Hauptmenü öffnen

Visé

Gemeinde in Belgien

Visé (niederländisch Wezet, deutsch Wesent[1]) ist eine Stadt in der Provinz Lüttich in der Wallonischen Region in Belgien.

Visé
Armoiries Visé.svg Flag of Visé.svg
Visé (Lüttich)
Visé
Visé
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Lüttich
Bezirk: Lüttich
Koordinaten: 50° 44′ N, 5° 42′ OKoordinaten: 50° 44′ N, 5° 42′ O
Fläche: 27,99 km²
Einwohner: 17.767 (1. Jan. 2018)
Bevölkerungsdichte: 635 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4600 (Visé, Lanaye, Lixhe, Richelle)
4601 (Argenteau)
4602 (Cheratte)
Vorwahl: 04
Bürgermeister: Marcel Neven (MR)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration Communale
Rue de Recollets 1
4600 Visé
Website: www.vise.be

Inhaltsverzeichnis

Geografische LageBearbeiten

 
Der Grenzübergang von Visé nach Maastricht

Visé liegt an der Maas etwa 35 km westlich von Aachen, 20 km nordöstlich von Lüttich und 15 km südlich von Maastricht. Sie gilt als die nördlichste Stadt in Wallonien. Die Höhe wird mit 60 bis 85 m angegeben.

GeschichteBearbeiten

Die Zeit vom 9. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert gilt als die Blütezeit der Stadt.

Im Zuge des Investiturstreits wurden am Gründonnerstag 1106 die Truppen des Heinrich V. an der Maasbrücke bei Visé vollständig geschlagen.

Im Jahre 1330 wurde die Stadtbefestigung gebaut; 1468 wurde die Stadt belagert. 1673 diente Visé dem französischen König Ludwig XIV. als Hauptquartier, als er Maastricht belagerte.

Am Anfang des Ersten Weltkriegs wurde die Stadt von deutschen Truppen fast vollständig zerstört, 23 Einwohner starben dabei.

BergbauBearbeiten

In Visé förderte die Kohlengrube „Charbonnage du Hasard a Cheratte“; die denkmalschützen Teile der Tagesanlagen samt Malakow-Turm sind bis heute erhalten.

PolitikBearbeiten

Der Bürgermeister der Stadt ist Marcel Neven.

StädtepartnerschaftBearbeiten

Seit 1958 ist die französische Gemeinde Aiguillon in Aquitanien Partnerstadt von Visé.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Lüttich–Maastricht und wird stündlich von Intercity-Zügen (IC) der Linie O (nach Brüssel über Lüttich, nach Maastricht) angefahren. Sie verfügt darüber hinaus über einige regionale Buslinien der Gesellschaft TEC, unter anderem nach Lüttich.

Parallel zur Maas verläuft die Europastraße 25. Städtebaulich ungünstig trennt sie als A25 die Kernstadt Visé vom Fluss.

Wichtigster Schifffahrtsweg ist hier nicht die Maas selber (Schiffe bis 600 Tonnen), sondern der westlich parallel dazu gebaute Albert-Kanal (bis 2.000 Tonnen). Bedeutende Flusshäfen liegen in den Stadtteilen Lixhe und Argenteau.

IndustrieBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Belgien, Verlag Karl Baedeker Ostfildern, 3. Auflage 1998, ISBN 3-87504-417-7, S. 393–394.
  • John Horne, Alan Kramer: Deutsche Kriegsgreuel 1914. Die umstrittene Wahrheit. Aus dem Engl. von Uwe Rennert. Hamburger Edition, Hamburg 2004.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Visé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. mapywig.org (Memento vom 10. April 2016 im Internet Archive)