Hochschule Pforzheim

Die Hochschule Pforzheim – Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht (englisch Pforzheim University) ist eine staatliche Fachhochschule des Landes Baden-Württemberg. Sie ist in drei Fakultäten gegliedert: Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft und Recht.

Hochschule Pforzheim
Logo
Gründung 1877
Trägerschaft staatlich
Ort Wappen Pforzheim.svg Pforzheim
Bundesland Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
  • Ulrich Jautz (Rektor)
  • Hanno Weber (Prorektor)
  • Bernd Welter (Kanzler)
Studierende 6112 (WS 2018/19)[1]
Mitarbeiter 526 (+ etwa 250 Lehrbeauftragte)
davon Professoren 196
Website www.hs-pforzheim.de

GeschichteBearbeiten

Gründung im Großherzogtum BadenBearbeiten

Die 1877 durch Großherzog Friedrich I. in Pforzheim gegründete Großherzogliche Kunstgewerbeschule und Fachschule für die Metallindustrie sollte in erster Linie Fachkräfte für die Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie ausbilden. Sie wurde 1937 in Badische Kunstgewerbeschule, 1940 in Staatliche Meisterschule und 1952 in Vereinigte Goldschmiede-, Kunst- und Werkschule umbenannt.

Erweiterung und Neustrukturierung nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

1963 erfolgte die Gründung der Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule. 1971 entstand aus der Kunstgewerbeschule und anderen Vorgänger-Institutionen die Fachhochschule für Gestaltung. Die ehemalige Höhere Wirtschaftsschule wurde in die Fachhochschule für Wirtschaft überführt.

1992 wurden die Fachhochschule für Gestaltung und die Fachhochschule für Wirtschaft unter Gründung einer neuen Fakultät für Technik als Fachhochschule Pforzheim – Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft zusammengeführt. 1995 wurden ingenieurwissenschaftliche Studiengänge eingeführt. 1996 wurde der Lehrbetrieb im Studiengang Wirtschaftsrecht aufgenommen. 2005 erfolgte die Umbenennung in Hochschule Pforzheim – Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht.

Internationale ProfilierungBearbeiten

Die Hochschule kooperiert mit über 100 Partneruniversitäten. Sie verpflichtete sich als eine der ersten weltweit[2] zur Einhaltung der von der UNO als Teil der Global Compact Initiative initiierten „Principles for Responsible Management Education“. Seit 2012 ist sie als „familiengerechte Hochschule“ zertifiziert.[3]

FakultätenBearbeiten

Die Hochschule bietet 29 Bachelor- und 17 Masterstudiengänge in den folgenden Fakultäten an:[4]

  • Fakultät für Gestaltung (700 Studierende)
  • Fakultät für Technik (2.100 Studierende)
  • Fakultät für Wirtschaft und Recht (3.200 Studierende)

Die Fakultät für Wirtschaft und Recht ist von der Association to Advance Collegiate Schools of Business akkreditiert.[5] Damit ist die Hochschule Pforzheim eine von bundesweit elf Hochschulen, die für einen der international höchsten Qualitätsstandards für Wirtschaftshochschulen akkreditiert wurden. Die technischen Studiengänge sind von der ASIIN, die betriebswirtschaftlichen Studiengänge von AQAS akkreditiert.

RankingsBearbeiten

Einer Befragung von Masterstudierenden durch das CHE zufolge, belegte die Hochschule Pforzheim 2008 in der Disziplin „Studiensituation insgesamt“ unter den 18 beurteilten Universitäten und Fachhochschulen den fünften Platz.[6]

Beim Ranking der Fachhochschulen durch die Wirtschaftswoche belegte die Hochschule Pforzheim seit 2012 den zweiten Platz im bundesweiten Vergleich nach vierten und dritten Plätzen in den Vorjahren.[7][8][9][10][11]

StandorteBearbeiten

  • Tiefenbronner Straße 65 und 66
    • Hauptsitz der Hochschule und der Fakultäten für Technik sowie Wirtschaft und Recht
    • Zentrale Hochschulbibliothek und Audimax
    • Hochschulverwaltung, Rektorat, StudiCenter und Prüfungsamt, Akademisches Auslandsamt, Rechtsamt, Hochschulinformationszentrum / Rechenzentrum (HIZ)
    • Institut für Fremdsprachen (IFS), Institut für Angewandte Forschung (IAF), Schmucktechnologisches Institut (STI), Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim (heedPF) …
    • AStA / Verfasste Studierendenschaft und Initiativen-Büros
    • Institut für Industrial Ecology (INEC)
    • Haupt-Mensa und Cafeteria
  • Holzgartenstraße 36
    • Hauptsitz der Fakultät für Gestaltung
    • Bibliothek zum Bereich Kunst und Design
  • Eutinger Straße 111 (G3)
    • Fakultät für Gestaltung (Masterstudiengang "Transportation Design")
  • Östliche Karl-Friedrich-Straße 24 (G2)
    • Außenstellen der Fakultäten für Technik und Gestaltung
    • Labore und Werkstätten des Studiengangs Mode
    • Büros und Labore der Fachbereiche IT, WI und MB
    • Forschungsprojekte des kooperativen Promotionskolleg „Entwurf und Architektur eingebetteter Systeme (EAES)“ mit der Universität Tübingen
    • Institute for Human Engineering & Empathic Design (HEED), gefördert von der Karl-Schlecht-Stiftung
    • Gründerwerk – Zentrum für Unternehmensgründung der Hochschule Pforzheim
  • Emma-Jäger-Straße 20
    • EMMA – Kreativzentrum Pforzheim

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Hanno Beck (* 1966), Professor für Volkswirtschaftslehre
  • Thomas Gerlach (* 1959 oder 1960), Professor für Industrial Design und Creative Direction
  • Bernhard Jablonski (* 1924), Professor für Industrie Design, Rektor der FH 1976–1985, Gründer des Transportation Design
  • Mario Schmidt (* 1960), Professor für ökologische Unternehmensführung, Leiter des Instituts für Industrial Ecology (INEC)
  • Johann Stockhammer (* 1960), Professor für Modedesign
  • Werner Weißbrodt (1928–2017), Professor für Grafikdesign

Verliehene EhrennadelnBearbeiten

AlumniBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Paul Kratz: Wechselwirkungen zwischen Job und Studium: dargestellt am Beispiel der BWL-Studenten der Universität Frankfurt und der Fachhochschule für Wirtschaft Pforzheim (= Europäische Hochschulschriften, Reihe 5: Volks- und Betriebswirtschaft, Band 923). Lang, Frankfurt am Main / Bern / New York, NY / Paris 1988, ISBN 3-631-40553-7 (Dissertation Universität Frankfurt am Main 1988, XX, 584 Seiten, zahlreiche graphische Darstellungen, 21 cm).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Studierende an baden-württembergischen Hochschulen im Wintersemester 2018/19. Abgerufen am 19. August 2020.
  2. Eintrag des offiziellen United Nations Global Compact PRME-Unterstützerverzeichnisses mit aktuellem Unterzeichner-Mitgliedsstatus, enthält Link zum letzten veröffentlichten Sharing Information on Progress (SIP)-Bericht (englisch)
  3. Zertifikat und Kurzportrait audit familiengerechte hochschule für die Hochschule Pforzheim
  4. Hochschule Pforzheim: Studiengänge. 25. November 2018, abgerufen am 25. November 2018.
  5. Liste der akkreditierten Institutionen auf AACSB International (englisch) (Memento vom 3. September 2012 auf WebCite) auf www.aacsb.edu
  6. Petra Giebisch, Mareike Hennings, Isabel Roessler: Erweiterung des CHE-HochschulRankings: Pilotstudie zur Befragung von Masterstudierenden im Fach BWL (PDF-Datei, 851 kB), Arbeitspapier Nr. 115, Seite 15, Dezember 2008, CHE (Centrum für Hochschulentwicklung und CHE Consult)
  7. http://www.wiwo.de/erfolg/campus-mba/exklusives-hochschulranking-das-sind-deutschlands-beste-unis/10076006.html
  8. http://www.wiwo.de/ranking-die-besten-unis-und-fachhochschulen-2013/8046582.html
  9. Die besten Unis für die Karriere Die besten Unis für die Karriere, Wirtschaftswoche, 7. April 2012
  10. Die besten Unis für die Karriere Die besten Unis für die Karriere, Wirtschaftswoche, 19. April 2011
  11. Deutschlands beste Unis aus Personalchef-Sicht Deutschlands beste Unis aus Personalchef-Sicht, Wirtschaftswoche, 22. Mai 2010
  12. Hochschule Pforzheim und Universität Osijek feiern mehr als 40 Jahre Partnerschaft. In: pz-nightlife.de. Pforzheimer Zeitung, 21. Januar 2020, abgerufen am 18. Mai 2020.

Koordinaten: 48° 52′ 42,7″ N, 8° 43′ 2″ O