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Burggen

bayerische Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Burggen
Burggen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Burggen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 47′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Bernbeuren
Höhe: 745 m ü. NHN
Fläche: 24,94 km2
Einwohner: 1675 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86977
Vorwahl: 08860
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 118
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 4
86975 Bernbeuren
Webpräsenz: www.burggen.de
Bürgermeister: Josef Schuster (Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Burggen im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger SeeAmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Burggen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren.

Burggen in der Abendsonne

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Burggen liegt im westlichen Teil des Landkreises im schwäbisch-bayerischen Grenzgebiet des Lechrain. Der Ort befindet sich an der Römerstraße Via Claudia Augusta, die dem Fernhandel von Augsburg nach Verona und Venedig diente. Der bäuerlich gebliebene Ort liegt nahe dem ursprünglich erhaltenen Lech (Naturschutzgebiet „Litzauer Schleife“).

OrtsteileBearbeiten

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Tannenberg und Haslach.

Hinzu kommen die zehn Einzelsiedlungen:

  • Bernried
  • Borzenwinkel
  • Dessau
  • Engenwies
  • Forchenmühle
  • Hausenried
  • Rossau
  • Senewang
  • Steig
  • Ziegler

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Gräberfunde bezeugen eine erste Besiedelung um das Jahr 550.

Der Ortsname wird 1188 erstmals erwähnt und dürfte von einer alemannischen Sippe namens Buro, Burin oder Buring abstammen. Daraus bildeten sich später Purgo, Burggau und dann Burggen.

Im Jahr 1796 vernichtete ein verheerender Großbrand ganze Straßenzüge. Anschließend wurde der Ort wieder neu aufgebaut. Durch das Gemeindeedikt entstand 1818 die politische Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Tannenberg eingegliedert.[2]

BürgermeisterBearbeiten

Seit Mai 2008 ist Josef Schuster (* 1953, Bürgerliste) der Bürgermeister.[3]

AuerberglandBearbeiten

Burggen ist Mitgliedsgemeinde der die Grenzen der Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern überschreitenden interkommunalen Zusammenschlusses Auerbergland.

LandwirtschaftBearbeiten

Die 2494 ha Grundfläche von Burggen wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt, wobei die Landwirte ausschließlich Milchwirtschaft betreiben. Eine andere Nutzung ist aufgrund der Klima- und Bodenverhältnisse unrentabel.

RadwegeBearbeiten

Es gibt viele markierte, leicht begehbare Rundwanderwege zum Fahrradfahren und Wandern. Durch die Lage im westlichen Pfaffenwinkel vor den bayerischen Bergen wird auch Fremdenverkehr betrieben.

Burggen liegt auch am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Kultur und VeranstaltungenBearbeiten

13 aktive Vereine sind im Ort tätig.

Am zweiten Sonntag im September veranstaltet Burggen alle zwei Jahre ein Heimatfest besonderer Art, den Rosstag. Hier werden über 300 Pferde der verschiedensten Rassen und Arten in allen möglichen Anspannungen sowie kulturhistorische Gerätschaften aus Landwirtschaft und Gewerbe als lebendes Museum gezeigt.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Seit 1991 existiert eine Partnerschaft mit der Gemeinde Nesmy in der Vendée, Frankreich.

LiteraturBearbeiten

  • Franz Wittmann: Die Neuen sind 200 Jahre alt. Bauernhäuser in Burggen. In: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt. 207. Jahrgang, Heft 9, ISSN 0005-7169. Deutscher Landwirtschaftsverlag, München 3. März 2017, S. 66–68.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Burggen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  3. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/