Zen

Strömung des Mahayana-Buddhismus
Zen
Enso.svg
Ensō (円相, „Kreisbild“) als Symbol u. a. der Leerheit und Erleuchtung
Chinesische Bezeichnung
Langzeichen
Kurzzeichen
Pinyin Chán
Wade-Giles ch’an
Jyutping Sim4
Kantonesisch Sim
Vietnamesische Bezeichnung
Hán tự
Quốc Ngữ Thiền
Koreanische Bezeichnung
Hangeul
Hanja
McCune-Reischauer Sŏn
Revidierte Romanisierung Seon
Japanische Bezeichnung
Kanji
Kana ぜん
Kana セン
Rōmaji Zen
Hepburn Zen/Sen

Der Zen-Buddhismus, kurz Zen ([zɛn, auch t͜sɛn]; chinesisch Chan, koreanisch Seon, vietnamesisch Thiền), ist eine Strömung des Mahayana-Buddhismus. Das grundlegende Charakteristikum dieser buddhistischen Strömung ist die Meditation. Der Zen-Buddhismus wird daher gelegentlich auch als Meditations-Buddhismus bezeichnet.

Der Zen-Buddhismus entstand ab etwa dem 5. Jahrhundert in China als Chan-Buddhismus. In seiner Anfangszeit wurde er wesentlich vom Daoismus beeinflusst. Über Mönche verbreitete er sich in die Anrainer Chinas. Es entstanden unter anderem eine koreanische (Seon, korean. 선) und eine vietnamesische Tradition (Thiền, vietnam. 禪). Ab dem 12. Jahrhundert gelangte Chan nach Japan und erhielt dort als Zen eine neue Ausprägung (siehe auch Zen-Buddhismus in Japan). Diese gelangte ab dem 20. Jahrhundert in wiederum neuer Interpretation in den Westen. Die in Europa und den USA verwendete Terminologie zum Zen stammt daher zum großen Teil aus dem Japanischen. Aber auch koreanische, vietnamesische und chinesische Schulen erlangten in jüngerer Zeit Einfluss im westlichen Kulturkreis.

WortherkunftBearbeiten

Der chinesische Begriff „Chan“ (chinesisch , Pinyin Chán) stammt von dem Sanskritwort Dhyana (ध्यान), das als Chan’na (禪那, Chán’nà) ins Chinesische übertragen wurde. Dhyana bedeutet so viel wie „Zustand meditativer Versenkung“.

SelbstverständnisBearbeiten

Der Zen-Buddhismus lässt sich seit der Song-Zeit durch die Zeilen charakterisieren:

„1. Eine besondere Überlieferung außerhalb der Schriften,
2. unabhängig von Wort und Schriftzeichen:
3. unmittelbar des Menschen Herz zeigen, -
4. die (eigene) Natur schauen und Buddha werden.“

Bodhidharma zugeschrieben[1]

HintergrundBearbeiten

Die vier Verse wurden gemeinsam als Strophe erstmals 1108 in dem Werk Zǔtíng Shìyuàn (祖庭事苑) von Mùān Shànqīng (睦庵善卿) Bodhidharma zugeschrieben. Einzeln oder in verschiedenen Kombinationen tauchten die Zeilen bereits früher im chinesischen Mahayana-Buddhismus auf. Die Zuschreibung an die legendenumwobene Gründerfigur sieht man heute als Festlegung des Selbstverständnisses nach einer Phase des Richtungsstreites.[2]

Der vierte Vers liest sich auf Japanisch als „kenshō jōbutsu“ (見性成佛). Die programmatische Aussage gilt als charakteristisch für Chan/Zen, erscheint erstmals aber bereits früher (um 500) in einem Kommentar (大般涅槃經集解) zum Nirvana-Sutra.[3]

LehreBearbeiten

Laut dem Zen-Buddhismus gibt es keine Gottheiten und auch sonst nichts Übernatürliches. Zen ist damit per Definition kein Glaube. Dieses komplette Fehlen von Glaube und Transzendenz unterscheidet ihn radikal von den bekannten Religionen.

Im Zen wird oft gesagt, dass Zen „nichts“ biete: keine Lehre, kein Geheimnis, keine Antworten. In einem Kōan (公案) spricht der Zen-Meister Ikkyū Sōjun (一休宗純) zu einem Verzweifelten:

„Ich würde gerne irgendetwas anbieten,
um Dir zu helfen,
aber im Zen haben wir überhaupt nichts.“

Ikkyū Sōjun, 1394–1481

Dahinter steckt aber tatsächlich eine Lehre, nämlich unter anderem die, dass jegliches Wollen unglücklich macht. Um Erleuchtung zu erlangen, muss man sich sowohl von seinen offensichtlichen Trieben lösen (z. B. Drang nach materiellem Besitz oder sozialem Status) als auch von abstrakteren Wünschen, wozu eben auch der Wunsch nach Erkenntnissen gehört oder (paradoxerweise) der Wunsch nach Erleuchtung.

Möglich ist das durch die Aufhebung der Trennung von Innenwelt und Außenwelt. Die Anhaftung an die Illusion eines vom Rest der Welt getrennten Ich verursacht nur immer wieder neues Leiden (Dukkha). Man sollte daher aufhören, sich mit diesem Ich zu identifizieren – und auch sonst an nichts „festhalten“: keinen Dingen, keinen Überzeugungen, keinen Gedanken. Stattdessen sollte man „loslassen“, mit der Welt verschmelzen und sich auf den „Fluss der Dinge“ einlassen, ohne ihn bewerten oder gar lenken zu wollen. Dieses zen-buddhistische Ideal einer Erleuchtung ist kaum zu erreichen – wie überall im Buddhismus gilt aber auch im Zen-Buddhismus immer: „Der Weg ist das Ziel.“

Die zen-buddhistische Erleuchtung ist keine transzendente Erfahrung. Stattdessen wird man im Falle einer Erleuchtung letztlich in das Alltägliche „zurückgeworfen“ und vermag zu essen, wenn man hungrig ist, zu schlafen, wenn man müde ist etc. Man erlangt seine Freude an einfachen Dingen zurück und erlernt automatisch einen spielerischen Umgang mit dem Leben im Allgemeinen. Zen bedeutet, das Leben zu leben – in seiner ganzen Fülle. Der unmittelbare Zugang zu diesem Einfachsten von allem ist dem menschlichen Verstand jedoch per Definition versperrt, da er immer abstrahieren, immer einordnen, immer urteilen will. Zen entzieht sich also der Vernunft und wird daher oft als irrational empfunden oder falsch verstanden. Das scheinbar Mysteriöse des Zen rührt jedoch allein aus den Widersprüchen (Paradoxa), die der Versuch des Sprechens über Zen hervorbringt. Sprache abstrahiert unser Erleben und versucht, alles mithilfe von Begriffen zu „begreifen“, das Ganze in Teile zu zerlegen, einzugrenzen und einzuordnen. Das Höchste im Zen ist aber immer die direkte Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks.

Zen besitzt natürlich auch religiöse Aspekte und historisch gewachsene Lehren, etwa in der Sōtō- oder der Rinzai-Schule (siehe unten); zur subjektiven Erfahrung des Zen sind diese aber nicht unbedingt notwendig.

PraxisBearbeiten

 
Der Lotus-Sitz, der nicht nur im Yoga, sondern auch im Zen praktiziert wird, um während des Zazen in meditativer Sammlung zu verweilen.

Die Praxis besteht zum einen aus Zazen (von jap.: Za- [sitzen]; Zen- [Versenkung]), dem Sitzen in Versunkenheit auf einem Kissen. In der äußeren Haltung sind dabei die Beine ineinander geschlagen wie beim Lotussitz im Yoga. Der Rücken ist gerade, aber vollkommen entspannt, und die Hände sind entspannt ineinander gelegt, wobei sich die Daumenspitzen leicht berühren. Die Augen bleiben halb geöffnet, der Blick bleibt entspannt ohne Umherschweifen zum Boden gesenkt. Für Anfänger werden auch einfachere Sitzweisen empfohlen, etwa der halbe Lotossitz (Hanka-Fuza), der sogenannte Burmesische Sitz oder der Fersensitz (Seiza).

Ein anderer, ebenso wichtiger Teil der Zen-Praxis besteht aus der Konzentration auf den Alltag. Dies bedeutet einfach nur, dass man sich auf die Aktivität, die man gerade in diesem Augenblick ausübt, vollkommen konzentriert, ohne dabei irgendwelchen Gedanken nachzugehen. Beide Übungen ergänzen einander und sind dazu gedacht, den Geist zu beruhigen bzw. die „Gedankenflut“, welche einen durchgehend überkommt, einzudämmen.

„Wenn unser Geist die Ruhe findet,
verschwindet er von selbst.“

Meister Sengcan (Sōsan): Xinxinming

Primat der PraxisBearbeiten

 
Sitzmeditation (Zazen), wie sie in der Rinzai-Schule praktiziert wird.

Zen ist der weglose Weg, das torlose Tor. Die dem Zen zugrundeliegende große Weisheit (Prajna) braucht gemäß der Lehre nicht gesucht zu werden, sie ist immer schon da. Vermöchten die Suchenden einfach nur ihre permanenten Anstrengungen aufzugeben, die Illusion der Existenz eines „Ich“ aufrechtzuerhalten, würde sich Prajna unmittelbar einstellen.

Realistisch gesehen ist das Beschreiten des Zen-Weges jedoch eines der schwierigeren Dinge, die in einem menschlichen Leben unternommen werden können. Den Schülern wird die Bereitschaft zur Aufgabe ihres selbstbezogenen Denkens und letztlich des Selbst abverlangt. So dauert der Übungsweg gewöhnlich mehrere Jahre, bevor die ersten Schwierigkeiten überwunden sind. Dabei behilflich sind die Rōshi genannten Lehrmeister. Der Weg ist allerdings stets zugleich auch das Ziel; im Üben ist die Erfüllung stets gegenwärtig.

Primäre Aufgabe des Schülers ist die fortgesetzte, vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments, eine vollständige Achtsamkeit ohne eigene urteilende Beteiligung (Samadhi). Diesen Zustand soll er nicht nur während der Meditation, sondern möglichst in jedem Augenblick seines Lebens beibehalten.

„Zen ist nicht etwas Aufregendes,
sondern Konzentration auf deine alltäglichen Verrichtungen.“

Auf diese Weise kann sich die Erkenntnis der absoluten Realität einstellen (Satori, Kenshō). Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird aufgehoben; die Kontingenz der eigenen Existenz, das In-die-Welt-geworfen-Sein kann angenommen werden. Vollkommene innere Befreiung ist die Folge: Es gibt nichts zu erreichen, nichts zu tun und nichts zu besitzen.

MethodenBearbeiten

 
Mitglieder des Kanzeon Zen Center in Salt Lake City (Utah) während der Gehmeditation, dem Kinhin, einem wichtigen Bestandteil der Zen-Praxis.

Mit der Zeit haben Zen-Meister verschiedene Techniken entwickelt, die den Schülern Hilfen bieten und Fehlentwicklungen vorbeugen sollen. Die Schulung der Aufmerksamkeit und der absichtslosen Selbstbeobachtung stehen dabei an erster Stelle; daneben wird das (ver)störende diskursive Denken an einen Endpunkt gebracht. Im eigentlichen Sinne gelehrt werden kann Zen nicht. Es können nur die Voraussetzungen für spontane, intuitive Einsichten verbessert werden.

Zu den gebräuchlichen Methoden der Zen-Praxis gehören Zazen (Sitzmeditation), Kinhin (Gehmeditation), Rezitation (Textlesungen), Samu (konzentriertes Tätigsein) und Lösen von Kōans (chinesisch Gongan, 公案, gōng'àn), einer Art paradoxer Rätsel. Besonders intensiv werden diese Methoden während mehrtägiger Übungsperioden oder Klausuren (Sesshin bzw. Retreat) geübt. Der Schüler muss zumindest die Sitzmeditation in sein alltägliches Leben integrieren, denn Zen ist seinem Wesen nach stets nur Praxis.

ZieleBearbeiten

Indem während des Übens die Flut der Gedanken zur Ruhe kommt, wird das Erleben von Stille und Leere, Shunyata, möglich.

Im japanischen gibt es zwei Ausdrücke für Erleuchtung. Der eine ist Satori, ein Begriff, der in Zen-Kreisen Europas und Amerikas oft gebraucht wird. Es bedeutet vom Wort her "Verstehen" und kann auch als Verstehen im allgemeinen Sinn, ohne Beziehung zum Zen, verstanden werden. Der andere Ausdruck für die Zen-Erleuchtung, Kenshō, bedeutet wörtlich "Wesensschau" und kommt dem, was gemeint ist, viel näher als das Wort "Satori". Es ist das Verstehen nicht nur des Menschseins, sondern des tiefsten Wesens allen Seins.[4]

Vor allem im Rinzai-Zen wird diese mystische Erfahrung der Erleuchtung (Satori, Kenshō), ein oft plötzlich eintretendes Erleben universeller Einheit, d. h. die Aufhebung des Subjekt-Objekt-Gegensatzes, zum zentralen Thema. In diesem Zusammenhang ist oft von „Erwachen“ und „Erleuchtung“ (pali/sanskrit: Bodhi), vom „Buddha-Werden“, oder der Verwirklichung der eigenen „Buddha-Natur“ die Rede. Diese Erfahrung der Nicht-Dualität ist der sprachlichen Kommunikation kaum zugänglich und kann auch einer Person ohne vergleichbare Erfahrung nicht vermittelt werden. In der Regel wird darüber nur mit dem Zen-Lehrer gesprochen.

Im Sōtō-Zen tritt die Erleuchtungserfahrung völlig in den Hintergrund. Zum zentralen Begriff von Zen-Praxis wird Shikantaza, „einfach nur sitzen“, d. h. die absichtslose, nicht auswählende Aufmerksamkeit des Geistes in Zazen, ohne einem Gedanken zu folgen oder ihn zu verdrängen. Zazen wird im Sōtō also nicht als Mittel zum Zweck der Erleuchtungssuche verstanden, sondern ist selbst Ziel und Endpunkt, was nicht bedeutet, dass während des Zazen oder anderen Tätigkeiten kein Erleuchtungszustand auftreten kann oder darf. Das große Kōan des Sōtō-Zen ist die Zazen-Haltung selbst. Zur Verwirklichung dieses absichtslosen Sitzens zentral ist Hishiryō, das Nicht-Denken, d. h. das Hinausgehen über das gewöhnliche, kategorisierende Denken. Dōgen schreibt im Shōbōgenzō Genjokoan dazu folgende Passage:

„Den Weg zu studieren heißt, sich selbst zu studieren.
Sich selbst zu studieren heißt, sich selbst vergessen.
Sich selbst zu vergessen bedeutet, eins zu werden mit allen Existenzen.“

Meister Dōgen Zenji, 1200-1253

Zen und KunstBearbeiten

Bestimmte Künste wie Malerei, Kalligraphie, Poesie, Gartenarbeit, Blumenarrangement (Ikebana), Teezeremonie (Chado) und andere werden auch als Teil des Zen-Trainings und der Zen-Praxis verwendet. Klassische chinesische Künste wie Pinselmalerei und Kalligraphie wurden von Chan-Mönchen wie Guanxiu und Muqi Fachang verwendet, um ihren Schülern ihr spirituelles Verständnis auf einzigartige Weise zu vermitteln.[5] Zen-Gemälde werden auf Japanisch manchmal als zenga bezeichnet.[6] Hakuin war ein japanischer Zen-Meister, der dafür bekannt war, einen großen Korpus einzigartiger sumi-e (Tusche- und Lavamalereien) und japanischer Kalligraphie zu schaffen, um Zen auf visuelle Weise zu vermitteln. Sein Werk und das seiner Schüler waren im japanischen Zen sehr einflussreich.[7] Ein weiteres Beispiel für Zen-Künste ist die kurzlebige Fuke-Schule des japanischen Zen, die eine einzigartige Form des "Blasen-Zen" (suizen) praktizierte, indem sie die Shakuhachi-Bambusflöte spielte.

Zen und KampfkunstBearbeiten

 
Zwei Großmeister des Shaolin-Tempels des chinesischen Chan, Shi DeRu und Shi DeYang

Traditionelle Kampfkünste, wie das japanische Bogenschießen (Kyudo), andere Formen der japanischen (budō) und chinesische Kampfkünste (gōngfu) wurden auch als Formen der Zen-Praxis gesehen. Diese Tradition geht auf das einflussreiche Shaolin-Kloster in Henan zurück, das die erste institutionalisierte Form des gōngfu entwickelte.[8] Die Shaolin-Praktiken, die sich um das 12. Jahrhundert herum zu entwickeln begannen, wurden traditionell auch als eine Form der inneren Kultivierung des Chan-Buddhismus (heute wuchan, " Kampf-chan") gesehen. Die Shaolin-Künste machten auch Gebrauch von taoistischen Körperübungen (taoyin) Atem- und Energie-Kultivierungspraktiken (qìgōng).[9][10] Sie wurden als therapeutische Praktiken angesehen, die die "innere Stärke" (neili), die Gesundheit und die Langlebigkeit (yangsheng) verbesserten, sowie als Mittel zur spirituellen Befreiung.[11]

Besondere ZeitenBearbeiten

In manchen Zen-Einrichtungen werden in der Woche vor dem Erleuchtungstag Rohatsu Sesshins angeboten, die an die Erleuchtung Buddhas nach einer Woche Meditation anknüpfen.

Gegenstände der Zen-Praxis (Auswahl)Bearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Huineng zerreißt Sutras

Das Zen, wie wir es heute kennen, ist von vielen Kulturen über anderthalb Jahrtausende beeinflusst und bereichert worden. Seine Anfänge sind im China des 6. Jahrhunderts zu suchen, obwohl seine Wurzeln wahrscheinlich weiter zurückreichen und Einflüsse anderer buddhistischer Schulen ebenfalls vorhanden sind. Nachdem Bodhidharma der Legende nach im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung die Lehre des Meditationsbuddhismus nach China brachte, wo er zum Chan-Buddhismus wurde, flossen Elemente des Daoismus und Konfuzianismus/Neokonfuzianismus ein. Aus dem Daoismus übernahm der Zen die Betonung von Einfachheit, Natürlichkeit sowie Spontanität und die Friedfertigkeit des wu-wei.[12] Eine Vielzahl von Schriften mit Gedichten, Anweisungen, Gesprächen und Kōans stammt aus dieser Zeit. Aus diesem Grunde findet man viele Begriffe und Personennamen heute sowohl in chinesischer, als auch in japanischer Aussprache.

Bis zum Ende des 1. Jahrtausends hatte das Zen seine klare Ausprägung gefunden. So betonte die Zen-Lehre das plötzliche Erwachen (satori) im Gegensatz zu einer stufenweisen Annäherung an das Erwachen und stellte radikal in Frage, dass eine dualistische Unterscheidung etwas Wirkliches wiedergebe. Des Weiteren lehrte die Zen-Schule, dass wir durch Nicht-Tun (wu-wei) die Natürlichkeit sowie Spontanität praktizieren sollten und vertrat die Meinung, dass das Erwachen (bodhi) nicht gefunden werden kann, sondern man müsse seiner persönlich gewahr werden.[13]

Die Überbringung der Lehre durch Eisai und Dōgen nach Japan im 12. und 13. Jahrhundert hat wiederum zur Wandlung des Zen beigetragen, durch generelle japanische Einflüsse, aber auch mikkyō und lokale Religionen.

Im 19. und insbesondere im 20. Jahrhundert machten die Zen-Schulen in Japan rasante Veränderungen durch. Dabei wurde von Laien eine neue Form des Zen begründet. Diese erreichte Europa und Amerika und wurde ebenfalls inkulturiert und erweitert. Seit dem 20. Jahrhundert wendeten sich selbst einige christliche Mönche und Laien der Meditation und dem Zen zu, wodurch, zum Teil getragen durch autorisierte Zen-Lehrer, die dem Christentum verbunden blieben, das sogenannte „Christliche Zen“ entstand (siehe Abschnitt „Zen und Christentum“ unten).

UrsprungBearbeiten

Der Legende nach soll der historische Buddha Siddhartha Gautama (wahrscheinlich 563–483 v. Chr.) nach der berühmten Predigt auf dem Geierberg eine Schar von Jüngern um sich versammelt haben, die seine Darlegung des Dharma hören wollten. Statt zu reden hielt er schweigend eine Blüte in die Höhe. Nur sein Schüler Mahakashyapa verstand diese Geste unmittelbar als zentralen Punkt der Lehre Buddhas und lächelte. Er war plötzlich zur Erleuchtung gekommen. Damit ist angeblich die erste Übertragung der wortlosen Lehre von Herz-Geist zu Herz-Geist (jap. Ishin Denshin) erfolgt.[14]

Da diese Einsicht des Kāshyapa nicht schriftlich zu fixieren ist, erfolgt die Übermittlung seitdem persönlich von Lehrer zu Schüler. Man spricht dabei von sogenannten Dharma-Linien (d. h. in etwa: Lehr-Richtungen).

 
Bodhidharma (Yoshitoshi 1887)

Diese unmittelbare Überlieferung setzte sich der Legende nach fort über 27 indische Meister bis zu Bodhidharma, der die Lehre nach China gebracht haben soll und so zum ersten Patriarchen des Chan wurde.

  1. Bodhidharma (skt. बोधिधर्म, chin. Damo 達摩, jap. Daruma 達磨) (* um 440 bis 528)
  2. Dàzǔ Huìkě (太祖慧可, jap. Daiso Eka) (487–593)
  3. Jiànzhì Sēngcàn (鑑智僧燦, jap. Kanchi Sōsan) (* ? bis 606)
  4. Dàyī Dàoxìn (大毉道信, jap. Dai'i Dōshin) (580–651)
  5. Dàmǎn Hóngrěn (大滿弘忍, jap. Dai'man Konin) (601–674)
  6. Dàjiàn Huìnéng (大鑒慧能, jap. Daikan Enō) (638–713)

Nach dem 6. Patriarchen teilt sich die Linie in verschiedene Schulen auf. Für das China der Zeit um 950 spricht man von den 5 Häusern:

In der Folge entstanden bis in die Gegenwart weitere Schulen, darunter die drei noch heute existierenden Zen-Schulen Japans:

und die moderne:

JapanBearbeiten

 
Soto Mönch beim Betteln (Buddhistische- und Zen-Praxis)
 
Antai-ji liegt nordwestlich von Kyōto, mit einer Meditationhalle, in der Sōtō-Zen praktiziert wird

Trotz der großen Bedeutung des Zen (Chan) in China und der Regierungsnähe vieler dortiger Klöster wurde in der Nara-Zeit (710–794) keine Zen-Traditionslinie als Schule nach Japan gebracht. Spätere Versuche blieben bis in das 12. Jahrhundert historisch folgenlos.

Bereits in der Nara-Zeit taucht der Begriff Zenji (Zenmeister) in den ersten Schriften auf: Er beschreibt meist von der kaiserlichen Regierung nicht autorisierte, nicht offiziell ordinierte Praktizierende von buddhistischen Ritualen (meist in der bergigen Wildnis asketische Praktiken, Meditation, Rezitationen usw.). Man glaubte, durch diese Rituale erlangten die Praktizierenden große, aber ambivalente Kräfte.

Ab der Kamakura-Zeit (1185–1333) konnte Zen Fuß fassen und es bildeten sich die Hauptschulen Sōtō (曹洞), Rinzai (臨済) und Ōbaku (黃檗) heraus. Von diesen ist Sōtō die größte und Ōbaku die kleinste, mit Rinzai in der Mitte.

Sōtō ist die japanische Linie der chinesischen Caodong-Schule, die während der Tang-Dynastie (617/18–907) von Dongshan Liangjie gegründet wurde. Die Sōtō-Schule hat seit Gentō Sokuchū (um 1800) die Kōans zurückgedrängt und stattdessen den Schwerpunkt auf Shikantaza gelegt.[15] Dogen, der Begründer des Soto in Japan, betonte, dass Praxis und Erwachen nicht zu trennen sind. Durch das Praktizieren von Shikantaza werden Verwirklichung und Buddhaschaft bereits zum Ausdruck gebracht. Für Dogen ist Zazen, oder Shikantaza, die Essenz der buddhistischen Praxis.[16]

Nach der Meiji-Restauration (1868–1877) wurde der Buddhismus in Japan kurz verfolgt und von der neuen Politik zugunsten eines nationalistischen „Staats-Shintō(kokka shintō) als Religion der Machthabenden aufgegeben. In den Zeiten des immer rasanteren gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Wandels kam der shin-bukkyō, der neue Buddhismus, auf, der z. B. sozial tätig wurde. Die Abgeschlossenheit der Klöster lockerte sich ebenfalls, so wurden Laiengruppen in zazen und der Lehre des Zen unterrichtet.

VietnamBearbeiten

Chan wurde in Vietnam während der frühen chinesischen Besatzungszeit (111 v. Chr. bis 939 n. Chr.) als Thiền eingeführt. Während der Lý- (1009–1225) und der Trần-Dynastie (1225 bis 1400) stieg das Thiền unter den Eliten und am königlichen Hof auf und eine neue einheimische Tradition wurde gegründet, die Trúc Lâm ("Bambushain") Schule, die auch konfuzianische und taoistische Einflüsse enthielt. Im 17. Jahrhundert wurde die Linji-Schule als Lâm Tế nach Vietnam gebracht, die ebenfalls Chan und "Reines Land" vermischte. Lâm Tế ist bis heute der größte monastische Orden des Landes.[17]

Das moderne vietnamesische Thiền ist vom buddhistischen Modernismus beeinflusst.[18] Wichtige Persönlichkeiten sind der Thiền-Meister Thích Thanh Từ (1924–), der Aktivist und Popularisierer Thích Nhất Hạnh (1926–) und der Philosoph Thích Thiên-Ân. Der vietnamesische Thiền ist vielfältig und umfassend und bringt viele Praktiken wie Atemmeditation, Mantra, Theravada-Einflüsse, Chanten, Sutra-Rezitation und engagierten buddhistischen Aktivismus mit sich.

KoreaBearbeiten

Seon (선) wurde während der späten Silla-Periode (7. bis 9. Jahrhundert) allmählich nach Korea übertragen, als koreanische Mönche begannen, nach China zu reisen, um die sich neu entwickelnde Chan-Tradition von Mazu Daoyi zu lernen. Sie gründeten die ersten Seon-Schulen Koreas.

Seinen wichtigsten Impuls und seine Konsolidierung erhielt das Seon durch den Goryeo-Mönch Jinul (1158–1210). Er gründete den Jogye-Orden, der bis heute die größte Seon-Tradition in Korea ist. Jinul schrieb auch umfangreiche Werke über Seon und entwickelte ein umfassendes System von Gedanken und Praxis.

Während der streng konfuzianisch geprägten Joseon-Dynastie (1392–1910) wurde der Buddhismus weitgehend unterdrückt, und die Zahl der Klöster und Geistlichen ging stark zurück. Die Zeit der japanischen Besatzung brachte auch zahlreiche modernistische Ideen und Veränderungen in den koreanischen Seon. Einige Mönche begannen, zu heiraten und Familien zu gründen. Heute erzwingt die größte Seon-Schule, das Jogye, das Zölibat, während die zweitgrößte, der Taego-Orden, verheiratete Priester zulässt. Seon wurde auch in den Westen übertragen, mit neuen Traditionen wie der Kwan Um Schule des Zen.

ModerneBearbeiten

Daisetz Teitaro Suzuki (1870–1966) wurde zu einem wichtigen japanischen Autor von Büchern über den Zen-Buddhismus in moderner Form. Nach Abschluss seiner Zen-Studien 1897 folgte Suzuki dem Ruf von Paul Carus nach Amerika und wurde dessen persönlicher Assistent. In den 1960er Jahren hatte Daisetz Teitaro Suzuki über seinen Schüler Alan Watts (1915–1973) und durch Charlotte Selver (1901–2003) einen Einfluss auf die humanistische Bewegung am Esalen-Institut (Human Potential Movement, Claudio Naranjo). Ebenso lernte Philip Kapleau (1912–2004) zunächst bei Suzuki, legte aber später entschieden mehr Wert auf Zen-Praxis.

1958 ging der Japaner Suzuki Shunryū (1905–1971) in die USA nach San Francisco und übernahm die Leitung der dortigen japanischen Sōtō-Gemeinde. Er gründete das erste Zen-Kloster außerhalb Asiens. Ein vielbeachtetes Buch war Zen-Geist – Anfänger-Geist.

Zen im WestenBearbeiten

 
Der österreichische Zenlehrer Genro Koudela mit dem umgelegten Rakusu nach einer Sesshin beim Gruppenbild

Obwohl es schwierig ist, den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, an dem der Westen zum ersten Mal auf Zen als eine eigenständige Form des Buddhismus aufmerksam wurde, wird der Besuch von Soyen Shaku, einem japanischen Zen-Mönch, in Chicago während des Weltparlaments der Religionen im Jahr 1893 oft als ein Ereignis genannt, das die Bekanntheit des Zen in der westlichen Welt erhöhte. Erst in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren begann die Zahl der Westler, die nicht zu den Nachkommen asiatischer Einwanderer gehörten und sich ernsthaft für Zen interessierten, ein bedeutendes Ausmaß zu erreichen. Das japanische Zen hat im Westen die größte Popularität erlangt. Die verschiedenen Bücher über Zen von Reginald Horace Blyth, Alan Watts, Philip Kapleau und D. T. Suzuki, die zwischen 1950 und 1975 veröffentlicht wurden, trugen zu diesem wachsenden Interesse an Zen im Westen bei, ebenso wie das Interesse seitens der Beat-Poeten wie Jack Kerouac, Allen Ginsberg und Gary Snyder.[19] In der Neuzeit ist die Verbreitung des Zen in Japan zurückgegangen, jedoch wächst die Zahl der Anhänger in der westlichen Welt. Es entstanden „in den USA, Deutschland und der Schweiz Zen-Kurse für Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik“.[20] Der Religionswissenschaftler Michael von Brück beobachtet: „Zen im Westen ist in einem kreativen Aufbruch begriffen, der vielgestaltig ist und offene organisatorische Konturen erkennen lässt“.[21]

Im 20. Jahrhundert begann ein reger Austausch zwischen östlichem Zen und dem Westen. 1948 veröffentlichte der deutsche Philosoph Eugen Herrigel seinen Bestseller Zen in der Kunst des Bogenschießens, einen Klassiker der westlichen Zen-Literatur mit hohen Auflagen im 20. Jahrhundert.[22] 1956 erschien das Werk sogar auf japanisch. Viele Intellektuelle im Deutschland der Nachkriegszeit waren nach der Lektüre dieser Schrift „vom Zen fasziniert“.[23] Karlfried Graf Dürckheim, zwischen 1939 und 1945 in Japan tätig, hat als Psychologe, Therapeut und Zen-Lehrer die Verbindung von Zen und Kunst gefördert. Ähnliche Brücken zwischen Therapie und Zen regte Maria Hippius Gräfin Dürckheim an.

Schulen des Zen im WestenBearbeiten

Zen hat sich im Westen in verschiedenen Schulen verbreitet. Eine wesentliche Herausforderung und Aufgabe der Zenmeister ist es dabei, authentisches Zen in eine Form zu transformieren und weiterzugeben, welche für Menschen, die in westlich geprägten Kulturen sozialisiert wurden, nachvollziehbar und praktisch anwendbar sind.

SōtōBearbeiten

 
Zentatsu Richard Baker Roshi (Jahrgang 1936) ist ein amerikanischer Zenmeister, der sowohl in Amerika, als auch seit 1983 in einer halbklösterlichen Zen-Einrichtung in Herrischried im Schwarzwald lehrt. So verbreitete er die Sōtō-Schule auch in Deutschland.[24]

Der japanische Zen-Meister Taisen Deshimaru Rōshi, Schüler des Sōtō-Zen-Meisters Kodo Sawaki Roshi, kam in den sechziger Jahren nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod 1982 Zen lehrte. Er hinterließ eine große Schülerschaft, die bis heute wächst und mit verschiedenen Zen-Organisationen in ganz Europa vertreten ist. Deshimaru gründete 1970 die Gesellschaft Association Zen Internationale (AZI).[25] Das 1971 in Paris gegründete Dōjō Pernety wurde zur Quelle der Verbreitung des Zen in Europa.[26] 1974 gründete Deshimaru in der Nähe der Stadt Avallon in der ehemaligen französischen Region Burgund das erste Zen-Kloster.[27] Der erste Zen-Tempel Europas, la Gendronnière, wurde 1980 von Deshimaru und seinen Schülern, im Zentrum Frankreichs (15 km von Blois entfernt), gegründet.[28]

Brigitte D’Ortschy war die erste deutsche Zen-Meisterin und bekannt unter dem Namen Koun-An Doru Chiko Roshi. Sie gilt als erste westliche Zen-Meisterin mit Schülern aus aller Welt. Ab 1973 hielt sie mit Yamada Koun Roshi die ersten Sesshins in Deutschland und gründete 1975 ihr eigenes Zendo in München-Schwabing, das später nach Grünwald auswich.

Einflussreich auch Bernard Glassman, ein US-Zenmeister, der einer jüdischen Familie entstammt. Glassman ist Initiator und Manager verschiedener Sozialprojekte, u. a. der Zen-Peacemakers, einer Gruppe sozial engagierter Buddhisten.

Ein Vertreter der Sōtō-Schule ist auch der US-Amerikaner und Vietnamveteran Claude AnShin Thomas. Er hat ein Gelübde als Bettel- und Wandermönch abgelegt und lehrt überall dort, wohin er in der Welt eingeladen wird. Er ist der Gründer der Zaltho Foundation in den USA, einer gemeinnützigen Organisation, die sich insbesondere der Versöhnungsarbeit mit Opfern von Krieg und Gewalt widmet. Schwesterorganisation ist die Zaltho Sangha Deutschland. Claude AnShin Thomas studierte mehrere Jahre bei Thích Nhất Hạnh und wurde im Jahre 1995 von Bernard Tetsugen Glassman Roshi zum buddhistischen Mönch und Priester in der japanischen Sōtō-Zen-Tradition ordiniert.

Die Sōtō-Zen Schule wird in Deutschland aktuell vertreten u. a. durch Fumon Shōju Nakagawa Roshi und Rev. Ludger Tenryu Tenbreul, einem ehemaligen Schüler von Taisen Deshimaru. Der Sōtō-Zen Dachverband, das Sōtō-Zen Buddhism Europe Office, wird von Rev. Genshu Imamura geleitet und hat seinen Sitz in Mailand.

RinzaiBearbeiten

Der japanische Zen-Meister Kyozan Joshu Sasaki, der seit 1962 Zen in den USA lehrt, ist seit 1979 regelmäßig nach Österreich gekommen, um dort Vorträge zu halten und Sesshins durchzuführen. Sein Wirken und das seiner Schüler, allen voran die Aufbauarbeit von Genro Seiun Osho in Wien und Süddeutschland, trugen wesentlich zur Etablierung der Rinzai-Zen Schule im deutschen Sprachraum bei.

Die Österreicherin Irmgard Schlögl ging 1960 nach Japan, um als eine der ersten westlichen Frauen dort authentisches Zen kennenzulernen. 1984 wurde sie schließlich mit dem Namen Myokyo-ni zur Zen-Nonne geweiht. Sie gründete schon 1979 das Zen Centre in London und wirkte fortan sowohl als Übersetzerin wichtiger Zen-Schriften als auch als Zen-Lehrerin. Ein ähnlicher Weg auch bei Gerta Ital aus Deutschland. Als erster westlicher Frau wird es ihr 1963 erlaubt, in einem japanischen Zen-Kloster sieben Monate gleichwertig mit den Mönchen zu leben und zu meditieren. Literarischer Ertrag dieser Zeit wurde ihr Buch Der Meister die Mönche und ich, eine Frau im Zen-Buddhistischen Kloster mit Eindrücken, die das Bild vom japanischen Zen im Westen prägen sollten.[29] Weitere Publikationen zum Zen von ihr, verbunden mit engagierter Lehrtätigkeit, folgten.

Ein Standbein des Rinzai-Zen im 21. Jahrhundert ist das durch den japanischen Zen-Meister Hozumi Gensho Roshi betreute und vom deutschen Zen-Meister Dorin Genpo Zenji bis 2017 geleitete Zen-Zentrum Bodaisan Shoboji in Dinkelscherben, das seit Herbst 2008 offiziell als Zweigtempel des Myōshin-ji, ein Tempel der großen Rinzai-Traditionen in Japan, gilt. Dorin Genpo Zenji betreute bis 2017 darüber hinaus auch die Hakuin-Zen-Gemeinschaft Deutschland e.V.

Shōdō Harada Roshi ist Zen-Meister seit 1982 im Kloster Sōgen-ji in Okayama, wo er hauptsächlich ausländische Schüler unterrichtet. Er hat verschiedene Zentren (One Drop Zendo) in Europa, Indien und in den USA aufgebaut.

Andere Schulen: chinesische, koreanische und vietnamesische TraditionBearbeiten

 
Thích Nhất Hạnh (2006)

Im Westen konzentriert sich Zen nicht nur auf seine japanische Ausprägung. Die chinesischen (Chán), koreanischen (Seon) und vietnamesischen (Thiền) Traditionen haben dort ebenfalls wichtige Repräsentanten, Anhänger und lebendige Praxis-Gruppen gefunden:

Der koreanische Zen-Meister Seung Sahn gründete 1970 in den USA die Kwan Um Zen Schule, die seitdem dort als auch in Europa zahlreiche Zentren aufgebaut hat, mit dem europäischen Haupttempel in Berlin.

Ein wichtiger zeitgenössischer Dharma-Lehrer ist der Vietnamese Thích Nhất Hạnh, der Zen (Mahayana) mit Elementen des Theravada-Buddhismus (Vipassana) verknüpft. Er ist „interreligiös ausgerichtet und propagiert ein gewaltfreies Leben in Achtsamkeit, ökologischer Bewußtheit und sozialem Engagement“.[21]

Formen der Rezeption im WestenBearbeiten

„Bindestrich-Zen“ und InstrumentalisierungBearbeiten

Unter den kulturellen Einflüssen in den USA und in Europa wird Zen anders als in Japan praktiziert und kann dadurch eine neue z. B. instrumentalisierte Bedeutung erlangen. In solchen Veränderungen sieht Stephan Schuhmacher die Gefahr eines Verfalls von Zen im Westen: „Die noch junge Geschichte des Zen im Westen ist von Guru-Rummel, kommerziellen Interessen, Sektenstreit und manchen Skandalen und Skandälchen überschattet. … Diese Keime des Verfalls finden im Westen ein besonders förderliches Klima“. Der Westen rezipiert Zen, „[diese] sich im Wesentlichen jeder Verdinglichung entziehenden Tradition“, mit einer „Tendenz zur Instrumentalisierung“. Zen wird „als bloße Methode missverstanden und als ein Mittel zum Zweck missbraucht“.[30]

Die Verzweckung von Zen hat im Westen dabei mehrere Dimensionen:

  • therapeutisch: Zen als Allheilmittel gegen Neurosen und Depressionen. Zen wird dann „zu einer Art von geistigem Valium“[30]
  • leistungssteigernd: Zen hat konzentrative Energie, die Höchstleistung ermöglicht
  • attraktivitätssteigernd: christliche Kirchen als alte Institutionen erregen wieder neu Aufmerksamkeit für sich durch das Angebot östlicher Meditationswege und die damit verbundene Exotik.

Zen als solches scheint dem Westen also nicht zu genügen. Zen wird im Westen – nach Beobachtung von Koun-An Doru Chiko – geprägt von mancherlei Sekundärzielen.[31] Zen verliert so seinen Eigencharakter und wird auf diesem Wege zum Dies-und-Das-Zen, zum Bindestrich-Zen. Beispiele dafür sind:

  • Business-Zen
  • Therapie-Zen
  • Wellness-Zen
  • Street-Zen
  • Ökologie-Zen.

Besorgt stellt Stephan Schuhmacher deshalb fest: Zen-Zentren des Westens mit ihren Programmen verkommen oft zu einem „spirituellen Club Mediterrané“, und fragt: „Wo bleibt das Zen der Patriarchen?“[32] Mit dem „Zen der Patriarchen“ ist hier ein Zen gemeint, das die „Essenz“, den Geist der Gründerväter bewahrt, ohne ihn durch Sekundärziele sowie persönliche oder institutionelle Interessen zu verwässern und eine Art von „Zen light“ zu produzieren, dem es an der tiefgreifenden transformierenden Kraft des Zen der Patriarchen mangelt.

Nacktes, von Buddhismus und äußeren Formen befreites ZenBearbeiten

 
Das Rakusu (hier mit Holzring) war eines der ersten Zen-Symbole, von denen sich Toni Packer auf ihrem Weg der Transformation des Zens in den Westen bewusst entledigt hat.

Willigis Jäger stellt ein Zen, das den religiösen, kulturellen, rituellen Überbau der monastischen ostasiatischen Zen-Schulen in den Westen überträgt, in Frage. Nicht die Rückkehr zum Osten, sondern die konsequente Hinwendung zum Westen in Form von beherzter Inkulturation sieht Jäger als Notwendigkeit und als einzig gangbaren Weg: „Nur das nackte Zen hat im Westen eine Chance. Der Buddhismus dürfte als Religion im Westen kaum an Boden gewinnen, wohl aber Zen. Zen wird sich inkulturieren müssen.“[33]

Das bedeutet aber für Jäger die bewusste Abwendung von den monastischen Formen des östlichen Zen und die Hinwendung zu einem westlichen Laien-Zen: „Vieles, was sich im Osten in den Zen-Klöstern als monastische Form entwickelt hat, wird wegfallen. Es kommt zu einem ‚Laien-Zen‘. … Rituale, Kleidung, Klanginstrumente, die im Laufe der Geschichte in Klöstern eingesetzt wurden, spielen eine wichtige Rolle und verdecken oft das Wesentliche. Buddhistische Mönchsgewänder, der Stil eines Sesshin, Räucherstäbchen etc. werden in manchen Gruppierungen für sehr wichtig gehalten. Der Hang zu äußeren Formen ist aber eine Anfängerkrankheit. Das nackte Zen ist ein unwandelbarer Strom, der im Westen seine äußere Struktur verändern wird, wie es sich in China verändert hat, als es dem Taoismus begegnete. Sein Wesen wird sich nicht verfälschen lassen.“[34]

Toni Packer, eine Schülerin von Philip Kapleau und Gründerin des Springwater-Zentrums (bei Rochester), erreichte im Anschluss an Jiddu Krishnamurti eine Lösung von den strengen Vorgaben des Zen hin zu einer Praxis des je eigenen Gewahrwerdens, ohne ein prägendes Lehrer-Schüler-Verhältnis zu tradieren. Packers Meditationswochen wurden beschrieben als ritualfreien Zen; und sie selbst als „… eine Zen-Lehrerin minus Zen und minus Lehrerin“.[35] Aber auch nach dem Fallenlassen aller Rituale empfand sie die Praxis des Zazen als hilfreich.[36] Das Haus der Stille bei Hamburg griff diese Form und Praxis auf.

Zen und ChristentumBearbeiten

 
Zengarten im Benediktushof, sichtbares Zeichen dafür, dass Zen sich auch im Westen etabliert hat.
 
Das Kloster Dietfurt wurde ab 1977 von Pater Hugo Makibi Enomiya-Lassalle für Zenmeditation genutzt und gilt inzwischen als ältestes christliches Zenkloster in Deutschland

Begünstigt durch den dem Zen-Buddhismus fehlenden Dogmatismus gibt es auch Verbindungen zur katholischen Kirche. Vermittler als Ordensleute, Priester, Professoren und Theologen sind u. a.:

Aber auch die Verbindung von evangelischer Theologie und Zen ist seit der Jahrtausendwende zu beobachten. Dafür steht u. a.:

  • Michael von Brück (* 1949) als Hochschullehrer
  • Doris Zölls (* 1954), mit dem Zen-Namen Myô-en An, Pfarrerin und Zen-Meisterin der Zenlinie Leere Wolke.

Hintergrund dieser Begegnung war die Erkenntnis, die Hans Waldenfels 1979 so formulierte: „Zenbuddhismus und Christentum stehen sich religionsgeschichtlich gesehen als zwei Weisen der Verwirklichung einer gemeinsamen religiösen Grunderfahrung gegenüber.“[37] Für Hans Küng steht Zen „ganz wesentlich unter dem großen Programmwort der Freiheit: Freiheit von sich selbst in Selbstvergessenheit. Freiheit von jedem körperlichen und geistigen Zwang, von jeder Instanz, die sich zwischen den Menschen und seine unmittelbare Erfahrung und Erleuchtung stellen will. Freiheit auch von Buddha, von den heiligen Schriften, Freiheit in letzter Konsequenz auch vom Zen, das Weg, nicht Ziel ist und bleibt. Nur in voller innerer Freiheit kann der Mensch zur Erleuchtung kommen“.[38] Von daher ist es für den christlichen Theologen Hans Küng in der Konsequenz keine Überraschung, „wenn auch Christen, die sich von kirchlicher Dogmatik, starren Regeln und geistiger Dressur bis ins Gebetsleben hinein reglementiert vorkommen, solch inhaltsfreies Denken, solche objektlose Meditation, solche beglückend erfahrene Leere als wahre Befreiung empfinden. Hier finden sie innere Ruhe, größere Gelassenheit, besseres Selbstverständnis, feinere Sensibilität für die ganze Wirklichkeit“.

In den christlichen Kirchen gibt es also Strömungen, das Fremde am Zen interpretatorisch aufzuheben, so dass sich sogenanntes „christliches Zen“ entwickelte. Eine Alternative dazu sieht Ursula Baatz darin, die Begegnung von Christentum und Zen-Buddhismus nicht als „Vereinigung“ spiritueller Wege zu verstehen, die letztlich auf dasselbe hinauslaufen, sondern als Begegnung und Beziehung, bei der sich beides gegenseitig befruchtet und jedes sich damit auch verändert, ohne aber „eins“ zu werden. „Religiöse Zweisprachigkeit“ nennt Baatz das im Rückgriff auf Denkschulen, die unter anderem durch die Begegnung von Zen und Christentum im interkulturellen Kontext entstanden sind. Dann lässt sich nicht mehr von „christlichem Zen“ sprechen, wohl aber davon, dass ein Christ oder eine Christin Zen praktiziert und damit zusätzliche Erfahrungen in einer anderen religiösen Praxis sammelt.[39]

Zen und westliche KulturBearbeiten

Der Amerikaner Edward Espe Brown verbindet die Kunst des Kochens mit Zen und gibt Zen-Kochkurse. Der Film How to Cook Your Life von Doris Dörrie, 2007 gedreht unter anderem im Buddhistischen Zentrum Scheibbs, stellt eine Brücke zu wichtigen Einsichten des Zen her.

Der Schweizer Helmut Brinker beschäftigte sich mit den Berührungen zwischen Zen und Bildender Kunst.

Der Schweizer Zen-Meister Missen Michel Bovay entwickelte unter dem Titel „Zen-Geschichten“ einen Theaterabend, den er regelmäßig im deutsch- und französischsprachigen Raum aufführte.[40]

John Cages Beschäftigung mit Zen hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung seines „stillen“ Stücks mit dem Titel 4′33″ gehabt, das zu einem seiner Hauptwerke wurde und zugleich zu einem Schlüsselwerk der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts. Es regt dabei Zuhörer und Interpreten gleichermaßen zum Nachdenken über Musik und ihr Verhältnis zur Stille an.

Auch literarische Brücken zum Zen entstanden vor allem seit der Beat-Generation der 1950er Jahre. Beispielhaft nennen lässt sich der Roman Gammler, Zen und hohe Berge, der 1958 von Jack Kerouac herausgegeben wurde.

LiteraturBearbeiten

Philosophiebibliographie: Zen – Zusätzliche Literaturhinweise zum Thema

Klassische Werke
  • Baek-Un: Jikji. Sammlung des koreanischen Zen-Buddhismus. Frankfurt 2010. ISBN 9783936018974
  • Dôgen Zenji: Shôbôgenzô. Der Schatz des wahren Dharma. Gesamtausgabe. Angkor Verlag, Frankfurt 2008, ISBN 9783936018585
  • Eihei Dogen Zenji: Shobogenzo – Ausgewählte Schriften. Anders Philosophieren aus dem Zen. Zweisprachige Ausgabe. Übersetzt, erläutert und herausgegeben von Ryōsuke Ōhashi und Rolf Elberfeld, Frommann-Holzboog, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7728-2390-9.
Quellensammlungen
Quellen in der Reihe Diederichs Gelbe Reihe in deutschen Übersetzungen
  • 086 Im Garten der schönen Shin: die lästerlichen Gedichte des Zen-Meisters «Verrückte Wolke»; Ikkyu Sôjun; aus dem Japanischen übersetzt, kommentiert und eingeleitet von Shuichi Kato und Eva Thom; Diederichs 1990, Diederichs gelbe Reihe 86
  • 090 Die Lehren des Meister Dōgen: der Schatz des Sōtō-Zen; Taisen Deshimaru; aus dem Französischen von Regina Krause; Eugen Diederichs 1991 Diederichs gelbe Reihe 90 Japan
  • 098 Das Weisheitsbuch des Zen: Koans aus dem Bi-Yän-Lu; ausgewählt, bearbeitet und im Sinn des Zen erläutert von Achim Seidl auf der Grundlage von Wilhelm Gunderts Übertragung aus dem Chinesischen; Eugen Diederichs 1993 Diederichs gelbe Reihe 98 China
  • 132 Zen-Geschichten: Begegnungen zwischen Schülern und Meistern; hrsg. von Thomas Cleary; aus dem Englischen von Konrad Dietzfelbinger; Diederichs 1997, Deutsche Ausgabe in Diederichs gelbe Reihe 132. Japan
Einführungen / Populäre Literatur
Fachliteratur
  • Harry Mishō Teske: Zen-Buddhismus Schritt für Schritt. Philipp Reclam jun., Ditzingen 2018, ISBN 978-3-15-011153-6.
  • Rolf Elberfeld: Zen. 100 Seiten. Philipp Reclam jun., Ditzingen 2017, ISBN 978-3-15-020437-5.
  • Rolf Elberfeld: Phänomenologie der Zeit im Buddhismus. Methoden des interkulturellen Philosophierens. Frommann-Holzboog, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-7728-2227-8 (Habilitationsschrift mit Schwerpunkt auf dem berühmten Text "Uji" des Zenbuddhisten Dogen)
  • Bernard Faure: Chan Insights and Oversights. An Epistemological Critique of the Chan Tradition. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1993, ISBN 0-691-06948-4
  • James W. Heisig und John C. Maraldo (Herausgeber): Rude Awakenings: Zen, the Kyoto School, & the Question of Nationalism (Nanzan Studies in Religion and Culture). University of Hawaii Press, 1995. ISBN 0-8248-1735-4
  • Brian A. Victoria: Zen, Nationalismus und Krieg. Theseus-Verlag, Berlin 1999. ISBN 3-89620-132-8
  • Michael von Brück: Zen, Geschichte und Praxis. C. H. Beck Wissen. ISBN 978-3-406-50844-8
  • Katsuki Sekida: Zen-Training. Praxis, Methoden, Hintergründe. 2. Auflage, ISBN 978-3-451-05936-0, Herder, Freiburg 2009
Hilfsmittel

WeblinksBearbeiten

Commons: Zen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Allgemeines

Sonstiges

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heinrich Dumoulin: Geschichte des Zen-Buddhismus. Band I: Indien und China. S. 83
  2. Albert Welter: A Special Transmission. Ein Essay Zugriff am 27. Februar 2013
  3. Isshū Miura, Ruth Fuller Sasaki: Zen Dust. New York 1966, S. 229.
  4. Hugo M. Enomiya-Lassalle: Weisheit des Zen. Kösel-Verlag GmbH & Co, München 1998, ISBN 3-466-20437-2, S. 157 S. 105.
  5. Stephen Addiss, John Daido Loori, The Zen Art Book: The Art of Enlightenment, Seite 1.
  6. Stephen Addiss, John Daido Loori, The Zen Art Book: The Art of Enlightenment, Seite 1.
  7. Stephen Addiss, John Daido Loori, The Zen Art Book: The Art of Enlightenment, Seite 15.
  8. Christensen, Matthew B. A Geek in China: Discovering the Land of Alibaba, Bullet Trains and Dim Sum. Tuttle Publishing, ISBN 1462918360, S. 40.
  9. Shahar, Meir, The Shaolin Monastery: History, Religion, and the Chinese Martial Arts, University of Hawaii Press, 2008, p. 2.
  10. Shahar, Meir, The Shaolin Monastery: History, Religion, and the Chinese Martial Arts, University of Hawaii Press, 2008, pp. 80, 144.
  11. Shahar, Meir, The Shaolin Monastery: History, Religion, and the Chinese Martial Arts, University of Hawaii Press, 2008, Seite 147.
  12. B. Radcliff/a.Radcliff: Zen denken - Ein anderer Weg zur Erleuchtung. Herder, Freiburg 1995, ISBN 3-451-04396-3, S. 191 Seite 118.
  13. B. Radcliff/a.Radcliff: Zen denken - Ein anderer Weg zur Erleuchtung. Herder, Freiburg 1995, ISBN 3-451-04396-3, S. 191 Seite 126.
  14. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen. S. 244; Lexikon der östlichen Weisheitslehren. S. 471 f.
  15. Heine, Steven; Wright, Dale S.: The Koan: Texts and Contexts in Zen Buddhism. Oxford University Press., 2000, ISBN 0-19-511748-4.
  16. Tomoaki, Tsuchida: Buddhist Spirituality. Indian, Southeast Asian, Tibetan, Early Chinese "The Monastic spirituality of Zen Master Dogen". Hrsg.: Takeuchi Yoshinori. Motilal Banarsidass, Delhi 2003, S. 280 und 284.
  17. Powers, John, A Concise Encyclopedia of Buddhism, Oneworld Publications, 2013, p.238
  18. Borup, Jørn; Qvortrup Fibiger, Marianne; Eastspirit: Transnational Spirituality and Religious Circulation in East and West, BRILL, 2017, Seite. 168.
  19. Aitken, Robert: Foreword to "A Buddhist Bible". Beacon Press, Boston, Massachusetts (USA) 1994.
  20. Michael von Brück: Zen. Geschichte und Praxis, München 2007, 2. Auflage, S. 121, Reihe Wissen in der Beck'schen Reihe, ISBN 978-3-406-50844-8
  21. a b Michael von Brück: Zen. Geschichte und Praxis, München 2007, 2. Auflage, S. 122, ISBN 978-3-406-50844-8
  22. Die 43. Auflage erschien in Frankfurt 2003, ISBN 3-502-61115-7
  23. Michael von Brück: Zen. Geschichte und Praxis, München 2007, 2. Auflage, S. 123, ISBN 978-3-406-50844-8
  24. Website des Johanneshofes (Memento vom 13. August 2015 im Internet Archive), abgerufen am 15. Juni 2015
  25. 弟子丸泰仙. In: デジタル版 日本人名大辞典+Plus bei kotobank.jp. Abgerufen am 7. Februar 2021 (japanisch).
  26. Taisen Deshimaru: Autographie eines Zen-Mönchs. Theseus Verlag, Zürich 1990, ISBN 3-85936-015-9, S. 253 Text Seite 248.
  27. Taisen Deshimaru: Taisen Deshimaru – Autobiographie eines Zen-Mönchs. Theseus Verlag, Zürich 1990, ISBN 3-85936-015-9, S. 253, S. 161.
  28. Presentation of the monastery. In: Association Zen internationalle. Abgerufen am 14. März 2021 (englisch, französisch).
  29. Gerta Ital: Der Meister die Mönche und ich, eine Frau im Zen-Buddhistischen Kloster, 1966, Otto Wilhelm Barth Verlag; weitere Auflagen im Scherz Verlag
  30. a b Stephan Schuhmacher: Zen, München 2001, S. 102, ISBN 3-7205-2192-3
  31. Koun-An Doru Chiko, zit. in: Stephan Schuhmacher: Zen, München 2001, S. 102
  32. Stephan Schuhmacher: Zen, München 2001, S. 103
  33. Willigis Jäger, zitiert bei Sabine Hübner, Texte von den Roshis Yamada Koun und Willigis Jäger (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 22. März 2015
  34. Willigis Jäger, Magazin des Frankfurter Rings 2004 (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 22. März 2015
  35. James Ishmael Ford: Zen Master Who?: A Guide to the People and Stories of Zen. Wisdom Publications, 2006, ISBN 0-86171-509-8, S. 159–162.
  36. Charles S. Prebish, Martin Baumann: Westward Dharma: Buddhism Beyond Asia. University of California Press, 2002, ISBN 0-520-22625-9, S. 227–228.
  37. so etwa Hans Waldenfels in: Der Dialog zwischen Buddhismus und Christentum. Herausforderung für die europäischen Christen, Vortrag 1979 in der Katholischen Akademie Menschen, Vortrag bei Geist und Leben, abgerufen am 15. März 2019
  38. Hans Küng und Heinz Bechert, Christentum und Weltreligionen. Buddhismus, GTB Sachbuch 781, Gütersloher Verlag, Gütersloher 1990, 2. Auflage, S. 204, ISBN 3 579 00781 5
  39. Antje Schrupp, Erleuchtung trifft Auferstehung. Ursula Baatz analysiert die Beziehungen zwischen Christentum und Zen-Buddhismus www.bzw-weiterdenken.de, abgerufen am 15. März 2019
  40. Meister unserer Tradition: Missen Michel Bovay. In: Zen Dojo Wien Mushoju. Abgerufen am 11. April 2021.