Hauptmenü öffnen

Cincinnati Bengals

American Football Team der National Football League
Cincinnati Bengals
Gegründet 1967
Spielen in Cincinnati, Ohio
Helm der Cincinnati Bengals
Logo der Cincinnati Bengals
Liga

American Football League (1968–1969)

  • Western Division (1968–1969)

National Football League (1970–heute)

Aktuelle Uniformen
AFCN-Uniform-CIN.PNG
Teamfarben Schwarz, Orange, Weiß
Maskottchen Who Dey
Personal
Besitzer Mike Brown
General Manager Mike Brown
Head Coach Zac Taylor
Teamgeschichte
  • Cincinnati Bengals (1968–heute)
Erfolge
NFL-Meister (0)


Conference-Sieger (2)
Division-Sieger (9)
Play-off-Teilnahmen (14)
Stadien
Das Paul Brown Stadium in Cincinnati.

Die Cincinnati Bengals sind ein American-Football-Team der National Football League (NFL) aus Cincinnati, Ohio und spielen dort in der American Football Conference (AFC), in der Northern Division (AFC North). Die Bengals erreichten zweimal den Super Bowl, verloren allerdings beide Male gegen die San Francisco 49ers (Super Bowl XVI mit 21:26, Super Bowl XXIII mit 16:20).

Benannt ist das Team nach dem Bengaltiger und die Vereinsfarben sind (entsprechend den Fellfarben des Tigers) Orange, Schwarz und Weiß.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1966 einigten sich die American Football League und die ältere und prestigeträchtigere National Football League auf eine Fusion. Die Bedingungen für das Zustandekommen des Vertrages beinhalteten die Forderung der AFL, ein Team neugründen zu dürfen, damit es in Zukunft eine gerade Anzahl von Mannschaften geben würde. Am 23. Mai 1967 bekam deshalb eine Gruppe von Investoren rund um Paul Brown die Erlaubnis, eine Franchise in der American Football League zu gründen. Die Franchise bekam ihren Namen von einem früheren Team namens Cincinnati Bengals, welches von 1937 bis 1941 existierte. Zudem nimmt er Bezug auf Paul Browns Wurzeln in Massillon, Ohio, wo er ein Highschoolteam mit dem Namen Tigers trainiert hatte. Zudem besaß der Zoo von Cincinnati zu dieser Zeit einen seltenen weißen bengalischen Tiger.

Für die ersten beiden Saisons spielten die Bengals im Nippert Stadium, welches heute von den University of Cincinnati Bearcats genutzt wird. Die Mannschaft beendete ihre erste Saison mit einer Bilanz von drei Siegen und elf Niederlagen.[1] Ein Lichtblick war Runningback Paul Robinson, der für 1.034 Yards lief und zum AFL Rookie of the Year ernannt wurde. Gründer Paul Brown war in den ersten acht Spielzeiten der Head Coach in Cincinnati und entwickelte eine Draftstrategie, die darauf abzielte, überdurchschnittlich intelligente Spieler zu draften. Auf dieser Tatsache beruht der Fakt, dass viele Spieler aus der damaligen Zeit auch nach ihrer sportlichen Karriere in anderen Bereichen sehr erfolgreich waren. 1970 zogen die Bengals in das Riverfront Stadium und teilten es sich mit den Cincinnati Reds bis zum Umzug 2000 ins Paul Brown Stadium. In den 1970er Jahren erreichte das Team dreimal die Play-offs, konnte jedoch keines dieser Postseason-Spiele gewinnen. In den 1980ern erreichten die Bengals zweimal den Super Bowl, aber verloren jeweils gegen die San Francisco 49ers. 1990 starb Paul Brown, der die Franchise zuvor schon seinem Sohn Mike Brown übergeben hatte. Sportlich lief es von diesem Zeitpunkt an schlecht und die Bengals verzeichneten vierzehn Jahre in Folge mit einer negativen Bilanz. Erst mit der Verpflichtung von Marvin Lewis als Head Coach im Jahr 2003 war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Zudem draftete man mit Carson Palmer im 2003 einen echten Franchise-Quarterback, mit dem es 2005 wieder gelang, die Siegrate über 50 % zu heben und die Play-offs zu erreichen. 2014 nahmen die Bengals mit Quarterback Andy Dalton zum vierten Mal in Folge an den Play-offs teil, jedoch konnte die Mannschaft seit 1990 keines dieser Spiele mehr gewinnen. 2015 gelang der beste Saisonstart der Franchise-Geschichte, als die ersten acht Spiele allesamt gewonnen werden konnten. Nach einer etwas schwächeren zweiten Saisonhälfte konnte dennoch der erste Platz in der Division gesichert werden. Mit A. J. McCarron anstelle des verletzten Dalton verloren die Bengals durch ein spätes Field Goal im fünften Jahr in Folge ihr Play-off-Auftaktspiel und stellten damit einen neuen NFL-Rekord auf.[2] Nach der Saison 2018 trennten sich die Bengals von Lewis.[3]

Besondere SpielerBearbeiten

Spieler und Trainer in der Pro Football Hall of FameBearbeiten

Trikotnummer Name Position Für Cincinnati Aktiv Jahr der Aufnahme
Paul Brown[4] Trainer 1968–1979 1967
18 Charlie Joiner[5] WR 1972–1975 1996
78 Anthony Muñoz[6] T 1980–1992 1998
81 Terrell Owens[7] WR 2010 2018

Nicht mehr vergebene TrikotnummernBearbeiten

Retired Numbers der Cincinnati Bengals[8]
Nr. Spieler Position Zeitraum
54 Bob Johnson C 1968–1979

Aktueller KaderBearbeiten

Kader der Cincinnati Bengals

Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebacker

Defensive Backs

Special Teams

Reserve List

Practice Squad


Rookies in kursiver Schrift

Roster Stand: 21. August 2019
Depth ChartTransaktionen

89 Aktive, 2 Inaktive, Practice Squad

Trainer (Head Coaches)Bearbeiten

 
Marvin Lewis war Head Coach der Bengals von 2003 bis 2018.
# Name Zeitraum Regular Season Play-offs Erfolge/Auszeichnungen Referenz
Spiele S N UE Gewonnen% Spiele S N
Cincinnati Bengals
1 Paul Brown 1968–1975 112 55 56 1 .495 3 0 3 UPI NFL Trainer des Jahres (1969, 1970) [9]
2 Bill Johnson* 1976–1978 33 18 15 0 .545 [10]
3 Homer Ricel* 1978–1979 27 8 19 0 .296 [11]
4 Forrest Gregg 1980–1983 57 32 25 0 .561 4 2 2 UPI NFL Trainer des Jahres (1981) [12]
5 Sam Wyche 1984–1991 121 61 66 0 .480 5 3 2 [13]
6 Dave Shula* 1992–1996 71 19 52 0 .268 [14]
7 Bruce Coslet 1996–2000 60 21 39 0 .350 [15]
8 Dick LeBeau* 2000–2002 45 12 33 0 .267 [16]
9 Marvin Lewis* 2003–2018 256 131 122 3 .518 7 0 7 AP NFL Trainer des Jahres (2009) [17]
# Reihenfolge der Trainer
Spiele Spiele als Trainer
S Siege
N Niederlagen
UE Unentschieden
Gewonnen% Siegquote
* Ausschließlich bei den Bengals als Head Coach aktiv

(Stand: Saisonende 2018)

Alle Saisons seit 1968Bearbeiten

AFL 1968–1969Bearbeiten

Saison Siege Niederlagen UE Platzierung Play-off-Ergebnis
1968 3 11 0 5. AFL-West
1969 4 9 1 5. AFL-West

NFL seit 1970Bearbeiten

Saison Siege Niederlagen UE Platzierung Play-off-Ergebnis
1970 8 6 0 1. AFC-Central 0:17-Niederlage gegen Baltimore Colts Divisional
1971 4 10 0 4. AFC-Central
1972 8 6 0 3. AFC-Central
1973 10 4 0 1. AFC-Central 16:34-Niederlage gegen Miami Dolphins Divisional
1974 7 7 0 2. AFC-Central
1975 11 3 0 2. AFC-Central 28:31-Niederlage gegen Oakland Raiders Divisional
1976 10 4 0 2. AFC-Central
1977 8 6 0 3. AFC-Central
1978A 1 4 12 0 4. AFC-Central
1979 4 12 0 4. AFC-Central
1980 6 10 0 4. AFC-Central
1981 12 4 0 1. AFC-Central 28:21-Sieg gegen Buffalo Bills Divisional
27:7-Sieg gegen San Diego Chargers AFC-Title
21:26-Niederlage gegen San Francisco 49ers Super Bowl
1982A 2 7 2 0 3. AFC 14:44-Niederlage gegen New York Jets First Round
1983 7 9 0 3. AFC-Central
1984 8 8 0 2. AFC-Central
1985 7 9 0 2. AFC-Central
1986 10 6 0 2. AFC-Central
1987A 3 4 11 0 4. AFC-Central
1988 12 4 0 1. AFC-Central 21:13-Sieg gegen Seattle Seahawks Divisional
21:10-Sieg gegen Buffalo Bills AFC-Title
16:20-Niederlage gegen San Francisco 49ers Super Bowl
1989 8 8 0 4. AFC-Central
1990 9 7 0 1. AFC-Central 41:14-Sieg gegen Houston Oilers Wildcard
10:20-Niederlage gegen Oakland Raiders Divisional
1991 3 13 0 4. AFC-Central
1992 5 11 0 4. AFC-Central
1993 3 13 0 4. AFC-Central
1994 3 13 0 3. AFC-Central
1995 7 9 0 2. AFC-Central
1996 8 8 0 3. AFC-Central
1997 7 9 0 4. AFC-Central
1998 3 13 0 5. AFC-Central
1999 4 12 0 5. AFC-Central
2000 4 12 0 5. AFC-Central
2001 6 10 0 6. AFC-Central
2002 2 14 0 4. AFC-North
2003 8 8 0 2. AFC-North
2004 8 8 0 3. AFC-North
2005 11 5 0 1. AFC-North 17:31-Niederlage gegen Pittsburgh Steelers Wildcard
2006 8 8 0 2. AFC-North
2007 7 9 0 3. AFC-North
2008 4 11 1 3. AFC-North
2009 10 6 0 1. AFC-North 14:24-Niederlage gegen New York Jets Wildcard
2010 4 12 0 4. AFC-North
2011 9 7 0 3. AFC-North 10:31-Niederlage gegen Houston Texans Wildcard
2012 10 6 0 2. AFC-North 13:19-Niederlage gegen Houston Texans Wildcard
2013 11 5 0 1. AFC-North 10:27-Niederlage gegen San Diego Chargers Wildcard
2014 10 5 1 2. AFC-North 10:26-Niederlage gegen Indianapolis Colts Wildcard
2015 12 4 0 1. AFC-North 16:18-Niederlage gegen Pittsburgh Steelers Wildcard
2016 6 9 1 3. AFC-North
2017 7 9 0 3. AFC-North
2018 6 10 0 4. AFC-North
Gesamt
357 427 4 1968–2018, nur Regular Season
5 14 0 1968–2018, nur Play-offs
362 441 4 1968–2018, Regular Season und Play-offs
Anmerkungen
A 1 Die NFL erhöhte die Regular Season um zwei Spiele – von 14 auf 16.
A 2 In der Saison 1982 wurden auf Grund eines Streikes der Spieler nur neun anstatt 16 Spiele gespielt. Für die Play-Offs wurden acht Teams pro Conference qualifiziert, dies war abhängig von ihren Bilanzen in der Regular Season.
A 3 Die Saison 1987 wurde wegen eines Streikes der Spieler auf 15 Spiele verkürzt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cincinnati Bengals Franchise Encyclopedia (englisch) profootballreference.com, Abgerufen am 17. September 2015
  2. Another bengals season goes up in smoke (englisch) wdtn.com, Abgerufen am 10. Januar 2016
  3. Bengals, Marvin Lewis Mutually Decide To Part Ways. Abgerufen am 31. Dezember 2018 (englisch).
  4. Paul Brown. Pro Football Hall of Fame. Abgerufen am 29. Dezember 2013.
  5. Charlie Joiner. Pro Football Hall of Fame. Abgerufen am 8. Dezember 2012.
  6. Anthony Muñoz. Pro Football Hall of Fame. Abgerufen am 8. Dezember 2012.
  7. Terrell Owens. Pro Football Hall of Fame. Abgerufen am 11. August 2018.
  8. Retired Numbers. Abgerufen am 28. November 2015.
  9. Statistiken von Paul Brown. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  10. Statistiken von Bill Johnson. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  11. Statistiken von Homer Rice. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  12. Statistiken von Forrest Gregg. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  13. Statistiken von Sam Wyche. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  14. Statistiken von Dave Shula. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  15. Statistiken von Bruce Coslet. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  16. Statistiken von Dick LeBeau. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  17. Statistiken von Marvin Lewis. Abgerufen am 31. Dezember 2018.