Kreuzfahrtschiff

Passagierschiff, das hauptsächlich für Kreuzfahrten genutzt wird

Ein Kreuzfahrtschiff ist ein Passagierschiff, dessen Aufgabe nicht die Beförderungsleistung von einem Hafen zu einem anderen, sondern die Reise (Kreuzfahrt) an sich ist. In der Regel werden mehrere touristisch interessante Ziele einer Region oder eines Seegebiets in einem bestimmten Zeitraum planmäßig angelaufen.

Abfahrt der Oasis of the Seas von Rotterdam

EinteilungBearbeiten

 
Speisesaal der Adventure of the Seas

In erster Linie lassen sich Kreuzfahrtschiffe auf Grund ihres Einsatzgebietes in Hochsee- und Fluss-Kreuzfahrtschiffe einteilen. Weltweit standen Kreuzfahrtinteressenten im Hochseebereich im Jahr 2008 insgesamt 310 Schiffe mit einer Kapazität von 370.000 Betten zur Verfügung.[1]

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Kreuzfahrtschiffe zu kategorisieren. Insbesondere Hochseekreuzfahrtschiffe können auf eine bestimmte Art der Kreuzfahrt spezialisiert sein, etwa Luxuskreuzfahrten, klassische Komfortkreuzfahrten oder zeitgemäße Kreuzfahrten (siehe Kreuzfahrtarten). Aufteilungen nach Größe, Geschäftsmodellen oder Lebensstilen sind üblich. Je nach Interessen, Charakter, Alter und finanzieller Situation der Reisenden stehen Luxus, Abenteuer, Bildung und Kultur, Unterhaltung, Fitness, Wellness, Erholung oder spezielle Themen im Vordergrund. Die Größe, Ausstattung und Besatzung ist der jeweiligen Zielgruppe angepasst.

Kreuzfahrtschiffe lassen sich auch durch die Vergabe von Sternen klassifizieren. Dabei kann jede Reederei im Prinzip ihren Schiffen selber Sterne vergeben, was jedoch kaum genutzt wird, vielmehr übernehmen die meisten Reedereien das Urteil des anerkannten britischen Schiffsbewerters Douglas Ward, der jährlich seine Bewertungen aus praktischen Tests in einem Buch veröffentlicht: Berlitz Complete Guide to Cruising & Cruise Ships (spöttisch „Kreuzlinerbibel“).

VoraussetzungBearbeiten

Bevor ein Kreuzfahrtschiff Passagiere befördern darf, muss es von einer der weltweiten Klassifikationsgesellschaften abgenommen werden. Das erhaltene Zertifikat nach SOLAS bescheinigt dem Schiff dann seine Seetüchtigkeit sowie die Sicherheit der Passagiere.

GeschichteBearbeiten

 
Die Strathaird, ein Kreuzfahrtschiff im frühen 20. Jahrhundert
 
Die Royal Clipper vor den Antillen

Die Erfindung der Kreuzfahrt wird der Peninsular and Oriental Steam Navigation Company (P&O) zugeschrieben. Dieses Unternehmen begann als Schifffahrtslinie zwischen England und der Iberischen Halbinsel (englisch Iberian Peninsula). 1840 nahm es den Postdienst nach Alexandria auf. Ab 1844 bot es Luxuskreuzfahrten nach Gibraltar, Malta und Athen an. P&O Cruises gelten als ältestes Kreuzfahrtunternehmen Europas.

Als Pionier der Nutzung der freien Winterkapazitäten der Schifffahrtslinien für Kreuzfahrten gilt der deutsche Reeder Albert Ballin, Generaldirektor der Hamburger Hapag. Da im Winter die Transatlantik-Passagen wegen des schlechten Wetters und der unruhigen See deutlich weniger gebucht wurden, sandte Ballin die Augusta Victoria 1891 testweise zu einer „Bildungs- und Vergnügungsfahrt“ ins Mittelmeer. Diese Fahrt war durch und durch erfolgreich – das Schiff war komplett ausgebucht, die „Kreuzfahrt“ geboren. Diese Form der Seereise wurde sehr schnell beliebt, viele Reedereien boten in ihrem Programm zusätzlich Kreuzfahrten an.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wechselte die Nachfrage vollständig von der Passage (Überfahrt) zur Kreuzfahrt: Durch die Entwicklung des Verkehrsflugzeugs nahm der Anteil des Flugverkehrs auf Langstrecken zu; Reedereien verloren entsprechend im Passagegeschäft und konzentrierten sich zunehmend auf Kreuzfahrten und entdeckten weitere Einnahmequellen wie die Landaufenthalte mit organisierten Ausflügen. Bis Ende der 1990er/Anfang der 2000er Jahre waren noch sehr viele Kreuzfahrtschiffe im Einsatz, die als Passagierschiff gebaut worden waren. Beispiele dafür sind das ehemalige französische Flaggschiff France, später Norway, die Queen Elizabeth 2 oder die Rotterdam. Vereinzelt wurden auch Segelschiffe für diesen Zweck umgebaut, wie etwa die Sea Cloud oder auch neu gebaut, wie die Royal Clipper.

Mit Ende des Jahres 2018 existieren weltweit 317 Kreuzfahrtschiffe mit einer Gesamtkapazität von 537,000 Passagieren.[2] Gegenüber dem Jahr 2011 mit ca. 19 Millionen auf Kreuzfahrtschiffen transportieren Passagieren[3] stieg die Anzahl der beförderten Passagiere im Jahr 2018 auf ca. 26 Millionen an.[4]

 
In den letzten 10 Jahren ergab sich im Mittel ein Zuwachs von 1,2 Mio. Pax pro Jahr

Stand Juni 2019 waren 124 Kreuzfahrtschiffe mit einem Ordervolumen von mehr als 69 Milliarden Dollar in Planung.[5]

Situation in neuerer ZeitBearbeiten

Inzwischen werden große Passagierschiffe meistens nur noch als Kreuzfahrtschiffe, wie beispielsweise die Symphony of the Seas, das zurzeit größte Kreuzfahrtschiff, oder als Fähren gebaut. Klassische „Liner“ (die Linienschiffe der Handelsmarine) sind nur noch in Marktnischen im Einsatz. Ein Beispiel ist dafür die Queen Mary 2 der britischen Cunard Line, die saisonal Liniendienste zwischen New York und Southampton neben Kreuzfahrten anbietet. Das rechnet sich selbst heute noch, da unter anderem zahlreiche Passagiere mit Flugangst diese Fahrten buchen. Die Schiffe der spezialisierten Reedereien ähneln sich untereinander weitgehend und unterscheiden sich vor allem daran, ob sie für das Mittel- oder Hochpreissegment gebaut wurden, was sich in Kabinengröße und -anzahl, Zahl der Speisesäle und Plätze in Casinos und Frequenz der Passagierwechsel an speziellen Terminals niederschlägt. Die meisten Neubauten mit ihren zahlreichen Standardkabinen sind bewusst auf ein mittelständisches Massenpublikum ausgelegt, die wenigen großen Luxussuiten sind eher ein Zuschussgeschäft, jedoch wichtig zur Imagebildung des Schiffes.

Eine Besonderheit stellen so genannte Expeditions-Kreuzfahrtschiffe dar. Diese, in der Regel besonders ausgestatteten, Schiffe verfügen, wenn sie etwa in polaren oder subpolaren Gebieten eingesetzt werden, über eine höhere Eisklasse. Ein modernes Expeditions-Schiff ist die Fram. Die Bremen wird von einem deutschen Reeder betrieben. Bei der Polar Star handelt es sich um einen umgebauten Eisbrecher, der für die norwegische Reederei Hurtigruten ASA in den Polargebieten im Einsatz ist.

Die Liste von Kreuzfahrtschiffen enthält eine sortierbare Auswahl an Kreuzfahrtschiffen.

Die Konzentration der Anbieter von Kreuzfahrten regional oder auf allen Weltmeeren lässt sich mit Hilfe der Liste von Reedereien von Kreuzfahrtschiffen ablesen.

2019 existierten rund 5000 Passagierschiffe, davon 500 Kreuzfahrtschiffe. Hinzu kommen etwa 800 Flusskreuzfahrtschiffe weltweit.

Die Deutschland war das letzte Kreuzfahrtschiff, welches unter deutscher Flagge betrieben wurde. Es wurde nach der Insolvenz der Reederei Peter Deilmann verkauft und 2015 auf die Billigflagge der Bahamas ausgeflaggt.

Bei den neuen Schiffen wird ein Trend zu mehr Größe erkennbar.[6] Zwei Drittel der neuen Schiffe haben Platz für mehr als 2000 Passagiere und gehören somit der Kategorie Megaschiffe an. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung bildete die Symphony of the Seas mit einer Bruttoraumzahl von 228.081 und Platz für 6.870 Passagiere, die am 31. März 2018 als bisher größtes Kreuzfahrtschiff in Dienst gestellt wurde.[7]

Diese sogenannten Megaschiffe entwickeln sich immer mehr zum eigentlichen Reiseziel (mit Parkanlagen, Einkaufszentren, Eislaufbahnen etc.) und stehen Aufenthaltsorten an Land auf Grund vieler innovativer Einrichtungen und Freizeitmöglichkeiten in nichts nach. Megaschiffe stellen viele der traditionellen Anlaufhäfen und -orte vor schwierige und teure logistische Probleme; so bei der Bereitstellung des überlangen Piers, bei Bus-, Restaurant- und Einkaufskapazitäten usw. So können etwa auf den beliebten einwöchigen Karibikfahrten von Florida aus anstatt fünf bis acht Häfen nur noch drei große Häfen angelaufen werden. Vor allem der allgemeine Wellness- und Gesundheitstrend spiegelt sich beim Bau neuer Schiffe wider. An Bord werden eine Vielzahl von modernen Behandlungen, Restaurants für Gesundheitsbewusste und kleinere kosmetische Eingriffe angeboten.

Personal an BordBearbeiten

Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es verschiedene Kategorien von Besatzung. Darunter fallen Offiziere, Mannschaft und Personal, bei größeren Schiffen gibt es auch noch Zwischenstufen. Offiziere sind Angestellte mit besonderer Verantwortung und Entscheidungsbefugnis, die in den Bereichen Nautik, Technik oder Hotel arbeiten. Sie haben Einsatzzeiten von 3 – 6 Monaten und werden gut bis sehr gut bezahlt. Der größte Teil der Besatzung ist die Mannschaft, die ebenso in den drei Bereichen arbeitet. Zum Personal zählen alle Mitarbeiter, die entweder über externe Unternehmen (Konzessionäre) oder in Geschäften, Schönheits-/Haarsalons und Kasinos an Bord arbeiten. Das zahlenmäßige Verhältnis von Personal zu Gästen beträgt etwa 1 zu 3, auf Luxusschiffen oft sogar 1 zu 1,5. Auf den größten Kreuzfahrtschiffen arbeiten über 2000 Menschen. Das Service-Personal wird Steward oder Stewardess genannt. Das Verhalten von Mitarbeitern mit direktem Kundenkontakt ist wie in jedem Unternehmen von besonderer Bedeutung.

Kreuzfahrtschiffe sind personell straff organisiert und fahren unter der Flagge eines internationalen Zweitregisters bzw. sogenannten Gefälligkeitslandes wie Panama, den Bahamas oder Liberia. Diese Länder haben schwächere Arbeitsschutzgesetze, sodass besonders die Mannschaft über externe Unternehmen im Hotelbereich entsprechend wenig Rechte an Bord hat. Crewmitglieder haben befristete Arbeitsverträge mit einer Vertragsdauer von bis zu zwölf Monaten. Die Schichten dauern häufig bis zu 12 Stunden pro Tag bei sieben Tagen pro Woche. Die Freizeitmöglichkeiten an Bord ist für die Crewmitglieder auf den Personalraum beschränkt. Lediglich höhere Angestellte, zum Beispiel Offiziere, dürfen Teile der öffentlichen Passagierbereiche nutzen.

Folgende Flaggen werden (Okt. 2018) von der Internationale Transportarbeiter-Föderation ITF als Billigflaggen geführt[8]:

TechnikBearbeiten

Die allermeisten Kreuzfahrtschiffe haben einen dieselelektrischen Antrieb[9] und verfügen über Stabilisierungsflossen, um Rollbewegungen zu dämpfen.

 
Zwei sogenannter Pods, hier Siemens-Schottel-Propulsoren
 
Stabilisatorflösse der Costa Concordia

SchiffsnetzwerkeBearbeiten

Vor allem auf großen Kreuzfahrtschiffen ist moderne Technik wichtig. Mit der Entwicklung der digitalen Technologien und des Internets wuchsen auch die Anforderungen an Kreuzfahrtschiffe hinsichtlich der Netzwerkausstattung. Das betrifft nicht nur den Komfort der Passagiere (Internetzugang etc.), sondern auch die Antriebs- und Überwachungstechnik und die Kommunikation der Crew mit der restlichen Welt. Aus diesem Grund sind moderne Kreuzfahrtschiffe mit leistungsfähigen und ausfallsicheren Computernetzwerken ausgestattet. Da oft sehr raue Einsatzbedingungen für die Verkabelung auf Schiffen bestehen (Vibration und Hitze in den Maschinenräumen etc.), kommen oft die gleichen Produkte zum Einsatz wie im Bereich der industriellen Datenverkabelung (Industrial Ethernet).

EmissionenBearbeiten

Schiffsdieselmotoren werden mit Schweröl betrieben, das ein Abfallprodukt aus der Erdölraffinerie ist und lange Zeit einen hohen Schwefelgehalt hatte. Die daraus entstehenden Umweltauswirkungen wurden und werden kontrovers diskutiert.[10][11] Moderne Kreuzfahrtschiffe werden teilweise statt mit Schweröl mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben. Nach einer Studie des NABU fuhren 2019 von 76 untersuchten Kreuzfahrtschiffen, mit Ausnahme der AIDAnova, alle mit Schweröl.[12] Einzig die damals in Bau befindliche Costa Smeralda, die wie die AIDANova der Helios-Klasse angehört, wird ebenfalls mit Flüssigerdgas betrieben.[13]

Am weltweiten Ausstoß des Treibhausgases CO₂ hat der gesamte Schiffsverkehr wie auch die Luftfahrt einen Anteil von rund drei Prozent. Pro Passagier berechnet emittiert ein Schiff weniger Kohlenstoffdioxid als ein Auto. Allerdings liegt die Konzentration von Kohlenstoffdioxid, Stickoxiden und Feinstaub an Bord von Kreuzfahrtschiffen und in den Häfen weit über den Grenzwerten, die für den Straßenverkehr gelten. So ergaben Messungen auf der AIDAsol in der Spitze 475.000 ultrafeine Partikel je Kubikzentimeter Umgebungsluft, und damit eine Konzentration, welche die Spitzenwerte von etwa 30.000 Partikeln je cm³ im deutschen Straßenverkehr, die ebenfalls über den gesetzlich festgelegten Grenzwerten liegen, um ein Vielfaches übersteigen.[14][15] Bei einer halbstündigen Messung auf der AIDAprima wurden im Durchschnitt 68.000 Partikel je Kubikzentimeter registriert. In der Spitze lag die Konzentration bei 500.000 Partikel. AIDA Cruises wies die Kritiken zurück. Die Messungen entbehrten jeder wissenschaftlichen Grundlage und stellten kein anerkanntes Prüfverfahren dar.[16][17]

Auch während der Liegezeiten im Hafen versorgen sich die Schiffe weiter selbst mit Energie durch die Schiffsdieselmotoren, wodurch Schwefeldioxid, Kohlenstoffdioxid, Stickoxide, Ruß und Feinstaub entstehen. Dies ist auch für innerstädtische Häfen mit benachbarten Büros und Wohnungen umweltrelevant. Daher wurde vorgeschlagen, Landstromanschlüsse einzurichten, damit die Schiffe daraus ihre elektrische Energie beziehen und die Motoren abschalten können. Da es bei den verschiedenen Schiffstypen noch keine einheitlichen Anschlüsse und Standards für Stromstärke und -spannung zur Versorgung mit Landstrom gibt, konnte in Europa hierfür bisher noch keine einheitliche Lösung gefunden werden.[18]

Bei der Belastung durch Schwefeldioxid konnten weltweit Fortschritte erzielt werden. Für Schweröl galt ab 2010 ein Grenzwert von 3,5 % Schwefelanteil, in schwefelkontrollierten Zonen von 1 %. Seit dem 1. Januar 2020 dürfen Schiffe weltweit nur noch mit schwefelarmem Treibstoff fahren. Dieser Schiffstreibstoff darf nur noch 0,5 Prozent Schwefel enthalten. Auf der Nord- und Ostsee, in den deutschen Häfen und vielen Küstenbereichen gilt schon länger ein Grenzwert von 0,1 Prozent.[19]

Im Juli 2017 thematisierte der NABU, dass sich die Betreiber von Kreuzfahrtschiffen sträubten, auf sauberere Treibstoffe oder effiziente Abgasreinigungsverfahren umzusteigen. Die Cruise Lines International Association kritisierte die Aussagen des NABU als „undifferenzierte Betrachtung“, die zu „Fehlschlüssen und Missverständnissen“ führten, sowie nicht standardisierte Untersuchungen.[20] Der britische TV-Sender Channel 4 berichtete, dass es an Deck der Schiffe zu Schadstoffkonzentrationen aus Abgas wie in stark belasteten asiatischen Großstädten käme. Norwegen plant, Schiffen mit schlechten Abgaswerten die Einfahrt in die beliebten Fjorde und das Ablassen von Abwasser zu verbieten.[21]

2019 wurde eine Studie von Transport and Environment veröffentlicht, welche zeigt, dass allein die Kreuzfahrtschiffe von Carnival im Jahr 2017 fast zehnmal mehr Schwefeloxide entlang Europas Küsten ausgestoßen haben als alle 260+ Millionen Personenkraftwagen in Europa zusammen.[22][23]

WerftenBearbeiten

Derzeit existieren vier Werften bzw. Werftgruppen, die große Kreuzfahrtschiffe bauen.

Die Fincantieri – Cantieri Navali Italiani S.p.A. mit Sitz in Triest ist das größte europäische Schiffbauunternehmen und baut Kreuzfahrtschiffe in seinen Werftbetrieben in Monfalcone, Marghera (Venedig) und Sestri Ponente (Genua). 2018 übernahm die italienische Gruppe Fincantieri 50 % der Anteile an STX France. Das Unternehmen wurde daraufhin in Chantiers de l'Atlantique umbenannt. Die Werft befindet sich in Saint-Nazaire, Frankreich, an der Mündung der Loire in den Atlantik.

Die Meyer-Werft in Papenburg ist ein deutsches Schiffbauunternehmen, das vor allem durch seine große Werft in Papenburg (Landkreis Emsland) bekannt wurde. Seit April 2015 ist die Meyer Werft 100-prozentiger Eigentümer der Werft Meyer Turku und besitzt die Neptun Werft in Rostock, wo Flusskreuzfahrtschiffe und Maschinenraummodule entstehen.

MV Werften ist der Name einer neuen Werftgruppe, die in Mecklenburg-Vorpommern drei Schiffswerften betreibt. Sie gehört zum Unternehmen Genting Hong Kong (Genting HK). An den drei traditionsreichen Werftstandorten Wismar, Rostock und Stralsund lässt das Unternehmen seit dem Jahr 2017 Kreuzfahrtschiffe bauen. Zu Genting Hong Kong gehört ebenfalls die Lloyd Werft Bremerhaven.

Mitsubishi Heavy Industries in Japan (Nagasaki) war kurz im Kreuzfahrtschiffbau engagiert und ist nach einem teuren Misserfolg (2 Schiffe der Hyperion-Klasse für AIDA Cruises) wieder ausgestiegen.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Andreas Stirn: Traumschiffe des Sozialismus. Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953–1990. 2. Auflage. Metropol Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-940938-79-4
  • Kreuzschifffahrt im Wandel. In: Schiff & Hafen, Heft 12/2009, S. 22–25. Seehafen-Verlag, Hamburg, ISSN 0938-1643
  • Douglas Ward: Complete Guide to Cruising & Cruise Ships 2006. Polyglott, 2005, ISBN 3-493-60252-9, 672 S.
  • Oskar Levander: Clever & clean, der kleine Kreuzfahrer. In: Deutsche Seeschifffahrt, Heft 2/2012, S. 52–57, Verband Deutscher Reeder, Hamburg 2012, ISSN 0948-9002

WeblinksBearbeiten

Commons: Kreuzfahrtschiffe – Sammlung von Bildern
Wiktionary: Kreuzfahrtschiff – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Axel Schulz: Verkehrsträger im Tourismus: Luftverkehr, Bahnverkehr, Straßenverkehr, Schiffsverkehr. Oldenbourg, München 2008, ISBN 978-3-486-58876-7
  2. Capacity | Cruise Market Watch. Abgerufen am 20. August 2019 (amerikanisches Englisch).
  3. Cruise Market Watch: Cruise Market Watch Announces 2011 Cruise Line Market Share and Revenue Projections | Cruise Market Watch. Abgerufen am 20. August 2019 (amerikanisches Englisch).
  4. Capacity | Cruise Market Watch. Abgerufen am 20. August 2019 (amerikanisches Englisch).
  5. SPIEGEL ONLINE: Kreuzfahrten: Luftverpestung, Ausbeutung, Menschenmassen - der Wahnsinn. Abgerufen am 20. August 2019.
  6. Frank Binder: Trend zu Luxuslinern mit vielen Betten. In: Täglicher Hafenbericht vom 17. Oktober 2013, S. 15
  7. Douglas Ward: Berlitz Complete Guide to Cruising & Cruise Ships 2009: Expert advice that saves you money. In-depth reviews of 280 cruise ships. Reveals the best facilities, food, service. 18. Auflage, Polyglott, 2008, ISBN 978-3-493-60255-5
  8. Flags of convenience bei ITF Global
  9. [1], Entwicklungen im Antrieb, abgerufen am 16. Febr. 2020
  10. Welche Ferien die Umwelt besonders belasten. In: Tages-Anzeiger, 22. Dezember 2008
  11. Untragbar für Klima, Umwelt und Gesundheit. nabu.de
  12. Kreuzfahrten: Luftverpestung, Ausbeutung, Menschenmassen – der Wahnsinn. Spiegel Online, abgerufen am 20. August 2019. (Paywall)
  13. Antje Blinda: Kreuzfahrtschiff-Ranking des Naturschutzbunds: Welches Schiff ist am wenigsten umweltschädlich? Spiegel-Online, 21. August 2019, abgerufen am 21. August 2019.
  14. Umweltsünder Kreuzfahrtschiff: Dicke Luft auf dem Sonnendeck. Stern, 2. Mai 2017, abgerufen am 2. September 2018.
  15. Dirk Asendorpf: Wie hoch ist der Verbrauch eines Kreuzfahrtschiffes? Zeit-Online, 31. August 2017, abgerufen am 2. September 2018.
  16. Antje Blinda: Kreuzfahrtschiff: ARD-Magazin misst hohe Abgaswerte auf „Aida Prima“. Spiegel-Online, 9. März 2017, abgerufen am 2. September 2018.
  17. ARD-Magazin: Abgaswerte auf „Aida Prima“ so hoch wie auf einer befahrenen Straße. Kölner Stadt-Anzeiger, 9. März 2017, abgerufen am 2. September 2018.
  18. Wie viele Kreuzfahrtschiffe kommen pro Jahr und welche Emissionen sind damit verbunden? (Memento vom 23. Januar 2013 im Internet Archive), HafenCity Hamburg.
  19. IMO setzt erneut Meilensteine für den Klimaschutz in der Seeschifffahrt – Fahrplan für weltweite CO2-Regulierung und strengere Abgaswerte beschlossen. Verband Deutscher Reeder datum=2016-10-18, abgerufen am 14. Februar 2020.
  20. CLIA-Statement zum NABU-Kreuzfahrtranking. CLIA Deutschland, abgerufen am 3. Juni 2018.
  21. Dicke Luft auf dem Sonnendeck: Vergleich mit Schanghai und Neu-Delhi. ORF-News, 5. Juli 2017, abgerufen am 5. Juli 2017.
  22. One corporation to pollute them all. European Federation for Transport and Environment AISBL, 4. Juni 2019, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  23. Massive Abgasbelastung in Häfen durch Kreuzfahrtschiffe. Naturschutzbund Deutschland, 5. Juni 2019, abgerufen am 16. Juni 2019.