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Kisema (russisch Кизема) ist eine Siedlung in Nordwestrussland. Der Ort gehört zur Oblast Archangelsk und hat 2968 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1] Er befindet sich im Rajon Ustja.

Siedlung
Kisema
Кизема
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Archangelsk
Rajon Ustja
Siedlung seit 2005
Bevölkerung 2968 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7)81855
Postleitzahl 165262
Kfz-Kennzeichen 29
OKATO 11 254 814 001
Geographische Lage
Koordinaten 61° 7′ N, 44° 49′ OKoordinaten: 61° 6′ 58″ N, 44° 49′ 1″ O
Kisema (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kisema (Oblast Archangelsk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Archangelsk

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Kisema befindet sich etwa 440 km südwestlich der Oblasthauptstadt Archangelsk, nahe der Grenze zur Oblast Wologda. Die nächstgelegenen größeren Städte sind das rund 100 km östlich gelegene Kotlas sowie das 150 km westlich gelegene Welsk. An der Westgrenze des Ortes durchquert der namensgebende Fluss Kisema die Siedlung.

Kisema ist Verwaltungszentrum der selskoje posselenije Kisemskoje (сельское поселение Киземское). Die Gemeinde umfasst neben Kisema die Orte Wonschuga (Вонжуга) sowie Senross (Сенгосс) und zählt 3075 Einwohner (Stand 2010).[2][3][4]

GeschichteBearbeiten

Kisema entstand 1942 als eine Eisenbahnstation der, während der Anfang der 1940er Jahre von Häftlingen der umliegenden Gulag-Arbeitslager gebauten, Petschora-Eisenbahn.[5] Seit 1947 bestand im Ort eine Holzfabrik. Zur Erschließung der Holzressourcen in den umliegenden Gebieten wurde die Kisemaer Schmalspurbahn (Киземская узкоколейная железная дорога) gebaut, welche von Kisema ausgehend nach Süden verläuft.[6] Bis zum Jahr 2005 war Kisema eine Siedlung städtischen Typs.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Kisema.

Jahr Einwohner
1959 11.264
1970 4.962
1979 4.921
1989 5.181
2002 3.788
2010 2.968

Anmerkung: Volkszählungsdaten

WirtschaftBearbeiten

Kisema ist eine Bahnstation an der Linie KonoschaKotlas der Petschora-Eisenbahn. Die wichtigsten Wirtschaftszweige Kisemas sind die Holzindustrie und das Eisenbahntransportwesen. Der Ort verfügt über ein Kulturhaus, zwei Schulen, einen Kindergarten, zwei Bibliotheken, sowie ein Krankenhaus.[5][7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation); Čislennost' naselenija po municipal'nym obrazovanijam i naselennym punktam Archangel'skoj oblasti, vključaja Neneckij avtonomnyj okru Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda (Bevölkerungsanzahl der munizipalen Gebilde und Ortschaften der Oblast Archangelsk einschließlich des Autonomen Kreisen der Nenzen Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010.) Tabelle (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Oblast Archangelsk)
  2. Vorläufige Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung 2010 (Memento des Originals vom 13. März 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/arhangelskstat.ru Abgerufen am 13. August 2011
  3. Gesetz über den Status und die Grenzen der Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Archangelsk. / "О статусе и границах территорий муниципальных образований в Архангельской области" russisch; abgerufen am 17. Oktober 2016
  4. Der Rajon Ustja auf der offiziellen Webpräsenz der Oblast Archangelsk; Abgerufen am 18. August 2011
  5. a b Галина Чарупа: Устроим праздники из буден, Северный рабочий, 30. Juli 2007; Abgerufen am 18. August 2011
  6. Die Kisemaer Schmalspurbahn auf der Eisenbahnseite von Sergei Bolaschenko Abgerufen am 18. August 2011
  7. Artikel Kisema in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D061002~2a%3D~2b%3DKisema