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Sengenthal

Gemeinde im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sengenthal
Sengenthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sengenthal hervorgehoben
Koordinaten: 49° 14′ N, 11° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Verwaltungs­gemeinschaft: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 434 m ü. NHN
Fläche: 28,52 km2
Einwohner: 3591 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92369
Vorwahl: 09181
Kfz-Kennzeichen: NM, PAR
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 159
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 12
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Website: www.sengenthal.de
Bürgermeister: Werner Brandenburger (FWG/UWG)
Lage der Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
PilsachVelburgNeumarkt in der OberpfalzSeubersdorf in der OberpfalzSengenthalPyrbaumPostbauer-HengParsbergMühlhausen (Oberpfalz)LupburgLauterhofenHohenfels (Oberpfalz)FreystadtDietfurt an der AltmühlDeiningBreitenbrunn (Oberpfalz)BerngauBerg bei Neumarkt in der OberpfalzBerchingNürnbergNürnbergLandkreis Nürnberger LandLandkreis RothLandkreis SchwandorfLandkreis RegensburgLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis KelheimLandkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
Sengenthal: Rathaus

Sengenthal ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt in der Oberpfalz.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Die Gemeinde Sengenthal liegt südlich von Neumarkt, am westlichen Anstieg zum so genannten Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb.

GemeindegliederungBearbeiten

Sengenthal hat 21 Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Forst, Reichertshofen, Sengenthal, Stauf.

GeschichteBearbeiten

 
Kirche St. Nikolaus, Reichertshofen
 
Filialkirche St. Elisabeth
 
Schleuse 32
 
Bahnhof Greißelbach

Sengenthal und Forst waren noch im 13. Jahrhundert Bestandteil der kaiserlichen Hofmark Berngau, die nach dem Tode des letzten Staufers Konradin an die Wittelsbacher gelangte.

In Reichertshofen hingegen war ein Dienstmannengeschlecht der Reichsministerialen von Stein ansässig. Die Reichertshofer, die zwischen 1315 und 1424 urkundlich erwähnt sind, hatten ihre Güter dem Reich zu Lehen. Nach dem Aussterben der Reichertshofer wurde die Lehengerechtigkeit den Herren von Wolfstein übertragen, während Mannschaft und Botmäßigkeit kurfürstlich blieben. Der Schrägbalken mit den drei Sternen im Wappen der Gemeinde Sengenthal wurde aus dem Wappen der Reichertshofer übernommen.

Durch die Bildung der Pfarrei Reichertshofen vor 125 Jahren (zuvor bei der Pfarrei Berngau) entstand erstmals ein der heutigen Gemeinde entsprechender Zusammenhang zwischen den Orten der Gemeinde Sengenthal, der damals durch einen Schulsprengel Reichertshofen, Buchberg und Sengenthal mit Schulsitz in Reichertshofen noch verstärkt wurde. Wesentliche Veränderungen traten im heutigen Gemeindegebiet erst nach 1945 ein. Durch die Industrialisierung (Bau- und Baustoffindustrie) und den Bahnanschluss stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde Sengenthal von 900 im Jahre 1939 auf derzeit 2730 Einwohner. Zudem trat ein wesentlicher Strukturwandel ein. So gibt es in der Gemeinde Sengenthal jetzt Betriebsstätten mit vielen Beschäftigten.

In Sengenthal gibt es eine Grundschule für Kinder aus dem Gemeindegebiet und einen katholischen Kindergarten.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Forst und Reichertshofen eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gebietsteile von Stauf hinzu.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Die Verwaltung geschieht von Neumarkt aus (siehe: Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt in der Oberpfalz), Gemeinderatssitzungen und ein Büro des Bürgermeisters sind jedoch in Sengenthal selbst.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Schwarz über einem wachsenden silbernen natürlichen Felsenberg ein goldener Schrägbalken, belegt mit drei sechsstrahligen schwarzen Sternen.“

Das Wappen wird seit 1978 geführt.

Wirtschaft und AnbindungBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

AnbindungBearbeiten

Die Bundesstraße 299 führt von Norden aus Richtung Neumarkt kommend nach Süden in Richtung Mühlhausen durch das Gemeindegebiet. Des Weiteren verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg durch einen Teil des Gemeindegebietes.

Ehemalige Verkehrswege sind der Ludwigskanal mit einer Schleuse auf dem Gemeindegebiet und die 1991 aufgegebene Bahnstrecke Neumarkt–Dietfurt, die jetzt als Firmenanschluss der Baufirma Max Bögl dient.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

KirchenBearbeiten

 
Der Baggersee der Fa. Max Bögl an der Bundesstraße 299

BaudenkmälerBearbeiten

AusflugszieleBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Ludwig Körner (1915–2012), römisch-katholischer Pfarrer, erster Dekan des Dekanates Eichstätt, Ehrenbürger von Dollnstein und Träger der Bürgermedaille in Gold in Sengenthal[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sengenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien