Aufschwung, als zwei Uhrenfabriken zahlreiche Arbeitsplätze anboten und die vorher weit verbreitete, in Heimarbeit verrichtete Spinnerei und Spitzenklöppelei ablösten.

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an einer Kantonsstrasse von La Brévine nach Le Locle. La Chaux-du-Milieu wird durch die Postautolinien Neuenburg – Les Ponts-de-Martel – Le Locle und Le Locle – La Brévine an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

GeschichteBearbeiten

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1310 unter dem Namen calvum de Escoblon, abgeleitet vom lateinischen Wort calvus (kahl). Spätere Bezeichnungen für die Ortschaft waren La Chaux de Cachot und Chaux Baussan. Im frühen 14. Jahrhundert liehen die Grafen von Neuenburg Land in La Chaux-du-Milieu an die Einwohner von Morteau in Frankreich, die in der Folgezeit das Gebiet urbar machten. Im 16. Jahrhundert wanderten auch Siedler aus Le Locle ein.

Das Gebiet von La Chaux-du-Milieu stand seit der ersten Nennung unter der Oberhoheit der Grafschaft Neuenburg. Seit 1648 war Neuenburg Fürstentum und ab 1707 durch Personalunion mit dem Königreich Preussen verbunden. 1806 wurde das Gebiet an Napoleon I. abgetreten und kam 1815 im Zuge des Wiener Kongresses an die Schweizerische Eidgenossenschaft, wobei die Könige von Preussen bis zum Neuenburgerhandel 1857 auch Fürsten von Neuenburg blieben. Seit 1825 bildet La Chaux-du-Milieu eine eigene politische Gemeinde.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Kirche von La Chaux-du-Milieu wurde 1716 eingeweiht. Seit diesem Zeitpunkt bildet das Dorf, das vorher zur Pfarrei Le Locle gehörte, eine eigene Pfarrei. Im Dorf sowie in den Weilern sind zahlreiche charakteristische Bauernhäuser des Hochjuras aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Election du Conseil National du 18.10.2015, Résultats des partis - Les suffrages. (aspx) (Nicht mehr online verfügbar.) Chancellerie d'État neuchâtelois, 18. Oktober 2015, archiviert vom Original am 1. November 2015; abgerufen am 30. Oktober 2016 (französisch).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ne.ch

WeblinksBearbeiten