Das Traumschiff

deutsche Fernsehserie

Das Traumschiff ist eine Fernsehreihe des ZDF, die seit 1981 nach der Idee von Wolfgang Rademann produziert wird.

Fernsehserie
OriginaltitelDas Traumschiff
DasTraumschiff.svg
Produktionsland DeutschlandDeutschland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 1981
Länge 60–125 Minuten
Episoden 90+ (Liste)
Genre Drama, Romantik
Idee Wolfgang Rademann
Musik
Erstausstrahlung 22. November 1981 auf ZDF
Besetzung

Schiffe:

HandlungBearbeiten

In der Reihe werden die zumeist heiteren Verwicklungen der Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs, das in jedem Film zu einem anderen Urlaubsziel unterwegs ist, erzählt. Der Kapitän, der Chefsteward, die Chefhostess und der Schiffsarzt tun ihr Möglichstes, um für alle Beteiligten ein Happy End herbeizuführen.

Im Verlauf einer Folge konzentriert sich das Geschehen üblicherweise auf drei voneinander unabhängige Handlungsstränge. Meist sind dies zwei Geschichten, die sich um die Passagiere des Schiffes drehen, sowie eine Geschichte, in die die Besatzungsmitglieder verwickelt sind. Nach Aussage des Produzenten Wolfgang Rademann sind die drei Geschichten eine lustige, eine spannende und eine Liebesgeschichte. Im Lauf der jeweiligen Episode spielen etwa 40 Prozent der Szenen an Land und 60 Prozent an Bord.[2]

GeschichteBearbeiten

Durch Anregungen aus der DDR-Serie Zur See und durch Adaptionen aus der US-Serie The Love Boat entstand Das Traumschiff. Am 22. November 1981 strahlte das ZDF die erste Folge aus. Zunächst lief das Format als gut einstündige Reihe am Sonntagabend um 20.00 Uhr im ZDF, ausgestrahlt wurden zwei Staffeln mit je sechs Folgen. Die letzte Folge dieser ursprünglich geplanten Sendeform lief mit Folge 12 am 1. Januar 1984. Diese Episode erreichte mit 25,15 Millionen Zuschauern die höchste Einschaltquote aller bisher gesendeten Traumschiff-Folgen.

Angespornt durch diesen Erfolg wurde die Sendereihe in überarbeiteter Form nach knapp drei Jahren fortgesetzt. Die einzelnen Folgen wurden um eine halbe Stunde auf 90 Minuten verlängert und nicht mehr wöchentlich, sondern zunächst in unregelmäßigen Abständen ausgestrahlt. Von November 1986 bis Februar 1987 gab es vier weitere Folgen der Sendereihe, zum Jahreswechsel 1990/91 wiederum zwei neue Folgen.

Während erneut über ein Ende der Serie nachgedacht wurde, erzielten die Wiederholungen im Sommerprogramm des ZDF 1992 unerwartet hohe Quoten. Man entschied sich, nach den in unregelmäßigen Abständen gedrehten Folgen von nun an regelmäßig neue Folgen der Reihe zu produzieren. Waren diese zunächst noch zu wechselnden Terminen zu sehen, wurde Mitte der 1990er-Jahre ein festes Sendeschema eingeführt: Neue Folgen werden am 2. Weihnachtstag und an Neujahr im ZDF erstausgestrahlt. Seit Ostern 2017 wird zusätzlich am Ostersonntag eine neue Folge gesendet.

SchiffeBearbeiten

 
Die norwegische Vistafjord war das erste Traumschiff, hier 1984 in Piräus
 
Das derzeitige Traumschiff seit 2015, die Amadea, 2012 in Split

Bisher dienten fünf Kreuzfahrtschiffe als Kulisse und Drehort für die Serie:

Bei den von 1981 bis 1984 zunächst zwölf produzierten Folgen kamen zwei Schiffe zum Einsatz. Zunächst, für die ersten sechs Folgen, die Vistafjord der Norwegian American Cruises (1981–1982), anschließend die Astor (1983–1984) der Hamburger Staatsreederei HADAG Seetouristik und Fährdienst.

Mit der Neuausrichtung der Serie im Jahr 1986 gab es mit der Berlin auch ein neues Kreuzfahrtschiff. Dieses diente bis zur 33. Folge, deren Reiseziel Namibia war (ausgestrahlt am 1. Januar 1999), als Kulisse der Sendereihe.

Ab 1999 war die Deutschland das Traumschiff, erstes Reiseziel war Tahiti. Im November 2014 wurde bekannt gegeben, dass die Deutschland aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft und der dadurch abgesagten Reisen nicht mehr als Drehort dienen wird und für 2015 ein alternatives Schiff ausgesucht werden soll.[3] Sowohl die Berlin als auch die Deutschland gehörten der Reederei Peter Deilmann aus Neustadt in Holstein.

Das neue Traumschiff ist seit 2015 (Episode 74) die Amadea von Phoenix Reisen,[4] auf der im Februar 2015 die Dreharbeiten begannen.[5]

Seit 2016 fährt auch die Deutschland in den Sommermonaten für Phoenix Reisen. Zeitweise fuhren die ersten drei Traumschiffe auch für die gleiche Reederei, nämlich die britische Reederei Saga Cruises.

SchauspielerBearbeiten

StammbesatzungBearbeiten

 
Die Schauspieler Heide Keller, Patrick Mölleken und Uwe Friedrichsen bei Dreharbeiten zur Folge San Francisco, 2007

Bislang gab es fünf Schauspieler, die als Kapitän des Traumschiffs aktiv waren. Günter König spielte in der ersten Staffel der Reihe 1981/82 Kapitän Braske. Mit Beginn der zweiten Staffel im Jahr 1983 wurde er von Heinz Weiss abgelöst, der in der Rolle des Heinz Hansen bis 1999 den Kapitän des Traumschiffs spielte. In Folge 6 (Cayman Islands) war Weiss bereits in einer Nebenrolle zu sehen. Nach Weiss’ gesundheitlich bedingtem Ausstieg war von 1999 bis 2013 Siegfried Rauch als Jakob Paulsen Darsteller des Traumschiff-Kapitäns. Rauch war zuvor bereits in Folge 30 im Jahr 1997 in einer anderen Rolle in der Fernsehserie zu sehen und letztmals in Folge 70 Malaysia als Kapitän. Von Folge 71 vom 1. Januar 2014 bis Folge 83 vom 1. Januar 2019 spielte Sascha Hehn den Kapitän.[6][7] Seit Folge 84, die am Ostersonntag 2019 erstausgestrahlt wurde, spielt Daniel Morgenroth den Staff-Kapitän Martin Grimm.[8] Seit Folge 85, die Weihnachten 2019 erstausgestrahlt wurde, spielt Florian Silbereisen den Kapitän Max Parger.[9] Ursprünglich sollte die Rolle Max Prager heißen. Nachdem die FAZ auf die Namensgleichheit mit dem Seemann Max Prager aus der deutschen Kolonialzeit und dessen rassistische Äußerungen hingewiesen hatte,[10] wurde sie in ‚Max Parger‘ umbenannt.[11]

Seit der ersten Folge im Jahr 1981 war die Schauspielerin Heide Keller in der Rolle der Chefhostess Beatrice von Ledebur an der Serie beteiligt; sie verließ die Serie in der Folge vom 1. Januar 2018. Ihre Nachfolgerin in der Stammbesetzung wurde ab Ostern 2018 die Schauspielerin Barbara Wussow in der Rolle der Hoteldirektorin Hanna Liebhold.

Seit der zweiten Staffel im Jahr 1983 verkörperte der Schauspieler Horst Naumann den Schiffsarzt Dr. Horst Schröder – zunächst nur in einzelnen Episoden, ab 1986 als festes Ensemblemitglied. Horst Naumann hat in der Episode vom 26. Dezember 2010 die Serie verlassen. 2011 folgte Nick Wilder in der Rolle des neuen Schiffsarztes Dr. Wolf Sander.[12] Im April 2020 kündigte Wilder an, aus der Serie auszusteigen.[13] In der Weihnachtsfolge 2020 hatte er seinen letzten Auftritt. In dieser Folge trat Sina Tkotsch erstmals als Sanders Nachfolgerin Dr. Julia Brand auf, ebenso in der Neujahrsfolge 2021. Am 4. Januar 2021 gab der Sender bekannt, dass Collien Ulmen-Fernandes ab der Osterfolge 2021 die Schiffsärztin verkörpern wird, zuvor war schon über Tkotschs Ausstieg nach nur zwei Folgen berichtet worden.[14] Ebenso ließ der Sender durch eine Sprecherin verlauten, dass „die Rolle der Schiffsärztin/des Schiffsarztes […] künftig immer wieder von wechselnden Personen ausgefüllt [werde]“.[15]

Von 1981 bis 1991 war zudem bereits Sascha Hehn mit an Bord; bis 1987 als Chefsteward Victor Burger, danach bis 1991 als Erster Offizier Stefan Burger (in einer Folge in einer Doppelrolle). 2014 erschien Victor nach einer absolvierten Kapitänsausbildung erneut als neues Crewmitglied. Sowohl Wilder als auch Wussow hatten in der Zeit vor ihren Hauptrollen jeweils mehrere Episodenrollen, in denen sie andere Charaktere darstellten.

Aktuelle HauptdarstellerBearbeiten

In der Reihenfolge des Einstiegs
Schauspieler Rollenname Episoden Zeitraum Anmerkungen
Harald Schmidt Oskar Schifferle 60, 63–67
74–80, 83–87
2009–2012
2015–
Kreuzfahrtdirektor
Barbara Wussow[16] Hanna Liebhold 81– 2018– Hoteldirektorin
Daniel Morgenroth Martin Grimm 84– 2019– Staff-Kapitän
Florian Silbereisen Max Parger 85– 2019– Kapitän
Collien Ulmen-Fernandes Dr. Jessica Delgado 90– 2021– Schiffsärztin

Ehemalige HauptdarstellerBearbeiten

In der Reihenfolge des Einstiegs
Schauspieler Rollenname Episoden Zeitraum Anmerkungen
Günter König Jens Braske 1–6 1981–1982 Kapitän
Holger Hagen Dr. Jensen 1, 3 1981 Schiffsarzt
Heide Keller Beatrice von Ledebur 1–80 1981–2018 Chefhostess
Sascha Hehn Victor Burger 1–16 1981–1987 Chefsteward
71–83 2014–2019 Kapitän
Stefan Burger 16–18 1987–1991 Erster Offizier
Heinz Weiss Heinz Hansen 7–33 1983–1999 Kapitän
Horst Naumann Dr. Horst Schröder 8–63 1983–2010 Schiffsarzt
Siegfried Rauch Jakob Paulsen 34–70 1999–2013 Kapitän
Nick Wilder Dr. Wolf Sander 64–88 2011–2020 Schiffsarzt

Zeitleiste der StammbesatzungBearbeiten

1980er 1990er 2000er 2010er 2020er
1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1
Jens Braske
Beatrice von Ledebur
Victor Burger Victor Burger
Stefan Burger
Heinz Hansen
Dr. Horst Schröder
Jakob Paulsen
Oskar Schifferle
Dr. Wolf Sander
Hanna Liebhold
Martin Grimm
Max Parger
Dr. Jessica Delgado

GastdarstellerBearbeiten

Die Rollen der Passagiere des Traumschiffs übernehmen üblicherweise prominente Gastdarsteller. Eine Vielzahl an bekannten deutschsprachigen Fernsehschauspielern war so im Laufe der Jahre in einer oder mehreren Rollen in der Traumschiff-Reihe zu sehen, so beispielsweise Christoph Maria Herbst, Joachim Fuchsberger, Peter Weck, Heinz Sielmann, Günther Schramm, Inka Bause, Heinz Hoenig, Klausjürgen Wussow, Elmar Wepper, Thomas Gottschalk, Hape Kerkeling oder Florian Silbereisen. Teilweise spielten diese Personen, wie z. B. Udo Jürgens, sich selbst, meist jedoch eine fiktive Figur.

Wiederkehrende RollenBearbeiten

Ab 2008 war Harald Schmidt mit an Bord, ab Folge 56 als Gentleman-Host Oskar de Navetta bzw. ab Folge 60 als Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle. Nach drei Jahren Pause war er von Ende 2015 bis 2019 erneut in der Rolle des Kreuzfahrtdirektors dabei.[17]

Zwischen 2009 und 2012 war Inka Bause ab Folge 60 als Fitnesstrainerin Inka in acht Folgen auf dem Traumschiff zu sehen.

Auch Heinz Hoenig, der schon zuvor einige Male in unterschiedlichen Rollen auf dem Schiff war, und Marie Gruber hatten im Jahr 2013 in den Folgen 69 und 70 wiederkehrende Rollen als befreundetes Ehepaar des Kapitäns.

In den Folgen 85 und 88 spielte Joko Winterscheidt den Bruder des Kapitäns, Moritz Parger.

Schauspieler mit fünf oder mehr AuftrittenBearbeiten

Schauspieler Episoden
Inka Bause 60–67
Gaby Dohm 14, 32, 49, 62, 65, 84
Marek Erhardt 30, 33, 38, 53, 58, 70, 79
Günther Maria Halmer 25, 33, 42, 54, 68, 73
Heinz Hoenig 50, 56, 69, 70, 76
Jochen Horst 19, 60, 66, 73, 79
Gerit Kling 33, 38, 44, 64, 65
Volkert Kraeft 04, 10, 21, 27, 75
Dietrich Mattausch 28, 32, 49, 54, 67, 76, 78
Christine Mayn 35, 44, 68, 74, 88
Claudia Rieschel 08, 35, 57, 76, 86
Maria Sebaldt 02, 07, 23, 47, 52, 64, 72
Sigmar Solbach 03, 12, 25, 44, 65, 69
Manon Straché 39, 44, 51, 59, 77
Gila von Weitershausen 05, 22, 38, 41, 47, 58, 82
Elmar Wepper 07, 29, 42, 48, 53
Klaus Wildbolz 09, 13, 21, 26, 47

Schauspieler mit vier AuftrittenBearbeiten

Schauspieler Episoden
Grit Boettcher 13, 45, 54, 77
Horst Bollmann 23, 25, 30, 43
Antje Hagen 19, 25, 30, 39
Evelyn Hamann 04, 09, 27, 48
Rüdiger Joswig 36, 40, 61, 65
Marion Kracht 23, 40, 65, 69
Christina Plate 32, 34, 40, 52
Sabine Postel 12, 56, 68, 84
Siemen Rühaak 24, 28, 31, 36
Peter Sattmann 33, 57, 66, 84
Karin Thaler 22, 24, 45, 59
Carin C. Tietze 20, 43, 58, 68
Diego Wallraff 20, 27, 53, 56
Katja Woywood 19, 24, 37, 38
Helmut Zierl 15, 33, 38, 59

ProduktionBearbeiten

StabBearbeiten

Produzent der Reihe war, bis zu seinem Tod 2016, der Berliner Wolfgang Rademann, von dem die Idee stammt und der auch für die Gesamtleitung zuständig war. Verantwortliche Produktionsfirma für die Sendereihe ist die Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft.

Als Regisseure und Drehbuchautoren für das Traumschiff werden vom ZDF hauptsächlich Personen eingesetzt, die für den Sender auch in anderen Produktionen ähnlicher Genres, etwa den Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen, aktiv sind.

Regisseur der ersten sechs Traumschiff-Folgen im Jahr 1981/82 war Fritz Umgelter. Ihm folgten die Regisseure Alfred Vohrer, Gero Erhardt und Christine Kabisch. Von 1996 bis 2005 waren Michael Steinke und Karola Meeder fast zehn Jahre lang hauptverantwortliche Regisseure. Steinke führte dabei in 17 Folgen, Meeder in sechs Folgen Regie. Lediglich in der Jubiläumsfolge Las Vegas gab es mit Dieter Kehler einen anderen Regisseur. In den Jahren 2006 und 2007 war Hans-Jürgen Tögel, der bereits in einigen Folgen Anfang der 1990er Jahre Regie führte, als Regisseur tätig, 2008–2017 führte Stefan Bartmann bei acht Produktionen Regie.

Für die Drehbücher größtenteils zuständig ist der Autor Ulrich del Mestre. Daneben gibt es Autoren wie Marlies Ewald, Barbara Engelke oder Sabine Thiesler, die hin und wieder Drehbuchautoren einzelner Folgen sind. Des Weiteren gibt es Autoren, die nur zu ein oder zwei Folgen das Drehbuch schrieben. Auch die Darstellerin Heide Keller war gelegentlich als Drehbuchautorin unter dem Pseudonym Jac Dueppen beteiligt.

Hauptverantwortliche Kameramänner sind seit Ende der 1990er-Jahre Heinz-Dieter Sasse und Holger Greiß.

MusikBearbeiten

Die ursprüngliche Titelmusik der Serie stammt von Heinz Kiessling, der als Komponist für zahlreiche TV-Produktionen der 70er- und 80er-Jahre verantwortlich zeichnete. Diese Musik wurde in den Folgen 1 bis 6 verwendet.

Zur zweiten Staffel der Serie (Folgen 7 bis 12) wurde der französische Oscar-Preisträger Francis Lai beauftragt ein neues Titelthema zu erstellen. Nach Aussage des Komponisten entstand die Musik unter dem Eindruck einer gerade erlebten Kreuzfahrt.

Die seit Folge 13 (Thailand) bis heute verwendete Titelmusik der Sendereihe wurde von James Last komponiert. Diese durch das Traumschiff sehr bekannt gewordene gleichnamige Melodie ist nicht nur während des Vorspanns, sondern auch immer wieder zum Zwischenschnitt des fahrenden Traumschiffs innerhalb der Folgen zu hören. Zum Ende jeder Folge, während des Kapitänsdinners, wird der ebenfalls vor Jahren von James Last komponierte Dinnermarsch gespielt. In den ersten Episoden kam bei dieser Gelegenheit noch "March Of The River Kwai" zum Einsatz.

Die Folgen 17 und 18 hatten eine andere Titelmelodie. Sie stammt von Udo Jürgens, der in Episode 18 auch als Darsteller mitwirkte. Im Vorspann lief eine Instrumentalfassung seines Songs, im Abspann dann die gesungene Version.

EpisodenBearbeiten

Im Laufe der Jahre wurden viele verschiedene Reiseziele angelaufen. Als Ziele dienen dabei exotische Länder oder Städte außerhalb Europas. Lediglich im Jahr 1992 gab es mit Norwegen ein europäisches Ziel, dies war außerdem eines der ganz wenigen nördlichen Reiseziele des Traumschiffs. Als Kulisse dient überwiegend ein bestimmtes Land, seltener bildet nur eine einzige Stadt den Zielort. In wenigen Fällen sind auch mehrere Länder Schauplatz einer Episode, etwa Indien und die Malediven im Jahr 1993. Einige Reiseziele, beispielsweise Thailand oder Bali, wurden bereits mehrmals angelaufen.

Mit einem * versehene Folgen sind aktuell (noch) nicht auf DVD erhältlich.

Nr. Reiseziel Erstausstrahlung
1 Bahamas 22. November 1981
2 Barbados 29. November 1981
3 Jungferninseln 6. Dezember 1981
4 Dominikanische Republik 20. Dezember 1981
5 Grenada 3. Januar 1982
6 Cayman Islands 17. Januar 1982
7 Marrakesch 30. Oktober 1983
8 Kenia 13. November 1983
9 Karibik 27. November 1983
10 Kenia 4. Dezember 1983
11 Amazonas 18. Dezember 1983
12 Rio 1. Januar 1984
13 Thailand 29. November 1986
14 Bali 21. Dezember 1986
15 Brasilien 4. Januar 1987
16 Mexiko 1. Februar 1987
17 New Orleans 26. Dezember 1990
18 Disney World 1. Januar 1991
19 Norwegen 26. Dezember 1992
20 Südafrika 28. Februar 1993
21 Ägypten 12. April 1993
22 Indien und Malediven 12. Dezember 1993
23 Hongkong 26. Dezember 1993
24 Dubai 26. Dezember 1994
25 Mauritius 1. Januar 1995
26 Tasmanien 26. Dezember 1995
27 Sydney 7. Januar 1996
28 Singapur 26. Dezember 1996
29 Hawaii 1. Januar 1997
30 St. Lucia 26. Dezember 1997
31 Argentinien 1. Januar 1998
32 Galapagos und Jamaika 26. Dezember 1998
Nr. Reiseziel Erstausstrahlung
33 Namibia 1. Januar 1999
34 Tahiti 26. Dezember 1999
35 Traumschiff 2000 – Bali 1. Januar 2000
36 Neuseeland 13. Februar 2000
37 Olympia 2000* 10. Dezember 2000
38 Seychellen 26. Dezember 2000
39 Mexiko 1. Januar 2001
40 Las Vegas 14. Oktober 2001
41 Bermudas 26. Dezember 2001
42 Chile und die Osterinseln 1. Januar 2002
43 Thailand 26. Dezember 2002
44 Sambia und die Viktoriafälle 1. Januar 2003
45 Südsee 26. Dezember 2003
46 Australien 1. Januar 2004
47 Sri Lanka 11. Januar 2004
48 Samoa 26. Dezember 2004
49 Oman 1. Januar 2005
50 Vancouver 16. Januar 2005
51 Burma/Myanmar 26. Dezember 2005
52 Singapur und Bali 1. Januar 2006
53 Botswana 26. Dezember 2006
54 Shanghai 1. Januar 2007
55 San Francisco 26. Dezember 2007
56 Rio de Janeiro 1. Januar 2008
57 Kilimandscharo, Malediven, Indien 10. Februar 2008
58 Vietnam 26. Dezember 2008
59 Papua-Neuguinea 1. Januar 2009
60 Peru und Miami 8. November 2009
61 Emirate 26. Dezember 2009
62 Indian Summer 1. Januar 2010
63 Panama 26. Dezember 2010
64 Bora Bora 1. Januar 2011
Nr. Reiseziel Erstausstrahlung
65 New York, Savannah
und Salvador da Bahia
6. November 2011
66 Kambodscha 26. Dezember 2011
67 Bali 1. Januar 2012
68 Singapur 26. Dezember 2012
69 Puerto Rico 1. Januar 2013
70 Malaysia 26. Dezember 2013
71 Perth 1. Januar 2014
72 Mauritius 26. Dezember 2014
73 Kanada 1. Januar 2015
74 Macau 26. Dezember 2015
75 Cook Islands 1. Januar 2016
76 Palau 26. Dezember 2016
77 Kuba 1. Januar 2017
78 Tansania 16. April 2017
79 Uruguay 26. Dezember 2017
80 Los Angeles 1. Januar 2018
81 Malediven 1. April 2018
82 Hawaii 26. Dezember 2018
83 Japan 1. Januar 2019
84 Sambia 21. April 2019
85 Antigua 26. Dezember 2019
86 Kolumbien 1. Januar 2020
87 Marokko* 12. April 2020
88 Kapstadt* 26. Dezember 2020
89 Seychellen* 1. Januar 2021
90 Malediven/Thaa Atoll* 4. April 2021
91 Schweden*
92 Namibia*

Titel

In 15 der ersten 16 Folgen hatten die einzelnen Geschichten noch Titel, die wie folgt lauteten:

Nr. Titel
1 Liebe und Karottensaft / Einer gewinnt immer / Ein neues Leben
2 Die Ausreißer / Die Hochzeitsreise
3 Liebe für Alice / Betsy und der Schlagerstar / Der Juwelendieb
4 Wie ein Pfau im Korb / Schröder gegen Schröder / Keine Zeit für Oma
5 Der schüchterne Liebhaber / Ein Mann für Mama / Seenot und Magenbitter
6 Das glücklichste Paar des Jahres / Jan und die Studentin / Der ungeschliffene Diamant
7 Herz ist Trumpf / Sängerin und Zauberer / Bordbekanntschaften
8 Das Kleid / Der Simulant / Kilimandscharo
9 Geschäftliches / Kolumbus und Kabeljau / Der Hund
10 Damenbesuch / Karl und Anna / Liebe durch zwei
11 Der Heiratsschwindler / Frau Schliemann und das Abenteuer / Der Kinderfeind
12 Nachbarn / Der Falschspieler / Tochter des Chefs
13 Das verpasste Schiff / Schneeweißchen & Rosenrot / Jana / Rhesusfaktor negativ
14 Liebe durch zwei / Die kleinen Kuppler
15 Gesamte Folge von Herbert Reinecker
16 Spiel mit dem Feuer / Theorie & Praxis / Der Klabautermann / Stefan kommt - Victor geht

Ableger Kreuzfahrt ins GlückBearbeiten

Als Ableger des Traumschiffs entstand 2006 die Reihe Kreuzfahrt ins Glück, die sich auf die zwei Hochzeitsplaner an Bord der Deutschland (seit Ende 2015 der Amadea) und die Paare, die sich trauen lassen wollen, konzentriert. Bis 2011 wurden drei Folgen pro Jahr produziert, seither sind es zwei Folgen pro Jahr, die am 2. Weihnachtsfeiertag und am Neujahrstag ausgestrahlt werden. Die Stammbesetzung des Traumschiffs ist in Nebenrollen zu sehen.

TriviaBearbeiten

  • Die Chefhostess Beatrice galt jahrelang als nachnamenlos, da ihr Nachname in der Serie angeblich nie erwähnt wurde. Dies ist jedoch nicht richtig: In der Episode Tochter des Chefs in Folge 12 (der erfolgreichsten Traumschiff-Ausgabe überhaupt) stellte sie sich im Dialog mit Sigmar Solbach als „Beatrice Becker“ vor. In Folge 31 (Das Traumschiff: Argentinien) kam Beatrices Mutter, gespielt von Gisela Trowe, als Passagierin an Bord und wurde als „Frau von Ledebur“ angesprochen. 1999 gab die Chefhostess ihren eigenen Namen in der Folge Tahiti dann mit „Beatrice von Ledebur“ an. Dies war die Folge, in der Siegfried Rauch seinen Dienst als neuer Kapitän Paulsen antrat. In der ersten Folge des Traumschiff-Ablegers Kreuzfahrt ins Glück wurde sie dann erneut von Kapitän Paulsen als „Beatrice von Ledebur“ angesprochen. In der am 1. Januar 2016 ausgestrahlten Folge 75 (Cook Islands) meldete sich Beatrice im Internet in einem „Freunde des Jakobswegs“-Forum an. Dort wählte sie ebenfalls sichtbar den Namen Beatrice von Ledebur. Wie Keller 2017 in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (Neue OZ) berichtete, hatte sie sich „von Ledebur“ als Namen ihrer an Bord kommenden Mutter seinerzeit selbst ausgesucht. Namenspatin war demnach eine persönliche Freundin Kellers, deren Einverständnis sie zuvor einholte. Als es dann später um Beatrices eigenen Nachnamen gegangen sei, sei die Entscheidung gefallen, den zuvor eingeführten Namen ihrer Mutter einfach für die Tochter weiterzuverwenden.[18]
  • Nach dem Ausstieg Heide Kellers sollte der Posten der Chefhostess auf dem Traumschiff nicht mit einer anderen Schauspielerin besetzt werden. Kellers Stammcast-Nachfolgerin Barbara Wussow hat dementsprechend auf dem Schiff eine andere Funktion.
  • Der Einzug der Köche zum Ende jeder Folge, bei dem der von James Last komponierte Dinnermarsch gespielt wird, ist für die Filmcrew aus logistischer Sicht immer eine besondere Herausforderung. Der Einmarsch muss stets so zügig passieren, dass die Wunderkerzen in passender Länge gleichmäßig abbrennen. Ein Bildschnitt ist hier extrem kompliziert. Das ist auch der Grund, warum nicht für jede Folge neu gedreht wird.
  • In der 178. Episode der Serie Notruf Hafenkante (Einmal Traumschiff) treten Heide Keller und Nick Wilder in ihren Rollen aus dem Traumschiff auf. Damit teilen sich die Serien Das Traumschiff und ihr Spin-off Kreuzfahrt ins Glück sowie die Serien Notruf Hafenkante und Der Landarzt, zwischen denen es zuvor bereits zwei Crossovers gegeben hat, ein gemeinsames Serienuniversum.
  • Für die Astor war es nicht der letzte Fernsehauftritt. Sie war als Arkona 1990 einer der Hauptdrehorte in der DFF-Fernsehserie Luv und Lee. Auch im Traumschiff ist sie in der Folge Argentinien mehrmals zu sehen.
  • Auf Twitter ist das Traumschiff unter @Traumschiff unterwegs. Der inoffizielle Account vom jeweilig aktiven Kapitän ist seit 2009 aktiv und wird immer wieder von verschiedenen Medien (darunter auch das ZDF) zitiert bzw. durch Retweets verbreitet. Humoristisch begleitet der unbekannte Autor insbesondere die Neuausstrahlungen des Traumschiffs und kommentiert die Geschehnisse an bzw. von Bord.
  • Auch der frühere Chefsteward und spätere Kapitän Victor hat in der Serie seinen Nachnamen geändert. In Folge 6 stellt er sich in der Geschichte „Der ungeschliffene Diamant“ noch als „Victor Holzinger“ vor. Als dann in Folge 16 sein Zwillingsbruder Stefan als Erster Offizier an Bord kommt, heißen beide plötzlich Burger. Dieser Name wurde dann auch bei seiner Rückkehr als Kapitän beibehalten.

LiteraturBearbeiten

  • 1983 wurde im Hestia Verlag (Bayreuth) das Buch Das Traumschiff (ISBN 3-7770-0258-5) veröffentlicht. Es enthält 27 Kurzgeschichten verschiedener Autoren zu den ersten zwölf Episoden der Serie.
  • Im Juni 2006 startete der Cora Verlag eine Taschenheftreihe mit Romanen zur TV-Serie. Die einzelnen Hefte sollten in monatlichem Abstand erscheinen. Bereits nach dem zweiten Heft wurde die Serie jedoch wieder eingestellt. Somit sind nur die Romane Abenteuer Mexiko und Paradiesische Seychellen von Helen Sebald erschienen.
  • Im Mira-Imprint des Cora Verlages erscheint seit 2007 eine jährliche Taschenbuchreihe von Helen Sebald unter dem Titel Mit dem Traumschiff auf Liebesreise. Dabei wurden zunächst die beiden Taschenhefte in einem Buch zusammengefasst. Erst der zweite Roman war neu.
  • Ende 2010 wurde Christoph Maria Herbsts erstes Buch Ein Traum von einem Schiff im Scherz Verlag (ISBN 978-3-651-00006-3) veröffentlicht. Der Roman handelt von einer Reise auf einem Kreuzfahrtschiff und wurde durch Herbsts Erlebnisse während der Dreharbeiten zu einem Traumschiff-Fernsehfilm inspiriert.[19] Aufgrund einer gerichtlichen Einstweiligen Verfügung wurde die Erstauflage aus dem Handel zurückgezogen. Der Verlag kündigte daraufhin eine zweite Auflage mit geschwärzten Textseiten an.[20]
  • 2019 erschien vom Autor Jörg Schneider das Heft Die fünf Traumschiffe: unser Heft zur Fernsehserie im Verlag Schiffe Menschen Schicksale. Es beschreibt das Konzept und die Geschichte der Serie, sowie die fünf dabei verwendeten Kreuzfahrtschiffe in Sachtexten und Fotos.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. MS Amadea ist neues ZDF Traumschiff: MS Deutschland abgelöst, auf www.schiffe-und-kreuzfahrten.de, abgerufen am 30. Dezember 2014
  2. Das Traumschiff: VIP-Alarm zum 30. Jubiläum. In: BUNTE.de, 6. November 2011. Abgerufen am 6. November 2011.
  3. Timo Niemeier: ZDF muss sich ein neues „Traumschiff“ suchen. In: DWDL.de. 29. November 2014, abgerufen am 5. Januar 2021.
  4. MS Amadea ist neues ZDF Traumschiff: MS Deutschland abgelöst. 30. Dezember 2014, abgerufen am 30. Dezember 2014.
  5. Timo Niemeier: „Traumschiff“: ZDF dreht künftig auf der Amadea. In: DWDL.de. 12. Januar 2015, abgerufen am 5. Januar 2021.
  6. „Das Traumschiff“ Sascha Hehn: Vom Stewart zum Kapitän. In: stuttgarter-zeitung.de. 10. Oktober 2012, abgerufen am 5. Januar 2021.
  7. ZDF: Sascha Hehn verlässt das Traumschiff. 25. Mai 2018, abgerufen am 5. Januar 2021.
  8. Aaron Clamann: Berliner Daniel Morgenroth auf dem „Traumschiff“ als Erster Offizier am Ruder. 11. Januar 2019, abgerufen am 25. Januar 2019.
  9. Nachfolger von Sascha Hehn: Florian Silbereisen wird neuer „Traumschiff“-Kapitän. Abgerufen am 26. Januar 2019.
  10. Jörg Thomann: „Traumschiff“-Kapitän: Stolpersteine bei der Namensfindung. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 15. November 2019]).
  11. Stefan Winterbauer: “Ist das alles dümmlich hier” – die Medien-Verachtung des AfD-Dreigestirns Weidel, Brandner, Gauland. Abgerufen am 15. November 2019.
  12. Nick Wilder ersetzt Horst Naumann. In: t-online.de. 24. Februar 2010, abgerufen am 5. Januar 2021.
  13. Björn Sülter: Doc Sander geht von Bord: Warum Nick Wilder „Das Traumschiff“ verlässt und sein Leben dennoch wilder bleibt, als man denkt. In: Quotenmeter.de. 3. April 2020, abgerufen am 17. April 2020.
  14. „Traumschiff“-Hammer! Nachfolgerin von Nick Wilder muss nach zwei Folgen von Bord - dieser TV-Megastar übernimmt. In: tz.de. 5. Januar 2021, abgerufen am 5. Januar 2021.
  15. Ina Milert: Das Traumschiff: ZDF-Kultreihe bricht mit jahrzehntelanger Tradition. In: tvspielfilm.de. 4. Januar 2021, abgerufen am 5. Januar 2021.
  16. Barbara Wussow steigt beim "Traumschiff" ein (Memento vom 5. Januar 2018 im Internet Archive), auf www.gala.de, abgerufen am 4. Januar 2018
  17. Harald Schmidt kehrt aufs „Traumschiff“ zurück. (Nicht mehr online verfügbar.) In: focus.de. 1. Februar 2015, ehemals im Original; abgerufen am 5. Januar 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.focus.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  18. Heide Keller: Nach dem „Traumschiff“ bitte neue Rollen, in: Online-Ausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  19. Jörg Thomann: „Ich war noch nie so dünnhäutig wie gerade“. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 49/2010, 12. Dezember 2010, S. 59 Online.
  20. Ausgeträumt? – EV gegen “Ein Traum von einem Schiff”. bei boersenblatt. net vom 4. November 2011. Abgerufen am 3. April 2013.