Anna Rossinelli

Schweizer Singer-Songwriterin
Anna Rossinelli bei Radio Pilatus (Jan 2019)

Anna Rossinelli (* 20. April 1987 in Basel) ist eine Schweizer Singer-Songwriterin. Sie vertrat die Schweiz beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf.

LebenBearbeiten

Ihre erste Bühnenerfahrung machte Rossinelli im Alter von 13 Jahren. Ein Jahr später gründete sie ihre erste A-cappella-Band und es folgten Auftritte mit verschiedenen weiteren Bands. Später nahm sie Unterricht an der Jazzschule Basel (Musikschule Basel), wo neben Gesang, Musiktheorie und Gehörbildung auch Klavierunterricht zum Lehrplan gehörte. 2010 verbrachten Rossinelli mit Georg Dillier zur musikalischen und sprachlichen Weiterbildung ein halbes Jahr in New York City.

Neben ihrer musikalischen Ausbildung absolvierte Rossinelli eine Lehre als Fachfrau Betreuung, Fachrichtung Behindertenbetreuung. Zudem arbeitete sie als Model für Unterwäsche des Labels Tarzan sowie als Kellnerin[1] und betreibt in einer Basler Badi am Rhein den Kiosk.[2]

Rossinelli war zwölf Jahre mit Georg Dillier, dem Bassisten der Band, zusammen. Sie trennten sich 2015 machen jedoch weiterhin gemeinsam Musik in der Band.[3]

In der dritten Staffel der Sendung The Voice of Switzerland, welche vom 27. Januar bis 6. April 2020 ausgestrahlt wurde, war sie einer der vier Coaches.

MusikBearbeiten

Im Herbst 2008 formierte sich das Pop-Soul-Trio Anne Claire mit Anna Rossinelli als Sängerin, dem Gitarrist und Schlagzeuger Manuel Meisel (* 1983 in Basel) und dem Bassist Georg Dillier (* 1982 in Basel). Das Trio machte eine Strassenmusik-Tour durch Europa und nennt sich seit 2010 Anna Rossinelli.[4]

Eurovision Song ContestBearbeiten

 
Rossinelli mit ihrer Band beim Eurovision Song Contest

Für die Vorausscheidung des Schweizer Fernsehens für den Startplatz der Schweiz am Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf bewarb sich Rossinelli mit der Ballade In Love for a While (Text und Musik: David Klein). Sie schaffte den Sprung in die Entscheidungsshow am 11. Dezember 2010 in Kreuzlingen, wo sie sich gegen elf Konkurrenten durchsetzte. Vor der Show galt sie bei den Experten als Aussenseiterin. Während der Sendung erhielt sie von der Jury jedoch die besten Kritiken.[5]

Am 10. Mai 2011 trat sie beim Song Contest in Düsseldorf im ersten Halbfinale an. Zum ersten Mal seit 2006 gelangte jemand aus der Schweiz in das Finale des Wettbewerbs. Dort landete Rossinelli, die gemeinsam mit ihrer Band auftrat, jedoch nur auf dem 25. und damit letzten Platz. Der Beitrag erhielt nur 19 Punkte: Von Grossbritannien (10), Serbien (5) und der Slowakei (4).

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  CH
2011 Bon voyage CH10
(10 Wo.)CH
2013 Marylou CH1
(9 Wo.)CH
2014 Marylou Two CH7
(8 Wo.)CH
2015 Takes Two to Tango CH7
(9 Wo.)CH
2019 White Garden CH1
(7 Wo.)CH

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  CH
2011 In Love for a While
CH3
(4 Wo.)CH
2013 Let It Go
Marylou
CH26
(7 Wo.)CH
2014 Shine in the Light
CH4
(8 Wo.)CH
2019 Hold Your Head Up
White Garden
CH88
(1 Wo.)CH

Weitere Singles

  • 2015: Bang Bang Bang

GastbeiträgeBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  CH
2020 Victoria Line CH19
(7 Wo.)CH
Pegasus feat. Anna Rossinelli

WeblinksBearbeiten

Commons: Anna Rossinelli – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Philippe Amrein: Die Stimmbänder der Nation. In: Basler Zeitung, 14. Mai 2011. Abgerufen am 18. Juli 2019. 
  2. «Ich lebe bescheiden.» In: Coopzeitung, 8. Juli 2019
  3. Anna Rossinelli über ihr neues Album: «Wir mussten die Trennung verarbeiten.» In: Aargauer Zeitung, 16. Januar 2019
  4. Biografien auf der Website von Anna Rossinelli, abgerufen am 31. Januar 2020
  5. Anna singt für die Schweiz, pbe/sda, 11. Dezember 2010. In: Basler Zeitung.
  6. a b c Chartquellen: CH