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Connecticut

Bundesstaat im Nordosten der Vereinigten Staaten
Connecticut
Flag of Connecticut.svg Seal of Connecticut.svg
(Details) (Details)
New YorkConnecticutRhode IslandMassachusettsNew HampshireVermontMaineNew JerseyPennsylvaniaKanadaAtlantischer OzeanAlaskaHawaiiRhode IslandWashington, D.C.MaineNew HampshireVermontMassachusettsConnecticutNew YorkPennsylvaniaDelawareNew JerseyMarylandVirginiaWest VirginiaOhioIndianaNorth CarolinaKentuckyTennesseeSouth CarolinaGeorgiaFloridaAlabamaMississippiMichiganWisconsinIllinoisLouisianaArkansasMissouriIowaMinnesotaNorth DakotaSouth DakotaNebraskaKansasOklahomaTexasNew MexicoColoradoWyomingMontanaIdahoUtahArizonaNevadaWashingtonOregonKalifornienKubaKanadaBahamasTurks- und CaicosinselnMexikoKarte der USA, Connecticut hervorgehoben
Über dieses Bild
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt:Hartford
Staatsmotto:Qui transtulit sustinet
„Wer herüberbrachte, wird erhalten“
Fläche:14.357 km²
Einwohner:3.576.452 (2016 geschätzt) (249 E. / km²)
Mitglied seit:9. Januar 1788
Zeitzone:UTC−5 (EST)
UTC−4 (Sommerzeit)
Höchster Punkt:725 m (Mount Frissell)
Durchschn. Höhe:152 m
Tiefster Punkt:0 m Long Island Sound
Gouverneur:Dan Malloy (D)
Post / Amt / ISOCT / CT / US-CT
Karte von Connecticut
Karte von Connecticut
Kent Falls im Kent State Park
Kent Falls im Kent State Park

Connecticut (englisch Audio-Datei / Hörbeispiel Connecticut?/i [kəˈnetɪkət]) ist ein Bundesstaat im Nordosten der Vereinigten Staaten und Teil der Region Neuengland. Connecticut war eine der dreizehn Kolonien, die während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges gegen das Königreich Großbritannien rebellierten. Der Name entstand aus der französischen Verballhornung des moheganischen Wortes quinnehtukqut, das so viel wie ‚langer Fluss (der Gezeiten)‘ bedeutet.[1][2]

Der Bundesstaat trägt den offiziellen Beinamen The Constitution State (Verfassungsstaat), der 1959 durch Gesetzesakt angenommen wurde, und wird darüber hinaus auch Provision State (Proviantstaat) genannt. Diese Bezeichnung rührt daher, dass während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges die Kontinentalarmee von Connecticut aus mit Proviant versorgt wurde; der Bundesstaat erlebte kaum Kämpfe im eigenen Land.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Connecticut, der drittkleinste Bundesstaat der USA, liegt im Nordosten der USA am Atlantischen Ozean. Der Staat erstreckt sich über 177 km zwischen 40°58′N und 42°3′N sowie über 113 km zwischen 71°47′W und 73°44′W. Connecticut grenzt im Norden an Massachusetts, im Osten an Rhode Island, im Süden an den Long Island Sound und im Westen an New York. Durchflossen wird der Staat vom größten Fluss Neuenglands: dem Connecticut River. 1.809 km² (12,6 Prozent) der Fläche des Landes ist von Wasser bedeckt und 56 bis 63 Prozent der Landfläche ist bewaldet, sonst kennzeichnen Hügel, Seen und Ebenen (einschließlich der 16 km breiten Küstenebene) das Land. Ein Teil der Appalachen bildet die höchsten Erhebungen (Mount Frissell 725 m) des Staates.

GliederungBearbeiten

Connecticut ist in acht Countys unterteilt: Fairfield, Hartford, Litchfield, Middlesex, New Haven, New London, Tolland und Windham.

GeschichteBearbeiten

Die Flagge von Connecticut ist blau, es erinnert an die Uniformfarbe der Miliz des Staates. In der Mitte befindet sich auf einem Wappen das Siegel Connecticuts. Auf ihm sind drei Weinreben mit jeweils drei roten Weintrauben-Rispen zu sehen. Man vermutet auch, dass die drei Rispen die drei Kolonien New Haven, Saybrook und Hartford repräsentieren sollen. Unten auf dem Banner steht Qui Transtulit Sustinet was so viel bedeutet wie ‚Wer hinüberbrachte, besteht‘. Einige Deutungen dieses Mottos beziehen es auf die Bibel (Psalm 80,9 EU): „Vineam de Aegypto transtulisti, eiecisti gentes et plantasti eam“ und übersetzen freier: „Wer verpflanzte, wird überdauern“. Das Siegel war früher das Siegel der Saybrook Colony und wurde an die Connecticut Colony weitergegeben, als Colonel George Fenwick es aus England 1639 mitbrachte.

Der Niederländer Adriaen Block kam 1614 als erster Europäer nach Connecticut. Zu dieser Zeit lebten 16 Algonkin-Indianerstämme mit 6.000–7.000 Menschen dort.

1633 kamen aus Massachusetts die ersten Engländer ins Land. Zwei Jahre später wurden die Siedlungen Windsor und Wethersfield gegründet. Thomas Hooker gründete 1636 Hartford. Die drei Siedlungen schlossen sich 1639 zur Kolonie Connecticut zusammen. Im selben Jahr wurde die Kolonie New Haven gegründet. 1662 erhielt Connecticut eine von König Karl II. genehmigte Autonomie sowie eine eigene Verfassung. 1665 kam es zum Zusammenschluss von Connecticut und New Haven.

 
Kolonialwährung

Die Planung eines Zusammenschlusses mit dem Dominion of New England erfolgte 1685. Zwei Jahre später wollte König Jakob II. die Verfassung von 1662 rückgängig machen. Nach dem Sturz von König Jakob II. 1688 konnte Connecticut im Juli 1689 die Autonomie zurückgewinnen.

Im Juli 1776 erklärte Connecticut als einer der Dreizehn Kolonien die Unabhängigkeit von Großbritannien und wurde am 9. Januar 1788 der fünfte Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Die Sklaverei wurde 1848 abgeschafft.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Census Einwohner ± in %
1790 237.946
1800 251.002 5,5 %
1810 261.942 4,4 %
1820 275.248 5,1 %
1830 297.675 8,1 %
1840 309.978 4,1 %
1850 370.792 19,6 %
1860 460.147 24,1 %
1870 537.454 16,8 %
1880 622.700 15,9 %
1890 746.258 19,8 %
1900 908.420 21,7 %
1910 1.114.756 22,7 %
1920 1.380.631 23,9 %
1930 1.606.903 16,4 %
1940 1.709.242 6,4 %
1950 2.007.280 17,4 %
1960 2.535.234 26,3 %
1970 3.031.709 19,6 %
1980 3.107.576 2,5 %
1990 3.287.116 5,8 %
2000 3.405.565 3,6 %
2010 3.574.097 4,9 %
Vor 1900[3]

1900–1990[4] 2000[5] 2010[6]

 
Bevölkerungsdichte

Connecticut hat 3.574.097 Einwohner (Stand: U.S. Census 2010), davon sind 71,2 Prozent Weiße (ohne Hispanics und Latinos), 13,4 Prozent Hispanics oder Latinos, 10,1 Prozent Schwarze oder Afroamerikaner, 3,8 Prozent Asiatische Amerikaner und 0,3 Prozent Indianer.[7] 322.941 Einwohner (9,0 Prozent der Gesamtbevölkerung) gaben bei der American Community Survey im Jahr 2014 an, deutsche Vorfahren zu haben.[8]

Die Bevölkerung von Connecticut gilt als die ursprünglichste Verkörperung des Yankee.

ReligionenBearbeiten

Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften waren im Jahre 2000 die Römisch-katholische Kirche mit 1.372.562, die United Church of Christ mit 124.770 und die anglikanische Episcopal Church mit 73.550 Anhängern. Jüdischen Gemeinden gehörten 108.280 Mitglieder an.[9]

Größte StädteBearbeiten

Middletown (Connecticut)Milford (Connecticut)West HavenBristol (Connecticut)Meriden (Connecticut)New Britain (Connecticut)Danbury (Connecticut)Norwalk (Connecticut)Waterbury (Connecticut)Stamford (Connecticut)Hartford (Connecticut)New Haven (Connecticut)Bridgeport (Connecticut) 

PolitikBearbeiten

Connecticut ist seit den 1990er-Jahren bei Präsidentschaftswahlen stets näher an die Demokratische Partei herangerückt. Nach der republikanischen Dominanz während der 1970er- und 1980er-Jahre gewannen die Demokraten Connecticut und seine acht (seit 2004 sieben) Wahlmänner seit der Wahl von 1992 stets deutlich für sich. Mittlerweile ist Connecticut eine der stärksten demokratischen Hochburgen in den USA. Der erste Rückschlag, den die Demokraten in Connecticut seitdem hinnehmen mussten, war der Sieg des ehemaligen Demokraten und mittlerweile unabhängigen Kandidaten Joe Lieberman bei der Senatswahl 2006.[10] Nach Liebermans Verzicht auf eine erneute Kandidatur im Jahr 2012 fiel der Sitz mit Chris Murphy wieder an einen Demokraten. Zweiter Senator des Staates ist seit 2011 der Demokrat Richard Blumenthal. Alle fünf Sitze Connecticuts im US-Repräsentantenhaus werden seit dem Jahr 2009 von Demokraten eingenommen.

Seit 2011 ist der Demokrat Dan Malloy als Nachfolger der Republikanerin Jodi Rell Gouverneur Connecticuts.

Am 25. April 2012 wurde die Todesstrafe in Connecticut abgeschafft und durch lebenslang ohne die Möglichkeit einer Entlassung als neue Höchststrafe ersetzt.[11]

GouverneureBearbeiten

KongressBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Museen
Musik


Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2016 bei USD 73.643 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: 57.118; nationaler Rangplatz: 4).[12] Connecticut ist einer der wohlhabendsten Bundesstaaten mit einem der höchsten Lebens- und Bildungsstandards. Angebaut werden in Connecticut vorwiegend Getreide, Kartoffeln, Tabak, Mais und Hafer. Im Staat wird gewöhnliche Viehzucht betrieben. Connecticut ist ein sehr industrieller Staat, unter anderem werden dort Flugzeugmotoren, Maschinen, Metallwaren, Textilien, Atom-U-Boote und verschiedene chemische Erzeugnisse hergestellt. Angeblich wurde dort auch die Frisbee-Scheibe erfunden.

BildungBearbeiten

Zu den größten staatlichen Hochschulen gehören die Central Connecticut State University, die University of Connecticut und die Southern Connecticut State University. Die bekanntesten privaten Hochschulen in Connecticut sind die Yale University, die Wesleyan University, die University of Hartford, die Fairfield University, und die Connecticut College. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Connecticut verzeichnet.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Lucianne Lavin: Connecticut’s Indigenous Peoples. What Archaeology, History, and Oral Traditions Teach Us About Their Communities and Cultures, Yale University Press, 2013.

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Connecticut – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Commons: Connecticut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Connecticut – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. CT.gov: About Connecticut. Abgerufen am 28. November 2010.
  2. Trumbull, James Hammond (1881). Indian Names of Places, Etc., in and on the Borders of Connecticut: With Interpretations of Some of Them. Press of the Case, Lockwood & Brainard Company. S. 60.
  3. U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  4. Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011.
  5. Auszug aus factfinder.census.gov Abgerufen am 28. Februar 2011.
  6. Census 2010 Results
  7. US Census Bureau
  8. Connecticut Selected Social Characteristics
  9. The Association of Religion Data Archives | Maps & Reports
  10. www.270towin.com
  11. focus.de
  12. US Department of Commerce, BEA, Bureau of Economic Analysis: Bureau of Economic Analysis. Abgerufen am 27. August 2017 (amerikanisches Englisch).

Koordinaten: 42° N, 73° W