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Engis (wallonisch Indji) ist eine belgische Gemeinde in der Region Wallonien. Der Ort liegt im belgischen Arrondissement Huy in der Provinz Lüttich. Engis hat 6122 Einwohner (Stand 1. Januar 2018) und eine Fläche von 27,74 km².

Engis
CommunesBelgique-Engis.svg Flagge
Engis (Lüttich)
Engis
Engis
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Lüttich
Bezirk: Huy
Koordinaten: 50° 35′ N, 5° 24′ OKoordinaten: 50° 35′ N, 5° 24′ O
Fläche: 27,74 km²
Einwohner: 6122 (1. Jan. 2018)
Bevölkerungsdichte: 221 Einwohner je km²
Höhe: 70 m
Postleitzahl: 4480
Vorwahl: 04
Bürgermeister: Serge Manzato (PS)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration communale
Rue Reine Astrid, 13
4480 Engis
Website: www.engis.be

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Ort liegt im Tal der Maas (franz. Meuse) auf einer Höhe von ca. 70 Metern über NN. Lüttich liegt etwa 13 Kilometer (km) nordöstlich, Namur 40 km südwestlich und Brüssel 76 km nordwestlich (alle Angaben in Luftlinie bis zum Stadtzentrum).

Die nächste Autobahnausfahrt befindet sich 5 km nordwestlich bei der Nachbargemeinde Saint-Georges-sur-Meuse an der belgischen Autobahn A15. Engis selbst besitzt einen Regionalbahnhof an der Bahnlinie Charleroi-Namur-Engis-Lüttich. In Lüttich befindet sich der nächste Bahnhof, in dem Schnellzüge (u. a. auch die Thalys Paris-Brüssel-Köln) halten. Nahe der Großstadt Lüttich befindet sich der nächste Regionalflughafen; bei Brüssel der nächste Flughafen von internationaler Bedeutung.

GeschichteBearbeiten

 
Engis 1, der sapiens-Schädel von Engis

In einer Höhle bei Engis wurden 1829 von Philippe-Charles Schmerling (1790–1836) die ersten wissenschaftlich beschriebenen fossilen Überreste jener vorzeitlichen Menschenform geborgen, die später als Neandertaler bezeichnet wurde (das Fossil Engis 2).[1] Obwohl Schmerling anhand ebenfalls von ihm entdeckter Steinwerkzeuge und fossiler Tierknochen korrekt auf ein gleichermaßen hohes Alter aller Funde schloss und keine Hinweise auf künstliche Erdbewegungen fand, wurden die menschen-ähnlichen Fossilien zu seinen Lebzeiten von der überwiegenden Mehrzahl der Naturforscher als „modern“ und ihre räumliche Nähe zu den anderen Funden als Folge eines Begräbnis' verkannt.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Engis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Philippe-Charles Schmerling: Recherches sur les ossements fossiles découverts dans les cavernes de la Province de Liège. P.-J. Collardin, Liège 1833, S. 30 ff.