Rick Green

kanadischer Eishockeyspieler

Richard Douglas „Rick“ Green (* 20. Februar 1956 in Belleville, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und -trainer, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1972 und 1992 unter anderem 945 Spiele für die Washington Capitals, Canadiens de Montréal, Detroit Red Wings und New York Islanders in der National Hockey League (NHL) auf der Position des Verteidigers bestritten hat. Green, der beim NHL Amateur Draft 1976 als Gesamterster ausgewählt wurde, gewann mit den Canadiens de Montréal im Jahr 1986 den Stanley Cup. Anschließend war er bis zum Jahr 2013 als Assistenztrainer – unter anderem bei zahlreichen NHL-Franchises – tätig.

Kanada  Rick Green

Geburtsdatum 20. Februar 1956
Geburtsort Belleville, Ontario, Kanada
Größe 192 cm
Gewicht 99 kg

Position Verteidiger
Nummer #5
Schusshand Links

Draft

NHL Amateur Draft 1976, 1. Runde, 1. Position
Washington Capitals
WHA Amateur Draft 1976, 2. Runde, 10. Position
Nordiques de Québec

Karrierestationen

1972–1976 London Knights
1976–1982 Washington Capitals
1982–1989 Canadiens de Montréal
1989–1990 HC Meran
1990–1991 Detroit Red Wings
1991–1992 New York Islanders

Karriere Bearbeiten

Green spielte während seiner Juniorenzeit für die London Knights in der Ontario Hockey Association (OHA) bzw. Ontario Major Junior Hockey League (OMJHL). Nach einer herausragenden Saison 1975/76 in der er ins All-Star Team der Liga gewählt wurde, wählten die Washington Capitals aus der National Hockey League (NHL) ihn mit ihrem Erstwahlrecht beim NHL Amateur Draft 1976 aus. Auch beim WHA Amateur Draft 1976 wurde er ausgewählt. Die Nordiques de Québec aus der World Hockey Association (WHA) erwarben die Rechte in der zweiten Runde an der zehnten Stelle.

Gleich zur Saison 1976/77 schaffte der Kanadier den Sprung in die NHL und konnte sich als defensiv ausgerichteter Verteidiger etablieren. Er gab in seinen sechs Jahren bei den Capitals der Defensive seines Teams halt. Da Washington sich in dieser Zeit nie für die Playoffs qualifizieren konnte, nahm er in den Jahren 1979, 1981 und 1982 auch an der Eishockey-Weltmeisterschaft teil. Bei letzterer gewann er mit der kanadischen Eishockeynationalmannschaft die Bronzemedaille.

Im September 1982 holten die Capitals Rod Langway, Brian Engblom und Craig Laughlin. Im Gegenzug musste Green zusammen mit Ryan Walter zu den Canadiens de Montréal wechseln. Auch in Montréal gelang es ihm durch sein konstantes Spiel der Verteidigung der Canadiens weitere Sicherheit zu geben. Ein Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn des Stanley Cups zum Ende der Stanley-Cup-Playoffs 1986. Dank seiner Stärke in der Defensive stand er auch im Kader des NHL-Teams beim Rendez-vous ’87. Nach einer erneuten Teilnahme an den Finalspielen der Stanley-Cup-Playoffs 1989 wechselte er für eine Saison nach Italien zum HC Meran. Die Saison war von einer schweren Verletzung überschattet. Davon genesen spielte er 1990 wieder bei der Weltmeisterschaft.

Kanada   Rick Green
 
Trainerstationen
1992–1995 New York Islanders (Assistenztrainer)
1995–1999 Los Angeles Kings (Assistenztrainer)
2001–2006 Canadiens de Montréal (Assistenztrainer)
2007–2013 Concordia University (Assistenztrainer)

Zur Saison 1990/91 kehrte er in die NHL zurück und verbrachte eine Saison für die Detroit Red Wings. In der folgenden Saison bestritt er nach einem Tauschgeschäft mit Alan Kerr noch vier Spiele für die New York Islanders. Nach seiner aktiven Karriere blieb er anfangs bei den Islanders und fungierte dort drei Jahre lang bis zum Sommer 1995 als Assistenztrainer, bevor er die zweite Hälfte der 1990er-Jahre als Assistent seines früheren Mannschaftskameraden Larry Robinson bei den Los Angeles Kings verbrachte. Er beendete die dortige Tätigkeit im Sommer 1999. Zwei Jahre später kehrte er als Assistenztrainer zu den Canadiens de Montréal zurück, die er nach fünf Spielzeiten im Jahr 2006 verließ. Zwischen 2007 und 2013 war er als Assistenztrainer an der Concordia University tätig.

Erfolge und Auszeichnungen Bearbeiten

International Bearbeiten

Karrierestatistik Bearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1972/73 London Knights OHA 8 0 1 1 2
1973/74 London Knights OHA 65 6 30 36 45
1974/75 London Knights OMJHL 65 8 45 53 68
1975/76 London Knights OMJHL 61 13 47 60 69 5 1 0 1 4
1976/77 Washington Capitals NHL 45 3 12 15 16
1977/78 Washington Capitals NHL 60 5 14 19 67
1978/79 Washington Capitals NHL 71 8 33 41 62
1979/80 Washington Capitals NHL 71 4 20 24 52
1980/81 Washington Capitals NHL 65 8 23 31 91
1981/82 Washington Capitals NHL 65 3 25 28 93
1982/83 Canadiens de Montréal NHL 66 2 24 26 58 3 0 0 0 2
1983/84 Canadiens de Montréal NHL 7 0 1 1 7 15 1 2 3 33
1984/85 Canadiens de Montréal NHL 77 1 18 19 30 12 0 3 3 14
1985/86 Canadiens de Montréal NHL 46 3 2 5 20 18 1 4 5 8
1986/87 Canadiens de Montréal NHL 72 1 9 10 10 17 0 4 4 8
1987/88 Canadiens de Montréal NHL 59 2 11 13 33 11 0 2 2 2
1988/89 Canadiens de Montréal NHL 72 1 14 15 25 21 1 1 2 6
1989/90 HC Meran Serie A1 9 2 6 8 2 10 3 6 9 4
1990/91 Detroit Red Wings NHL 65 2 14 16 24 3 0 0 0 0
1991/92 New York Islanders NHL 4 0 0 0 0
OHA/OMJHL gesamt 199 27 123 150 184 5 1 0 1 4
NHL gesamt 845 43 220 263 588 100 3 16 19 73

International Bearbeiten

Vertrat Kanada bei:

Vertrat die National Hockey League bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
1979 Kanada WM 4. Platz 8 1 1 2 2
1981 Kanada WM 4. Platz 7 1 3 4 2
1982 Kanada WM   9 0 3 3 2
1987 NHL All-Stars Rendez-vous 2 0 0 0 0
1990 Kanada WM 4. Platz 10 0 0 0 2
Herren gesamt 36 2 7 9 8

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Weblinks Bearbeiten