Hauptmenü öffnen

Stefanie Berg

deutsche Prähistorikerin
(Weitergeleitet von Stefanie Berg-Hobohm)

Stefanie Berg (* 1965 in Ahrensburg), zeitweilig bis Ende 2017 mit Doppelnamen Stefanie Berg-Hobohm, ist eine deutsche Prähistorikerin und als Oberkonservatorin Leiterin für Lineare Projekte in der Abteilung Praktische Bodendenkmalpflege am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München.

LaufbahnBearbeiten

Berg studierte Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Anthropologie an den Universitäten Mainz und Tübingen. Anschließend absolvierte sie ein postgraduales Studium an der University of Bradford, England, zum Master of Arts für Archäologie und schloss ihr Studium mit einer Magisterarbeit an der Universität Tübingen ab. Mit einer 2004 veröffentlichten Dissertation über die germanische Siedlung Göritz 4 wurde sie 1999 am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin promoviert.

Im Jahr 2008 erhielt sie in München eine Berufung zur Leiterin für Lineare Projekte und betreut seither alle archäologischen und geoarchäologischen Untersuchungen, die aufgrund von geplanten Tiefbaumaßnahmen bei Trassenprojekten in Bayern anstehen. Sie ist Mitglied im Arbeitskreis Fossa Carolina von Peter Ettel, der im Rahmen des Schwerpunktprogramms Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft aufgelegt hat, tätig ist.[1] Sie kuratierte die von 2014 bis 2015 an mehreren Orten in Deutschland laufende Sonderausstellung Großbaustelle 793. Das Kanalprojekt Karls des Großen zwischen Rhein und Donau.

Berg ist Mitglied im 2004 gegründeten Arbeitskreis Geoarchäologie[2] und Sprecherin der Kommission Netzwerk Archäologische Denkmalpflege im Verband der Landesarchäologen.

RezensionenBearbeiten

  • Claudia Pankau: Stefanie Berg-Hobohm, Die germanische Siedlung Göritz, Lkr. Oberspreewald-Lausitz. In: Praehistorische Zeitschrift, 82, 2 (2007), S. 251–255.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Die Bestattung einer „vornehmen“ Frau der späten Bronzezeit auf dem Einsiedelfeld bei Weihenstephan, Gemeinde Hohenthann, Landkreis Landshut. In: Ludwig Husty, Karl Schmotz (Hrsg.): Vorträge des 31. Niederbayerischen Archäologentages. Leidorf, Rahden/Westf. 2013, S. 95–111, ISBN 978-3-89646-242-8 (27. bis 29. April 2012 in Deggendorf).
  • mit Britta Kopecky-Herrmann: Naturwissenschaftliche Untersuchungen in der Umgebung des Karlsgrabens (Fossa Carolina). In: Berichte der Bayerischen Bodendenkmalpflege. 52, 2012, ISSN 0934-4470, S. 403–418.
  • Die germanische Siedlung Göritz, Lkr. Oberspreewald-Lausitz (= Forschungen zur Archäologie im Land Brandenburg. 7). Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege u. a., Wünsdorf 2004, ISBN 3-910011-37-3 (Zugleich: Berlin, Humboldt-Universität, Dissertation, 1999).
  • mit Georg Paula: Landkreis Weilheim-Schongau. Ensembles, Baudenkmäler, Bodendenkmäler (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland = Denkmäler in Bayern. 23, 1). 2 Bände. Lipp, München 2003.
  • Umfriedete Höfe der Hallstattzeit in Bayern. Aktueller Forschungsstand zu den Herrenhöfen und den zeitgleichen rechteckigen Grabenwerken. In: Berichte der Bayerischen Bodendenkmalpflege. 43/44, 2002/2003, S. 161–190.

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter, Team Fossa Carolina; abgerufen am 24. Oktober 2015.
  2. Arbeitskreis Geoarchäologie, Mitgliederliste (Memento des Originals vom 24. Oktober 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.akgeoarchaeologie.de; abgerufen am 24. Oktober 2015.