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Kamila Lićwinko

polnische Hochspringerin
Kamila Lićwinko Leichtathletik

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Kamila Lićwinko (2016)

Nation PolenPolen Polen
Geburtstag 22. März 1986
Geburtsort Bielsk PodlaskiPolen
Größe 183 cm
Gewicht 66 kg
Karriere
Disziplin Hochsprung
Bestleistung 2,02 m (Halle)
Verein KS Podlasie Białystok
Trainer Michał Lićwinko
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Halleneuropameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Universiade 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Bronze0 London 2017 1,99 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Gold0 Sopot 2014 2,00 m
0Bronze0 Portland 2016 1,96 m
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
0Bronze0 Prag 2015 1,94 m
Logo der FISU Universiade
0Gold0 Kasan 2013 1,96 m
letzte Änderung: 12. August 2017

Kamila Lićwinko, geb. Stepaniuk (* 22. März 1986 in Bielsk Podlaski) ist eine polnische Hochspringerin.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Nachdem Lićwinko, damals noch unter ihrem Geburtsnamen Stepaniuk, ihr Talent mit zahlreichen Erfolgen im Jugend- und Juniorenbereich bereits angedeutet hatte, wurde sie 2009 polnische Hochsprungmeisterin in der Halle und im Freien. Im selben Jahr belegte sie bei den Halleneuropameisterschaften in Turin den achten Platz und trat bei den Weltmeisterschaften in Berlin an, wo sie jedoch die Qualifikation für das Finale verpasste.

In den Jahren 2010 bis 2012 verhinderten anhaltende Verletzungsprobleme ihre Teilnahme an internationalen Großereignissen. Lićwinko konzentrierte sich in dieser Zeit auf ihr Studium der Sportwissenschaften. 2012 trennte sie sich von ihrem langjährigen Trainer Janusz Kuczyński. Ihr späterer Ehemann Michał Lićwinko nahm dessen Position ein. Der Trainerwechsel erwies sich als richtige Entscheidung. Im folgenden Jahr verbesserte Lićwinko den 29 Jahre alten polnischen Rekord von Danuta Bułkowska um zwei Zentimeter auf 1,99 Meter. Außerdem siegte sie bei der Universiade in Kasan vor der Russin Marija Kutschina[1] und wurde bei den Weltmeisterschaften in Moskau Siebte.

Am 8. Februar 2014 gewann Lićwinko das Meeting Hochsprung mit Musik in Arnstadt und übersprang dabei als erste Polin die 2-Meter-Marke.[2] Ihren bis dahin größten Erfolg feierte sie kurz darauf mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Hallenweltmeisterschaften in Sopot, wo sie ebenfalls eine Höhe von 2,00 Metern erzielte. Sie teilte sich den Sieg mit der höhengleichen Marija Kutschina.[3] Bei den Europameisterschaften in Zürich scheiterte sie bereits an der Höhe von 1,94 m und wurde mit übersprungenen 1,90 m nur Neunte.

Bei den Polnischen Hallenmeisterschaften 2015 in Toruń steigerte sie ihre Bestleistung auf 2,02 m[4] und reiste als Titelfavoritin zu den Halleneuropameisterschaften in Prag an. Dort scheiterte sie allerdings bereits an der Höhe von 1,97 m und belegte mit übersprungenen 1,94 m den dritten Rang. In der Freiluftsaison feierte sie Siege bei den Polnischen Meisterschaften[5] sowie beim British Athletics Birmingham Grand Prix.[6] Bei den Weltmeisterschaften in Peking belegte sie den vierten Rang.

2016 gewann Lićwinko bei den Hallenweltmeisterschaften in Portland die Bronzemedaille. Mit 1,96 m übersprang sie die gleiche Höhe wie die vor ihr platzierten Athletinnen Vashti Cunningham aus den Vereinigten Staaten und Ruth Beitia aus Spanien, hatte jedoch mehr Fehlversuche bei den Höhen zuvor.[7] Am 18. Juni stellte sie beim Janusz Kusocinski Memorial in Stettin mit 1,99 m eine zwischenzeitliche Weltjahresbestleistung auf.[8] Zu Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro lag sie mit dieser Leistung noch auf Platz drei der Weltjahresbestenliste. Allerdings übersprang sie im olympischen Finale nur 1,93 m und belegte damit den neunten Rang. Ein erfolgreicher erster Versuch über die nächste Höhe von 1,97 m hätte bereits zu einer Medaille gereicht, hieran scheiterte sie aber dreimal.

Kamila Lićwinko ist 1,83 m groß, hat ein Wettkampfgewicht von 66 kg und startet für den KS Podlasie Białystok. Seit September 2013 ist sie mit ihrem Trainer Michał Lićwinko verheiratet. Im Februar 2015 wurde ihr das Goldene Verdienstkreuz der Republik Polen verliehen.[9]

BestleistungenBearbeiten

  • Hochsprung: 1,99 m, 9. Juni 2013, Opole (Polnischer Rekord)
  • Hochsprung: 1,99 m, 12. August 2017, London (Polnischer Rekord eingestellt)
    • Halle: 2,02 m, 21. Februar 2015, Toruń (Polnischer Rekord)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kamila Lićwinko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mexico's Rivera flies out to 8.46m, Ibrahimov Games record at World University Games. IAAF. 13. Juli 2013. Abgerufen am 9. April 2014.
  2. Ukhov and Dmitrik clear 2.40m in Arnstadt, but the Olympic champion gets the verdict. IAAF. 8. Februar 2014. Abgerufen am 9. April 2014.
  3. History made and the hurt forgotten for Licwinko and Kuchina. IAAF. 9. März 2014. Abgerufen am 9. April 2014.
  4. Licwinko, Bascou and Storl shine on first day of national indoor champs. IAAF. 21. Februar 2015. Abgerufen am 7. März 2015.
  5. Jon Mulkeen: Throwers impress at Polish Championships. IAAF. 12. Juli 2015. Abgerufen am 21. Dezember 2015.
  6. Diamond Race 2015 - Results (PDF; 254 KB) IAAF. 11. September 2015. Abgerufen am 21. Dezember 2015.
  7. Phil Minshull: Report: women's high jump – IAAF World Indoor Championships Portland 2016. IAAF. 20. März 2016. Abgerufen am 5. September 2016.
  8. Phil Minshull: Wlodarczyk throws 79.61m in Szczecin, Licwinko over world-leading 1.99m. IAAF. 18. Juni 2016. Abgerufen am 5. September 2016.
  9. Robert Zwoliński: Kszczot ze Złotym Krzyżem Zasługi (polnisch) Radio Łódź. 18. Februar 2015. Abgerufen am 21. Dezember 2015.