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Der United States Census 1880 war die zehnte Volkszählung in den USA seit 1790. Als Ergebnis der Auszählung wurde für die USA zum Stichtag 1. August 1880 eine Bevölkerungszahl von 50.189.209 Einwohnern ermittelt (30,2 % mehr als zum Census 1870).[1]

Wie bei der Volkszählung 1870 wurden zahlreiche Angaben erhoben. Der Erhebungsbogen 1880 bestand aus fünf Teilen, davon wurden vier von dem Erfassungspersonal ausgefüllt. Der erste Teil betraf die demographischen Daten, Teil 2 die Mortalität (wie 1870 mit Personenstand, Geburtsort der Eltern, Aufenthaltsdauer in den USA, Ort der Aufdeckung der Krankheit bzw. Sterbeort), der dritte Teil landwirtschaftliche Daten (soweit zutreffend). Der vierte Teil wurde nicht durch das Erfassungspersonal, sondern durch gesondert beschäftigtes Personal erfasst. Es handelte sich um die Steuer- und Schuldenlast sowie Daten zur Infrastruktur. Teil 5 wurde herkömmlich erfasst und betraf das Handwerk (soweit zutreffend).

Erstmals durften auch Frauen die Erhebung durchführen. Die Daten sind auch heute noch als Mikrodaten verfügbar. Da die Auszählung der Daten mehr als sieben Jahre dauerte, wurde Herman Hollerith mit der Entwicklung einer Rechenmaschine für die Volkszählung 1890 beauftragt. Im Übrigen wurde der hohe Anstieg der Bevölkerung zum Census 1870 angezweifelt und vermutet, dass es bei der Volkszählung 1870 zu einer Untererfassung gekommen war.

Durch die Volkszählung 1880 wurde das Alabama-Paradoxon aufgedeckt bzw. entdeckt.

Die in den alle zehn Jahre stattfindenden Volkszählungen der Vereinigten Staaten ermittelten Einwohnerzahlen der Bundesstaaten sind der Schlüssel zur Festlegung der Anzahl der Abgeordneten aus diesen Bundesstaaten im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Die Anpassung wird in der Regel im übernächsten Kongress nach einer Volkszählung vorgenommen.

Inhaltsverzeichnis

Bundesstaaten nach EinwohnerzahlBearbeiten

Bundesstaaten der USA nach Einwohnerzahl im Jahr 1880.

Rang Bundesstaat Einwohnerzahl
1 New York 5.082.871
2 Pennsylvania 4.282.891
3 Ohio 3.198.062
4 Illinois 3.077.871
5 Missouri 2.168.380
6 Indiana 1.978.301
7 Massachusetts 1.783.085
8 Kentucky 1.648.690
9 Michigan 1.636.937
10 Iowa 1.624.615
11 Texas 1.591.749
12 Tennessee 1.542.359
13 Georgia 1.542.180
14 Virginia 1.512.565
15 North Carolina 1.399.750
16 Wisconsin 1.315.497
17 Alabama 1.262.505
18 Mississippi 1.131.597
19 New Jersey 1.131.116
20 Kansas 996.096
21 South Carolina 995.577
22 Louisiana 939.946
23 Maryland 934.943
24 Kalifornien 864.694
25 Arkansas 802.525
26 Minnesota 780.773
27 Maine 648.936
28 Connecticut 622.700
29 West Virginia 618.457
30 Nebraska 452.402
31 New Hampshire 346.991
32 Vermont 332.286
33 Rhode Island 276.531
34 Florida 269.493
35 Colorado 194.327
... District of Columbia 177.624
36 Oregon 174.768
37 Delaware 146.608
... Utah 143.963
... New Mexico 119.565
... South Dakota 98.268
... Washington 75.116
38 Nevada 62.266
... Arizona 40.440
... Montana 39.159
... North Dakota 36.909
... Idaho 32.610
... Wyoming 20.789

Städte nach EinwohnerzahlBearbeiten

Die 20 bevölkerungsreichsten Städte der USA nach Einwohnerzahl im Jahr 1890. Mit New York City hatte erstmals eine amerikanische Stadt über eine Million Einwohner.

Rang Stadt Bundesstaat Einwohnerzahl
1 New York City New York 1.206.299
2 Philadelphia Pennsylvania 847.170
3 Brooklyn New York 566.663
4 Chicago Illinois 503.185
5 Boston Massachusetts 362.839
6 St. Louis Missouri 350.518
7 Baltimore Maryland 332.313
8 Cincinnati Ohio 255.139
9 San Francisco Kalifornien 233.959
10 New Orleans Louisiana 216.090
11 Cleveland Ohio 160.146
12 Pittsburgh Pennsylvania 156.389
13 Buffalo New York 155.134
14 Washington District of Columbia 147.293
15 Newark New Jersey 136.508
16 Louisville Kentucky 123.758
17 Jersey City New Jersey 120.722
18 Detroit Michigan 116.340
19 Milwaukee Wisconsin 115.587
20 Providence Rhode Island 104.857

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tenth Census of the United States (PDF; 13,9 MB) United States Census Bureau. Abgerufen am 6. März 2011.

WeblinksBearbeiten