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U-Bahnhof Lübecker Straße

U-Bahnhof in Hamburg

Der U-Bahnhof Lübecker Straße ist ein Knotenpunkt der Hamburger U-Bahn, an dem die U1 und die U3 hält, der sich im Stadtteil Hohenfelde befindet. Das Stationskürzel der Betreibergesellschaft Hamburger Hochbahn lautet „LU“. Täglich (Mo–Fr, 2017) nutzen etwa 31.100 Ein- und Aussteiger die Haltestelle.[1]

Lübecker Straße
U-Bahn.svg
U-Bahnhof in Hamburg
Lübecker Straße
Zugangsgebäude an der Südseite der Lübecker Straße
Basisdaten
Ortsteil Hohenfelde
Eröffnet 1912
Neugestaltet 1958–1960
Gleise (Bahnsteig) 4
Koordinaten 53° 33′ 35″ N, 10° 1′ 41″ OKoordinaten: 53° 33′ 35″ N, 10° 1′ 41″ O
Nutzung
Strecke(n) Ringbahn, Walddörferbahn
Linie(n) U1Hamburg U1.svg U3Hamburg U3.svg
Umstiegsmöglichkeiten Nachtbus, StadtRAD
Fahrgäste 31.100/Tag (Mo–Fr, 2017)[1]
Granitreliefs von Hans Kock im U-Bahnhof Lübecker-Straße
Bahnsteig der U3 auf der −1-Ebene
Bahnsteig der U1 auf der −2-Ebene

AufbauBearbeiten

Die Haltestelle ist ein Knotenpunkt zwischen den Linien U1 und U3. Die beiden Strecken verfügen jeweils über einen eigenen Bahnhofsteil: In der ersten Tiefebene befinden sich die beiden Seitenbahnsteige der U3 (Gleise 1 und 2). Der einzige Zugang für Fahrgäste liegt am Nordende zur Lübecker Straße hin. Westlich davon befindet sich im Winkel von knapp 70 Grad zur U3-Strecke der Mittelbahnsteig der U1 (mit den Gleisen 3 und 4) in der zweiten Tiefebene. Beide Bahnsteige sind durch einen Gang miteinander verbunden, der auf der −1-Ebene liegt. Vom U3-Bahnsteig Richtung Barmbek zum U1-Bahnsteig führt der Weg daher zunächst durch das Zugangsgebäude oberhalb des nördlichen U3-Bahnsteig-Endes, über das auch die Ostseite des U1-Bahnsteigs erreicht wird.

Der Bahnsteig der U1 verfügt an seinem Westende über ein weiteres Verteilergeschoss, das zu den Ausgängen an der Straßenkreuzung Lübecker Straße / Mühlendamm / Steinhauerdamm führt.

Alle Bahnsteige sind mindestens 120 Meter lang und dadurch für den Betrieb mit 8- bzw. 9-Wagen-Zügen geeignet.

Die Station Lübecker Straße liegt etwa 800 Meter von den Nachbarhaltestellen Wartenau (U1) und Berliner Tor (U3) entfernt, bis zur nördlich gelegenen Haltestelle Uhlandstraße der U3 sind es knapp 600 Meter und die Entfernung zur westlich gelegenen Haltestelle Lohmühlenstraße (U1) beträgt circa 650 Meter.

Das Bahnhofsgebäude, das durch den Neubau der U1 notwendig wurde, wurde nach Entwürfen von Horst Sandtmann und Friedhelm Grundmann 1958–1960 errichtet. Es hat einen fünfeckigen Grundriss, über dem sich eine flache Betonschale aufwölbt. Die Schalenkonstruktion von Stefan Polónyi wird nur von den Pfeilern an den Ecken getragen.[2] Zur Lübecker Straße hin wurde ein kleines Vordach mit vier Betonreliefs nach Entwürfen von Hans Kock einbezogen. Die weiteren Zuwegungen zur U1 wurden ebenfalls von Sandtmann entworfen.

Übergang zu anderen VerkehrsmittelnBearbeiten

Am U-Bahnhof Lübecker Straße gibt es einen Übergang zur Nachtbuslinie 608. Neben dem Bahnhofsgebäude befindet sich eine Station von StadtRAD Hamburg, die derzeit (Juni 2018) wegen des barrierefreien Ausbaus geschlossen ist.

GeschichteBearbeiten

 
Empfangsgebäude 1912, Entwurf: Raabe & Wöhlecke
 
Blick auf die damals noch offenen Bahnsteige

Die Haltestelle an der Lübecker Straße wurde bereits im März 1912 im Rahmen der ersten Hamburger U-Bahn-Strecke, der Ringlinie (heute U3), eröffnet. Der Entwurf stammte von Raabe & Wöhlecke; damals waren Teile der Strecke an der Haltestelle noch offen in einem Einschnitt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Seitenbahnsteige und Strecke vollständig „überdacht“ und liegen seitdem im Tunnel.

Ab 1959 wurde hier der Tunnel der heutigen U1 im Verlauf der Lübecker Straße vom Hauptbahnhof Richtung Wandsbek gebaut. Dazu wurden die auf der Lübecker Straße verkehrenden Straßenbahnlinien in die südlich davon verlaufende Angerstraße verlegt. Am 2. Juli 1961 konnte der U-Bahn-Betrieb auf der neuen Strecke bis zur Lübecker Straße aufgenommen werden. Schon am 1. Oktober 1961 konnte der Betrieb bis zur nächsten Station Wartenau verlängert werden, hier konnten die Züge in einer Kehranlage gekehrt werden. Die Station Lübecker Straße (U1) verfügt nur über einen einfachen Gleiswechsel.

Bis 2009 wurde der Streckenabschnitt Berliner Tor–Barmbek der Ringlinie von der Linie U2 befahren.

Linie Verlauf
  Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt – Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße – Alsterdorf – Lattenkamp – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz – Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker Straße – Wartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – (im Bau: Oldenfelde –) Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf | – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt | – Buchenkamp – Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf
  Barmbek – Saarlandstraße – Borgweg – Sierichstraße – Kellinghusenstraße – Eppendorfer Baum – Hoheluftbrücke – Schlump – Sternschanze – Feldstraße – St. Pauli – Landungsbrücken – Baumwall – Rödingsmarkt – Rathaus – Mönckebergstraße – Hauptbahnhof Süd – Berliner Tor – Lübecker Straße – Uhlandstraße – Mundsburg – Hamburger Straße – Dehnhaide – Barmbek – Habichtstraße – Wandsbek-Gartenstadt

WeblinksBearbeiten

  Commons: U-Bahnhof Lübecker Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Antwort der Hamburger Hochbahn vom 17. Dezember 2018 auf eine Anfrage nach dem Hamburger Transparenzgesetz. In: fragdenstaat.de, abgerufen am 2. Februar 2019.
  2. Carina Heidtmann: Horst Sandtmann im Architektur-Archiv (Memento des Originals vom 11. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.architekturarchiv-web.de

LiteraturBearbeiten

  • Friedhelm Grundmann: Lübecker Straße - ein Schalenbau der Nachkriegsmoderne. In: Stationen Hamburger Architektur. Hamburger Hochbahn AG, Hamburg 2008, S. 43–50.