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Good Morning Good Morning

Lied von The Beatles
Good Morning Good Morning
The Beatles
Veröffentlichung 1. Juni 1967
Länge 2 min 41 s
Genre(s) Rock, experimenteller Rock
Autor(en) Lennon/McCartney
Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band

Good Morning, Good Morning (englisch Guten Morgen, guten Morgen) ist ein Lied der britischen Rockband The Beatles, das am 1. Juni 1967 als elfter Titel auf dem Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band veröffentlicht wurde.

EntstehungBearbeiten

Die Aufnahmen für die Komposition von John Lennon fanden am 8. und 16. Februar 1967 sowie am 28. und 29. März 1967 in den Abbey Road Studios statt. Als Copyright-Inhaber sind Lennon/McCartney angegeben.

Dieses Lied basiert auf einem Arrangement aus Schlagzeug, Bass, Rhythmus- und Sologitarre mit Gesang. Musiker der Gruppe „Sound Incorporated“ wurden engagiert, um weitere Overdubs einzuspielen und so den Sound mit drei Saxophonen, zwei Posaunen und einem Horn „aufzublasen“. Dies war wegen der vielen Taktwechsel innerhalb des Stücks sehr schwierig. Um das Stück aufzupeppen, wollte Lennon gerne den Hahnenschrei aus der Kelloggs-Werbung in das Lied einbauen. Er ergänzte dies durch zahlreiche andere Tiergeräusche, die man in der Ausblende hört und die gleichzeitig einen Übergang zum nächsten Lied – Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise) – bilden. Die Auswahl der Tiergeräusche erfolgte nicht willkürlich: Auf Lennons Wunsch sollte jedes Tier das zuvor gehörte Tier töten bzw. fressen können. Man hört erst eine Katze, dann einen Hund, gefolgt von einem Löwen, dann einem Elefanten und letztlich Pferdegetrappel und Jagdhorn aus einer Jagd. Ganz am Ende gackert ein Huhn, dessen letzter Ton exakt zum ersten Akkord des folgenden Liedes Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise) passen sollte (in der Stereo-Version ist dies nicht exakt gelungen).[1]

Die Idee zu diesem Stück bekam Lennon durch einen Cornflakes-Werbespot. In Good Morning, Good Morning lässt er sich sarkastisch über das britische, bürgerlich-spießige Leben aus. Lennon führte damals ein unglückliches Eheleben mit seiner Frau Cynthia im noblen Londoner Vorort Weybridge. Die Textzeile “It’s time for tea and meet the wife” bezieht sich auf eine von Lennon zur damaligen Zeit gern gesehene britische Fernseh-Sitcom mit dem Titel Meet the Wife.[2] Später tat Lennon diesen Song als „Wegwerfware, ein Stück für den Müll“ ab.[3]

TaktungBearbeiten

Das Stück, das mit 117 Schlägen pro Minute gespielt wird, hat eine ungewöhnliche Taktfolge, abwechselnd 5/4-Takt und 4/4-Takt, mit 3/4-Übergängen.

Die insgesamt 64 Takte können in sieben Abschnitte gruppiert werden, jedoch nur drei verschiedene A, B und C, die sich nach folgendem Muster wiederholen: A, B, C, B, C, B, A, mit einer Symmetrie hinsichtlich des mittleren B-Teils; ohne Beachtung des letzten Taktes (fadeout).

Die Taktfolgen im Einzelnen:

A: 4,4,4,4,4 (Einleitung: fünf Takte, 20 Schläge)
B: 5,5,5,3,4,5,4,3,3,4,4 (elf Takte, 44 Schläge)
C: 5,5,5,3,4,4,4,4,4,4 (enthält Refrain: zehn Takte, 42 Schläge)
B: 5,5,5,3,4,5,4,3,3,4,4 (elf Takte, 44 Schläge)
C: 5,5,5,3,4,4,4,4,4,4 (enthält Refrain: zehn Takte, 42 Schläge)
B: 5,5,5,3,4,5,4,3,3,4,4 (elf Takte, 44 Schläge)
A: 4,4,4,4,4,4 (Ende: sechs Takte, 24 Schläge, mit fadeout-Takt)

Dies sind insgesamt 64 Takte mit 260 Schlägen, was bei 117 Schlägen pro Minute eine Länge von 2:13,333… Minuten ergibt.[4][5][6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mark Lewisohn: The Complete Beatles Recording Sessions. London, Hamlyn, 2004, ISBN 0-681-03189-1. S. 95, 97, 105 und 106.
  2. Steve Turner: A Hard Day’s Write: The Stories Behind Every Beatles Song. New York, HarperCollins, 2005, ISBN 0-06-084409-4. S. 132.
  3. David Sheff: Die Ballade von John und Yoko. Das letzte große Interview. Höfen, Hannibal-Verlag, 2002, ISBN 978-3-85445-202-7. S. 190.
  4. George Martin: Summer of Love. The Making of Sgt. Pepper. London, Macmillan, 1994, ISBN 0-333-60398-2. S. 73–75.
  5. Walter Everett: The Beatles as Musicians. Revolver through the Anthology. New York, Oxford University Press, 1999, ISBN 978-0-19-512941-0. S. 114–116.
  6. Dominic Pedler: The Songwriting Secrets of the Beatles. London, Omnibus Press, 2003, ISBN 0-7119-8167-1. S. 552 f.