Duke Energy ist ein Energieanbieter aus den Vereinigten Staaten mit Firmensitz in Charlotte, North Carolina. Das Unternehmen ist im Aktienindex S&P 500 und im Dow Jones Utility Average gelistet.

Duke Energy Corporation

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Rechtsform Corporation
ISIN US26441C2044
Gründung 1900
Sitz Charlotte, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Lynn J. Good, CEO
Mitarbeiterzahl 29.060[1]
Umsatz 23,6 Mrd. USD[1]
Branche Energieversorger
Website www.duke-energy.com
Stand: 31. Dezember 2017

Duke Energy ist in den Vereinigten Staaten tätig, wo es in sieben Bundesstaaten elektrische Energie liefert,[2] und in Kanada. Seine in Lateinamerika tätigen Tochtergesellschaften verkaufte Duke Energy im Jahre 2016 an die Kapitalbeteiligungsgesellschaft I Squared Capital.[3]

GeschichteBearbeiten

Das Unternehmen Catawba Power Company entstand 1900, als Walker Gill Wylie und sein Bruder ein Kraftwerk bei India Hook Shoals am Catawba-Fluss bauten.

ÜbernahmenBearbeiten

2005 erwarb Duke Energy den US-amerikanischen Energieanbieter Cinergy.

Im Jahr 2012 übernahm Duke Energy seinen Konkurrenten Progress Energy.[4] Als Kaufpreis erhielten die Progress-Aktionäre Duke-Aktien im Wert von 13,7 Mrd. Dollar, ebenso übernahm Duke Schulden in Höhe von 12,2 Mrd. Dollar.[5]

In Peru war Duke Energy bis zum Dezember 2016 der Mehrheitseigentümer der Unternehmens Orazul Energy Egenor, das die beiden großen Wasserkraftwerke Cañón del Pato (im Departamento Ancash) und Carhuaquero (im Departamento Cajamarca) betreibt.[3]

GewässerverschmutzungBearbeiten

Seit 2010 verstieß Duke Energy im US-Bundesstaat North Carolina wiederholt gegen Gewässerschutzbestimmungen im Zusammenhang mit dem Betrieb ihrer Kohlekraftwerke in Eden, Moncure, Asheville, Goldsboro und Mount Holly. Wiederholt trat mit Schwermetallen wie Arsen, Selen, Chrom und Kupfer belasteter Schlamm aus Deponien für Kohleasche und -schlacke aus.

So unterließ es die Firma in Moncure zwei Jahre lang, eine seit 2011 bekannte Leckage an einem Drainage-Rohr zu reparieren. Bei Asheville leitete Duke Energy Abwasser in den French Broad River. Im Februar 2014 kam es in einer Deponie am Dan River zu einem Störfall. Kontaminierter Schlamm verseuchte den Fluss auf über 100 km Länge. Duke Energy hatte es trotz Warnungen von Mitarbeitern versäumt, Drainage-Rohre ausreichend zu überwachen und instand zu halten.

Im Mai 2015 bekannte sich Duke Energy in diesen drei und sechs weiteren Fällen schuldig, gegen Gewässerschutzbestimmungen verstoßen zu haben. Die Firma wurde zu Geldstrafen in Höhe von insgesamt 102 Mio. US-Dollar verurteilt – die höchste im US-Bundesstaat North Carolina jemals ausgesprochene Geldstrafe für eine Straftat.[6]

AuszeichnungenBearbeiten

Im Jahre 1995 gewann das Unternehmen den Edison-Preis für die beste Energieversorgung in den USA.[7]

WeblinksBearbeiten

Commons: Duke Energy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b 2017 Annual Report, auf www.duke-energy.com (Memento vom 5. September 2015 im Internet Archive), abgerufen am 30. Juni 2018
  2. Our History. In: Duke Energy. Abgerufen am 29. Mai 2020.
  3. a b Orazul Energy Egenor S. en C. por A. (Orazul Perú) (spanisch), abgerufen am 19. Dezember 2019.
  4. Duke Energy and Progress Energy Have Merged. (Nicht mehr online verfügbar.) Duke Energy, archiviert vom Original am 29. Juli 2012; abgerufen am 15. Mai 2015.
  5. Duke übernimmt Atom-Rivalen auf N-TV.de (abgerufen am 8. August 2016)
  6. Michael Biesecker: Prosecutors: Duke Energy could have avoided Dan River spill. In: Washington Top News / Associated Press. 14. Mai 2015, archiviert vom Original am 17. Mai 2015; abgerufen am 15. Mai 2015.
  7. Duke Power Archive. (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) In: Duke Energy. Abgerufen am 27. November 2013.