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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sindelsdorf
Sindelsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sindelsdorf hervorgehoben

Koordinaten: 47° 43′ N, 11° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Habach
Höhe: 609 m ü. NHN
Fläche: 17,5 km2
Einwohner: 1203 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82404
Vorwahl: 08856
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 153
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulgasse 2
82404 Sindelsdorf
Website: www.sindelsdorf.de
Bürgermeister: Josef Buchner (Unabhängige Wählergr.)
Lage der Gemeinde Sindelsdorf im Landkreis Weilheim-Schongau
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Über dieses Bild
Pfarrkirche St. Georg
Sindelsdorf von Nordwesten
Riederner Weiher, Sindelsdorf
Filze südlich von Sindelsdorf

Sindelsdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Habach.

GeografieBearbeiten

Sindelsdorf liegt in der Region Oberland. Südöstlich des Ortes befindet sich das Naturschutzgebiet Fichtsee im Sindelsbachfilz.

Die Gemeinde hat fünf amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es existiert nur die Gemarkung Sindelsdorf.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der Ort wird in einer Urkunde anlässlich der Gründung des Klosters Scharnitz im Jahr 763 erstmals erwähnt.

Sindelsdorf im heutigen Oberbayern gehörte zum Kloster Benediktbeuern unter der Landeshoheit des Kurfürstentums Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Sindelsdorf, die zum Landgericht Weilheim gehörte.

20. JahrhundertBearbeiten

Sindelsdorf war wie Murnau ein Zentrum der Redaktionsgemeinschaft des Blauen Reiters. Von 1909 bis 1914 lebten hier Franz Marc, Jean-Bloé Niestlé und Heinrich Campendonk. Nicht weniger bekannte Künstler wie Wassily Kandinsky, August und Helmuth Macke, Gabriele Münter sowie Alexej von Jawlensky kamen zu Arbeitsgesprächen zu Besuch. Viele berühmte Gemälde wie Der Turm der blauen Pferde von Marc entstanden in Sindelsdorf.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner[4]
1871 406
1925 883
1950 846
1970 681
1987 783
1991 895
1995 899
2000 1011
2010 1078
2015 1199

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 1990 Josef Buchner von der Unabhängigen Wählergruppe (UWS).

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 352 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 38 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 823 ha. Davon waren 47 ha Ackerfläche und 776 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

In der Gemeinde bestehen keine Schulen. Es gibt eine Kindertageseinrichtung mit 62 genehmigten Plätzen in der 2018 insgesamt 49 Kinder betreut wurden.[5]

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter von SindelsdorfBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Heinrich Campendonk (1889–1957), deutsch-niederländischer Maler des Blauen Reiters, in Sindelsdorf von 1911 bis 1916
  • Franz Marc (1880–1916), deutscher expressionistischer Maler des Blauen Reiters
  • Jean-Bloé Niestlé (1884–1942), Schweizer Maler des Blauen Reiters

LiteraturBearbeiten

  • Karl Steinberger: Aus der Geschichte von Sindelsdorf. Gemeindeverwaltung Sindelsdorf, 1982

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sindelsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Sindelsdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 4. September 2019.
  3. Franz Marc, sindelsdorf.de, abgerufen am 3. April 2011
  4. Gemeinde Sindelsdorf. In: bavarikon. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  5. Sindelsdorf: Amtliche Statistik des LfStat, 2018, Seiten 16–17
  6. Thomas Quercher in der Parlamentsdatenbank beim Haus der Bayerischen Geschichte