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Hochschule Heilbronn

Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Heilbronn

Die Hochschule Heilbronn ist eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft und Informatik, die in Baden-Württemberg liegt. Sie ist über vier Standorte verteilt: 1. Hauptcampus in Heilbronn-Sontheim 2. Bildungscampus am Europaplatz in Heilbronn mit der Fakultät für International Business (Eröffnung Oktober 2011), 3. Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau sowie 4. Campus Schwäbisch Hall mit Studienschwerpunkt in Management- und Vertrieb (Eröffnung im Herbst 2009[2]).

Hochschule Heilbronn
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Gründung 17. April 1961
Trägerschaft staatlich
Ort Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Rektor Oliver Lenzen
Studierende 8.369 WS 2014/15[1]
5.868 am Standort Heilbronn,
1.548 am Standort Künzelsau
952 am Standort Schwäbisch Hall
Mitarbeiter 341 (davon 200 Professoren)
Website www.hs-heilbronn.de
Hochschule Heilbronn.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Am 17. April 1961 wurde die Vorläuferschule Staatliche Ingenieurschule Heilbronn gegründet, Gründungsdirektor war Friedrich Aßmus, zuvor Direktor der Ingenieurschule Furtwangen. Die ersten Studiengänge waren Feinwerktechnik und Maschinenbau, letzterer unterteilt in die Züge Betriebstechnik und Konstruktion. Unterrichtet wurde zunächst in angemieteten Räumen im Heilbronner Bahnhofsviertel, die Verwaltung war in der ehemaligen Heilbronner Zigarrenfabrik untergebracht. Aufgrund des schnellen Anstiegs der Studentenzahl von 50 (1961) auf 260 (1963) geriet die Schule bald in Raumnot, im Frühjahr 1964 war sie über vier Standorte in ganz Heilbronn verteilt. Im selben Jahr beendeten die ersten 57 Absolventen ihr Ingenieursstudium. Im Herbst 1965 erfolgte nach 2½ Jahren Bauzeit der Umzug der Ingenieurschule in einen Neubau an der Max-Planck-Straße im Süden Heilbronns, der den in der damaligen Planung vorgesehenen 750 Studenten Raum bieten sollte. Mit dem Sommersemester 1966 kam Physikalische Technik als vierter Studiengang dazu. 1969 trat der Gründungsdirektor Aßmus in den Ruhestand, sein Nachfolger wurde Walter Hellerich.

Nach Errichtung des Studiengangs Fertigungsbetriebswirtschaft änderte sich 1969 der Name in Staatliche Ingenieurschule und Höhere Wirtschaftsfachschule Heilbronn. Im Sommersemester 1971 folgte mit der Verkehrsbetriebswirtschaft ein zweiter betriebswirtschaftlicher Studiengang. Mit dem baden-württembergischen Fachhochschulgesetz wurde zum 1. Oktober 1971 aus der Fachschule die Fachhochschule Heilbronn (später Fachhochschule Heilbronn – Hochschule für Technik und Wirtschaft). Mit der Umwandlung in eine Fachhochschule änderten sich die Zugangsvoraussetzungen für das Studium. Die bis dahin verlangte praktische Vorbildung durch Lehre oder zweijähriges Praktikum entfiel, stattdessen gab es Praxissemester während des Studiengangs. Voraussetzung für das Studium war nun die Fachhochschulreife.

1972 wurde als erster Schritt zum Aufbau einer Gesamthochschule zusammen mit der Universität Heidelberg der Hochschulstudiengang Medizinische Informatik eingerichtet. Die Gesamthochschule mit 10.000 Studienplätzen, die nach dem Hochschulgesamtplan II Baden-Württemberg in Heilbronn entstehen sollte, kam jedoch nicht zustande.[3]

Von 1977 bis 1989 war Walter Dörr Rektor der Fachhochschule Heilbronn, der sich für einen Erweiterungsbau und für neue Fachbereiche wie Touristik, Elektronik und Weinbau einsetzte, die dazu führten, dass sich die Studentenzahl der einstigen Ingenieurschule in dieser Zeit verdreifachte und die Existenz der Hochschule für die Zukunft sicherten.

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Ihren derzeitigen Namen trägt die Hochschule seit dem 1. September 2005.

ForschungseinrichtungenBearbeiten

  • Institut für angewandte Forschung (iaf) mit den In-Instituten
    • Automotive Competence Center (ACC)
    • Electronic Business Institut (EBI)
    • Institut für Medizin, Informatik und Ökonomie (GECKO)
    • Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung (H-InfaM)
    • Institut für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik (IKM)
    • Institut für Management und Technik (IMT)
    • Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik (INVL)
    • Institut für Sozialmanagement (IFS)
    • Institut für Strategie und Controlling (ISC)
    • Institut für Unternehmensrecht (IfU)
    • Interdisziplinäres Institut für intelligente Geschäftsprozesse (I3G)
    • Orient Institute for Intercultural Studies (OIS)
    • Polymer-Institut Kunststofftechnik (PIK)

Bachelor-StudiengängeBearbeiten

Fakultät Mechanik und Elektronik

  • Automotive Systems Engineering (ASE)
  • Electrical Systems Engineering (ESE)
  • Elektronik und Informationstechnik (EL)
  • Maschinenbau (MB)
  • Mechatronik und Mikrosystemtechnik (MM)
  • Mechatronik und Robotik (MR)
  • Robotik und Automation (RA)

Fakultät Technische Prozesse

  • Produktion und Prozessmanagement (PPM)
  • Technisches Logistikmanagement (TLM)
  • Verfahrens- und Umwelttechnik (VU)

Fakultät Informatik

  • Angewandte Informatik (AI)
  • Medizinische Informatik (MIB)
  • Software Engineering (SEB)

Fakultät Wirtschaft und Verkehr

  • Betriebswirtschaft und Unternehmensführung (BU)
  • Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (VB)
  • Verkehrsbetriebswirtschaft und Personenverkehr (VB-PV)
  • Wirtschaftsinformatik (WIN)

Fakultät International Business

  • Internationale Betriebswirtschaft – Interkulturelle Studien (IBIS)
  • Internationale Betriebswirtschaft – Osteuropa (IBO)
  • Hotel- und Restaurantmanagement (HM)
  • Tourismusmanagement (TM)
  • Internationales Weinmanagement (IWM)

Fakultät Technik und Wirtschaft

  • Antriebssysteme und Mechatronik (AM)
  • Automatisierungstechnik und Elektro-Maschinenbau (AE)
  • Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit-, Sportmanagement (BK)
  • Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement (BM)
  • Betriebswirtschaft und Sozialmanagement (BS)
  • Elektrotechnik (ET)
  • Energiemanagement (EM)
  • Energieökologie (EOE)
  • Wirtschaftsingenieurwesen (WI)

Fakultät Management und Vertrieb

  • Management und Beschaffungswirtschaft (MBW)
  • Management und Personalwesen (MPW)
  • Management und Unternehmensrechnung (MUR)
  • Management und Vertrieb: Finance (MVF)
  • Management und Vertrieb: Handel (VH)
  • Management und Vertrieb: Industrie (VI)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistische Berichte Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Artikel-Nr. 3234 15001 B III 1 - j/15, Unterricht und Bildung vom 1. September 2015 (Memento vom 7. Oktober 2015 im Internet Archive)
  2. Staatsministerium (Memento vom 11. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  3. Geschichte der Hochschule bis 1972 nach Website und nach Wolfgang Petermann: Fachhochschule Heilbronn. In: Stadt- und Landkreis Heilbronn. Theiss, Stuttgart und Aalen 1974, ISBN 3-8062-0121-8, S. 218–220

Koordinaten: 49° 7′ 19″ N, 9° 12′ 40″ O