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Bahnhof Hamburg-Barmbek

U- und S-Bahnhof in Hamburg

Der Bahnhof Hamburg-Barmbek ist ein Knotenpunkt im Hamburger Schnellbahnnetz. Er ist zudem Trennungsbahnhof zwischen der Ringlinie der Hamburger U-Bahn und der Walddörferbahn. Er wird von den Linien S1 und S11 der Hamburger S-Bahn sowie der Linie U3 der Hamburger Hochbahn angefahren. Im Teil der U-Bahn stiegen 2017 täglich (Mo–Fr) durchschnittlich etwa 61.700 Fahrgäste ein oder aus. Die Haltestelle Barmbek ist damit unter den fünf meist genutzten Stationen des Hamburger U-Bahn-Netzes.[1]

Hamburg-Barmbek
Bahnsteige in Hamburg-Barmbek
Bahnsteige in Hamburg-Barmbek
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise
  • 2 S-Bahn-Gleise
  • 4 U-Bahn-Gleise
Abkürzung ABAP
IBNR 8000805
Kategorie 4
Eröffnung 5. Dezember 1906
Profil auf Bahnhof.de Barmbek
Lage
Ort/Ortsteil Barmbek
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 35′ 14″ N, 10° 2′ 41″ OKoordinaten: 53° 35′ 14″ N, 10° 2′ 41″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Hamburg

Inhaltsverzeichnis

AufbauBearbeiten

Der Bahnhof befindet sich im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord auf einem Damm und verfügt über insgesamt drei Bahnsteige. Der nördlichste wird von der S-Bahn mit den Linien S1 und S11 genutzt. Die beiden südlichen Bahnsteige dienen dem Verkehr der U-Bahn-Linie U3 auf der Ringstrecke Richtung Kellinghusenstraße bzw. Berliner Tor und dem Abzweig nach Wandsbek-Gartenstadt. Bis Sommer 2009 bedienten zwei U-Bahn-Linien den Bahnhof Barmbek. Die U2 bediente den Bahnhof, aus Wandsbek-Gartenstadt kommend, Richtung Berliner Tor, während die Züge der U3 aus Richtung Kellinghusenstraße in Barmbek endeten.

Am nördlichen Rand führt zudem das Gleis der parallel zur S-Bahn-Strecke verlaufende Güterumgehungsbahn am Bahnhof vorbei. Der an ihr gelegene Güterbahnhof Barmbek lag nördlich des Personenbahnhofes und ist inzwischen stillgelegt und überbaut. Nordwestlich des Bahnhofs schließt sich für die S-Bahn eine Kehranlage, für die U-Bahn eine Betriebswerkstatt an.

GeschichteBearbeiten

 
Bahnhof Barmbek 1906, Entwurf: Eugen Göbel
 
Busbahnhof Barmbek vor dem Umbau

Der Barmbeker Bahnhof besteht seit 1906 als Teil der damaligen Stadtbahn. Ab 1912 hielt auch die U-Bahn an zwei Bahnsteigen mit vier Gleisen, die direkt benachbart parallel zum Vorortbahnhof gebaut wurden. Mit dem Bau der U-Bahn-Zweiglinie in die Walddörfer kam ein weiterer Bahnsteig mit zwei Gleisen hinzu. Dafür musste das Empfangsgebäude am Wiesendamm bereits 1916 abgerissen werden. Zwischen 1926 und 1928 wurden die Gleisanlagen der U-Bahn komplett erneuert, fortan gab es nur noch zwei U-Bahnsteige mit vier Gleisen.

Mit Beginn der 1960er Jahre wurden auf der Nordseite des Bahnhofs ein Zugang geschaffen und eine große Bus-Umsteigeanlage errichtet. Sie wurde u. a. dazu benötigt, die Straßenbahnlinien 6 und 9 in Richtung Ohlsdorf und Bramfeld durch eine gebrochene Verbindung Schnellbahn → Bus zu ersetzen. Der Straßenbahnverkehr wurde am 29. Mai 1965 eingestellt. Diese Anlage ist heute durch um den Bahnhof verteilte Bushaltestellen ersetzt. Dazu wurde der westliche Zugang vom Wiesendamm erneuert.

 
Busbahnhof Barmbek nach dem Umbau

Der Bahnhof wurde zwischen Oktober 2009 und Ende 2016 grundsaniert und umgebaut. Der Senat stellt insgesamt 28,4 Mio. EUR für die Umgestaltung des Bahnhofs und seines näheren Umfeldes zur Verfügung.[2]

SchnellbahnlinienBearbeiten

Der Bahnhof wird von den Linien U3 und S1 sowie zur Hauptverkehrszeit von der S11 angefahren.

Linie Verlauf
  Barmbek – Saarlandstraße – Borgweg – Sierichstraße – Kellinghusenstraße – Eppendorfer Baum – Hoheluftbrücke – Schlump – Sternschanze – Feldstraße – St. Pauli – Landungsbrücken – Baumwall – Rödingsmarkt – Rathaus – Mönckebergstraße – Hauptbahnhof Süd – Berliner Tor – Lübecker Straße – Uhlandstraße – Mundsburg – Hamburger Straße – Dehnhaide – Barmbek – Habichtstraße – Wandsbek-Gartenstadt
  Wedel – Rissen – Sülldorf – Iserbrook – Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek – Othmarschen – Bahrenfeld – (geplant: Ottensen –) Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr – Rübenkamp – Ohlsdorf | – Hamburg Airport (Flughafen) | – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel
  Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek – Othmarschen – Bahrenfeld – (geplant: Ottensen –) Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr – Rübenkamp – Ohlsdorf – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Barmbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Antwort der Hamburger Hochbahn vom 17. Dezember 2018 auf eine Anfrage nach dem Hamburger Transparenzgesetz. In: fragdenstaat.de, abgerufen am 2. Februar 2019.
  2. Sanierung des Bahnhofs Barmbek beginnt - Senat beschließt Finanzierung. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, 21. Oktober 2008, abgerufen am 22. Oktober 2008.