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Bahnhof Hamburg Wandsbeker Chaussee

U- und S-Bahnhof in Hamburg

Der U- und S-Bahnhof Wandsbeker Chaussee ist ein Knotenpunkt des Hamburger Schnellbahnnetzes an der Grenze zwischen den Hamburger Stadtteilen Eilbek und Wandsbek an der gleichnamigen Straße. Er besteht aus zwei getrennten Stationen für die S-Bahn-Linien S1 und S11 sowie die U-Bahn-Linie 1.

Hamburg Wandsbeker Chaussee
Bahnsteig des S-Bahnhofs
Bahnsteig des S-Bahnhofs
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise
  • 2 S-Bahn-Gleise
  • 2 U-Bahn-Gleise
Abkürzung AWCH (S-Bahn); WR (U-Bahn)
IBNR 8006198
Kategorie 4
Profil auf Bahnhof.de Wandsbeker_Chaussee
Lage
Ort/Ortsteil Eilbek
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 34′ 13″ N, 10° 3′ 35″ OKoordinaten: 53° 34′ 13″ N, 10° 3′ 35″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Hamburg

Bahnsteig der U1

S-Bahn-StationBearbeiten

Die S-Bahn-Station ist betrieblich ein einfacher Haltepunkt mit Mittelbahnsteig. Ihre Gleise liegen zusammen mit dem Gleis der Güterumgehungsbahn Hamburg in einem offenen Einschnitt unterhalb des Straßenniveaus. Dieser kreuzt am nördlichen Bahnsteigende die Wandsbeker Chaussee etwa im rechten Winkel, dort befindet sich auch ein Treppenaufgang sowie ein Fahrstuhl zu dieser Straße.[1] Am südlichen Ende wird die Brücke der Pappelallee schräg unterquert. Der S-Bahnhof hat täglich durchschnittlich etwa 19.600 Ein- und Aussteiger (Mo–Fr, 2018)[2].

U-Bahn-StationBearbeiten

Der U-Bahnhof mit ebenfalls einem Mittelbahnsteig liegt hier in einer Tunnelstrecke genau unterhalb der Wandsbeker Chaussee, etwa zwischen der quer dazu liegenden Seumestraße und der Menckesallee. Die Tunnelstrecke ist hier so tief gelegt, dass sie im Verlauf auch die S-Bahn-Station unterquert. An beiden Bahnsteigenden befinden sich Treppen, die jeweils in Zwischenebenen mit Service-Einrichtungen (Fahrkartenverkauf) führen, von denen über mehrere Ausgänge die Oberfläche erreichbar ist. Der U-Bahnhof hat täglich durchschnittlich etwa 18.900 (Mo–Fr, 2017)[3] Ein- und Aussteiger.

Seit September 2019 ist die Haltestelle mit zwei Aufzügen und einem taktilen Blindenleitsystem ausgestattet.[4]

UmsteigemöglichkeitenBearbeiten

Eine unmittelbare und niveaugleiche Verbindung des S- und des U-Bahnsteigs war hier nicht möglich, Umsteiger müssen sich daher bis zum Straßenniveau und dort zum Treppenabgang der anderen Station begeben. Auf dem Straßenniveau liegen zwischen den Ausgängen beider Bahnstationen die Haltestellen von mehreren Stadt- und Schnellbuslinien des Hamburger Verkehrsverbundes.

Gegenüber dem S-Bahn-Eingang ist eine Station von StadtRAD Hamburg.

GeschichteBearbeiten

 
Der Bahnhof Wandsbeker Chaussee um 1910

Der heutige S-Bahnhof wurde 1906 im Zuge der Verlängerung der Verbindungsbahn nach Ohlsdorf als Haltepunkt der Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn eröffnet. Erst ab 1934 wurde der Name S-Bahn verwendet.

1962 wurde der U-Bahnhof mit der Eröffnung der neuen U-Bahn-Strecke nach Wandsbek in Betrieb genommen. Die Zwischenebene mit den Schalterhallen wurde im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut, die Fahrkartenverkaufsstellen wurden zurück- bzw. abgebaut, die Fahrkartenautomaten wurden mehrmals geändert (zunächst zahlreiche Einzelpreis-Automaten, später Mehrpreis-Automaten) und die Sperrenanlagen wurden abgebaut. Der Bahnsteig befand sich bis 2008 noch weitgehend im ursprünglichen Zustand. Im Jahr 2009 wurden die Wände hinter den Gleisen komplett neu gestaltet. Seitdem prägen hier Fliesen in verschiedenen Blautönen das Bild, ähnlich wie bereits zuvor in Rottönen am U-Bahnhof Wartenau realisiert.

LinienBearbeiten

Linie Verlauf
  Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt – Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße – Alsterdorf – Lattenkamp – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz – Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker Straße – Wartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – (im Bau: Oldenfelde –) Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf | – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt | – Buchenkamp – Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf
  Wedel – Rissen – Sülldorf – Iserbrook – Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek – Othmarschen – Bahrenfeld – (im Bau: Ottensen –) Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr – Rübenkamp – Ohlsdorf | – Hamburg Airport (Flughafen) | – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel
  Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek – Othmarschen – Bahrenfeld – (im Bau: Ottensen –) Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr – Rübenkamp – Ohlsdorf – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel

Außerdem kann man am Bahnhof Wandsbeker Chaussee in die Schnellbuslinie 35 (Hamburg Messe – Rathausmarkt – Wandsbek – Jenfeld – Rahlstedt), in die Stadtbuslinien 116 (Wandsbek – Hamm – Billstedt), 213 (Barmbek – Wandsbek – Billstedt) und 261 (Barmbek – Stadtpark – Wandsbek – Horn – Berliner Tor) umsteigen. In den Nächten auf Werktage hält hier außerdem die Nachtbuslinie 608 (St. Pauli – Rathausmarkt – Wandsbek – Rahlstedt).

WeblinksBearbeiten

NachweiseBearbeiten

  1. Haltestelle Wandsbeker Chaussee. Hamburger Verkehrsverbund, abgerufen am 11. September 2019.
  2. Antwort des HVV vom 25. September 2019 auf eine Anfrage nach dem Hamburger Transparenzgesetz. In: fragdenstaat.de, abgerufen am 26. September 2019.
  3. Antwort der Hamburger Hochbahn vom 17. Dezember 2018 auf eine Anfrage nach dem Hamburger Transparenzgesetz. In: fragdenstaat.de, abgerufen am 3. Februar 2019.
  4. U1: Wandsbeker Chaussee barrierefrei. In: Hamburger Hochbahn AG. Abgerufen am 11. September 2019.