Atlantische Hurrikansaison 2020

Zeitraum der Bildung tropischer Wirbelstürme im nördlichen Atlantischen Ozean im Jahr 2020

Die Atlantische Hurrikansaison 2020 begann offiziell am 1. Juni 2020 und endet am 30. November 2020. Während dieser Periode bilden sich üblicherweise im nördlichen Atlantischen Ozean die meisten Hurrikane, da nur zu dieser Zeit geeignete Bedingungen wie ein erwärmter Ozean, feuchte Luft und wenig Windscherung vorherrschen, welche die Bildung tropischer Wirbelstürme ermöglichen.

Atlantische Hurrikansaison 2020
Alle Stürme der Saison
Alle Stürme der Saison
Bildung des
ersten Sturms
17. Mai 2020
Auflösung des
letzten Sturms
Stärkster SturmLaura – 937 hPa (mbar), 130 kn (240 km/h)
Tropische Tiefs28
Stürme27
Hurrikane11
Schwere Hurrikane (Kat. 3+)4
Opferzahl gesamt113
Gesamtschaden~ >23,8 Mrd.
Atlantische Hurrikansaison
2018, 2019, 2020, 2021, 2022
Die tropischen Systeme Paulette, Rene, Sally, Teddy und Vicky im Atlantik. Links im Bild der Tropische Sturm Karina im Pazifik sowie die Rauchwolke der Waldbrände in Kalifornien.

Seit Beginn der Atlantischen Hurrikansaison 2017 kann das National Hurricane Center (NHC) Warnungen zu Störungen herausgeben, die noch keine tropischen Eigenschaften aufweisen, bei denen für eine tropische Zyklogenese jedoch ein hohes Potenzial besteht und innerhalb von 48 Stunden Sturm- oder Hurrikanbedingungen für bewohnte Gebiete erwartet werden. Solche Systeme werden als Potential tropical cyclone bezeichnet („potentielle tropische Zyklone“).[1]

Die Saison stellte verschiedene Rekorde auf; unter anderem bildete sich ein Großteil aller Stürme früher als alle vorherigen mit gleichem Anfangsbuchstaben. Mit Stand 18. September, kurz nach der Halbzeit der Saison, hatten sich bereits 23 benannte Stürme gebildet, sodass die ursprünglich festgesetzten 21 Namen nicht ausreichten und zum zweiten Mal überhaupt für die Benennung auf Namen der Buchstaben des griechischen Alphabets zurückgegriffen werden musste. Nur in der Atlantische Hurrikansaison 2005 waren es mit 28 Stürmen noch mehr als 2020; damals bildete sich der 23. Sturm allerdings erst am 22. Oktober.[2] Mit elf Landfällen von benannten Stürmen (Tropenstürme bzw. Hurrikans) ist die Saison diejenige mit den meisten Landfällen in den USA seit Beginn der Aufzeichnungen.

SaisonvorhersagenBearbeiten

Vorhersagen der tropischen Aktivität in der Saison 2020
Quelle Datum benannte
Stürme
Hurrikane schwere
Hurrikane
Durchschnitt (1981–2010)[3] 12,1 6,4 2,7
höchste aufgezeichnete Aktivität 28 15 7
niedrigste aufgezeichnete Aktivität 4 2 0
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
TSR 19. Dezember 2019 15 7 4 [4]
CSU 2. April 2020 16 8 4 [5]
TSR 7. April 2020 16 8 3 [6]
UA 13. April 2020 19 10 5 [7]
TWC 15. April 2020 18 9 4 [8]
NCSU 17. April 2020 18–22 8–11 3–5 [9]
PSU 21. April 2020 15–24 n/a n/a [10]
SMN 20. Mai 2020 15–19 7–9 3–4 [11]
UKMO 20. Mai 2020 13* 7* 3* [12]
NOAA 21. Mai 2020 13–19 6–10 3–6 [13]
TSR 28. Mai 2020 17 8 3 [14]
CSU 4. Juni 2020 19 9 4 [15]
NOAA 6. August 2020 19–25 7–11 3–6 [16]
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
tatsächliche Aktivität
- - -
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
* nur Juni–November
† Link auf letzte Saison dieser Aktivität dieser Sturmklasse bis 2010.

Vor und während der Saison sagen mehrere nationale Wetterdienste und wissenschaftliche Institute voraus, wie viele benannte Stürme, Hurrikane und schwere Hurrikane – also Kategorie 3 und höher auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala – sich während der Saison bilden bzw. sich in einem bestimmten Land auswirken. Zu diesen Agenturen gehören das Tropical Storm Risk (TSR) Consortium of University College London, die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und die Colorado State University (CSU).

Die NOAA stuft einen Saisonverlauf als überdurchschnittlich, nahezu normal oder unterdurchschnittlich ein, indem sie die erwarteten Zahlen für benannte Stürme, die Zahl der erwarteten Hurrikane und die Zahl der schweren Hurrikane sowie den erwarteten ACE-Index mit den Durchschnittswerten der Vergleichsperiode vergleicht.[17]

Vor Beginn der SaisonBearbeiten

Am 19. Dezember 2019 veröffentlichte Tropical Storm Risk (TSR), ein Zusammenschluss von Experten für Versicherung, Risikomanagement und jahreszeitliche Klimaprognosen am University College London, eine längerfristige Prognose, die von einer leicht überdurchschnittlich aktiven Saison ausging. Demnach erwartete TSR die Bildung von 15 benannten Stürmen, darunter 7 Hurrikane und davon vier schwere Hurrikane, und einen ACE-Index von 105. Diese Vorhersage basierte auf der Annahme fast durchschnittlicher Passatwinde und einer leicht überdurchschnittlichen Meeresoberflächentemperatur im tropischen Atlantik sowie einer neutralen Phase der El Niño-Southern Oscillation im äquatorialen Pazifischen Ozean.[4] Am 2. April bestätigten die Wettervorhersager an der Colorado State University die Erwartung einer überdurchschnittlichen Saison. Sie gingen von 16 benannten Stürmen aus, darunter 8 Hurrikane und davon wiederum vier schwere Hurrikane sowie einem Accumulated Cyclone Energy (ACE) Index von 150. Die CSU erwartete außerdem deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Hurrikanzugbahnen durch die Karibik und für Hurrikane, die auf die amerikanische Küste treffen.[5] Am 7. April aktualisierte TSR seine Vorhersage auf 16 benannte Stürme, darunter acht Hurrikane und davon drei schwere Hurrikane sowie den ACE-Index 130.[6] Die University of Arizona (UA) sagte am 13. April eine möglicherweise hyperaktive Hurrikansaison voraus: 19 benannte Stürme, darunter zehn Hurrikane und davon fünf schwere Hurrikane sowie ein ACE-Index 163.[7] The Weather Company gab zwei Tage später mit 18 benannten Stürmen, darunter neun Hurrikane und davon vier schwere Hurrikane eine ganz ähnliche Prognose heraus.[8] Auch die Vorhersage der North Carolina State University vom 17. April bewegte sich in ähnlichen Bereichen. Demnach würden sich 18–22 benannte Stürme bilden, darunter würden 8–11 Hurrikanstärke und davon 3–5 die Kategorie 3 und damit den Status eines schweren Hurrikans erreichen.[9] Das britische Met Office nannte am 20. Mai als wahrscheinlichste Saisondaten 13 benannten Stürme, 7 Hurrikane und drei schwere Hurrikane sowie eine Accumulated Cyclone Energy von 110.[12]

Manche Behördenvertreter haben ihre Befürchtungen geäußert, dass der Verlauf der Hurrikansaison die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verschlimmern könnte. So sagte der Bürgermeister von Wilmington, North Carolina, Bill Saffo dabei handle es sich um ein „Alptraumszenario“, und der frühere Direktor der Florida Division of Emergency Management, Brian Koon, hält es für möglich, dass „sogar die FEMA damit überfordert sein könnte“.[18] Dabei gilt als kritisch, dass Evakuierungen wegen Befürchtungen, das Virus zu übertragen, wesentlich erschwert werden und die Regeln der räumlichen Distanzierung bei der Nothilfe in Katastrophengebieten nicht mehr eingehalten werden können.

Nach SaisonbeginnBearbeiten

Am 6. August 2020 erhöhte die NOAA ihre Prognose gegenüber ihrer Prognose vor Saisonbeginn auf 19 bis 25 Stürme, nachdem zu diesem Zeitpunkt bereits 9 benannte Stürme aufgetreten waren. Typischerweise ereignen sich 95 % aller Stürme zwischen Mitte August und Ende Oktober, während der Juni und der Juli tendenziell vergleichsweise ruhige Monate sind, in denen sich in normalen Saisons nur etwa zwei Stürme bilden. Die Prognose ist die höchste, die die NOAA je herausgab. Auch der Direktor des National Weather Service, Louis Uccellini, erwartete eine der aktivsten Saisons seit Beginn der Aufzeichnungen.[16][19] Mit der Entwicklung des Tropischen Tiefs Siebenundzwanzig zum Tropischen Sturm Epsilon wurde auch diese Prognose hinfällig.

SaisonübersichtBearbeiten

Saffir–Simpson-Hurrikan-Windskala

SystemeBearbeiten

Tropischer Sturm ArthurBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 16. Mai – 19. Mai
Intensität 50 kn (95 km/h) (1-minütig), 991 hPa

Am 12. Mai sagte das NHC erstmals die Bildung eines tropischen Tiefdruckgebietes für das Wochenende 16./17. Mai nordöstlich der Bahamas voraus.[20] Um 23:25 Uhr UTC am 13. Mai begann das NHC mit der Überwachung eines Tiefdrucktrogs in der Straße von Florida.[21] Danach schlug das System eine Kurve nach Norden ein, direkt vor der Küste Floridas. Am 16. Mai um 18:00 UTC ergaben bei einem Flug der Hurricane Hunters gesammelte Daten, dass sich die Störung besser definiert hat und die Gewittertätigkeit zunahm.[22] Das NHC gab um 20:23 Uhr UTC bekannt, dass sich das erste tropische Tiefdruckgebiet der Saison gebildet hat. Gegen 23 Uhr wurde das Tief schließlich zum tropischen Sturm heraufgestuft. Damit ist die Atlantische Hurrikansaison 2020 die sechste in Folge, bei der sich vor dem offiziellen Beginn am 1. Juni ein benannter Sturm bildete.[23]

Tropischer Sturm BerthaBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 27. Mai – 28. Mai
Intensität 45 kn (85 km/h) (1-minütig), 1004 hPa

Am 27. Mai 2020 bildete sich vor der Küste von Carolina der Tropische Sturm Bertha.[24] Kurze Zeit später traf Bertha auf Land und schwächte sich in der Folge wieder zu einem tropischen Tief ab, das große Mengen Regen mit sich führt. Bertha ist der zweite Sturm der Saison, der noch vor dem offiziellen Saisonbeginn am 1. Juni 2020 auftrat. Damit ist die Saison 2020 erst die fünfte seit 1851, bei der es schon am 27. Mai zwei benannte Stürme gab.[25]

Die Schäden durch den Sturm werden auf mehr als 200 Mio. Dollar geschätzt.[26]

Tropischer Sturm CristobalBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 2. Juni – 10. Juni
Intensität 50 kn (95 km/h) (1-minütig), 994 hPa

Am 1. Juni 2020 bildete sich im Golf von Mexiko ein tropisches Tief, das sich nach Intensivierung am 2. Juni zum Tropischen Sturm Cristobal entwickelte. Cristobal stellte dabei einen neuen Rekord auf: Nie zuvor bildete sich der dritte benannte Sturm der Saison früher.[27][28] Am 4. Juni schwächte er sich zu einem tropischen Tief ab, nachdem er zuvor über den Osten Mexikos gezogen war und dort schwere Regenfälle und Überflutungen verursacht hatte. Anschließend zog er wieder auf die offene See.[29] Zusammen mit dem pazifischen Sturm Amanda, aus dessen Überresten sich Cristobal entwickelte, verursachte er in Mexiko und Zentralamerika mindestens 30 Todesfälle, insbesondere durch Überflutungen und Erdrutsche infolge von Starkregen.[30]

Am 5. Juni wurde Cristobal nach einer Intensivierung wieder zu einem tropischen Sturm heraufgestuft.[31] Am Abend des 7. Juni 2020 traf er im Südosten von Louisiana mit einer Windgeschwindigkeit von 45 Knoten auf Land.[32] In Louisiana führte der Sturm zu Überflutungen und beschädigte eine zum Schutz gegen Sturmfluten aufgeschüttete Sanddüne der Insel Grand Isle. Flutwarnungen wurden ausgegeben für ein Gebiet, das von Florida bis Wisconsin reicht.[33] Nach seinem Landfall wanderte Cristobal bis nach Wisconsin und damit weiter nach Nordwesten als jedes andere tropische System seit Beginn der Aufzeichnung.[34]

Das Katastrophenprognoseunternehmen Karen Clark & Company geht alleine für die USA von einem privatwirtschaftlich versicherten Schadenswert in Höhe von ca. 150 Millionen US-Dollar durch Cristobal aus. Nicht berücksichtigt sind in dieser Summe Schäden, die aus dem National Flood Insurance Program beglichen werden.[35] Insgesamt werden die Schäden aufmindestens 675 Mio. Dollar geschätzt. Mindestens 2 Personen kamen ums Leben.[26]

Tropischer Sturm DollyBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 22. Juni – 24. Juni
Intensität 40 kn (75 km/h) (1-minütig), 1002 hPa

Am 22. Juni 2020 bildete sich im Atlantik, etwa 320 Meilen östlich von Massachusetts, ein subtropisches Tief.[36] Einen Tag später verstärkte sich das System und wurde zum tropischen Sturm Dolly heraufgestuft. Dolly war damit der drittfrühste D-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen; Rekordhalter ist Danielle, die am 20. Juni 2016 Tropensturmstatus erreichte.[37] Am 24. Juni wurde Dolly zunächst wieder zum tropischen Tief herabgestuft und einige Stunden später zum außertropischen Sturm erklärt.[38]

Tropischer Sturm EdouardBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 4. Juli – 6. Juli
Intensität 40 kn (75 km/h) (1-minütig), 1005 hPa

Am 4. Juli 2020 bildete sich westlich von Bermuda das tropische Tief Fünf.[39] Am Morgen des 6. Juli 2020 entstand aus dem Tief der tropische Sturm Edouard. Er ist der frühste fünfte benannte Tropische Sturm, der sich seit Beginn der Aufzeichnungen im Atlantik bildete.[40] Gegen Abend des gleichen Tages wurde der Strom außertropisch.[41]

Tropischer Sturm FayBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 9. Juli – 11. Juli
Intensität 50 kn (95 km/h) (1-minütig), 998 hPa

Am 4. Juli 2020 begannen Beobachtungen eines Trogs vor der Küste Louisianas, der sich in den folgenden Tagen vor die Küste North Carolinas bewegte. Dort bildete sich am 9. Juli 2020 der tropische Sturm Fay. Fay ist der frühste sechste benannte Tropische Sturm im Atlantik seit Beginn der Aufzeichnungen. Üblicherweise bilden sich F-Stürme erst Anfang September. Begünstigt wurde die Entstehung durch das überdurchschnittliche warme Wasser vor der Küste Carolinas. Erwartet wird, dass Fay schwere Regenfälle über Teile der US-Ostküste bringen wird.[42] Am 10. Juli traf Fay in Ocean County, New Jersey mit Windgeschwindigkeiten von 80 km pro Stunde auf Land. Eine Sturmwarnung wurde ausgegeben für die Bundesstaaten Delaware, New Jersey, New York, inklusive New York City, Connecticut und Teile von Rhode Island.[43] Anschließend schwächte sich der Sturm über dem Südosten von New York State ab und wurde am 11. Juli zum tropischen Tief herabgestuft[44], bevor er am gleichen Tag zum außertropischen Tief erklärt wurde.[45]

Der Sturm riss u. a. Strommasten und Bäume um und verursachte eine Sturmflut. Die versicherten Schäden (ohne National Flood Insurance Program) werden auf ca. 400 Mio. US-Dollar beziffert.[46] Andere Quellen nennen ca. 350 Mio. Dollar. Fünf Menschen starben.[47]

Tropischer Sturm GonzaloBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 21. Juli – 25. Juli
Intensität 55 kn (100 km/h) (1-minütig), 997 hPa

Am 21. Juli 2020 bildete sich über dem zentralen tropischen Atlantik das Tropische Tief Sieben.[48] Am Morgen des 22. Juli 2020 verstärkte sich das westwärts wandernde Tief zu einem tropischen Sturm. Damit wurde Gonzalo zum frühsten G-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen. Im langjährigen Durchschnitt tritt der siebte Sturm der Saison erst am 16. September auf.[49] Am 25. Juli 2020 löste sich der Sturm vor der Küste Venezuelas auf.[50]

Hurrikan HannaBearbeiten

Kategorie-1-Hurrikan
   
Dauer 23. Juli – 27. Juli
Intensität 80 kn (150 km/h) (1-minütig), 973 hPa

Am 23. Juli 2020 bildete sich im nördlichen Golf von Mexiko das tropische Tief Acht. Tropensturmwarnungen wurden ausgegeben für Teile der texanischen Küste.[51] Am Abend des gleichen Tages wurde das Tief zum Tropischen Sturm Hanna heraufgestuft. Hanna ist der frühste H-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen. Sie löste den Tropischen Sturm Harvey als bisherigen Rekordhalter ab, der sich am 3. August 2005 gebildet hatte. Erwartet wurde, dass sie nach dem Landgang in Südtexas schwere Regenfälle und eine Sturmflut verursachen wird.[52] Die Region war bereits vor Eintreffen von Hanna stark von der COVID-19-Pandemie betroffen. Am 25. Juli, kurz vor dem erwarteten Landfall, verstärkte sich Hanna zum Hurrikan der Stufe 1 und wurde damit zum ersten Hurrikan der Saison 2020.[53] Üblicherweise tritt der erste Hurrikan der Saison etwa um den 10. August auf. Tropische Regenfälle erstreckten sich bis nach Houston und Galveston im Norden Texas.[54]

Am 25. Juli 2020 gegen 17:00 Uhr Ortszeit traf Hanna als starker Kategorie-1-Hurrikan bei Padre Island, etwa 100 km von der mexikanischen Grenze entfernt, mit Windgeschwindigkeiten von 150 Stundenkilometern auf Land. Ausläufer trafen auch weiter entfernte Regionen wie Nueces County mit der Stadt Corpus Christi, wo der Sturm bereits am Morgen angekommen war und Regen und stürmisches Wetter brachte. In 32 Counties wurde der Katastrophenzustand ausgerufen.[55]

Einige Stunden nach Landfall schwächte sich Hanna zunächst zum Tropensturm und in Richtung der mexikanischen Stadt Monterrey. Am folgenden Tag schließlich wurde er zum tropischen Tief herabgestuft. Hanna verursachte binnen weniger als eines Tages in Teilen von Südtexas 15 Zoll (ca. 38 cm) Niederschlag, lokal wurde mit noch größeren Regenmengen gerechnet. Zudem verursachte der Hurrikan eine Sturmflut und lokal viele Sturzfluten. Mehr als 200.000 texanische Stromkunden waren zeitweise ohne Elektrizität; die Magic Valley Electric Cooperative kündigte an, dass sich ihre Kunden auf eine längere Phase ohne Strom einstellen müssten.[56]

In Mexiko kamen mindestens 5 Personen durch den Sturm ums Leben[47], mehrere Menschen werden zudem vermisst. Mehr als 700 Personen verloren ihre Behausung.[57] Insgesamt verursachte der Sturm in den Vereinigten Staaten einige Hundert Millionen US-Dollar an Schäden, in Mexiko mehr als 100 Mio. Dollar.[47]

Hurrikan IsaiasBearbeiten

Kategorie-1-Hurrikan
   
Dauer 28. Juli – 5. August
Intensität 75 kn (140 km/h) (1-minütig), 987 hPa

Am 28. Juli 2020 begann das National Hurricane Center Warnungen bezüglich des potentiellen Tropischen Sturms Neun herauszugeben. Hierbei handelt es sich noch nicht um einen voll ausgebildeten tropischen Wirbelsturm, allerdings entspricht die Windgeschwindigkeit bereits einem solchen. Eine Entwicklung zum Tropensturm wird erwartet.[58] Am späten Abend des 29. Juli 2020 erhielt der Sturm, der sich zu diesem Zeitpunkt südlich von Puerto Rico befand den Namen Isaias, nachdem sich ein Rotationszentrum herausgebildet hatte. Isaias ist der früheste I-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen; den vorherigen Rekord hielt Irene, die am 7. August 2005 zum Tropensturm erklärt wurde. Mit Isaias gab es zudem gleich fünf benannte Stürme im Juli, was zuvor ebenfalls nur ein einziges Mal, in der Atlantischen Hurrikansaison 2005, geschah.[59] Anschließend intensivierte sich Isaias weiter, worauf er zum Hurrikan heraufgestuft wurde.[60] Auch damit stellte er einen Rekord auf, denn nie zuvor hatte es in der letzten Juliwoche gleich zwei Hurrikans gegeben.[61]

In Puerto Rico verursachte Isaias Starkregenfälle von geschätzt 50 und 100 Litern pro Quadratmeter, lokal sollen auch 150 Liter gefallen sein. Zudem wird der Sturm verantwortlich gemacht für Stromausfälle, die mehr als 300.000 Menschen betrafen. Auf Hispaniola werden bis zu 250 Liter pro Quadratmeter erwartet. Florida plante zur Vorbereitung auf den Sturm alle COVID-19-Tests ab Donnerstag Nachmittag bis auf weiteres auszusetzen. Der Bundesstaat ist besonders schwer von der Pandemie betroffen.[62]

Nachdem Isaias als Hurrikan über Puerto Rico, die Dominikanische Republik und die Bahamas gezogen war, schwächte er sich zu einem starken tropischen Sturm ab. Anschließend zog er in geringem Abstand und parallel zur Küste Floridas nach Norden Richtung Carolina.[61] Am Abend des 3. August traf er in North Carolina mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 130 km/h auf Land. Wenige Stunden zuvor hatte er sich wieder zu einem Hurrikan der Kategorie 1 verstärkt. Erwartet werden neben einer Sturmflut Regenfälle bis 200 Liter pro Quadratmeter.[63]

Nach dem Landfall in Carolina schwächte sich Isaias wieder leicht zu einem starken Tropensturm ab und zog über Washington, D.C. und New York City weiter nach Neuengland. Dort brachte er erhebliche Regenmengen mit sich, ließ Bäche über die Ufer treten, überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und beschädigte einige Gebäude und Infrastruktur. Zudem bildeten sich nach vorläufigen Angaben mehrere Tornados, die ihrerseits wieder Schäden verursachten.[64] Etwa 3 Millionen Haushalte aus einem halben Dutzend Bundesstaaten waren von Stromausfällen betroffen.[65] In New Jersey waren auch Krankenhäuser von den Stromausfällen betroffen. Mehr als zwei Millionen Menschen waren nach einem Tag immer noch ohne Strom; in manchen Regionen wurde damit gerechnet, dass mehrere Tage bis zur Wiederherstellung der Versorgung nötig sein würden. In New Jersey hofften Strombetreiber, etwa 80 % der Versorgung bis Freitag, den 7. August wieder herstellen zu können.[66]

Mindestens sechs Personen kamen in den USA ums Leben[67]; zwei weitere in der Karibik.[63] Die Summe an versicherten Schäden wird auf ca. 4,2 Mrd. US-Dollar geschätzt, davon 4 Mrd. Dollar in den USA und 200 Mio. in der Karibik.[68]

Am 5. August wurde Isaias zum außertropischen Sturm erklärt.[69]

Tropisches Tief ZehnBearbeiten

Tropisches Tiefdruckgebiet
   
Dauer 31. Juli – 2. August
Intensität 30 kn (55 km/h) (1-minütig), 1007 hPa

Am 31. Juli 2020 bildete sich im Ostatlantik, nahe der afrikanischen Küste, das Tropische Tief Zehn.[70] Am frühen Morgen des 2. August löste sich das Tief wieder auf.[71]

Tropischer Sturm JosephineBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 11. August – 16. August
Intensität 40 kn (75 km/h) (1-minütig), 1005 hPa

Am 11. August 2020 bildete sich im Atlantik das Tropische Tief Elf.[72] Am 13. August wurde das Tief zum Tropischen Sturm Josephine erklärt. Josephine ist der früheste J-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen; der bisherige Rekord wurde von Jose gehalten, der sich am 22. August 2005 gebildet hatte.[73] Am 16. August 2020 schwächte sich der Sturm zunächst wieder zum tropischen Tief ab[74] und löste sich einige Stunden später auf.[75]

Tropischer Sturm KyleBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 14. August – 16. August
Intensität 45 kn (85 km/h) (1-minütig), 1000 hPa

Am 14. August 2020 bildete sich vor der US-Ostküste, ca. 185 Meilen südöstlich von Atlantic City, der tropische Sturm Kyle. Kyle ist der früheste K-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen; der bisherige Rekord wurde von Hurrikan Katrina gehalten, der sich am 24. August 2005 gebildet hatte. Kyle entstand mehr als 3 Monate früher als typische K-Stürme. Im langjährigen Durchschnitt bildet sich der elfte benannte Sturm erst am 23. November, kurz vor dem offiziellen Ende der Hurrikansaison.[76] Kyle zog anschließend weiter nach Nordosten und stellte keine Gefahr für das amerikanische Festland dar. Am 16. August wurde er außertropisch.[77]

Hurrikan LauraBearbeiten

Kategorie-4-Hurrikan
   
Dauer 20. August – 29. August
Intensität 130 kn (240 km/h) (1-minütig), 937 hPa

VerlaufBearbeiten

Am 20. August 2020 (0300 UTC) bildete sich im zentralen tropischen Atlantik das Tropische Tief Dreizehn.[78] Am 21. August wurde das System, das sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der Kleinen Antillen befand, zum tropischen Sturm Laura erklärt. Laura ist der frühste L-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen. Für Puerto Rico, die Amerikanischen Jungferninseln, die Turks- und Caicosinseln sowie Teile der Antillen und der Bahamas wurde eine Tropensturmwarnung herausgegeben.[79]

Anschließend zog Laura über Hispaniola und Kuba in den Golf von Mexiko. Dort verstärkte sie sich zum Hurrikan.[80] In der Nacht vom 25. auf den 26. August begann sich Laura rapide zu intensivieren und verstärkte sich zu einem Hurrikan der dritten Kategorie, später am Tag zu einem Hurrikan der Kategorie vier.[81] Am frühen Morgen des 27. August traf Laura bei Cameron (Louisiana) in der Nähe der Grenze zwischen Texas und Louisiana mit Windgeschwindigkeiten von 240 km/h, knapp unterhalb der Schwelle zum Kategorie-5-Hurrikan, auf Land. Nach dem Landfall schwächte sich Laura in mehreren Schritten zum Tropischen Sturm ab, als sie weiter nach Norden in Richtung Arkansas zog.[82] Dort schwächte sie sich schließlich am Abend des 27. August zu einem tropischen Tief ab.[83]

Laura ist nach Windgeschwindigkeit der fünftstärkste Sturm, der seit Beginn der Aufzeichnungen das US-Festland traf und zusammen mit dem Last-Island-Hurrikan von 1856 der stärkste Landfall in Louisiana. Zudem hält sie gemeinsam mit Hurrikan Karl aus dem Jahr 2010 den Rekord für die schnellste Intensivierung eines Sturms in Golf von Mexiko. Beide Stürme intensivierten sich binnen 24 Stunden um 65 Meilen pro Stunde (ca. 105 km/h). Laura ist zudem bereits der siebte benannte Sturm, der im Jahr 2020 auf die US-Küste traf, was zu diesem Zeitpunkt in der Saison ebenfalls einen neuen Rekord darstellt. Die meisten Landfälle weist die Atlantische Hurrikansaison 1916 auf, die bis zu ihrem Ende insgesamt neun Landfälle verzeichnete.[84]

FolgenBearbeiten

KaribikBearbeiten
 
am 24. August zwischen Jamaika und Kuba

Für die Dominikanische Republik, Haiti und Kuba wurden zwischen 4 und 8 Zoll Regen (ca. 100 bis 200 Liter/m²) erwartet, lokal bis zu 12 Zoll (300 Liter/m²), wodurch Gefahr für Überflutungen und Schlammlawinen bestand. Für die Turks und Caico-Inseln, die südöstlichen Bahamas, Jamaika und die Florida Keys wurde mit 1–3 Zoll Regen (25 bis 75 Liter/m²) gerechnet.[85]

In Haiti, wo schon vor Eintreffen des Sturms Katastrophenalarm ausgelöst worden war, kam es laut National Hurricane Center zu „sintflutartigen Regenfällen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen“. In der Dominikanischen Republik kam es ebenfalls zu Überschwemmungen und zudem zu großen Stromausfällen, von denen mehr als eine Million Menschen betroffen waren.[86] Zudem waren in der Dominikanischen Republik mehr als 100.000 Menschen ohne Wasserversorgung. In Puerto Rico litten mehr als 200.000 Menschen an Stromausfällen.[87]

Mindestens 31 Menschen kamen in Haiti ums Leben, acht wurden mit Stand 29. August noch vermisst. In der Dominikanischen Republik kamen vier Menschen durch den Sturm ums Leben.[88]

In Kuba, über das Laura als schwerer Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 105 km/h zog, beschädigte sie mehr als 2.000 Wohngebäude. Zudem kam es zu großflächigen Stromausfällen und Ausfällen von Mobilfunk und Internet. Mehr als 435.000 Menschen wurden vor Eintreffen des Sturms evakuiert. Todesfälle infolge des Sturms gab es auf Kuba nicht.[89]

Vereinigte StaatenBearbeiten
 
Von Laura schwer beschädigtes Hochhaus.
 
Verwüsteter Straßenzug.
 
Nationalgarde bei Aufräumarbeiten nach Durchzug von Hurrikan Laura.

In den Vereinigten Staaten wurden Hurrikan-Warnungen für Teile der Küsten von Texas bis Louisiana herausgegeben, unter anderem auch für Teile der Großstadt Houston.[90] Erwartet werden neben den hohen Windgeschwindigkeiten, die im Bereich der Eyewall mehr als 190 km/h betragen können, zwischen 125 und 250 Liter Regen/m², lokal bis zu 450 l/m², die zu großflächigen Sturzfluten und Überschwemmungen führen können. Zudem warnte das National Hurricane Center vor einer fünf bis etwa sieben Meter über normal liegenden, „nicht zu überlebenden“ Sturmflut, die möglicherweise mit der normalen Flut zusammen auftreffen und aufgrund des flachen Geländes vor Ort bis etwa 65 km ins Landesinnere vordringen könnte. Befürchtet wird ebenfalls eine weitgehende Umgestaltung der empfindlichen, vor allem aus Sand bestehenden Küstenlandschaft samt der Zerstörung von im Zugpfad des Sturmes befindlichen Ortschaften.[81]

In mehreren Dutzend texanischen Counties wurde bereits vor Eintreffen von Laura der Katastrophenfall ausgerufen. Mehr als eine halbe Million Menschen in küstennahen, flachen Regionen in den beiden Bundesstaaten wurden zur Evakuierung aufgefordert.[91] Die Evakuierungen in Louisiana waren die größten seit Hurrikan Gustav im Jahr 2008.[92] Ebenfalls evakuiert wurden 310 Ölbohrplattformen vor der US-Golfküste; zudem wurden verschiedene Erdölraffinerien sowie ein Flüssigerdgas-Terminal vorübergehend stillgelegt und bei weiteren Raffinerien Vorbereitungen dazu getroffen.[93] In der von Laura betroffenen Region liegen etwa 45 % der US-Raffineriekapazitäten und 17 % der Erdölförderkapazitäten.[94]

In Louisiana wurde die komplette Nationalgarde einberufen.[81]

Laura verursachte auf ihrem Weg nach Landfall schwere Verwüstungen durch die hohen Windgeschwindigkeiten, die sie mitbrachte. In Lake Charles, das direkt auf ihrer Zugbahn lag, verursachte sie schwere Schäden an Gebäuden, ließ Fensterscheiben zerbersten und knickte Bäume um. Zudem zog Laura durch eine stark industriell geprägte Region mit vielen Unternehmen aus der Petrochemie- und Erdölindustrie, deren Anlagen bei Beschädigungen eine Vielzahl von Schadstoffen freisetzen können und damit eine Gefahr für umliegende Siedlungen darstellen, in denen häufig finanziell benachteiligte Minderheiten leben. In Westlake verursachte Laura ein Feuer in einer Chemiefabrik, die große Menge von Chlor verwendet. Aufgrund austretenden Chlors und des „chemischen Feuers“ wurde u. a. ein Gefahrgutalarm ausgelöst und Anwohner angewiesen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.[82]

Laura brachte ebenfalls eine erhebliche Sturmflut mit sich, die aber ihren stärksten Effekt in einem Teil Louisianas hatte, wo es vor allem weitgehend unbesiedelte Feuchtgebiete gibt.[95] Eine nachträgliche Analyse ergab, dass die Sturmflut eine Höhe von mindestens 17,2 Fuß über Boden (etwa 5,2 m) bzw. mehr als 20 Fuß (> 6 m) über dem Meeresspiegel erreichte. Dies ist eine der zehn höchsten Werte, die jemals im Golf von Mexiko gemessen wurden. Erreicht wurde diese Höhe bei Rutherford Beach, nur wenige Kilometer östlich des Calcasieu River, der der Sturmflut einen direkten Zugang zu Port Arthur erlaubt hätte.[96] Da sie westlich der Zugbahn lagen kamen die in Texas gelegenen Städte Port Arthur und Beaumont mit überschaubaren Schäden wie beschädigten Dächern und umgeknickten Bäumen durch den Sturm.[95] In Lake Charles wurde darüber hinaus ein Wetterradar zerstört. Zudem waren mehr als 910.000 Menschen von Stromausfällen betroffen.[97]

Im Bereich der Zugbahn wurden zudem auch im Binnenland Warnungen vor Tornados und Sturzfluten infolge von Starkniederschlägen herausgegeben. Letztere gelten u. a. für Teile von Arkansas, Missouri, Kentucky, Tennessee, Mississippi und Alabama.[98]

Ersten Schätzungen zufolge (Stand 28. August 2020) verursachte der Hurrikan, obwohl er in den USA nur relativ gering besiedelte Regionen traf, Schäden von mehr als 10 Mrd. Dollar[99]; andere Quellen nennen eine mögliche Schadenssumme zwischen 25 und 30 Mrd. Dollar.[97] Mindestens 32 Menschen kamen in Texas und Louisiana ums Leben.[100]

Wenige Tage nach dem Landfall trat in den vom Sturm betroffenen Teilen Louisianas eine massive Hitzewelle auf mit Temperaturen über 40 °C bei einer körperlich nur schwer zu ertragenden Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 %. Diese verstärkte die Auswirkungen des Sturms, da zu diesem Zeitpunkt weiterhin Hunderttausende Menschen ohne Strom für Klimaanlagen waren und aufgrund beschädigter Wasserinfrastruktur keinen Zugang zu Leitungswasser hatten.[101] Am 20. September waren weiterhin mehr als 30.000 Menschen ohne Strom und ohne Zugang zu einer funktionierenden Wasserversorgung.[102] Noch Anfang Oktober, mehr als einen Monat nach Landfall von Laura, wurden in den USA noch mindestens 13.000 Bedürftige gezählt, die aufgrund des Hurrikans in Hotels leben mussten. Zu diesem Zeitpunkt galt für weite Teile von Cameron Parish weiterhin eine verpflichtende Evakuierungsanordnung.[92]

Nach Durchzug des Sturms und den damit einhergehenden starken Regenfällen kam es in Louisiana zu einer Massenvermehrung von Stechmücken, die in großen Schwärmen Nutztiere stachen. Mehrere Hundert Rinder sowie einige Pferde starben direkt am Blutverlust nach einer Vielzahl von Stichen sowie indirekt durch Erschöpfung nach Flucht vor den Schwärmen.[103]

Hurrikan MarcoBearbeiten

Kategorie-1-Hurrikan
   
Dauer 20. August – 25. August
Intensität 65 kn (120 km/h) (1-minütig), 991 hPa

Am 20. August 2020 bildete sich in der westlichen Zentralkaribik das Tropische Tief Vierzehn.[104] Am späten Abend des 21. August wurde das Tief, das sich zu dem Zeitpunkt in der Nordwestkaribik befand, zum Tropischen Sturm Marco hochgestuft. Marco ist der früheste M-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[105] Marco zog anschließend in den Golf von Mexiko und auf die US-Küste. Für Teile Mexikos nahe Cancun wurde eine Hurrikanwarnung herausgegeben.[106]

Am 23. August wurde Marco zum Hurrikan heraufgestuft.[107] Einige Stunden später schwächte er sich wieder zum Tropensturm ab.[108] Am Abend des 24. August traf er als schwacher Tropensturm in Louisiana, nahe der Mündung des Mississippi River, auf Land.[109] Kurz darauf wurde er westwärts ziehend am 25. August mit weiter fallenden Windgeschwindigkeiten zu einem posttropischen Sturm erklärt.[110]

Tropischer Sturm OmarBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 31. August – 5. September
Intensität 35 kn (65 km/h) (1-minütig), 1003 hPa

Am 31. August 2020 bildete sich vor der Küste Carolinas das Tropische Tief Fünfzehn. Es wurde erwartet, dass das Tief sich zu einem Tropischen Sturm entwickeln würde. Dieser sollte auf den offenen Atlantik ziehen, ohne auf Festland zu treffen.[111] Am Abend des 1. September wurde das Tief zum Tropischen Sturm Omar erklärt.[112] Omar ist der früheste fünfzehnte Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen. Zuvor hatten sich bis zum 1. September nie mehr als 12 Stürme gebildet. Den bisherigen Rekord hielt der Hurrikan Ophelia, der am 7. September 2005 zum tropischen Sturm erklärt wurde.[113] Am Abend des 2. September wurde Omar wieder zu einem tropischen Tief herabgestuft.[114]

Hurrikan NanaBearbeiten

Kategorie-1-Hurrikan
   
Dauer 1. September – 4. September
Intensität 65 kn (120 km/h) (1-minütig), 994 hPa

Am 1. September 2020 begann das National Hurricane Center Meldungen zum Potentiellen Tropischen Sturm Sechzehn herauszugeben, der in der Karibik entstanden war. Das System hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Sturmstärke, aber noch keine geschlossene Zirkulation.[115] Nachdem sich dies geändert hatte, wurde es noch am gleichen Tag zum Tropischen Sturm Nana erklärt. Für Teile von Honduras und Belize wurde eine Sturmwarnung herausgegeben.[116] Nana ist der frühste N-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[117]

In der Nacht vom 2. auf den 3. September 2020 verstärkte sich Nana zu einem Hurrikan der Kategorie 1. Kurz darauf traf er in Belize mit Windgeschwindigkeiten von 120 km/h auf Land. Gewarnt wurde vor schweren Regenfällen, Erdrutschen und gefährlichen Sturmfluten in Honduras, Guatemalas und dem Südosten Mexikos. In Belize forderte die Regierung Anwohner betroffener Küstenabschnitte auf, sich in Sicherheit zu bringen. Mehr als 1100 Menschen wurden dort in Notunterkünften untergebracht, wo aufgrund der Covid-19-Pandemie Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten.[118] Da Nana ein vergleichsweise kleiner Sturm war und Hurrikanbedingungen nur in einem Radius von ca. zehn Meilen (rund 16 Kilometer) um das Zentrum des Landfalls auftraten, wurde damit gerechnet, dass sie Schäden vor allem durch schwere Niederschläge bis ca. 200 Litern pro Quadratmeter auslöst, während die Auswirkungen durch Wind und Sturmflut als überschaubar beurteilt wurden.[119]

Nach dem Landfall schwächte sich Nana wieder zu einem tropischen Sturm ab[120] und wurde noch am selben Tag zu einem tropischen Tief.[121] Am Morgen des 4. September löste sich das Tief auf.[122]

Hurrikan PauletteBearbeiten

Kategorie-2-Hurrikan
   
Dauer 7. September – 23. September
Intensität 90 kn (165 km/h) (1-minütig), 965 hPa

Am Morgen des 7. September 2020 (UTC) bildete sich im zentralen Atlantik ein tropisches Tief Siebzehn.[123] Noch am selben Tag wurde es nach einer Verstärkung zum Tropischen Sturm Paulette erklärt.[124] Paulette ist der am frühesten aufgetretene sechzehnte benannte Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[125] Gegen 3:00 Uhr UTC am 13. September erreichte Paulette Hurrikanstärke.[126]

Am 14. September traf Paulette als Kategorie-1-Hurrikan direkt auf Bermuda. Nahezu die ganze Insel lag im Auge des Sturms, der sich beim Durchzug weiter zu einem Hurrikan der Kategorie 2 intensivierte. Es kam zu keinen größeren Schäden, allerdings fiel bei 20.000 Kunden der Strom aus.[127] Am 16. September wandelte sich Paulette, die zu diesem Zeitpunkt noch immer Windgeschwindigkeiten mit Hurrikanstärke aufwies, zu einem posttropischen System um.[128] Das NHC beobachtete das System weiterhin und stufte es am 22. September gegen 3:00 Uhr UTC erneut als Tropischen Sturm ein.[129] Am 23. September wurde Paulette dann wieder zu einem posttropischen Sturm.[130]

Tropischer Sturm ReneBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 7. September – 14. September
Intensität 45 kn (85 km/h) (1-minütig), 1000 hPa

Am 7. September 2020 bildete sich nahe der afrikanischen Küste, östlich der Kapverden, das Tropische Tief Achtzehn.[131] Am Abend des gleichen Tages wurde das Tief zum Tropischen Sturm Rene heraufgestuft. Für die Kapverdischen Inseln, die auf der Zugbahn lagen, wurde eine Tropensturmwarnung herausgegeben. Neben Winden von Tropensturmstärke werden Niederschläge in Höhe von etwa 50 bis 125 Litern pro Quadratmeter erwartet.[132] Rene ist der früheste R-Sturm der Geschichte, er übertraf damit den vorherigen Rekordhalter Rita, der sich am 18. September 2005 zum benannten Sturm entwickelt hatte.[133] Am 12. September schwächte sich Rene im offenen Atlantik wieder zum tropischen Tief ab.[134] Am 14. September löste sich Rene auf.[135]

Hurrikan SallyBearbeiten

Kategorie-2-Hurrikan
   
Dauer 11. September – 17. September
Intensität 90 kn (165 km/h) (1-minütig), 968 hPa

VerlaufBearbeiten

Am 10. September um 0:00 Uhr UTC begann das NHC, ein Gebiet mit gestörtem Wetter über den Bahamas auf mögliche Entwicklungen zu überwachen. In den darauffolgenden Stunden nahm die Konvektion rasch zu und wurde besser organisiert. Sie bildete ein weites Gebiet mit niedrigem Druck. Am 11. September um 21:00 Uhr UTC wurde das System als Tropisches Tief Neunzehn klassifiziert.[136] Am 12. September gegen 6:00 Uhr UTC traf das System im südlichen Florida auf Land.[137] Nachdem es in Florida starke Regenfälle verursacht hatte wanderte es in den Golf von Mexiko, wo es am Abend des 12. September zum Tropischen Sturm Sally heraufgestuft wurde. Sally ist der frühste benannte achtzehnte Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[138]

 
Das ausgedehnte helle Regengebiet nordwestlich von Kuba ist Sally, 4 weitere Tiefs am 14.9. im Atlantik

Am 14. September machte Sally eine rapide Intensivierung durch, bei der die Windgeschwindigkeit binnen kurzer Zeit von 55 Knoten auf 80 Knoten stieg. Dies entspricht einem starken Kategorie-1-Hurrikan.[139] Wenig später wurde sie nach weiterer Stärkung zum Hurrikan der Kategorie 2 erklärt. Zu diesem Zeitpunkt bewegte sich Sally mit geringer Geschwindigkeit von nur ca. 9 km/h auf die US-Golfküste von Ost-Louisiana, Mississippi und Alabama zu,[140] und später auf das Mississippi River Delta zu. Am 15. September schwächte sich der Sturm wieder geringfügig zum Kategorie-1-Hurrikan mit 140 km/h Windgeschwindigkeit ab.[141] Das zu diesem Zeitpunkt nicht mit einem Auge ausgeprägte Zentrum des Wirbelsturms stand am Abend des 15. September im Mississippi Sound östlich der Flussmündung des Pearl Rivers nahe der Mobile Bay, wobei sich mehrere wechselnde Sturmzentren mit Gewittern ausbildeten. Anschließend intensivierte sich der Hurrikan wieder zu Hurrikan der Kategorie 2.[142] Die plötzliche und unerwartete Verstärkung wird mit dem Durchzug von Hurrikan Marco einige Wochen früher in Verbindung gebracht. Einen ähnlichen Effekt hatte 2018 bei Hurrikan Michael gegeben, der sich in Küstennähe unerwartet zu einem Kategorie-5-Hurrikan entwickelt hatte.[143]

Am Mittwoch, den 16. gegen 11 Uhr (UTC) traf Sally als Kategorie-2-Hurrikan mit einer Zuggeschwindigkeit von 5 km/h und Windgeschwindigkeiten von 165 km/h bei Gulf Shores auf die Küste.[144] Der Ort des Landfalls war dabei nahezu der gleiche wie der von Hurrikan Ivan, der auf den Tag genau 16 Jahre zuvor als Kategorie-3-Hurrikan die Region getroffen hatte. Nach Landfall schwächte sich Sally zu einem tropischen Sturm ab.[145]

Am 17. September wurde Sally zu einem posttropischen System, produzierte aber weiterhin schwere Regenfälle auf seinem Weg über den Südosten der USA.[146]

FolgenBearbeiten

Sally verursachte schwere Regenfälle auf den Florida Keys. In Key West fielen am 12. September mehr als 11 Zoll Regen (> 375 Liter pro Quadratmeter), auf Islamorada etwa 300 Liter pro Quadratmeter. Dadurch wurden u. a. Straßen überflutet, zudem liefen Häuser voll Wasser. Behörden riefen dazu auf, möglichst sparsamen Gebrauch von Toilettenspülungen, Duschen und Waschmaschinen zu machen, um die Kanalisation nicht weiter zu belasten.[147]

Während der Sturm nordwärts zog, wurden Flutwarnungen für die Westküste Floridas herausgegeben. Erwartet wurden dort zwischen 50 und 100 Litern Regen pro Quadratmeter.[138] Für Teile der US-Golfküste wurde eine Hurrikanwarnung herausgegeben. Das National Hurricane Center warnte neben den starken Winden mit Orkanstärke vor einer bis etwa drei Meter hohen Sturmflut. Zudem warnte es angesichts der sehr langsamen Zuggeschwindigkeit von Sally vor enormen Regenmengen in Höhe von 250 bis 500 Litern pro Quadratmeter in Teilen von Mississippi, Alabama, Georgia und North- und South Carolina. Lokal seien auch 750 Liter/m² möglich. Diese würden wahrscheinlich zur nennenswerten Überflutung von Städten, Sturzfluten sowie großflächig über die Ufer tretenden Flüssen führen. In manchen Regionen seien „historische lebensbedrohliche Überflutungen“ wahrscheinlich.[141]

Aufgrund der erwarteten Regenmassen in Kombination mit der Sturmflut wurde Sally, obwohl nur ein Kategorie-1-Hurrikan, als äußerst gefährlich eingestuft. Bereits am 15. September, noch deutlich vor dem Landfall, begannen schwere Regenfälle.[148] Parallel kam Sally weitgehend zum Stillstand und bewegte sich nur noch mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 km/h auf Land zu. Dieses Phänomen, das zu gewaltigen Regenfällen an gleicher Stelle führen kann, wurde z. B. auch schon 2017 bei Hurrikan Harvey beobachtet, der auf diese Weise katastrophale Überflutungen in Houston und Umgebung verursachte.[149]

Die Gouverneure von Louisiana, Mississippi, Florida und Alabama riefen den Notstand aus.[150]

Sally verursachte insbesondere in Alabama, dem Florida Panhandle und im Südwesten Georgias schwere Schäden. In Alabama und Florida waren rund 500.000 Menschen ohne Strom. In den am stärksten betroffenen Regionen an der Küste Alabamas sowie dem Nordwesten Floridas fielen bis zum Abend des 16. September zwischen 50 und 75 cm Niederschlag (500 bis 750 Liter pro Quadratmeter). Straßenzüge waren überflutet, Gebäude standen unter Wasser und wurden durch die hohen Windgeschwindigkeiten beschädigt.[145]

Schwer getroffen wurde die Stadt Pensacola, die eine etwa zwei Meter hohe Flutwelle erlitt, die dritthöchste der dortigen Geschichte. In der Region Pensacola fielen zudem mehr als 600 Liter Regen. In der Naval Air Station Pensacola wurden alleine bis zum Morgen 25 Zoll Regen (ca. 625 Liter/m²) gemessen, bei Fort Walton Beach etwa 675 Liter. In Escambia Bay wurde eine im Bau befindliche Brücke zerstört, als eine Montagebarge gegen sie gedrückt wurde und ein Kran auf sie fiel. Zudem wurden viele Bäume entwurzelt oder abgeknickt. In Baldwin County kam es laut Behörden zu „großen bis katastrophalen Überflutungen“ und einer „extrem gefährlichen Lage“. Viele Straßen waren überflutet und unpassierbar. Menschen und Tiere mussten vor den Wassermassen gerettet werden, nachdem über Nacht teilweise 100 Liter Regen pro Stunde gefallen waren und insgesamt 600 Liter Niederschlag und darüber aufgetreten waren.[145]

In Escambia County (Florida) mussten 377 Personen von Rettungskräften in Sicherheit gebracht werden. In Alabama kam mindestens eine Person ums Leben.[151]

Die Schäden werden auf 8 bis 10 Mrd. Dollar geschätzt.[152]

Hurrikan TeddyBearbeiten

Kategorie-4-Hurrikan
   
Dauer 12. September – 23. September
Intensität 120 kn (220 km/h) (1-minütig), 945 hPa

Am 12. September 2020 bildete sich im Atlantik das Tropische Tief Zwanzig.[153] Am 14. September wurde das Tief zum Tropischen Sturm Teddy heraufgestuft.[154] Teddy ist der früheste T-Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[155] Nachdem er eine Zeit lang als Kategorie 2 Hurrikan verbracht hatte, intensivierte er sich am 17. September zunächst zu einem Kategorie-3-Hurrikan[156] und wenige Stunden später zu einem Kategorie-4-Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von 220 km/h.[157] Teddy bewegte sich als schwerer Hurrikan Richtung Nordwesten und schwächte sich nach einigen Tagen wieder zu einem Kategorie 1 Hurrikan ab. Am 23. September 2020 um 0 Uhr UTC schloss er eine Umbildung zum posttropischen Sturm ab, die Windgeschwindigkeiten erreichten aber nominell immer noch Hurrikanstärke.[158]

Noch am gleichen Tag machte er als posttropischer Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 110 km/h Landfall in der kanadischen Provinz Nova Scotia, wo er Regenfälle mit lokal bis über 130 Liter pro Quadratmeter brachte. Aufgrund von umgestürzten Bäumen kam es zu Stromausfällen, von denen ca. 28.000 Menschen betroffen waren; davon hatten 16.000 Menschen nach ein paar Stunden wieder Strom.[159]

Tropischer Sturm VickyBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 14. September – 17. September
Intensität 45 kn (85 km/h) (1-minütig), 1002 hPa

Am 14. September bildete sich im Atlantik das Tropische Tief Einundzwanzig.[160] Wenige Stunden später wurde das Tief noch am gleichen Tag zum Tropischen Sturm Vicky erklärt.[161] Vicky ist der früheste benannte zwanzigste Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[127] Damit waren gleichzeitig 5 tropische Stürme im Atlantik bzw. angeschlossenen Meeren aktiv (Paulette, Rene, Sally, Teddy und Vicky), womit der bisherige Rekord der Hurrikansaison 1971 eingestellt wurde.[162]

Am 17. September schwächte sich Vicky zunächst zu einem Tropischen Tief ab[163] und löste sich ein paar Stunden später auf.[164]

Tropischer Sturm BetaBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 17. September – 23. September
Intensität 50 kn (95 km/h) (1-minütig), 994 hPa

Am 17. September 2020 bildete sich im Golf von Mexiko das Tropische Tief Zweiundzwanzig.[165] Am 18. September wurde das System zum Tropischen Sturm Beta.[166] Beta ist der zweite Sturm der Saison, bei dem das griechische Alphabet zur Namensgebung verwendet werden musste.

Der Sturm stellte verschiedene Rekorde auf: Beta ist der früheste benannte 23. Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen und zugleich der dritte benannte Sturm, der sich am 18. September 2020 bildete. Dies ist das erste Mal, dass das National Hurricane Center drei neue benannte Stürme an einem Tag verzeichnete. Zudem war Beta bereits der zehnte Sturm des Monats. So viele benannte Stürme hatte es zuvor in keinem September gegeben.[2]

Für Teile von Texas und Louisiana wurde eine Tropensturmwarnung herausgegeben. Erwartet wird, dass Beta dort aufgrund seiner langsamen Zuggeschwindigkeit neben einer bis etwa 1,5 Meter hohen Sturmflut schwere Regenfälle verursachen wird, darunter ebenfalls in Gebieten, die bereits einige Wochen zuvor schwer von Hurrikan Laura getroffen worden waren. Erwartet wurden Regenmengen zwischen 150 und 300 Liter pro Quadratmeter, im Bereich Houston und Galveston lokal bis ca. 375 Liter/m².[102]

Am 22. September gegen 4:00 Uhr UTC traf Beta an der Küste von Texas auf Land.[167] Beta ist der neunte benannte Sturm, der 2020 auf das US-amerikanische Festland traf; ein Rekord, der zuvor nur einmal im Jahr 1916 erreicht worden war. Bis zum Morgen (Ortszeit) hatte der Sturm, der anschließend zum tropischen Tief herabgestuft wurde, in manchen Regionen über 300 Liter Regen gebracht.[168] Am Morgen des 23. September löste sich Beta als tropisches System auf, brachte aber als posttropischer Zyklon weiterhin schwere Regenfälle über Teile von Texas, Louisiana und Mississippi.[169]

Tropischer Sturm WilfredBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 18. September – 21. September
Intensität 35 kn (65 km/h) (1-minütig), 1007 hPa

Am 14. September begann das NHC, ein Gebiet mit niedrigem Druck an der Küste Afrikas mit mittlerer Entwicklungschance zu verfolgen. Es zog langsam über den Ostatlantik und entwickelte sich am 18. September direkt zu einem tropischen Sturm.[170] Wilfred ist der früheste benannte einundzwanzigste Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[2] Am 20. September wurde Wilfred zu einem Tropischen Tief herabgestuft.[171] Am 21. September löste sich das System auf.[172]

Subtropischer Sturm AlphaBearbeiten

Subtropischer Sturm (SSHWS)
   
Dauer 18. September – 19. September
Intensität 45 kn (85 km/h) (1-minütig), 998 hPa

Um 6:00 Uhr UTC am 15. September begann das NHC, ein Gebiet mit niedrigem Druck zu verfolgen, das sich mit geringer Wahrscheinlichkeit der Entwicklung nach Südosten in die Nähe der Iberischen Halbinsel bewegte. Um 16:30 Uhr UTC am 18. September wurde das System als subtropischer Sturm Alpha klassifiziert.[173] Alpha ist der früheste 22. benannte Sturm, der östlichste benannte Sturm, der sich jemals im Atlantik gebildet hat und der erste, der in Portugal das Festland erreichte.[2] Zum zweiten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen reichte die ursprüngliche Namensliste nicht aus, sodass auf griechische Buchstaben zurückgegriffen werden musste. Gegen 18:30 Uhr UTC am 18. September traf Alpha in Portugal auf Land.[174] Dort löste er unter anderem neben Regenfällen und einer Sturmflut auch zwei Tornados aus.[2] Bereits am 19. September löste sich das System wieder auf.[175]

Tropischer Sturm GammaBearbeiten

Tropischer Sturm
   
Dauer 2. Oktober – 6. Oktober
Intensität 60 kn (110 km/h) (1-minütig), 983 hPa

Am 2. Oktober 2020 bildete sich in der Karibik, nördlich von Honduras, das Tropische Tief Fünfundzwanzig.[176] Am 3. Oktober um 0 Uhr UTC wurde das Tief zum Tropischen Sturm Gamma erklärt.[177] Gamma ist der am frühsten auftretende vierundzwanzigste benannte Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[178] Daraufhin intensivierte sich der Sturm deutlich und erreichte in Nähe der mexikanischen Küste annähernd Hurrikanstärke.[179] Für die Halbinsel Yucatan wurde eine Tropensturmwarnung herausgegeben. Das National Hurricane Center warnte vor schwere Regenfälle mit 250 bis 375 Liter/m² in Teilen Ostmexikos aber auch dem westlichen Teil Kubas, die lebensgefährliche Fluten auslösen können.[178] Am Abend des 3. Oktober traf der Sturm im Nordosten der Halbinsel Yucatan auf Land.[180] Am 5. Oktober wurde Gamma zu einem tropischen Tief[181] und am frühen Morgen (UTC) des 6. Oktober zu einer post-tropischen Zyklone.[182]

Der Sturm brachte Starkregen mit sich, es kam zu Erdrutschen und Überflutungen. Mindestens sechs Menschen kamen in Mexiko ums Leben. Im Bundesstaat Tabasco wurden mehr als 3400 Bürger evakuiert und in Noteinrichtungen untergebracht.[183]

Hurrikan DeltaBearbeiten

Kategorie-4-Hurrikan
   
Dauer 5. Oktober – 10. Oktober
Intensität 125 kn (230 km/h) (1-minütig), 954 hPa

Am 1. Oktober 2020 stellte der NHC eine tropische Welle in der östlichen Karibik mit einer möglichen Entwicklung zum Tropischen Sturm fest. Das System schlängelte sich bis zum 4. Oktober nach Westen, als das NHC es als Potenzielle Tropische Zyklone Sechsundzwanzig klassifizierte und um 21:00 UTC mit der Ausgabe von Hinweisen begann.[184] Am 5. Oktober organisierte sich das System zu einem Tropischen Tief[185], einige Stunden später am gleichen Tag zum tropischen Sturm. Damit ist Delta der frühste 25. benannte Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen; der vorherige Rekordhalter wurde am 15. November 2005 benannt.[186]

Am 6. Oktober um 0:00 Uhr UTC wurde Delta zum Hurrikan heraufgestuft.[187] In kurzer Zeit intensivierte sich Delta anschließend rapide bis zu einem Kategorie-4-Hurrikan. Insgesamt benötigte der Sturm nur rund 36 Stunden, um sich von einem tropischen Tief mit 40 Meilen pro Stunde bis zu einem Kategorie-4-Hurrikan mit 145 mph zu entwickeln. Dies ist die schnellste rapide Intensivierung vom tropischen Tief zu einem solchen Hurrikan, die jemals im Atlantik beobachtet wurde.[188]

Für Teile der Halbinsel Yucatan wurde eine Hurrikanwarnung herausgegeben. Am 7. Oktober gegen 9:45 Uhr UTC traf Delta mit Windgeschwindigkeiten von 175 km/h auf Land.[189] Im Nordosten Yucatáns traten Sturmfluten auf und es kam zu heftigen Regenfällen. Infolge der hohen Windgeschwindigkeiten stürzten Bäume und Strommasten um, zudem kam es zu lokal zu Überschwemmungen.[190]

Nach seinem Zug über Land schwächte sich Delta zu einem Kategorie-1-Hurrikan ab, zeigte später im Golf von Mexiko über Wasser aber wieder Zeichen der Verstärkung und wurde daraufhin wieder zu einem Hurrikan der Kategorie 2 heraufgestuft. Zugleich vergrößerte sich der zuvor relativ kleine Sturm deutlich.[191] Am Abend des 8. Oktober wurde Delta wieder zu einem Hurrikan der Kategorie 3 heraufgestuft.[192]

Am Abend des 9. Oktober befand sich Delta – nun wieder zu einem Kategorie-2-Hurrikan zurückgestuft – vor der Küste Louisianas. Erwartet wird, dass der Sturm nahe dem Landfall-Punkt von Hurrikan Laura an Land gehen wird, der Ende August als Kategorie-4-Hurrikan diesen Teil Louisianas verwüstet hatte. Da viele Gebäude, die durch Laura beschädigt wurden, noch nicht instand gesetzt sind und weiterhin viel Schutt und Trümmer vor Ort vorhanden sind, die durch den Sturm herumgewirbelt werden können, wird mit einer ungewöhnlich hohen Gefährdungslage durch Windeinwirkung gerechnet. Das National Hurricane Center prognostiziert zudem eine Sturmflut in Höhe von 7 bis 11 Fuß an Teilen der Küste (ca. 2 bis 3,50 m) und schwere Regenfälle, bei denen lokal bis etwa 375 Liter pro Quadratmeter fallen können, die Sturzfluten und Überschwemmungen auslösen können.[193]

Am 9. Oktober gegen 23:00 Uhr UTC machte der Sturm als Kategorie-2-Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von 155 km/h Landfall nahe Creole (Louisiana).[194] Der Ort liegt nur etwa 13 Meilen östlich von Cameron, wo Laura Ende August auf Land getroffen war. Delta ist der zehnte benannte Sturm, der 2020 auf das US-amerikanische Festland traf, womit das Jahr 2020 den Rekord für die meisten Landfälle in einer Saison brach. Der vorherige Höchstwert lag bei neun Landfällen in der Atlantischen Hurrikansaison 1916. Delta ist zugleich der erste mit griechischem Buchstaben benannte Sturm, der in den USA an Land ging.[195] Über Land schwächte sich Delta schnell zum Kategorie-1-Hurrikan ab. Noch am 10. Oktober wurde Delta erst zum tropischen Sturm, dann zum Tropischen Tief abgestuft und schließlich zur posttropischen Zyklone erklärt.[196]

Delta löste weitflächige Stromausfälle aus, von denen mehr als 760.000 Kunden betroffen waren. Für mehr als fünf Millionen Menschen im Bereich des unteren Mississippi wurden zudem Warnungen vor Sturzfluten herausgegeben.[197]

Hurrikan EpsilonBearbeiten

Kategorie-3-Hurrikan
   
Dauer 19. Oktober – 26. Oktober
Intensität 100 kn (185 km/h) (1-minütig), 951 hPa

Am 15. Oktober (UTC) berichtete das NHC erstmals über ein nichttropisches Tiefdruckgebiet südöstlich von Bermuda.[198] Die Wahrscheinlichkeit der Bildung eines tropischen Systems wurde kontinuierlich höher.[199] Am 19. Oktober wurde es als Tropisches Tief Siebenundzwanzig[200], kurze Zeit später als Tropischer Sturm Epsilon eingestuft.[201] Damit ist Epsilon der frühste 26. benannte Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[202]

Am 21. Oktober (UTC) erreichte Epsilon Hurrikanstärke[203] und wurde nach einer rapiden Intensivierung als starker Kategorie-2-Hurrikan eingestuft.[204] Epsilon ist der siebte Sturm der Saison, der sich rapide intensivierte. Zudem stellte er einen neuen Rekord auf: Nie zuvor machte ein Sturm so spät in der Hurrikansaison und so weit nördlich eine rapide Intensivierung durch. Binnen 24 Stunden wuchs seine Windgeschwindigkeit um 45 Knoten an.[205] Kurz darauf wurde Epsilon nach einer weiteren Verstärkung zu einem schweren Hurrikan der Kategorie 3 hochgestuft.[206] Nach einigen Stunden als schwerer Hurrikan schwächte sich Epsilon wieder zu einem Kategorie-1-Hurrikan ab. Am 26. Oktober verlor Epsilon seine tropischen Eigenschaften und wurde zu einer starken extratropischen Zyklone.[207]

Epsilon war ein vergleichsweise großer Hurrikan. Mit Stand 24. Oktober, als er ein Kategorie-1-Hurrikan war, traten Tropensturmbedingungen noch bis zu 650 km vom Zentrum entfernt auf.[208]

Hurrikan ZetaBearbeiten

Kategorie-2-Hurrikan
   
Dauer 24. Oktober –
Intensität 95 kn (175 km/h) (1-minütig), 970 hPa

Am 15. Oktober (UTC) berichtete das National Hurricane Center erstmals über ein Tiefdruckgebiet in der westlichen Karibik, bei dem eine geringe Wahrscheinlichkeit der Entwicklung zu einem tropischen System bestand.[209] Die Wahrschlichkeit erhöhte sich zunächst, fiel aber dann auf fast Null zurück.[210] Ab 21. Oktober erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit wieder,[211] und das System erreichte am 24. Oktober die Eigenschaften eines tropischen Tiefs, das sich zu diesem Zeitpunkt in der Karibik südlich von Westkuba befand.[212] Am frühen Morgen des 25. Oktober erreichte das System Sturmstärke und erhielt den Namen Zeta.[213] Zeta ist der frühste 27. benannte Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen.[214] Am 26. Oktober erreichte Zeta Hurrikanstärke.[215] Am 27. Oktober gegen 4:00 Uhr UTC traf das System nördlich von Tulum auf Land,[216] am Nachmittag (UTC) desselben Tages hatte es die Halbinsel Yucatán überquert.[217]

Am 28. Oktober 2020 machte der Sturm eine rapide Intensivierung durch und traf am Abend mit Windgeschwindigkeiten von 175 km/h, minimal unterhalb Kategorie-3-Stärke, bei Cocodrie (Louisiana) auf Land. Mit diesen Windgeschwindigkeiten ist Zeta einer der stärksten Hurrikans, der jemals so spät in der Hurrikansaison auf Land traf.[218] Zeta ist zugleich der fünfte benannte Sturm, der in der Saison 2020 Louisiana traf, und stellte damit einen neuen Rekord für den Bundesstaat auf. Der vorherige Rekord wurde von der Hurrikansaison 2002 mit vier Landfällen gehalten.[219]

Nach Landfall zog er Hurrikan über New Orleans hinweg. An einzelnen Küstenabschnitten in Louisiana wurde mit einer Flutwelle von 7 bis 11 Fuß (ca. 2 bis 3,3 m) gerechnet.[220] Nach seinem Zug über Louisiana und Mississippi schwächte sich das System am frühen Morgen des 29. Oktober (UTC) über Alabama wieder zum Tropischen Sturm ab.[221] Am Abend (UTC) desselben Tages verlor Zeta seine tropischen Eigenschaften und zog als Post-tropische Zyklone in nordöstlicher Richtung über den Atlantik.[222]

Zeta wirkte vor allem über seine Windgeschwindigkeit, während er aufgrund seiner hohen Zuggeschwindigkeit vergleichsweise wenig Niederschlag mitbrachte. Der Hurrikan warf Bäume um, beschädigte Gebäude und sorgte für großflächige Stromausfälle in mehreren Bundesstaaten. Insgesamt waren rund 2 Millionen Menschen in Louisiana, Georgia, Alabama, Mississippi und den Carolinas ohne Strom. Zudem verursachte er eine Flutwelle. Mindestens 3 Menschen starben.[223]

SturmnamenBearbeiten

Die nachfolgende Namensliste wurde für die tropischen und subtropischen Stürme verwendet, die sich 2020 im Nordatlantik bildeten. Falls davon für die Zukunft Namen gestrichen werden, gibt die World Meteorological Organization das im Frühjahr 2021 auf der 43. Sitzung des RA IV Hurricane Committee bekannt.[224] Die übrigen Namen werden 2026 wiederverwendet.[225] Diese Liste ist dieselbe wie die während der Saison 2014 verwendete.

  • Arthur
  • Bertha
  • Cristobal
  • Dolly
  • Edouard
  • Fay
  • Gonzalo
  • Hanna
  • Isaias
  • Josephine
  • Kyle
  • Laura
  • Marco
  • Nana
  • Omar
  • Paulette
  • Rene
  • Sally
  • Teddy
  • Vicky
  • Wilfred

Da in dieser Saison mehr als 21 benannte Stürme auftreten, erhalten die weiteren Stürme Namen des griechischen Alphabets.[226]

  • Alpha
  • Beta
  • Gamma
  • Delta
  • Epsilon
  • Zeta
  • Eta (unbenutzt)

SaisonverlaufBearbeiten

Diese Tabelle gibt eine Übersicht aller tropischen Tiefdrucksysteme im nördlichen Atlantischen Ozean. Sie nennt, Dauer, Namen, betroffene Landgebiete, Schadenssumme und Zahl der Opfer.

Name Dauer Spitzenklassifikation andauernde
Windgeschwigkeiten
Luftdruck betroffene Gebiete Schäden
(USD)
Tote Belege
Arthur 16. Mai bis 19. Mai Tropischer Sturm 95 km/h 991 hPa Florida, Bahamas, North Carolina, Bermuda minimal 0
Bertha 27. Mai bis 28. Mai Tropischer Sturm 85 km/h 1004 hPa Florida, Bahamas, South Carolina, North Carolina, Virginia, West Virginia, Pennsylvania mind. 200 Mio. 1
Cristobal 1. Juni bis 10. Juni Tropischer Sturm 95 km/h 992 hPa Guatemala, El Salvador, Belize, Mexiko, Nicaragua, Honduras mindestens 675 Mio. 2
Dolly 22. Juni bis 24. Juni Tropischer Sturm 85 km/h 1002 hPa keine 0
Eduoard 4. Juli bis 6. Juli Tropischer Sturm 75 km/h 1007 hPa Bermuda, Britische Inseln 0
Fay 9. Juli bis 11. Juli Tropischer Sturm 95 km/h 998 hPa Ostküste der Vereinigten Staaten, Neuengland ca. 350–400 Mio. ?
Gonzalo 21. Juli bis 25. Juli Tropischer Sturm 100 km/h 997 hPa Antillen, Trinidad und Tobago, Venezuela
Hanna 23. Juli bis 27. Juli Kategorie-1-Hurrikan 150 km/h 973 hPa Hispaniola, Kuba, Texas, Mexiko 485 Millionen mindestens 5
Isaias 30. Juli bis 5. August Kategorie-1-Hurrikan 140 km/h 987 hPa Dominica, Puerto Rico, Hispaniola, Turks- und Caicosinseln, Bahamas, Ostküste der Vereinigten Staaten, Kanada ca. 4,2 Mrd. mindestens 8 [63][67]
Zehn 31. Juli bis 2. August Tropisches Tiefdruckgebiet 55 km/h 1007 hPa Westafrika, Kapverdische Inseln keine 000000000000000.00000000000
Josephine 11. August bis 16. August Tropischer Sturm 75 km/h 1004 hPa keine keine 0
Kyle 14. August bis 16. August Tropischer Sturm 85 km/h 1000 hPa keine keine 0
Laura 20. August bis 29. August Kategorie-4-Hurrikan 240 km/h 937 hPa Antillen, Puerto Rico, Hispaniola, Jamaika, Kuba, Yucatán, Florida Keys, Texas, Louisiana, Arkansas > 8.9 Mrd. 67
Marco 20. August bis 25. August Kategorie-1-Hurrikan 120 km/h 991 hPa Mexiko, Kuba, Louisiana 1
Omar 31. August bis 5. September Tropischer Sturm 65 km/h 1003 hPa keine keine 000000000000000.00000000000
Nana 1. September bis 4. September Kategorie-1-Hurrikan 120 km/h 994 hPa Jamaika, Cayman Islands, Honduras, Belize, Guatemala, Mexiko
Paulette 7. September bis 23. September Kategorie-2-Hurrikan 165 km/h 965 hPa Bermuda
Rene 7. September bis 14. September Tropischer Sturm 85 km/h 1000 hPa Westafrika, Kapverdische Inseln
Sally 11. September bis 17. September Kategorie-2-Hurrikan 165 km/h 968 hPa Bahamas, Florida, Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia 8–10 Mrd.
Teddy 12. September bis 23. September Kategorie-4-Hurrikan 220 km/h 945 hPa
Vicky 14. September bis 17. September Tropischer Sturm 85 km/h 1002 hPa
Beta 17. September bis 23. September Tropischer Sturm 95 km/h 996 hPa Mexiko
Wilfred 18. September bis 21. September Tropischer Sturm 65 km/h 1008 hPa
Alpha 18. September bis 19. September Subtropischer Sturm 85 km/h 999 hPa Portugal
Gamma 2. Oktober bis 6. Oktober Tropischer Sturm 110 km/h 983 hPa Mexiko, Kuba, Cayman Islands 000000000000006.00000000006
Delta 5. Oktober bis 10. Oktober Kategorie-4-Hurrikan 230 km/h 954 hPa Mexiko, Kuba, Cayman Islands, Texas, Louisiana, Mississippi
Epsilon 19. bis 26. Oktober Kategorie-3-Hurrikan 185 km/h 951 hPa
Zeta 24. Oktober bis Kategorie-2-Hurrikan 175 km/h 970 hPa Yucatán, Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia, North Carolina 000000000000003.00000000003
Saison insgesamt
28 Systeme seit 16. Mai 240 km/h 937 hPa > 23,8 Mrd. mind. 93

Siehe auchBearbeiten

Commons: 2020 Atlantic hurricane season – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

WeblinksBearbeiten

BelegeBearbeiten

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