Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eglfing
Eglfing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eglfing hervorgehoben
Koordinaten: 47° 44′ N, 11° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Huglfing
Höhe: 668 m ü. NHN
Fläche: 16,17 km2
Einwohner: 1074 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 82436, 82449
Vorwahl: 08847
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 121
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 32
82386 Huglfing
Website: www.eglfing.de
Bürgermeister: Klemens Holzmann (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Eglfing im Landkreis Weilheim-Schongau
AmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Eglfing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing und Ort in der Tourismusregion Das Blaue Land.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde Eglfing liegt in der Region Oberland zwischen den Städten Murnau und Weilheim, wobei es gerade einmal 60 Kilometer von München entfernt ist. Durch den Ort fließt der Hungerbach.

Die Gemeinde hat vier amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Sie besteht nur aus der Gemarkung Eglfing.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Eglfing wurde um 807 erstmals in einem Dokument erwähnt. Ab dem 11. Jahrhundert hatte das Rittergeschlecht der Egolfinger seinen Sitz in der Flur „Gstoag“, die nur ca. einen Kilometer vom heutigen Ortszentrum entfernt liegt.[3] Die Egolfinger, die Ministerialen der Grafen von Andechs waren, starben Mitte des 13. Jahrhunderts aus und Obereglfing war ab dem 15. Jahrhundert im Besitz verschiedener Adelsgeschlechter deren „Schloss“ bis 1663 in der heutigen Hofgasse stand.[4] In der sogenannten „Russenzeit“, ab dem 18. Jahrhundert, entstand durch Auswanderer ein reger Handel mit Russland, die Handels- und Wechselhäuser in Moskau und Sankt Petersburg betrieben.[3][4]

Es gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Eglfing, die zum Landgericht Weilheim gehörte.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Einwohnerzahl[5] 367 361 400 448 406 673 487 536 726 818 815 879 970 970 998 994 1025 1036 1037 1063
 
Obereglfing von Westen
 
Talstr. in Untereglfing

PolitikBearbeiten

Bürgermeister und GemeinderatBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Klemens Holzmann (Wählergemeinschaft).

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Die Gemeinden Eglfing und Allumiere in Italien gingen wegen ihres gemeinsamen Kardinals Theodulf Mertel im Jahre 2000 eine Städtepartnerschaft ein.[6]

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Eglfing von Norden
 
Eglfing von Westen

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 236 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 269. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 935 ha.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2016):

  • Kindergarten
  • eine Kindertagesstätte
  • Kinderbücherei
  • Jugendorchester

LiteraturBearbeiten

  • Mack, Bertle, Holzmann: 1200 Jahre Eglfing. Eglfing 2007.
  • Ingomar Igler: Gemeinde Eglfing – Obereglfing, Untereglfing, Tauting und der Weiler Heimgarten; ein Heimat- und Volksbuch. Herausgeber: Gemeinde Eglfing, ca. 1991.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Eglfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Eglfing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. September 2019
  3. a b Kurze Chronik von Eglfing (Memento des Originals vom 4. Januar 2006 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/host2.ambach.de, abgerufen am 29. Oktober 2009
  4. a b Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern. Band 1, Lipp, München 2003, S. 110.
  5. Website Eglfing abgerufen am 9.9.2019
  6. Partnergemeinde Allumiere. Gemeinde Eglfing, abgerufen am 17. Dezember 2014.