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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwabbruck
Schwabbruck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwabbruck hervorgehoben

Koordinaten: 47° 50′ N, 10° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Altenstadt (Oberbayern)
Höhe: 733 m ü. NHN
Fläche: 7,33 km2
Einwohner: 963 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86986
Vorwahl: 08868
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 149
Adresse der Verbandsverwaltung: Marienplatz 2
86972 Altenstadt
Website: www.schwabbruck.de
Bürgermeister: Norbert Essich (Freie Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Schwabbruck im Landkreis Weilheim-Schongau
AmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild
Schwabbruck von Nordosten

Schwabbruck ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt.

GeografieBearbeiten

Schwabbruck liegt in der Region Oberland westlich der Stadt Schongau an der Grenze zwischen Schwaben und Altbayern im Jungmoränengebiet nördlich der Allgäuer Alpen. Nördlich der Gemeinde bildet der Sachsenrieder Forst zusammen mit dem Denklinger Wald eines der größten zusammenhängenden Forstgebiete Oberbayerns.

Es existiert nur die Gemarkung Schwabbruck.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Im 8./9. Jahrhundert wurde das Reichskloster St. Mang in Füssen mit königlichem Fiskalgut östlich von Sachsenried ausgestattet. Ab etwa 1070 war die Vogtei über das Kloster im Besitz der Welfen, die so ein geschlossenes Herrschaftsgebiet am Lechrain errichten konnten.

Der Ortsname wurde erstmals 1126 durch die Erwähnung eines welfischen Dienstmannengeschlechtes "von Brugge" fassbar. Der Ansitz dieser Familie lag in der Flur "Brucksteller" (von Burgstall) nordwestlich des Ortes. Die Burg entstand um 1100 zum Schutz einer damals errichteten Brücke über die Schönach, nach der die Wasserburg und das Dorf benannt wurden. Der Gewässerübergang wurde im Zuge des Ausbaues der wichtigen Heerstraße zwischen Augsburg und Verona angelegt. Diese Straßenverbindung geht wahrscheinlich auf antike, vorrömische Wegeverbindungen zurück.

Bis 1716 wurde das Dorf im Vorland der Allgäuer Alpen nur Brugg, Bruck, Prugk oder ähnlich genannt. Der heutige Name "Schwabbruck" ist erst seit 1802 allgemein üblich. Die Bevölkerung nennt ihren Heimatort allerdings bis in die Gegenwart meist "Brugg".

Schwabbruck gehörte bis zur Säkularisation zum Hochstift Augsburg, das 1313 die Vogtei des Klosters Sankt Mang übernommen hatte. 1785 erlangte das Hochstift vom Kurfürstentum Bayern durch Tausch auch die Hochgerichtsbarkeit. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Säkularisation von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Die heutige Gemeinde entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 0553 Einwohner
  • 1970: 0635 Einwohner
  • 1987: 0714 Einwohner
  • 1991: 0772 Einwohner
  • 1995: 0811 Einwohner
  • 2000: 0829 Einwohner
  • 2005: 0911 Einwohner
  • 2010: 0936 Einwohner
  • 2015: 0948 Einwohner

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf das heutige Gemeindegebiet.

Schwabbruck wuchs von 1988 bis 2008 um 234 Einwohner bzw. ca. 32 %.

BürgermeisterBearbeiten

Seit Mai 2014 ist Norbert Essich (Freie Wählergruppe) der Bürgermeister.[2]

AuerberglandBearbeiten

Schwabbruck ist eine Mitgliedsgemeinde der die Grenzen der Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern überschreitenden interkommunalen Allianz „Auerbergland“.

BaudenkmälerBearbeiten

BildungBearbeiten

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 38 Kindern

LiteraturBearbeiten

  • Pankraz Fried: Landgericht, Hochgericht und Landkreis Schongau (Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Doppelband 22/23). München 1971
  • Josef Mayrock, Peter Socher (Hrsg.): Chronik der Pfarrei und Gemeinde Schwabbruck – nach dem gleichnamigen Werk Pfarrer Ostheimers, bearbeitet und fortgeführt von Josef Mayrock und Peter Socher. Schwabbruck 1993
  • Max Ostheimer: Chronik der Pfarrei und Gemeinde Schwabbruck. Manuskript, Schwabbruck 1940

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwabbruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/